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1 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0:

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1 1 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Baustein RM-42: Kommerzielle Methoden: Software Process Risk Identification, Mapping and Evaluation (S:PRIME) GrafP Technologies, Inc. und Centre de Recherche Informatique de Montreal, Canada Version 1.6, 1998

2 2 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Inhalte des Bausteins +S:PRIME Assessment >Basis >Ziele >Ablauf >Arbeitsschritte +Die Risikokategorien der SEI Taxonomie +Berücksichtigte Praktiken +Definitionen +Antworten auf die Risikofragen +Antworten auf die Praktiken Fragen +Modulation der Risiken +Erkanntes und wahrscheinliches Risiko +Schwellwert +Beispiele für Auswertungen +Auf die Diagnose folgende Schritte +Aktionsplanung

3 3 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung S:PRIME Assessment - Basis + Zwei komplementäre Untersuchungen schlagen die Balance zwischen dem Risikobewußtsein des Managements und den angewandten Entwicklungspraktiken +Der Risiko-Fragebogen basiert auf der Software Risk Taxonomy entwickelt vom SEI >Sieben Risikokategorien werden betrachtet >Insgesamt werden 163 Risiko Faktoren untersucht +Der Praktiken-Fragebogen basiert auf dem Capability Maturity Model des SEI (CMM) >CMM Stufe 2 (Basic) und Stufe 3 (Managed) Praktiken werden berücksichtigt >Unternehmenskultur und Kundendienst werden hinzu gefügt >Insgesamt werden 259 Entwicklungspraktiken untersucht

4 4 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung S:PRIME Assessment - Ziele +Identifizieren, bewerten und managen von prozess- abhängigen Risiken (ca. 70% aller Projektrisiken) in Softwareprojekten und Organisationen, die Software- entwicklung und -wartung ausführen, in Abhängigkeit vom Reifegrad der implementierten Entwicklungs- praktiken >wiederholbar auf jährlicher Basis (Durchschnitt) >schnell und kostengünstig >auf Wunsch mit Technologietransfer auf die untersuchte Organisation bzw. das Projekt

5 5 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung S:PRIME Assessment - Ablauf

6 6 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung S:PRIME Assessments - Arbeitsschritte +Informationen über den Projektstatus sammeln >Potentielle Risiken identifizieren >Dokumentieren und verifizieren des Reifegrades der momentanen Praktiken >Erste vorläufige Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen +Kernteamanalyse >Risiken klassifizieren und gruppieren; schwache Praktiken identifizieren >Ergebnisse analysieren; Inkonsistenzen beseitigen; fehlende Info beschaffen >Ergebnisse zusammenfassen; vorläufige Folienpräsentation erstellen +Konsolidierung & Validierung >Gemeinsames Verständnis der Hauptergebnisse herstellen; Hauptbeobachtungen abstimmen und bestätigen >Risikomanagement-Strategie definieren oder adaptieren; Aktionen vorschlagen; Konsens herstellen >Machbarkeit der empfohlenen Aktionen überprüfen; Prioritäten setzen; Schlussfolgerungen abstimmen >Folienpräsentation abstimmen; Ergebnisse kommunizieren

7 7 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Die Risikokategorien der SEI Taxonomie + R01 - Anforderungen (Projektgegenstand) > Stabilität der Spezifikation > Offene Fragen (Vollständigkeit) > Projektmachbarkeit (technisch & kommerziell) > Klarheit der Vereinbarungen (Konsistenz) > Gemeinsames Verständnis der Anforderungen + R02 - Design und Produktion > Strukturelle Aspekte (Produktkomplexität) > Produktmachbarkeit (Technologie; Anwendungsgebiet) > Produktintegrität & -qualität (Integration & Test) + R03 - Entwicklungsumgebung > Eignung von Werkzeugen und Methoden > Integrationsgrad > Ressourcenverfügbarkeit und Infrastruktur > Vertrautheit mit Methoden und Werkzeugen + R04 - Entwicklungsprozess > Existenz von (aktuellen) Plänen und Arbeitspapieren > Einhalten des abgestimmten Zeitplans > Änderungsmanagementprozeduren & Notfallplanung + R05 - Management > Statusberichte & Fortschrittskontrolle > Problemlösung & Entscheidungsfindung > Kommunikation; Kundenbeziehungen + R06 - Team > Verfügbarkeit von Schlüsselpersonen; Fähigkeitsprofile > Verpflichtung; Mitarbeitermotivation & Training > Teamzusammenhang; Rolle von Lieferanten + R07 - Externe Rahmenbedingungen > Zeitplan, Budget, Ressourcen > Verhalten des Kunden > Firmenpolitik

