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1 TBD Seite 01 © 02/2002 pbe TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN TREMPEL & ASSOCIATES Fachanwälte für Steuerrecht Lawyers & Tax Advisors, Accountants Certified Tax Lawyers

2 IASW EWIV Member of the International Lawyers, Tax Advisors & Certified Public Accountants – EWIV European Economic Interest Association Mitglied der IASW Internationale Anwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer EWIV Athen, Bangkok, Bologna, Brüssel, Istanbul, Hanoi, Lissabon, Madrid, Paris, Potsdam, Rotterdam, Wien, Berlin, Darmstadt, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt/M, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Stuttgart, New Delhi TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN

3 Geschäftsfelder Trempel & Associates Wirtschaftsrecht, Steuerrecht, Betriebswirtschaft, Sanierung Medienrecht + Marketing Urheber- und Schutzrechte, IT, Domain Patentschutz, Imaging, Branding Spezialgebiete: Arzthaftungsrecht, Medizinrecht Biotechnologie, start up, Reorganisation + Insolvenz Financial Planning betriebswirtschaftliche Beratung: Runder Tisch, Verm ö gensschutz Markterschlie ß ung: Profil, Konzept, Partnersuche, Vertragsgestaltung Arbitrage Steuerstrafrecht Regierungsberatung, Handel, Investment Projektentwicklung f ü r L ä nder, Kommunen und Unternehmen - Baltic Sea Forum (Rostock) - Olympiabewerbung 2008 China - Olympiabewerbung 2012 Rostock - Klinikprojekte, Hotelanlagen, Ferien- wohnungen Trade Development z.B. China, Thailand, Indonesien Berlin: Asien-Pazifik-Wochen Markterschlie ß ung z.B. Brasilien, China, Mongolei Entwicklung von Projektseiten, Netzwerken wie Deutsch-Chinesisches Bauforum, Sino-Bau, Biotechnologie

4 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN Projekte + Projektseiten - Ausschnitt - Chinaproject.de Thailandproject.de Indiaproject.de Turkeyproject.de Firstlaw.de, firstlaw.com.cn Biomedwell.de, org, com Chinamedwell.de, com Asia-Pacific-Project.com Biotechnologie: China, Mongolei: Sanddorn, Bakterien Türkei: Berlin-Istanbul St. Petersburg: IT-Cooperation Middle East: Netzwerkaufbau Telekommunikation Thailand: Export Promotion O TOP One village, one product China: Legal Services Interna- tional: Trade, Anti-Dumping

5 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN Ansprechpartner in China-Fragen StB Spielmann RA Fu Lin RA TrempelRA AhrensStB Staedt Dipl.-Kaufm. WilfertRA ÖzkaracaRA Pohlit RA Hentrich

6 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN Haftungsfragen aus der Sicht des Operateurs Berlin, 21. April 2004 I. Grundlagen zivilrechtlicher Haftung II. Ärztlicher Standard und Beweislastverteilung III. Der Arzt im Team - Arbeitsteilung u. Organisationsfehler IV. Aufklärung und Einwilligung V. Dokumentationspflicht VI. Strafrecht, Berufsrecht VII. Kommunikation mit dem Versicherer VIII. Fallbeispiele

7 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN I. Grundlagen zivilrechtlicher Haftung des Arztes und des Krankenhausträgers - allgemeine Gesetze, Vertragshaftung, unerlaubte Handlung - Verträge: ambulante Behandlung; totaler Krankenhaus- aufnahmevertrag; Zusatzvertrag mit Chefarzt; sog. Gespaltener Arzt-Krankenhaus-Vertrag (typisch: Belegklinik) - Delikthaftung: nur bei Verschulden oder Eigenmacht; kann Schmerzensgeldanspruch nachziehen; Verschulden bei Organisationspflichten ist eigenes Verschulden des Krankenhausträgers; Haftung für Verrichtungsgehilfen (Exkulpationsmöglichkeit); Chefarzt ist immer Organ des Krkhs., nie Verrichtungsgehilfe

8 II. Ärztlicher Standard und Beweislastverteilung - der sog. unverzichtbare Mindeststandard darf nicht unterschritten werden - Standardunterschiede sind aber möglich - unterschiedliche Standards bei den personellen, räumlichen und apparativen Behandlungsbedingungen gelten für -Landkrankenhaus -Stadtkrankenhaus -Spezialklinik -Uniklinik -Fachaufsicht: Krkhträger, Chefarzt, Oberarzt, Assistenzärzte, u.U. Pflegepersonal ebenfalls zu überwachen -Medizinisches Gerät, Schulung, Wartung, Einsetzbarkeit -Vorrat respektive Beschaffung von Medikamenten -Dokumentation und Aufklärung -grobe Fehler können Beweislastumkehr bewirken!!! TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN

9 Beispielsfall: Mißglückte Zwillingsgeburt Aufnahme am Vortage der Geburt, Wehentropf, zeitweise CTG, Überwachung des CTG durch Nachtschwester, morgens spontane Geburt, ein Zwilling tot, einer schwer geschädigt (Hirnschaden) mehrere Schmerzensgeldtatbestände, Heilbehandlungs- und Pflegekosten der Krankenkasse

10 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN einfacher und grober Behandlungsfehler: -Sachverst ä ndiger hat den gebotenen medizinischen Standard aufzuzeigen -an dieser Darstellung orientiert sich das Gericht bei seiner Wertung -einfacher Fehler: Patient muss neben Gesundheitsschaden auch Kausalit ä t hinsichtlich Verm ö gensschaden beweisen -grober Fehler: Beweislastumkehr, Arzt muss beweisen, dass Schaden sowieso eingetreten w ä re (also auch bei Wahrung der Sorgfalt) Achtung: Besondere Beweiserleichterungen f ü r Patienten im Falle der Anf ä ngeroperation -Einsatz des ü berwachten Assistenzarztes nur gem äß seinem Ausbildungsstand -u.U. muss auch der Assistenzarzt selbst ablehnen, wenn er zweifelt!!

11 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN III. Der Arzt im Team: horizontale und vertikale Arbeitsteilung -wesentlich ist Kompetenzverteilung, Abgrenzung der Zust ä ndigkeit -horizontale Arbeitsteilung: Gleichordnung, Weisungsfreiheit Bsp.: An ä sthesist und Operateur, keine Weisung, im wesentlichen keine Ü berwachungspflicht (Vertrauensgrundsatz) -vertikale Arbeitsteilung: Ü ber-/Unterordnungsverh ä ltnis Bsp.: Oberarzt und Assistenzarzt, Weisungen im Rahmen der jeweiligen Aufgabenkreise Grenze des Vertrauensgrundsatzes: f ü r den Arzt erkennbare Gef ä hrdung seines Patienten durch einen Kollegen

12 TBD Seite 18 © 02/2002 pbe Beispielsfall: Versp ä tete Amniozentese 38-j ä hrige Schwangere, Hausarzt empfiehlt u.a. Fruchtwasserpunktion im Krkh. Chefarzt der Gyn ä kologie erachtet Zeitpunkt daf ü r als verfr ü ht, verschiebt um einen Monat, Ergebnis dann nicht aussagekr ä ftig. Chefarzt empfiehlt erneute Amniozentese, zu der sich die Patientin aber nicht mehr entschlie ß en will. Sie entbindet letztlich ein mongoloides Kind. Haftung? Chefarzt? Hausarzt?

13 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN IV. Aufkl ä rung und Einwilligung Wer muss wen wann wie wor ü ber und wieweit aufkl ä ren? Form:Inhalt:Zweck: Eingriffsaufkl ä rung Vor- u. Nachteileinformed consent, Voraussetzung wirksamer Einwilligg. Diagnoseaufkl ä rung med. Befund informed consent Verlaufsaufkl ä rung Art, Umfang, informed consent Chancen, Folgen Risikoaufkl ä rung typische Risiken informed consent, Wissen ü ber worst case Alternativen Echte Alternativen informed consent, mit gleicher ChanceWahlfreiheit Therapeutische Aufkl. Gebotenes VerhaltenCompliance

14 Aufkl ä rungsfehler sind in der Regel vermeidbar!!! Defizite ausgleichen durch Dienstanweisungen, Schulung, und Ü berwachung!!! Aufkl ä rungsfehler machen etwa 40-50% der gerichtlich zu entscheidenden F ä lle aus! TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN

15 Aufkl ä rung Wer:Der behandelnde Arzt oder ein kompetenter Vertreter Wen:Grunds ä tzlich den Patienten, Sonderfall aber z.B. bei minderj ä hrigen Patienten, da ebenso grunds ä tzlich die Erziehungsberechtigten (beide!!!). Notfalls nach Sorgerecht fragen (Scheidung) Wann:Rechtzeitig f ü r eine angemessene Abw ä gung durch den Patienten, Anhaltspunkt: mind. 24 Stunden vorher! Aufkl ä rung auf dem OP-Tisch h ö chstens in Notf ä llen denkbar Ausnahme: ambulante OP - von der OP zeitlich abgesetzt aufkl ä ren

16 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN Wie:Gespr ä ch, keine Formularaufkl ä rung. Der Aufkl ä rungsbogen dokumentiert das Gespr ä ch, aber er ersetzt es nicht!!! Den Bogen m ö glichst durch Hervorhebungen, Streichungen und /oder Zus ä tze individualisieren!!! Optimal ist zus ä tzlicher Vermerk ü ber Gespr ä chsinhalt/Schwerpunkte im Krankenblatt Wor ü ber:Aufkl ä rung ü ber das Wesentliche, zumindest grob umrissen. Wo liegen die Risiken, wie gro ß sind sie? Wenn bestimmte Risiken eher unwahrscheinlich sind, den Patienten aber pers ö nlich bei ihrem Eintreten erkennbar besonders belasten w ü rden, ist auch ü ber die abseitigen Risiken entsprechend aufzukl ä ren.

17 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN Wieweit:Soweit es angemessen erscheint; auf bereits vorhandenes Wissen kann zur ü ckgegriffen werden. Besondere Risiken, welche in der Wiederholung liegen, m ü ssen aber wieder erl ä utert werden.

