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1 Zukunft beginnt mit Z! Wissenswertes über Zertifiziertes Saatgut.

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Präsentation zum Thema: "1 Zukunft beginnt mit Z! Wissenswertes über Zertifiziertes Saatgut."—  Präsentation transkript:

1 1 Zukunft beginnt mit Z! Wissenswertes über Zertifiziertes Saatgut

2 2/42 Inhaltsübersicht 1.Forschung und Entwicklung 2.Qualitätssicherung 3.Sicherung von Erträgen

3 Z-Saatgut – weil Zukunft aus Ideen gemacht wird. Forschung und Entwicklung

4 4/42 Züchtungsziele Moderne Getreidezüchtung ist ein dynamischer Prozess der viele Züchtungs- ziele vereinen muss. Die wichtigsten Züchtungsziele: Ertragspotenzial und -stabilität Resistenzen und Toleranzen Qualitätseigenschaften agronomische Eigenschaften Einfluss auf die Definition der Züchtungsziele haben beispielsweise: veränderte Klimabedingungen höherer Krankheitsdruck stärkerer Schädlingsbefall geänderte Anbaustrategien der Landwirte neue Anforderungen an Verarbeitungs- und Qualitätseigenschaften

5 5/42 Praxisbeispiel 1: Rimpaus früher Bastard, 1888 Von Einkorn und Emmer, den Wildformen des Weizen, bis zu den modernen Weizensorten auf heutigen Feldern war es ein langer Weg – und der ist in erster Linie eine Erfolgs- geschichte der Züchtungsarbeit. Ein Meilenstein war die Kreuzung amerikanischer Landsorten mit englischem Squarehead-Weizen durch Wilhelm Rimpau Es entstand Rimpaus früher Bastard, die erste eingetragene Sorte im DLG-Hochzuchtregister. Sie vereint Frühreife mit hohen Kornerträgen. Rimpaus früher Bastard ist die genetische Grundlage vieler moderner Sorten. Zur Person: Wilhelm Rimpau gilt als Vater der deutschen Pflanzenzüchtung. Er züchtete erstmals Triticale aus Roggen und Weizen. Rimpau kreuzte Weizen- sorten mit unterschiedlichen Eigenschaften und schuf genetisches Material, das bis heute für die Züchtungsarbeit wichtig ist.

6 6/42 Sorteneigenschaften – die Leistung eines Getreidekorns hoher Ertrag gute Mehlqualität ansprechende Backqualität hohe Brauqualität gute Standfestigkeit Auswuchsfestigkeit ausgeprägte Winterfestigkeit fester Kornsitz standortgerechte Reifezeit

7 7/42 Schema einer Neuzüchtung bei Selbstbefruchtern

8 8/42 Schema der Erhaltungszüchtung bei Selbstbefruchtern Die Auslese der Einzelpflanzen garantiert Sortenechtheit. Die Erhaltungszüchtung sichert die Homogenität und Beständigkeit und damit die spezifischen Merkmale eingetragener Sorten.

9 9/42 Chancen der Biotechnologie Die Biotechnologie erweitert klassische Züchtungsmethoden. Mit ihrer Hilfe lassen sich spezifische Merkmale schneller und genauer ermitteln und in optimierte Sorten einbringen.

10 10/42 Sortenschutz – Geistiges Eigentum an Züchtungsleistung Pflanzenzüchter entwickeln neue, verbesserte Sorten. Die neuen Sorten und der darin enthaltene Züchtungsfortschritt sind das geistige Eigentum der Züchter. Geis- tiges Eigentum ist rechtlich geschützt – Beispiele aus anderen Bereichen sind der Schutz des Geistigen Eigentums an Musik, Filmen oder Texten. In der Pflanzen- züchtung ist das entsprechende Schutzrecht der Sortenschutz. Was sind die wichtigsten Elemente des Sortenschutzes? Schutz der neuen Sorte für 25 Jahre nur der Sortenschutzinhaber darf Saatgut dieser neuen Sorte vermehren, aufbereiten und vertreiben unter dem Züchtervorbehalt dürfen geschützte Sorten für die züchterische Arbeit eingesetzt werden Lizenzen sichern dauerhaften Züchtungsfortschritt

11 11/42 Sortenprüfung – für Zulassung und Schutzerteilung Für die Prüfung neuer Sorten ist das Bundes- sortenamt verantwortlich. Das Verfahren ist zweiteilig: Sortenzulassung als Verkehrsrecht und Sortenschutzerteilung als Schutzrecht an geistigem Eigentum. Für die Sortenzulassung müssen Sorten erfolgreich die Wertprüfung auf landes- kulturellen Wert durchlaufen. Für die Sorten- schutzerteilung ist die Registerprüfung auf Neuheit, Homogenität und Beständigkeit notwendig. Beide Prüfverfahren laufen parallel.

