Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Vorlesung: Einführung in die Soziologie/ Wintersemester 2006-2007/ J. Renn 9. Vorlesung/ 10. Jan. 2007: Die Differenzierung der Gesellschaft (-en) II (Klassen,

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Vorlesung: Einführung in die Soziologie/ Wintersemester 2006-2007/ J. Renn 9. Vorlesung/ 10. Jan. 2007: Die Differenzierung der Gesellschaft (-en) II (Klassen,"—  Präsentation transkript:

1 Vorlesung: Einführung in die Soziologie/ Wintersemester / J. Renn 9. Vorlesung/ 10. Jan. 2007: Die Differenzierung der Gesellschaft (-en) II (Klassen, Schichten, Milieus)

2 Vorlesung: Einführung in die Soziologie/ Wintersemester / J. Renn 9. Vorlesung: Die Differenzierung der Gesellschaft (-en) II (Klassen, Schichten, Milieus) Der zweite Reader ist abzuholen – ab morgen: bei Copy Alpha Klausurtermin: Mittwoch, 14. Feb. 2007, Bitte: Ausweise mitbringen !

3 Vorlesung: Einführung in die Soziologie/ Wintersemester / J. Renn 9. Vorlesung: Die Differenzierung der Gesellschaft (-en) II (Klassen, Schichten, Milieus) Klassenbildendes Prinzip: (Privat-) Eigentum oder Nichteigentum an Produktionsmitteln: objektive ökonomische Lage Ideologie: falsches Bewußtsein = Verkennung der Klassenlage (eine der Wurzeln der soziologischen Abstandnahme – Differenz Karl Marx/ Karl Mannheim) Revolutionäre teleologische Entwicklung: von der Klasse an sich zur Klasse für sich: Subjekt der Geschichte und allgemeines Interesse - wahre gesellschaftliche und individuelle Selbstbestimmung: klassenlose Gesellschaft K. Marx ( )

4 Vorlesung: Einführung in die Soziologie/ Wintersemester / J. Renn 9. Vorlesung: Die Differenzierung der Gesellschaft (-en) II (Klassen, Schichten, Milieus) Die Revolution findet nicht statt! (Die Verelendung und tendenzieller Fall der Profitrate finden nicht statt; der Übergang zum Klassenbewusstsein findet nicht statt) Verdinglichung (das Gewordene für das Objektive, Natürliche nehmen): So wie das kapitalistische System sich ökonomisch fortwährend auf erhöhter Stufe produziert und reproduziert, so senkt sich im Laufe der Entwicklung des Kapitalismus die Verdinglichungsstruktur immer tiefer, schicksalhafter und konstitutiver in das Bewusstsein der Menschen hinein. (Georg Lukács, Geschichte und Klassenbewußtsein, 185) Das Problem des Spätkapitalismus: z.B.: Rolle des Staates (kein reines Überbauphänomen): Staat als ökonomischer Akteur; Sozialstaat und Befriedung des Klassenkonflikts; Staat als Antwort auf das Bürokratieproblem (Parteien in sozialist. Ländern) z.B.: Rolle des Rechts / der traditionellen/ kulturellen Identitäten (Arbeiterkultur?)

5 Vorlesung: Einführung in die Soziologie/ Wintersemester / J. Renn 9. Vorlesung: Die Differenzierung der Gesellschaft (-en) II (Klassen, Schichten, Milieus) Ein erweiterter Klassenbegriff: Pierre Bourdieu Stile und symbolische Distinktionen?: Kapital – in seiner objektivierten Form als materielles Eigentum wie in seiner inkorporierten Form zum Beispiel als kulturelles Kapital (die beide zudem juristisch abgesichert sein können) – stellt Verfügungsmacht im Rahmen eines Feldes dar, und zwar Verfügungsmacht über das in der Vergangenheit erarbeitete Produkt (insbesondere die Produktionsmittel) wie zugleich über die Mechanismen zur Produktion einer bestimmten Kategorie von Gütern, und damit über eine bestimmte Menge an Einkommen und Gewinne. (P. Bourdieu, Sozialer Raum und Klasse,10) Differenz zum marxistischen Klassenbegriff: 1) keine Gleichsetzung von theoretisch konstruierter (bzw. sozioökonomisch objektiver) und realer Klasse (abweichende Organisationsform möglich) 2) um das Kulturelle und Symbolische erweiterte Ökonomie: Kämpfe um Positionen in einer Hierarchie und um Legitimität von Stilen. Der soziale Raum und die in ihm sich spontan abzeichnenden Differenzen funktionieren auf der symbolischen Ebene als Raum von Lebensstilen oder Ensemble von Ständen, durch unterschiedliche Lebensstile ausgezeichnete Gruppen. (Bourdieu, Sozialer Raum, 21)

