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Was ist Globalisierung? (Begriff) BeckNegriCastellsHeldWir - Globalität (Faktum und Wahrnehmung d. Grenzenloswerdens d. Handelns)) - Globalisierung (Prozess.

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1 Was ist Globalisierung? (Begriff) BeckNegriCastellsHeldWir - Globalität (Faktum und Wahrnehmung d. Grenzenloswerdens d. Handelns)) - Globalisierung (Prozess der Transnationalisierung; transnat. Netzwerke unterlaufen national- staatl. Steuerungs- macht (28)) -Globalismus (neolib. Ideologie) - Dialektik von Globalem und Loka- lem: Glokalisierung (Robertson) Globalisierung entspricht der Bewegungsrichtung der Multitude, bezeichnet aber zugleich Logik und Struktur des „Empire“ (12f, neue Formen der Souveränität und der Produktion i.S. einer Verschmelzung von Überbau und Basis) - Geflecht von Strukturen unabh. von Menschen und Orten Die sich weltweit ausbreitende Logik der Netzwerkbildung, welche Raum, Zeit und die Modi der Politik, der Produk-tion und der Erfahrung (Identität) verändert (engl. 412, 471f, 476) - Netzwerke: Gebilde ohne Zentrum, fluid, Zwischenräume mit „unendlicher Dis-tanz“, Ströme variabel und reversibel (Knotenpunkte und Verbindungen = Synapsengewichte), In- /Exklusion dyna-misch - i.S. von Globalität (Beck) : Ein multivariates Maß zu messung von Extensität, Intensität, Geschwindigkeit und Einfluss (Impact) globaler (im Ggs. zu regionalen/lokalen) Austausch- bzw Interaktionsprozessen - als Prozess der multidirektionale Vorgang der Steigerung von Globalität -Globalisierung vs. Glokalisie-rung: Dialektik oder Dominanz? - Führt Globalisierung zu De-Differenzierung?

2 Was ist der „Kern“ / das treibende Prinzip der Globalisierung ? BeckNegriCastellsHeldWir Wahrnehmung Ökologischer Risiken führt zu globalem Bewußtsein/Politi sierung Treibendes Prinzip: Einerseits Kapitalverwer- tungslogik, andererseits Bewegung und Kraft der Multitude; Strukturlogik des Empire im Kampf mit der Multitude Aber: Empire ohne eigene produktive od. kreative Antriebskraft -Logik des Networ- king, das materialiter auf der Revolutionie- rung der Info-Technolo- gie beruht. -Nähe zu einem Techno-Determinismus, aber: Einfluss des Staates/Wirtschaftsor- ganisation: Wechsel- seitige Verknüpfung der Entwicklungen - Auslöser historisch kontingent: Krise des Etatismus, Neue Soziale Bewegungen (1968), Info- technologische Innovationen Historisch variabel (früher z.B. v.a. Migration, Militär, Religion) heute: Zusammenfluss und Verknüpfung sehr verschiedener Prozesse auf der Grundlage einer (technisch) neuen Infra- und Institutionen- struktur (als „Schmier- mittel“), welche die Voraussetzung zu verstärkter Globalität erst schaffen Denkbar: - Kapitalismus (Wallerstein) (Ökonomie) -Technik (Rosenau) -(Int.) Politik (Gilpin) -Kultur (McD/ Medien) - Kommunikation -Krieg/Militär (Virilio) -Ökologie (Beck) Problem: 1 treibende Logik oder viele?

3 Worin besteht die neue Qualität von Gesellschaft ? BeckNegriCastellsHeldWir - Grad der Wahrnehmung/ -Reflexivität von Globalität - Unrevidierbar- keit der Globali- sierungsprozesse - Immanenz und Internalisierung v. Herrschaft i.S. der „Biomacht“ - Abwesenheit des „Außen“/der Grenzen (Arbeit und Leben, Staaten, Körper, Subjekte, Zivilisation) 1) Beginn eines neuen Zeitalters: Informationszeitalter: „Reine Kultur“, vs. Moderne: Kultur drängt Natur zurück, vs. Vormoderne: Natur dominiert Kultur. Entspricht Hardt/Negri: Verlust des „Außen“ 2.) Neue Modi der Produktion (Wirtschaft), der Macht (Politik) und der Erfahrung (Kultur); neues Zeit-Raum- Regime: Genuine Revolution! Neu ist das Erreichen einer Ebene von „Thick Globalisation“ (hohe Extensität, Intensität, Geschwindigkeit und Impact) Grad, Verflechtung und Institutionalisierung globaler Ströme sind neu, Infrasktrukturelle und institutionelle Voraussetzungen reichen erstmals für „thick Globalization“ - Ortlosigkeit von Gemeinschaften, Ereignissen, Unternehmen, Identitäten - Neu ist die Geschwindigkeit, mit der sich Waren, Ideen, Personen, Informationen global verbreiten

4 Konfliktlinien in der Globalisierung BeckNegriCastellsHeldWir - Politisch- demokratischer Steuerungs- anspruch vs. ökonomischer Selbstlauf -Brasilianisierg: Arme strukturell überflüssig/ohne Drohpotential? - local poor vs. Global rich -Empire vs. Multitude (vom Maulwurf zur Schlange) -Internalisierung und flexible Neuproduktion der Konfliktlinien - biopolitische Kämpfe um die Lebensform -Binäres System: Netz vs. Selbst: a) Logik des Netzes vs. Selbstbestimmung (Macht der Identität), b) IN- vs. Exkludierte, „An- vs. Ausgeschal- tene“; Lokales vs. Globales (Place vs. Flow, clocktime vs. timeless time etc.). -Zwei Drittel der Menschen/Territorien exkludiert; - Klassenkonflikt ersetzt durch „austauschbare“ vs. „selbstorganisierte“ Arbeit - vgl. ferner Folie ökonom. Globali- sierung. - theoretische (auf der Diagnoseebene): Hyperglobalisten vs. Sketpiker (vs. Transformatinalisten) - praktisch: multiple und variabele, feldspezifische Konfliktlinien; Verteilungsfragen; Grundproblem: Demokratische „Zähmung“ des Globalisieurngspro -zesses (Zivilisierung und Demokratisierung) Vernetzte Akteure vs. Exkludierte - Globalismus vs. kritische Globali- sierer

5 Das „Andere“ der Globalisierung / Widerstand gegen den Haupttrend BeckNegriCastellsHeldWir Multitude / Counter- Empire (nicht gegen Glob.) -Feinde stets asymmetrisch: Terroristen, die gegen Frieden und Gerechtigkeit sind und gegen die sich Macht (NATO etc.), Medien und Moral (NGO, Gruene) gleichermaßen stellen (50f) -Fähigkeit des Empire zur „Anverwandlung“/ -Einverleibung des ‚Anderen‘: Rockmusik, Umweltbewegung - die „Zwischen- räume“ des Netzes: Macht der Identität: Selbstbestim- mung vs. Netz- bestimmung. Deutlich in den „Widerstands- identitäten“, unklarer Frontverlauf bei den „Projekt- identitäten“ Konzeptuell: einfach lokale und regionale flows, nicht- antagonistisch und nicht- existenzialistisch gedacht These: Der Widerstand gegen die Global. treibt diese voran

6 Verhältnis zwischen Globalisierung und Moderne BeckNegriCastellsHeldWir - Erste Moderne nationalstaatlich, Zweite Moderne unrevidierbar global (?) -Aufbrechen der Vorstellung geschlossener Räume -Scheitern des „Projekts der Moderne“ (?) Moderne: imperialistisch (Nationalstaaten/Sou veränität; feste Grenzen) vs. Postmoderne: Empire (ohne logisches ‚Außen‘, in diesem Sinne ‚totalitär‘, Ende der territorialen Beschränkung. von Herrschaft) - Postmod. Beginnt, wenn es nichts mehr zu modernisieren gibt (199ff: Natur, Anderer, Außen). Vgl. Folie „neue Qualität der Gesellschaft“: Info-Age be- ginnt, als es nichts mehr zu modernisieren gibt, als Natur in Kultur transfor- miert ist, als die reale Virtualität die virtuelle Realität ersetzt Modernisierung geht mit einer Steigerung der Extensität, Intensität, Geschwindigkeit und Wirkungskraft von Globalisierung einher, aber es gibt keinen quasi-metaphysischen Zusammenhang und keine unabweisbare Verknüpfung. Steigerung des Reflexivitätsgrades in der Spätmoderne, ebenso Disjunktion zwischen Politik und Territorialität