12 12/42 Sortenprüfwesen bei Getreide

13 13/42 Sortenschutzgesetz Gesetz über den Schutz von Pflanzensorten Schutz des Pflanzenzüchters (Urheberrecht) I. Sortenschutz für eine Sorte wird erteilt, wenn sie: unterscheidbar, homogen, beständig, neu und durch eine eintragbare Sortenbezeichnung gekennzeichnet ist. II. Definition der Begriffe Sorte und Im Wesentlichen abgeleitete Sorte III. Wirkung des Sortenschutzes: Der Sortenschutzinhaber ist allein berechtigt, Vermehrungsmaterial der geschützten Sorte zu erzeugen, für Vermehrungszwecke aufzubereiten, in Verkehr zu bringen, ein- oder auszuführen oder zu einem dieser Zwecke aufzubewahren. IV. Nachbauregelung

14 Saatgutverkehrsrecht Gesetz über den Verkehr mit Saatgut Schutz des Saatgutkäufers I. Saatgutordnung Definition der Saatgutkategorien Anerkennung von Saatgut Regelung von Vertrieb und Verwendung Einfuhr und Ausfuhr Kennzeichnung und Verpackung Gewährleistung Anzeige- und Aufzeichnungspflicht II. Eine Sorte wird zugelassen, wenn sie: unterscheidbar, homogen und beständig ist, landeskulturellen Wert hat sowie durch eine eintragbare Sortenbezeichnung gekennzeichnet ist. III. Beschreibende Sortenliste 14/42

15 15 Z-Saatgut – weil die Qualität auch in Zukunft stimmen muss. Qualitätssicherung

16 16/42 Produktion und Kontrolle von Z-Saatgut Mehrfach geprüfte Qualität vom Züchter bis zum Landwirt.

17 17/42 Qualitätsnormen für Z-Saatgut Für die Feldanerkennung und die Beschaffen- heitsprüfung von Z-Saatgut gelten hohe Stan- dards. Nur wenn die gesetzlichen Vorgaben an den Feldbestand der Vermehrungsfläche und an die Beschaffenheit des Saatguts eingehal- ten werden, wird das Saatgut anerkannt und zertifiziert. Es darf ausschließlich Zertifiziertes Saatgut in den Verkehr gebracht werden.

18 18/42 Qualitätsnormen für die Feldanerkennung von Z-Saatgut

19 19/42 Qualitätsnormen für die Beschaffenheit von Z-Saatgut

20 20/42 Beschaffenheitsprüfung von Z-Saatgut Die Beschaffenheitsprüfung von Z-Saatgut erfolgt in vier Schritten: Probenahme und Einsendung unmittelbar nach Ernte Rückstellprobe als Referenz ziehen Untersuchung nach Kriterien der Saatgutanerkennung amtliches Zertifikat, wenn Normen erfüllt

21 21/42 Beschaffenheitsprüfung bei Getreide

22 22/42 Kennzeichnung von Z-Saatgut: das Blaue Etikett Die Saatgutverordnung enthält die Vorschriften für Kennzeich- nung, Verschließung und Ab- packung von Zertifiziertem Saat- gut.

23 23/42 Beizung – Nutzen und sicherer Umgang Zertifiziertes Saatgut wird in der Regel gebeizt angeboten. Eine sachgerechte Beizung beugt boden- und samenbürtigen Krankheiten vor. Gegen diese Krankheiten kann u.a. wirkungsvoll gebeizt werden: Weizensteinbrand, Schneeschimmel, Netz- fleckenkrankheit, Roggenstängelbrand, Weizenflugbrand, Haferflugbrand, Gerstenflugbrand, Zwergsteinbrand und Streifenkrankheiten der Gerste. Der Umgang mit gebeiztem Z-Saatgut muss für eine gezielte Wirkung und zum Schutz der Umwelt sorgfältig erfolgen. Dazu zählen vorsichtiger Transport und La- gerung sowie angepasste Drilltechnik mit Rücksicht auf die Windgeschwindigkeit.

24 24/42 QSS – das Qualitätssicherungssystem für Z-Saatgut Im Getreideanbau ist Qualitätssaatgut die Basis für den Betriebserfolg. Wenn beim wichtigsten Betriebsmittel die Qualität nicht stimmt, hat das negative Folgen für die ganze Kette von der Aussaat bis zur Ernte und zur Weiterverarbeitung. Vor diesem Hintergrund hat die gesamte deutsche Saatgutwirtschaft unter der Koordination des GFS das Qualitätssicherungssystem für Z-Saatgut (QSS) initiiert. Die Ziele des QSS: Produktqualität von Z-Saatgut umfassend sichern Produktionsprozesse laufend verbessern innerbetriebliche Schwachstellen erkennen und beheben kontinuierlich gleichbleibende Qualität gewährleisten

25 25/42 Ablaufschema QSS Das Qualitätssicherungssystem beruht auf zwei Säulen: Produktbewertung: regelmäßige Prüfung der Z-Saatgutqualität Prozessbewertung: Qualitätsfähigkeit der Aufbereitung (Selbstbewertung, Auditierung)

26 26 Z-Saatgut – weil es auch morgen auf den Ertrag ankommt. Sicherung von Erträgen

27 27/42 Qualitätsmerkmale am Beispiel Winterweizen Ertragspotenzial und Ertragsstabilität: Kornertrag Winterhärte Standfestigkeit Bestandsdichte Kornzahl/Ähre Tausendkorngewicht Backqualität: Eiweißgehalt Sedimentationswert Fallzahl Wasseraufnahme Teigeigenschaften Backvolumen Ethanolgewinnung: Stärkegewinnung Ethanolausbeute niedriger Proteingehalt Kornhärte A-Stärke, B-Stärke Biogas: Trockenmasseertrag Silierfähigkeit Methanausbeute Krankheitsresistenz: Ährenfusarium Septoria-Blattdürre DTR-Blattdürre Halmbruch Schwarzbeinigkeit Mehltau Gelbrost Braunrost Spelzenbräune Viruskrankheiten Mahlqualität: Aschegehalt Mehlausbeute Kornhärte

28 28/42 Ertragsentwicklung in Deutschland Quelle: Statistisches Jahrbuch und Beschreibende Sortenliste Züchtungsfortschritt bringt einen Ertragszuwachs von bis zu zwei Prozent pro Jahr gleichzeitig erhöht sich die Ertragssicherheit seit ungefähr dem Jahr 2000 schwanken die Erträge stärker, Grund dafür können Witterungs- extreme sein

29 29/42 Ertragsentwicklung im internationalen Vergleich Zwischen 1970 und 2000 hat sich der Weizenertrag in Deutschland von knapp 40 dt/ha auf über 80 dt/ ha mehr als verdoppelt und liegt damit um ein Vielfaches höher als in Ländern wie Kanada, Australien oder den USA. Mehr als die Hälfte der jährlichen Ertragssteigerung ist heute direkt auf den züchterischen Fortschritt zurückzuführen. Entwicklung der Weizenerträge in den wichtigsten Erzeugerländern

30 30/42 Züchterische Resistenzentwicklung Pilzkrankheiten, Viren, Bakterien und tierische Schädlinge können Getreide an Wurzel, Halm, Blatt, und Korn schädigen. Bekannte Krankheiten sind Fusarium, Flusskrankheiten und Blatt-Septoria. In der Resistenzzüchtung werden systematisch Pflanzen entwickelt, die gegen Schaderreger und abiotische Stressfaktoren resistent oder tolerant sind. Die wichtigsten Zukunftsherausforderungen der Resistenzzüchtung sind die Anpassung an klima- tische Veränderungen und die Wirksamkeit gegen neu erworbene Resistenzen von Schaderregern.

31 31/42 Resistenzverbesserung bei Wintergerste Erfolg der Resistenz- züchtung: Über drei Viertel der Wintergerstensorten sind heute gegen das Gelbmosaikvirus resistent. Anteil Gelbmosaikvirus-resistenter Wintergerste-Sorten Quelle: Beschreibende Sortenliste

32 32/42 Resistenzverbesserung bei Winterweizen Quelle: Beschreibende Sortenliste Die Befallsneigung gegen Mehltau und Gelbrost konnte bei Winterweizen nahezu halbiert werden.

33 33/42 Praxisbeispiel 2: Resistenzen retten Braugerste – und Bier! Quelle: Beschreibende Sortenliste In den 1970er Jahren stand die deutsche Brauindustrie wegen Rohstoffmangels kurz vor ihrem Aus: Gerste war fast europaweit vom Gelbmosaikvirus befallen. In manchen Regionen kam es zu Totalausfällen. Innerhalb weniger Jahre gelang es den Züchtern unter dem Einsatz neuartiger Verfahren (Molekulare Marker) gegen die Krankheit resis- tente Sorten zu entwickeln. Heute sind 80 Prozent aller Wintergerste- sorten gegen das Gelbmosaikvirus resistent – und die Züchter dürfen sich auf ihre Fahnen schreiben, das deutsche Bier gerettet zu haben. Verbesserung der Resistenz von Wintergerste gegen Gelbmosaikvirus