8 8 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Berücksichtigte Praktiken (1) P01 - Management der Anforderungen (Stufe 2) P02 - Projektplanung (Stufe 2) Vernünftige Pläne erstellen für die Durchführung der Software Engineering Aktivitäten und des Projektmanagements P03 - Projektüberwachung und -steuerung (Stufe 2) Transparenz hinsichtlich des aktuellen Projekt- fortschritts schaffen, so daß das Management geeignete Maßnahmen ergreifen kann, wenn der Projektfortschritt signifikant vom Plan abweicht P04 - Subkontraktmanagement (Stufe 2) Geeignete Subkontraktoren auswählen und managen P05 - Qualitätssicherung (Stufe 2) Transparenz schaffen für das Management hinsichtlich des Entwicklungsprozesses und der erstellten Ergebnisse P06 - Konfigurationsmanagement (Stufe 2) Etablieren und sicherstellen der Integrität der Projektergebnisse während des ganzen Lebenszyklus Zweck dieses Prozesses ist, ein gemeinsames Verständnis zwischen Auftraggeber und Team herzustellen über die Anforderungen, die im Projekt realisiert werden sollen P07 - Prozeßorganisation festlegen (Stufe 3) Verantwortliche für die Aktivitäten des Software- prozesses festlegen, die die generelle Prozeßfägikeit des Unternehmens verbessern P08 - Prozesse definieren (Stufe 3) Entwickeln und pflegen von Prozeßverfahrens- anweisungen, die die Leistungen des Prozesses erhöhen und eine Basis bilden für kumulierten langfristigen Nutzen der Organisation

9 9 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Berücksichtigte Praktiken (2) P09 - Training (Stufe 3) P10 - Integriertes Softwaremanagement (Stufe 3) Integration der Engineering- und Managementaktivitäten in einen kohärenten definierten Softwareprozeß, der aus dem Standard-Entwicklungsprozeß abgeleitet worden ist P11 - Softwareprodukt Engineering (Stufe 3) Ständige Ausführung eines wohldefinierten Software- engineeringprozesses, der alle notwendigen Aktivitäten integriert, um korrekte und konsistente Produkte in effizienter Weise zu erstellen P12 - Koordination zwischen Gruppen (Stufe 3) Sicherstellen, daß das Entwicklungsteam aktiv mit anderen betroffenen Gruppen zusammenarbeitet, um so die Anforderungen des Auftraggebers zu befriedigen P13 - Reviews (Stufe 3) Der Zweck dieses Prozesses ist, Mängel der Ergebnisse frühzeitig zu erkennen und sie in effizienter Weise zu beheben, um so ein besseres Verständnis dieser Ergebnisse und der Fehler, die verhütet werden können, zu gewinnen P14 - Unternehmenskultur (CRIM) Etablieren einer Menge von gemeinsamen Werten, Verhaltensweisen und unausgesprochenen Regeln, die dabei helfen, Veränderungen der Organisation zu unterstützen Fähigkeiten und Wissen der Mitarbeiter weiter entwickeln, so daß sie ihre Rolllen effektiv und effizient wahrnehmen können P015- Kundendienst (CRIM) Der Zweck dieses Prozesses besteht darin, dem Auftraggeber und den Anwendern Qualitäts- produkte und -dienstleistungen zu liefern während der Entwicklung und Wartung sowie während der Operation des fertigen Systems

10 10 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Einige Definitionen +Erkanntes Risiko +Praktikzufrieden- heitsgrad +Wahrscheinliches Risiko +Erkanntes Risiko als Funktion des Praktikzufrieden- heitsgrads Risiken (Kostenüberschreitungen,Terminüber-schreitungen, mangelnde Funktionaliät) deren sich die Manager bewußt sind Grad zu dem die besten Softwareengineering Praktiken im Projekt oder in der Organisation angewandt werden Wahrscheinlichkeit, dass die möglichen Schwierigkeiten eintreten werden, falls keine Korrekturmaßnahmen ergriffen werden Die Fähigkeit des Managements, Risiken zu erkennen, hängt sowohl vom Zufriedenheitsgrad mit einer bestimmten Praktik wie auch von der Praktik selbst ab