6 Vorlesung: Einführung in die Soziologie/ Wintersemester / J. Renn 9. Vorlesung: Die Differenzierung der Gesellschaft (-en) II (Klassen, Schichten, Milieus) Was ist ein Lebensstil? Bourdieu: Habitus: (nicht was, sondern wie man was macht) Exkurs in die Sozialstrukturanalyse: Von Klassen über Schichten zu Milieus: Phasen (unvollständig und typologisch gemeint): 1. Frühe Industriegesellschaftliche Moderne: technologisches Produktionsregime; liberaler Rechtsstaat; Klassenstruktur und ständische Reste; restriktiver Zugang zu Bildung 2. Fordistische Phase: Massenproduktion, Massenkonsum, sozialstaatliche Umverteilung, Bildungsexpansion, durch Leistung legitimierte soziale Schichtung (Schelsky: nivellierte Mittelstandsgesellschaft). 3. Postfordistische Phase oder: Zweite Moderne: Tertiarisierung (Dienstleistungsgesellschaft), Deregulierung, neue Ungleichheiten, zugleich: Gender-Symmetrisierung; Individualisierung, (Wertorientierung – Ronald Inglehart: postmaterialistische Werte/ Wahlpräferenzen / Geschmack), Lebensführungs-Pluralisierung.

7 Vorlesung: Einführung in die Soziologie/ Wintersemester / J. Renn 9. Vorlesung: Die Differenzierung der Gesellschaft (-en) II (Klassen, Schichten, Milieus) Das Problem: Beziehung zwischen sozioökonomischer Lage und subjektiven Orientierungen in der Lebensführung Klassen: 1. stratifizierte (hierarchisch differenzierte) Positionierung durch soz-ök. Status der Personen und formal ungleiche Zuordnung zu Ressourcen (materiell, deswegen: kulturell (Bildung, Gesundheit) aber auch: rechtlich: (Dreiklassenwahlrecht, Klassenjustiz) 2. Determination von subjektiven Orientierungen durch objektive Lagen (KLassenbewußtsein oder Klassenhabitus), Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit. 3. Tendenziell keine vertikale Mobilität Schichten: 1. stratifizierte (moderat hierarchische) Positionierung durch soz.ök. Status aber formal gleiche Zuordnung zu Ressourcen (de jure: Rechts- und Chancengleichheit leistungsabhängiger Status) 2. Determination von subjektiven Orientierungen durch objektive Lagen: Bildung, Einkommen, Beruf, (Alter) gelten als verläßliche Indikatoren für typische Einstellungen (Bsp.: klassisches Parteienklientel) 3. Tendenziell mögliche vertikale Mobilität (Anreiz und Anspruch) aber: soziale Vererbung Milieus: 1. heterogene (pluralisierte) Positionierung durch kulturelle Orientierung (dabei: Individualisierung), formal gleicher Ressourcenzugang aber durch Lebensstil vermittelte Präferenzen (z.B. Postmaterialismus), (umstrittene) Pluralisier. v. Lebensstiltypen 2. Entkoppelung von soz.ök. Status und Orientierung 3. Tendenziell gesteigert vertikale und horizontale Mobilität (i. Sinne von: Milieuzugehörigkeit)

8 Vorlesung: Einführung in die Soziologie/ Wintersemester / J. Renn 9. Vorlesung: Die Differenzierung der Gesellschaft (-en) II (Klassen, Schichten, Milieus) Fragen: 1. Warum ist eine Gesellschaft keine Gruppe? 2. Was bedeutet (in der marxistischen Tradition) Verdinglichung? 3. Was unterscheidet Klassen von Schichten?


Herunterladen ppt "Vorlesung: Einführung in die Soziologie/ Wintersemester 2006-2007/ J. Renn 9. Vorlesung/ 10. Jan. 2007: Die Differenzierung der Gesellschaft (-en) II (Klassen,"

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen