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Mag. Martina Pruckner www.konfliktkompetenz.at. Mag. Martina Pruckner www.konfliktkompetenz.at Definition Mobbing „ Psychoterror oder Mobbing“„ Psychoterror.

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1 Mag. Martina Pruckner

2 Mag. Martina Pruckner Definition Mobbing „ Psychoterror oder Mobbing“„ Psychoterror oder Mobbing“ –feindliche (unethische) Kommunikation/Handlung systematisch von einer oder mehreren Personen vorwiegend gegen ein Individuum dabei... –eine Person in diesem Konflikt sehr unterlegen –Aktionen oft und –über einen längeren Zeitraum (vgl. Leymann 1993)

3 Mag. Martina Pruckner Allgemeiner… Bewusstes Überschreiten von Grenzen –in Benehmen, Handlungen, Gesten, –mündlichen oder schriftlichen Äußerungen wiederholt und / oder systematisch Verletzung der Persönlichkeit, Würde, physischen oder psychischen Unversehrtheit einer Person Gefährdung des Arbeitsplatzes oder Verschlechterung des Arbeitsklimas

4 Mag. Martina Pruckner Mobbinghandlungen Angriffe auf die Möglichkeiten sich mitzuteilen Angriffe auf die sozialen Beziehungen Angriffe auf das soziale Ansehen Angriffe auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation Angriffe auf die Gesundheit

5 Mag. Martina Pruckner Mobbingopfer Auslöser beim Mobbingbetroffenen: Die Auffälligen: heben sich mindestens durch ein Merkmal von der Gruppe ab: Kleidung, Ethnie, Dialekt Die Einzigen: sind in ihrer Gruppe die Einzigen ihrer Art Die Neuen: kommen in ein eingespieltes Team Die Erfolgreichen: „bedrohen“ durch ihre Leistungen einzelne oder die Gruppe

6 Mag. Martina Pruckner Auswirkungen auf das Opfer Angst - Schuldgefühle (Krankheitsbedingte) Abwesenheiten Leistungs- und Denkblockaden Verlust von Selbstwertgefühl Innerer Rückzug Anbiedern bei den PeinigerInnen Gesundheitsschädigungen Missbrauch psychotroper Substanzen Post-traumatisches Stress-Syndrom (Wiedererleben, Vermeiden, Angstzustände, Depression, Schlafstörungen) Erhöhtes Selbstmordrisiko

7 Mag. Martina Pruckner Häufigkeit in %: IG Metall (Dtl.)

8 Mag. Martina Pruckner

9 Mag. Martina Pruckner Mobbing-Akteure ZuschauerInnen-MitwisserInnen MobberInnen AssistentInnen

10 Mag. Martina Pruckner TäterInnen mobben, sind aggressiv, häufig (aber nicht immer!) Probleme, gerne im Mittelpunkt, Überlegenheit durch Aggression, Bewunderung/Bestätigung für Übergriffe und Aggression durch andere, Bestätigung durch Passivität der Gruppe, dass Übergriffe „legitim“, Kein Mitgefühl für das Opfer wegen eigener Motive/Probleme

11 Mag. Martina Pruckner AssistentInnen Bewunderung für TäterInnen, Gefühl der Stärke an deren Seite, wenig Mitgefühl mit dem Opfer, würden nicht alleine handeln. Mobbing „macht Spaß“!

12 Mag. Martina Pruckner ZuschauerInnen- MitwisserInnen Unterschiedliche innere Haltungen: z.B. Angst, Bewunderung, Abscheu... Nichts-Tun fördert Mobbing Zustimmung durch Passivität? Ermutigung für TäterInnen, weiterzumachen Signal der „Rechtmäßigkeit“ des Geschehens...

13 Mag. Martina Pruckner Mauer des Schweigens durchbrechen! Mobbing lebt von Heimlichkeit. Beendigung nur durch Herstellung von Öffentlichkeit! Stopp-Signale setzen! Beweise sichern, z.B. Mobbingtagebuch Beratung einholen Gespräche: möglichst viele Mobbing – Beteiligte konfrontieren... innerbetriebliche und externe Interventionen (Gespräche, Schlichtungsversuche)

14 Mag. Martina Pruckner hilft Kommunikation nicht? Zurückbehaltung der Arbeitsleistung –vor allem bei gesundheitlicher und sittlicher Gefährdung Versetzung –Aber unterscheide! Versetzung zur Bereinigung der Mobbingsituation oder neuerlicher Mobbingakt?... keine positive Änderung?

15 Mag. Martina Pruckner Der Rechtsweg Mobbingverbot im öffentlichen Dienst Bundesgesetz über die Gleichbehandlung (Gleichbehandlungsgesetz - GlBG) Regelungen zur (nicht nur sexuellen) Belästigung Regelungen über die Berücksichtigung der "Menschenwürde" am Arbeitsplatz Fürsorgepflicht und Interessen- wahrungspflicht Mobbingrelevante Tatbestände im Strafgesetzbuch Regelungen über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus wichtigem Grund Entschließung des Europäischen Parlaments zu Mobbing am Arbeitsplatz vom 20. September 2001 Gleichbehandlungs -richtlinie 76/207/EWG Antirassismus- richtlinie 2000/43/EG Gleichstellungs- rahmenrichtlinie 2000/78/EG

16 Mag. Martina Pruckner Rechtliches Vorgehen Einfordern der Unterlassung einzelner Angriffs- handlungen Beweise sichern –Zeugen, Urkunden –Mobbingtagebuch Einfordern der Fürsorgepflicht Zurückbehaltung der Arbeitsleistung Strafverfolgung Schadenersatz (bei zurechenbarer Schädigung der Gesundheit oder des Eigentums) Einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses Vorzeitiger Austritt wegen Verletzung der Fürsorge- pflicht Kündigung

17 Mag. Martina Pruckner Strafrechtliche Relevanz Beleidigung Datenbeschädigung Dauernde Sachentziehung Erpressung Gefährliche Drohung Geschlechtliche Nötigung Körperverletzung Kreditschädigung Nötigung Sachbeschädigung Störung der Funktionsfähigkeit eines Computersystems Üble Nachrede Urkundenunterdrückung Verleumdung…

18 Mag. Martina Pruckner Nötigung § 105. (1) Wer einen anderen mit Gewalt oder durch gefährliche Drohung zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen. (2) Die Tat ist nicht rechtswidrig, wenn die Anwendung der Gewalt oder Drohung als Mittel zu dem angestrebten Zweck nicht den guten Sitten widerstreitet.

19 Mag. Martina Pruckner Kreditschädigung § 152. (1) Wer unrichtige Tatsachen behauptet und dadurch den Kredit, den Erwerb oder das berufliche Fortkommen eines anderen schädigt oder gefährdet, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. Die Freiheits- und die Geldstrafe können auch nebeneinander verhängt werden. …

20 Mag. Martina Pruckner Üble Nachrede § 111. (1) Wer einen anderen in einer für einen Dritten wahrnehmbaren Weise einer verächtlichen Eigenschaft oder Gesinnung zeiht oder eines unehrenhaften Verhaltens oder eines gegen die guten Sitten verstoßenden Verhaltens beschuldigt, das geeignet ist, ihn in der öffentlichen Meinung verächtlich zu machen oder herabzusetzen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. (2) Wer die Tat in einem Druckwerk, im Rundfunk oder sonst auf eine Weise begeht, wodurch die üble Nachrede einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wird, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. (3) Der Täter ist nicht zu bestrafen, wenn die Behauptung als wahr erwiesen wird. Im Fall des Abs. 1 ist der Täter auch dann nicht zu bestrafen, wenn Umstände erwiesen werden, aus denen sich für den Täter hinreichende Gründe ergeben haben, die Behauptung für wahr zu halten.

21 Mag. Martina Pruckner Beleidigung § 115. (1) Wer öffentlich oder vor mehreren Leuten einen anderen beschimpft, verspottet, am Körper mißhandelt oder mit einer körperlichen Mißhandlung bedroht, ist, wenn er deswegen nicht nach einer anderen Bestimmung mit strengerer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen zu bestrafen. (2) Eine Handlung wird vor mehreren Leuten begangen, wenn sie in Gegenwart von mehr als zwei vom Täter und vom Angegriffenen verschiedenen Personen begangen wird und diese sie wahrnehmen können. (3) Wer sich nur durch Entrüstung über das Verhalten eines anderen dazu hinreißen läßt, ihn in einer den Umständen nach entschuldbaren Weise zu beschimpfen, zu mißhandeln oder mit Mißhandlungen zu bedrohen, ist entschuldigt, wenn seine Entrüstung, insbesondere auch im Hinblick auf die seit ihrem Anlaß verstrichene Zeit, allgemein begreiflich ist.

22 Mag. Martina Pruckner Verletzung des Briefgeheimnisses und Unterdrückung von Briefen § 118. … (3) Ebenso ist zu bestrafen, wer einen Brief oder ein anderes Schriftstück (Abs. 1) vor Kenntnisnahme durch den Empfänger unterschlägt oder sonst unterdrückt.

23 Mag. Martina Pruckner Achtungsvoller Umgang (Mobbingverbot) § 43a. BDG Beamtinnen und Beamte haben als Vorgesetzte ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und als Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter ihren Vorgesetzten sowie einander mit Achtung zu begegnen und zu einem guten Funktionieren der dienstlichen Zusammenarbeit beizutragen. Sie haben im Umgang mit ihren Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Verhaltensweisen oder das Schaffen von Arbeitsbedingungen zu unterlassen, die deren menschliche Würde verletzen oder dies bezwecken oder sonst diskriminierend sind.

24 Mag. Martina Pruckner Der letzte Ausweg... Das Unternehmen verlassen! –Einvernehmliche Auflösung –Kündigung –Vorzeitiger Austritt –Kündigungsanfechtung –Entlassungsanfechtung...aber mit Ansprüchen auf –Schadenersatz

25 Mag. Martina Pruckner Auflösung des Mobbingkonfliktes durch Einsicht des Mobbers, Entschuldigung, Aussöhnung usw. Versachlichung des Konfliktes durch Umwandlung des personenbezogenen Mobbings in einen Sachkonflikt. Veränderung des Kräfteverhältnisses durch einhellige Missbilligung von Mobbing im Betrieb, wirkungsvolle Gegenwehr des Betroffenen, Solidarisierung von Arbeitskollegen mit dem Betroffenen, erfolgreiche Unterdrückung weiterer Mobbingangriffe durch Verwarnung (durch Vorgesetzte oder Arbeitgeber, betriebliche Sanktionen, Androhung oder Einleitung juristischer Maßnahmen). Trennung der Konfliktparteien durch Versetzung des Mobbers, Versetzung des Mobbingbetroffenen, Versetzung beider Konfliktparteien. Nachhaltige Bestrafung des Mobbers durch betriebliche Sanktionen, erfolgreiche juristische Schritte, Kündigung. aus MOBBING AM ARBEITSPLATZ, Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg (2006), 28 Beendigung von Mobbing

26 Mag. Martina Pruckner Intervention in Mobbingkonflikten Zuerst ausschließlich dem Opfer zuwenden –„Vorwarnung“ der MobberInnen → Verschärfung Ängste des Mobbing-Opfers mitbedenken und einbeziehen Vertrauen zur/zum Gemobbten aufbauen Verschwiegenheit zusichern Schutz, feste Bezugsperson Möglichkeit der ständigen Kontaktnahme Opferschutz oberstes Gebot!

27 Mag. Martina Pruckner Keine „Patentrezepte“ Jeder Fall ist anders gelagert.Jeder Fall ist anders gelagert. –... –Gruppenkonstellation –Normen und Werte Schritte/Interventionen situationsabhängigSchritte/Interventionen situationsabhängig Interventionen nur in Absprache mit OpferInterventionen nur in Absprache mit Opfer Durchführbarkeit von Maßnahmen genau prüfenDurchführbarkeit von Maßnahmen genau prüfen

28 Mag. Martina Pruckner Interventions- möglichkeiten Gespräche –mit Mobbing-Beteiligten, Führungskräften, KollegInnen Mobbing-Fragebogen Teambesprechungen –mit oder –ohne Mobbing-Opfer Fachleute –BetriebsärztInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, StreitschlichterInnen, MediatorInnen... TäterIn-Opfer- Ausgleich –mit professionellem Vermittler Kollegiale Fallberatung –zur Entwicklung eines Maßnahmeplans Unterstützergruppen ansatz

29 Mag. Martina Pruckner Mobbingprävention Allgemeine Aufklärung Individuelle Schulungen –ArbeitgeberInnen –Führungskräfte –Betriebsrat Betriebsklimabarometer –Dialog, MitarbeiterInnen-Gespräche –Warum verlässt jemand das Unternehmen? Organisatorische Maßnahmen –Wertvorstellungen –Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten, –Anlaufstellen für Mobbingbetroffene –Betriebsvereinbarungen

30 Mag. Martina Pruckner


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