7 Normative Positionen zur Globalisierung BeckNegriCastellsHeldWir „kontextueller Universalismus“ (141ff) (?) Empire „an sich“ gut, aber nicht „für sich“ (56f); positiver Zwischenschritt auf dem Weg zur Freiheit (=Marx‘ Wertung des Kapitalismus) - Verfechter von Globalisieurng, gegen Lokalismus, Partikularismus, Kommunitaris- mus Schwach ausge- prägt. Umkehrung der 11. Feuerbach- These (III, 378f) = Enthaltsamkeit; aber: Verteidiger des Projekts der Moderne (I, Einl.): Hält fest an Ver- stehbarkeit und Gestaltbarkeit der Netzwerklogik u. Gesellschaft, d.h. am Anspruch auf pol. Autonomie vs. Heteronomie: Die Macht der Identi-tät (Projekt-Identi-tät) als Korrektiv zur Netzwerklogik. Da Globalisierung kein einheitlicher Prozess und keine einheitliche Bewegung ist, läßt sie sich auch nicht „en bloc“ als gut oder schlecht beurteilen - den Autoren geht es weniger um eine Deutung als um eine adäquate empirische Analyse der Veränderungen - deutlich wird aber (insbesondere Helds) Absicht, den Globalisierungprozess als politisch kontrollierbar und zivilisierbar und demokratisch steuerbar zu interpretieren und nach Formen und Arenen demokratisch- deliberativer Gestaltung zu suchen Ist Universalis- mus (Menschen- rechte) Imperia- lismus?

8 Politische Globalisierung (Diagnose) BeckNegriCastellsHeldWir -Globalisierung als „Politisie- rung“ (Institutio- nenweichmacher) (Gegenthese: En- de pol.Steuerung) -Globalismus als pol. Kampfinstru- ment - Was ist ein Transnational- staat? -Untergang des Imperialismus -Polizeimacht statt Militär... -Governance without government (Biomacht, Kontrollgesellsch.) - „Frieden“ und „Gerechtigkeit“ als ‚Waffen‘ des Empire -USA nicht (imperialer) He- gemon, sondern nur erster „Träger“ der Logik des Empire - Pol und Wirtschaft ent-differenziert -Krise des Nat.Staates impliziert Krise der De- mokratie: Verlust von Autonomie, Legitimität und Souveränität -Neue „geometrische“ Machtkonfigurationen: Netzwerkallianzen. - Macht liegt in den Systemen, nicht bei den Spielern (Power of flows vs. flows of power) - Einfluss der Politik bleibt erhalten, aber oh- ne echte Macht: Perso- nalisierung u. symbol. Pol. o. echte Alternati- ven u. Gestaltungschan- cen; Macht durch „Fra- ming“ (Kulturelle Codes/Medien) - Gegenmacht d. Wider- stands/Projektidentitä- ten; Tribalismus-Gefahr (Fragmentierung) Glob. i. auch e. Prozess der Politisierung (vgl. Beck): Migration, Umweltver- schmutzung, Kultur etc. wird politisiert; zugl. bildet s. erstmals i. d. Gesch. e. gr. Vielfalt an glob. u. regionalen pol. Regulie- rungsregimen u. –institutio- nen:UN,WTO,IMF aber a. NGOs u. regionale Organ. wie NATO, EU etc. - Charakteristikum auch der Spätmoderen dennoch d. To- talität des nationalstaatl. Prinzips - NS. verlieren n. einfach ihre Macht, sie sind aktiver denn je, kontrollieren die Entwicklung d. Globali- sierungsprozesses (>< die Position d. Hypergloba- listen), dennoch sind sie in ihrer Autonomie (z.B. Geld- u. Wirtschaftspolitik), Souveränität (Menschen- rechte vs. Völkerrecht) u. demokratischen Legitimierung herausgefordert (gegen die Skeptiker) Glob. Ist ein politische Produkt – aber als solches (polit.) irrever- sibel - Frage: Weltsystem Hegemonial oder polyzentrisch?

9 Politische Globalisierung (Präskription) BeckNegriCastellsHeldWir Prozess der Globalisierung als Kriterium nationaler Politik in allen Bereichen, um demokratische Handlungsfähig-keit zu erhalten (?) -Subpolitik und Demokratisierung verhindern Selbstlauf (?) -Transnationaler Föderalismus, ‚inklusive‘ Souve- ränität, Bsp.EU -Rechtspazifismus -Konsumenten- macht als polit. Druckmittel 1.) Politik der Verweigerung (Arbeit, Familie etc), des „Dagegenseins“ - Nomadismus und Metissage (Migration als Waffe), Zerstörung des Kapitalismus (241) 2.) „Brave“ Forderungen: Weltbürgerschaft, Grundeinkommen, Recht auf Wiederaneignung (Soziale Bewegungen, Gestaltungsmacht durch Projekt- Identitäten?) - Hauptproblem bleibt die Versöhnung globaler Einflüsse, Verursachungen und Entscheidungen mit der Idee der Demokratie, d.h.: zu suchen ist nach der adäquaten politi- schen Gemeinschaft und neuen Foren von politischer Öffentlich- keit - und politischer Repräsentation - Demokratisierung und Zivilisierung, d.h. demokratisch- deliberative Kontrolle und Steuerung des Glo- balisierungsprozesses durch ein quasi- föderales System inein- andergeschachtelter Mitgliedschaften und politischer Souveräni- täten (lokal, national, regional, global) Gibt es eine ‚nationalstaatlich‘ organisierte Globalisierung?

10 Ökonomische Globalisierung BeckNegriCastellsHeldWir - Finanzmärkte: transnational- virtuelle Öko- nomie mit loser Bindung an Produktion (40) -Gütermarkt -(transnationale Produktion) - Arbeitsmarkt Transnationale Konzerne stiften Geflecht zwischen Leben und Empire Ökonomische und politische Dimensionen fallen zusammen Neues Produktionsregime (immaterielle Arbeit); Subjektivierung von Arbeit (vgl. biograph. Globalisierung) Produktion und Kommunikation in deterritorialisierten Netzwerken Produktionsweise: Neuer Kapitalismus (flexibel, intensivierter Wettbewerb, bestimmt durch globale Finanz- märkte („Metanetz- werk“), netzwerkarti-ge Produktion) Entwicklungsweise: Informationalismus (Info-Kapitalismus); Produktivität durch Innovation Global Capital vs. local Labour: space of flows vs. space of place instant time vs. clock time global elites vs. local masses global coordination vs. local fragmentation Wirtschaft als ein Schlüsselfaktor der Intensivierung von Globalisierung, etabliert das kompetitive Prinzip als Hauptrpinzip der Interaktionsform (anstelle des (militär.-polit.) Zwangs oder der ideologischen Auseinandersetzung und in Konkurrenz zur politisch- rechtlichen Kooperation) Finanzielle Globalisierung untergräbt nationalstaatliche Autonomie im Hinblick auf Wirtschafts- und Finanzpolitik Ökonomische Globalisierung hat gewichtige stratifikatorische Konsequenzen: Die Verteilungsmuster werden komplexer, die Ungleichgewichte z.T. steiler - ökonomische Dominanz bei und in OECD-Staaten In welchem Sinne treten transnationale Konzerne an die Stelle von Nationalstaaten?

11 Ökologische Globalisierung BeckNegriCastellsHeldWir Weltrisikogesell- schaft Globales ökolo- gisches Risiko- bewusstsein (40) -Entzieht sich der Logik des Networking? - Teil der Gegen- bewegung (Environmenta- lismus als Pro- jektidentität) - Zeitalter der Natur als kulturelle Form: Keine Natur an sich mehr Das Ausmaß ökologischer Globalität ist einer der wichtigen Neuerungen der Globalisierung nach Auch davor gab es etwa die Ausbreitung von Arten, Krankheiten und Umweltschäden (Erosion durch Abholzung etc.), aber in geringerem Tempo und mit nur lokalen Auswirkungen. Ökologische Globalisierung hat mit die stärksten Bewusstseinsauswirkun gen und zwingt zur Institutionalisierung globaler Steuerungsinstrumente.

12 Kulturelle Globalisierung BeckNegriCastellsHeldWir -Globale Kulturindustrien -Aufhebung der räuml. Gebunden- heit kultureller Stile (42) -Wahrnehmung transkultureller Akteure im eig. Leben (31) -Ausbildung „dritter Kulturen“? (Glokalisierung) - Keine McDonaldi- sierung der Gesell- schaft, Heterogenität steigt -Produktion von Affekten und Begehren durch das Empire (Biomacht) - Macht des Empire durch ‚Internalisierung‘, Begehrensprodukt ion, nicht Zwang -aber: Individuen produzieren umgekehrt das Empire durch „Subjektivierung“ -Dialektik von Homo- und Heterogeni- Sierung (59) „Cultural battles are the power-battles of the Info-Age“ (III, 368), Medien als Medium, nicht als eigentl. Akteur - Zentralität der Symbolproduktion und Manipulation durch reale Virtualität - Homogenisierung im „Space of flows“, Diversität im Space of Place? - vgl. Biograph. Glo- balisieurng: Umwertung der Familie - Zunahme der Bedeutung von Identitäten u. Identity Politics: Kultur zwischen „Identität“ und „Realer Virtualität“ (Selbst/Netz) Neu ist, dass kulturelle Globalisierung nicht mehr von Staaten oder Eliten ausgeht, sondern die Ebene der „Massenkultur“ erreicht und sich von ideologischen Missionen gelöst hat (diskussionswürdig), natürlich aber auch von einer neuartigen Kulturindustrie vorangetrieben und gesteuert wird kulturelle Globalisierung profitiert entschieden von den neuen infrastrukturellen Möglichkeiten (Satelliten, Internet etc.) - unentschieden in der Frage nach Homogenisierung/Heter ogenisierung mit Tendenz zu letzterem Bedeutet Globalisierung Homogenisierung oder Pluralisierung? - Wie wirkt sie? (McDonalds: Nicht imperialis- tische Gross- macht, sondern Begehrensproduz ent)

13 Individuum und Globalisierung / Biographische Globalisierung BeckNegri Castells HeldWir -Ortlosigkeit von Identitäten -„Sowohl als auch“ Identitäten: Sowohl Deutscher als auch Türke, Christ als auch Buddhist... -Ortspolygamie -Mobilität als Lebensform -Neue Mittelalter- lichkeit, Ein- schleifen transnat. Denk-, Handlungs- u. Lebensformen -Produktion von Subjektivitäten (Affekte, Begehrungen, Emotionen) – Subjektivierung der Produktion: Arbeit und Leben, System und Subjekt „entgrenzen“ sich - Migration als Lebensform - Identität (Wider- standsidentität, Projekt- identität, Legitimieren- de Ident.) als Quelle v. Sinn-ressourcen, Autonomie vs. Netzwerklogik: Fragwürdige Dicho- tomisierung ? - Transformation der Familie, Ende des Patriarchats, neue Formen der Sexualität und Personalität (mode of experience) - Der flexible Mensch als Produkt der Netzwerklogik: Multiples Selbst? (Fragmentierung) Biographische Bedeutung: Weitgehend ausgeklammert Migration als Hautantriebsmo- ment von Globalisierung seit der Vormoderne, aber in unterschied- lichen „Flows“, Modi und Konsequenzen Zeitschema ersetzt Seinsschema: „Ich bin“ wird zu „im Moment lebe/wohne/arbei- te/bin ich zusammen mit“: Neuer Mobilitätsgrad Aber: Elitäre Beschränkung (Geld, Visum)