18 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN V. Dokumentationspflicht -Dokumentation erf ü llt faktisch doppelten Zweck: Nachvollziehbarkeit der Behandlung f ü r Kollegen Beweismittel im Streitfall Zudem ist sie Nebenpflicht aus dem Behandlungsvertrag Vorrangig ist aber immer der medizinische Zweck: ist sie medizinisch nicht erforderlich, kann sie auch rechtlich nicht geboten sein Keinesfalls ist die Dokumentation nur Ged ä chtnisst ü tze des behandelnden Arztes, sie muss einem Kollegen den Verlauf transparent machen k ö nnen

19 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN Checkliste Dokumentation -Anamnese -Diagnose -Therapie -Untersuchungen -Ergebnisse und Befunde -Zeiten der Behandlung -Pflegeanweisungen -alle Verlaufsdaten (z.B. Aufkl ä rung, OP-Bericht, Narkoseprotokoll) -besondere Zwischenf ä lle (z.B. mangelhafte Compliance) -therapeutische Besonderheiten (z.B. Wechsel des Operateurs, Einsatz und Kontrolle von Berufsanf ä ngern)

20 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN Ü blichkeit und Erforderlichkeit der Dokumentation hat im Zweifel der gerichtliche Sachverst ä ndige zu gewichten Selbstverst ä ndliche Ma ß nahmen (z.B. Teil einer typischen Behandlung) m ü ssen ebenso wenig wie Routinevorg ä nge vermerkt werden (Ausnahme wieder: Anf ä ngeroperationen) Stichworte reichen in der Regel, die Nachvollziehbarkeit darf darunter jedoch nicht leiden Leitende Ä rzte und Verwaltung bestimmen unter Ber ü cksichtigung der vorgenannten Regeln, was wie zu dokumentieren ist, nachl ä ssig gewordene Standards sind von Zeit zu Zeit wieder zu verbessern, keine Exkulpation durch gewohnheitsm äß ige Schlechtleistung Niedergelassene Ä rzte unterliegen hinsichtlich der Dokumentation den gleichen Regeln, hier also kein unterschiedlicher Standard!

21 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN Aufbewahrungspflichten nach unterschiedlichsten Regelungen im H ö chstfalle 30 Jahre, laut Berufsordnung 10 Jahre Der Patient hat Einsichtsrecht und Auskunftsanspruch! In engen Grenzen eventuell eingeschr ä nkte Freigabe (z.B. bei Vermerken wie ü bliches querulatorisches Auftreten des Patienten o. ä.), diese ist aber stets zu begr ü nden. Objektive Befunde und Behandlungsma ß nahmen m ü ssen in jedem Falle auf Verlangen herausgegeben werden Prozessuale Vorschriften verpflichtet Arzt/Krankenhaus zur Vorlage bei Gericht, anderenfalls wird Behauptung des Patienten ü ber den Inhalt als wahr angesehen (§§ 421,444 ZPO) L ü cken in der Dokumentation k ö nnen zur Beweiserleichterung oder gar zur Beweislastumkehr f ü hren Ordnungsgem äß e Aufkl ä rung hat immer der Arzt zu beweisen!!!

22 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN VI. Strafrecht, Berufsrecht -Ermittlungs-/Strafverfahren -Verfahren vor dem Berufsgericht -Disziplinarverfahren -K ü ndigung/Arbeitsgericht -Entzug der Vertragsarztzulassung -Approbationswiderruf Beispielsfall: Ungekl ä rte Zust ä ndigkeitsverteilung zwischen Chirurg und An ä sthesistin Fettentfernung (10kg) H ü fte, Ges äß, Oberschenkel, Bauch. 38-j ä hrige Patientin nach OP zun ä chst ansprechbar, trotzdem auf Intensiv verlegt. Nachtdienst durch Assistenzarzt und Nachtschwester. An ä sthesistin vermerkt im An ä sthesiejournal m ö gl. Nachblutungen, die zu ü berwachen sind. Nachblutungen treten auf (mindestens 1,7 Liter Verlust), Patientin verstirbt. Strafbarkeit??

23 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN VII. Verhalten im Schadensfall -Sofortige Mitteilung an Versicherung -R ü cksprache mit Versicherer, eventuell RA -Keine direkte Kommunikation mit dem Anspruchssteller -KEINE ANERKENNTNISERKL Ä RUNG!!! -Sichtung der Unterlagen, notwendige nachtr ä gliche Anmerkungen als solche kennzeichnen -M ü he geben bei der Zusammenarbeit mit Versicherung und RA!!

24 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! RA Alexander Ahrens Trempel & Associates Rechtsanwälte, Fachanwälte für Steuerrecht, Steuerberatung Spichernstraße 15, Berlin Tel.: 030 / Fax.: 030 /

25 TREMPEL & ASSOCIATES BERLIN Spichernstr.15 - D Berlin – GERMANY - ( ) : ( ) : ( ) : / : Trempel & Associates – Berlin - Office


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