34 34/42 Prognosen und Folgen des Klimawandels Erderwärmung bis zum Jahr 2100 Anstieg der durchschnittlichen Jahrestem- peratur um etwa vier Grad Celsius in den kommenden 100 Jahren Änderung der Niederschlagsfrequenzen in Mitteleuropa: tendenziell mehr Winter- niederschläge und trockene Sommer Folgen für die Landwirtschaft: bisher nicht vorkommende Schädlinge und Krankheiten treten auf Saat- und Erntetermine verschieben sich Pflanzenzüchtung muss vorausschauend angepasste Sorten entwickeln und eine Vielzahl neuer Merkmale beachten Quelle: IPCC

35 35/42 Praxisbeispiel 3: Blühzeitverfrühung bei Winterweizen Aus Klimaprognosen ist bekannt, dass die Sommer in Zukunft früher beginnen werden. Zudem werden sie trockener und heißer. Da bei Frühsommertrockenheit ein vorzeitiges Ende der Kornfüllphase möglich ist, drohen geringere Erträge. Die Erfolgsstrategie der Züchter: In Forschungs- projekten arbeitet die Züchtung an der Blühzeit- verfrühung von Weizen. So erhält der Weizen mehr Zeit für die Kornfüllung und trägt dazu bei, dem Landwirt stabile Erträge zu sichern.

36 36/42 Neue Marktanforderungen erfüllen Um erfolgreich zu sein, müssen Landwirte ihre Produktion heute an den veränder- ten Anforderungen der Getreidemärkte ausrichten. Neue innovative Sorten mit vielfältigen Eigenschaften tragen dazu unterstützend bei. Einige Beispiele: Verarbeitungs- und Qualitätseigenschaften von Konsumgetreide – verbesserte Backqualität von Weizen, angepasst an Anforderungen der verarbeitenden Industrie (Bäckereien) – ernährungsphysiologisch wertvoller Beta-Glucan-Gehalt in Hafer Neue Zusammensetzung der Inhaltsstoffe für alternative Verwertungsformen – Biogaserzeugung – Ethanolgewinnung

37 37/42 Saatgutwechsel Der Saatgutwechsel bezeichnet den prozentualen Anteil der mit Z-Saatgut bestellten Getreide- anbaufläche. Entwicklung des Saatgutwechsels bei Getreide in Deutschland Quelle: Gemeinschatsfonds Saatgetreide (GFS)

38 38/42 Preiskomponenten für Zertifiziertes Saatgut Der Preis von Zertifiziertem Saatgut setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen.

39 39/42 Refinanzierung der Züchtungsleistung deutsche Pflanzenzüchter sind hoch innovativ und setzen im Branchenschnitt 17 Prozent ihres Umsatzes für Forschung und Entwicklung ein für die Entwicklung einer neuen Getreidesorte müssen heute 1,5 bis 2 Millio- nen Euro investiert werden die Investitionen in die Forschung sichern die Ertragspotenziale der land- wirtschaftlichen Kulturen nur über Schutzrechte und Lizenzen lassen sich die Entwicklungskosten decken die Refinanzierung der züchterischen Arbeit wird bei Selbstbefruchtern immer schwieriger, deshalb ist der Züchtungsfortschritt möglicherweise bedroht, während bei den Hybriden der Züchtungsfortschritt stabil ist

40 40/42 Z-Saatgut – das Leistungspaket Das macht Z-Saatgut zu einem echten Leistungspaket: Die deutschen Pflanzenzüchter setzen in Forschung und Entwicklung optimale Methoden ein und schaffen leistungsstarke Sorten. Hohe Qualitätsnormen und das QSS gewährleisten, dass über Vermehrung, Aufbereitung und Vertrieb nur hochwertiges Z-Saatgut in den Markt gelangt. Z-Saatgut steht für Sorten mit besten Qualitätseigen- schaften, wirksamen Resistenzen und großer Ertrags- stabilität – auch in Zukunft.

41 41/42 Über uns Z-Saatgut steht für die Zukunftsinitiative der deutschen Saatgutwirtschaft. Diese bündelt die Leistungen aller an der Erzeugung von Zertifiziertem Saatgut mitwirken- den Partner – von Pflanzenzüchtern über Vermehrungsbetriebe und VO-Firmen bis hin zu Saatguthändlern. Der Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS), eine Einrichtung im Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP), koordiniert diese Aktivitäten.

42 42 Zukunft beginnt mit Z! GFS Gemeinschaftsfonds Saatgetreide Kaufmannstraße 71– Bonn GFS Gemeinschaftsfonds Saatgetreide Kaufmannstraße 71– Bonn


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