14 Zeitaspekte der Globalisierung (Beschleunigung) BeckNegriCastellsHeldWir - Netzwerklogik erzeugt „Zeitlose Zeit“: Zerbrechen von Dauer, Sequenz und Rhythmus im „Space of Flows“ (Lebenslauf, Alltag, Geschichte); instant time: Ewigkeit und Moment vs. Zeit, Geschichte, Ablauf, Le- bensbahn: Verdrängung des Todes? - Transformationen stellen Beschleu- nigungsaspekte dar - Die Eigenlogik der Uhrzeit bleibt aber in der Netzperipherie oder in den exkludierten Räumen erhalten (Space of place korrespondiert mit Uhr- und Kalenderzeit) Steigerung der Intensität von Globalisierung, d.h. der Zahl der Kontakte pro Zeiteinheit, und der Geschwindigkeit von Transaktionen machen deutlich, dass Globalisieurng als raum-zeitlicher-Prozess als Beschleunigung zu deuten ist. Diese Beschleunigung wird möglich auf der Grundlager neuer technischer, aber auch politisch-ökonomischer Infrastrukturen

15 Raumaspekte der Globalisierung BeckNegriCastellsHeldWir Aufhebung der Vorstellung ge- schlossener Räu- me Ortlosigkeit von Biographien und Kulturen Verwischen nationalstaatl. Grenzen (?) Ende der Raumdifferenzie- rung (Grenzen) -Space of flows: Annihilation des Raumes, Erzeugung von Nicht-Orten; - Raum d. Ströme permanent in Bewe- gung (Zirkulation von Informations- Waren-,Menschenströmen), ohne Zentrum, mit flexibler Inklusion, entspricht der zeitlosen Zeit, Info-Technologie als materiale Basis vs Space of Places: Lokaler Raum, Ort, Ausdehnung; Geschichte Hauptdimension v. Global. ist die „Extensität“, d.h. der räuml. Ausgriff von Interak- tionsbeziehungen. Von Glob. ist zu sprechen, wenn es e. spürbaren Anteil über-regio- naler Beziehungen gibt, die einen Einfluss auf Entschei- dungen, Institutionen, Ver- teilungsmuster und soziale Strukturen haben. Dieser Ausgriff hängt (s.o. Zeit) von militär. u. polit., aber v. a. auch v. techni- schen Voraussetzungen ab, zumindest dann, wenn er auf Dauer gestellt und institutio- nalisiert werden soll. Lösung von Verursachung und Steuerung vom Territorialprinzip: Dinge entfalten ihre größte Wirkung nicht unbedingt dort, wo sie verursacht werden, die Entscheidung über die grundlegenden Sozialbedingungen fallen nicht mehr in territorial umgrenzten Räumen. Raumschrum- pfung durch Beschleunigung (Transport, Kommunikation) (Harvey)

16 Umkehrbare und unumkehrbare Dimensionen der Globalisierung BeckNegriCastellsHeldWir Unumkehrbarkeit entstandener Globalität (29) Globalisierung als Unniversalisie- rung der Logik des Empire unumkehrbar, aber nicht unilinear: Empire kann durch die (globale) Multitude zu Fall gebracht werden - Empire fällt durch Übersteigerung (218), nicht durch Gegenkraft Umkehrbar: Widerstands- identitäten könnten Netz-werke zerstören (externe Umkehrbarkeit) Ambivalent: Die historische Betrachtung von „Globalität“ zeigt eine eindeutige Zunahme von Extensität, Intensität, Geschwindigkeit und „impact“ von Globalisierung. Reversibilität ist hier schwer zu sehen. Aber es gibt kein Endziel, kein Telos von Globalisierung, es gibt temporale und feldspezifische Reversionen und mehrere denkbare Zukunftsalternativen (kontrollierte/unkontrollierte Globalisierung; „diffuse Globalisierung“ als politische Alternative (Ideal von Attac?): Hohe Extensität/Intensität/Geschw indigkeit, aber kontrollierte (geringe) Wirkung. Menschenrechte, Kapitalismus, Demokratie, Kulturindustrie, Mediale Vernetzung: Was ist um welchen Preis revidierbar?


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