11 11 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Antworten auf die Risikofragen +Antwortmöglichkeiten >YES (immer oder fast immer) >NO (nie oder sehr selten) >SOMETIMES (zwischen YES und NO) >N/A (die Frage ist hier nicht relevant) >UNKNOWN (der Teilnehmer hat nicht genug Informationen, um die Frage zu beantworten) >OUT OF SCOPE (Frage ist außerhalb des Rahmens des Projekts) +Die Antworten müssen das reflektieren, was in der Projektpraxis erfahren wird +Erfahrungen aus vorangegangenen Projekten können verwendet werden, um eine für das aktuelle Projekt relevante Bedingung zu bewerten, die noch nicht eingetreten ist +Es ist wichtig, Kommentare zu geben, die die Antworten näher erläutern

12 12 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung +Antwortmöglichkeiten >YES (immer oder fast immer) >NO (nie oder sehr selten) >SOMETIMES (zwischen YES und NO) >N/A (die Frage ist nicht relevant für die Projekte, mit denen der Praktiker befasst ist) >??? (die Frage ist relevant, aber der Praktiker hat nicht genügend Informationen, um sie zu beantworten) (auf diesem Gebiet hat der Praktiker keine Erfahrung) +Die Antworten müssen das reflektieren, was in der Projektpraxis erfahren wird (in Bezug auf den Erfahrungshorizont des Praktikers) +Die Praktiker sollten Erfahrungen aus mehreren vergangenen Projekten haben +Es ist wichtig, Kommentare zu geben, die die Antworten näher erläutern Antworten auf die Praktiken Fragen /

13 13 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Modulation der Risiken Die Risiken sind mit den Reifegraden der Praktiken über eine Matrix verbunden. Die Matrix beantwortet die Frage: Um wieviel wird ein bestimmtes Risiko durch die Implementierung einer bestimmten Praktik reduziert? Die Abbildung erfolgt auf Basis einer exponentiellen Risikofunktion (Hazard Function), die durch empirisch gewonnene Erfahrungswerte adjustiert wurde. Die Matrix ist geistiges eigentum von GRafP Technologies. R1 P1 R7 P15 R3 P3 R2 P2 Fragebogen von Schritt 2 Gewichtete Verbindungen zwischen Risiken und Praktiken Fragebogen von Schritt 3 Höhe der Risiken, wie sie von den Managern für alle 7 Kategorien gesehen werden Zufriedenheitsgrad mit den implementierten Praktiken für jeden der 15 Bereiche, wie er von den Praktikern gesehen wird

14 14 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Erkanntes und wahrscheinliches Risiko R01Anforderungen R02Design und Realisierung R03Entwicklungsumgebung R04Entwicklungsprozess R05Management R06Team R07Rahmenbedingungen Reifegrad der Praktiken = Erkanntes Risiko Wahrscheinliches Risiko Durchschnitt = 0.34 Durchschnitt = 0.25 R01 R07 R03 R05 R06 R04 R02 0,40 Schwellwert

15 15 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Schwellwert +Eine wichtige Kenngröße ist der Schwellwert. Empirische Ergebnisse zeigen, dass offenbar bei einem wahrscheinlichen - Risiko von 40% eine Grenze liegt +Organisationen, die mit über 40% Risiko operieren, werden wahrscheinlich in der Zukunft größere Probleme bekommen +Organisationen, die mit unter 40% Risiko operieren (alles, was über 20% liegt, ist noch zu hoch), werden wahrscheinlich in der Lage sein, sich ausreichend zu verbessern +Ähnliche Erfahrungen wurden im Finanzbereich gemacht. Auch Venture Capital Firmen investieren nicht in eine Firma, die mit über 40% Risiko operiert +Damit haben wir eine griffige Kenngröße für das Management

16 16 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Beispiel: Risikoprofil eines unreifen Projekts Unternehmen, die einen niedrigen Reifegrad der Praktiken aufweisen (0,1 entspricht einem Reifegrad am unteren Ende von Stufe 1 des CMM) können in der Regel nur dann erfolgreich operieren, wenn das Management ein sehr hohes Risikobewußtsein hat und entsprechend vorbeugende Maßnahmen ergreift.

17 17 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Beispiel: Risikoprofil eines reifen Projekts Unternehmen, die einen hohen Reifegrad der Praktiken aufweisen (0,9 entspricht einem Reifegrad am oberen Ende von Stufe 3 des CMM) können (müssen aber nicht!) auch dann erfolgreich operieren, wenn das Management ein geringeres Risikobe- wusstsein hat und wenig vorbeugende Maßnahmen ergreift.

18 18 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung S:PRIME-Ergebnisse: Vertrauensgrad

19 19 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung S:PRIME-Ergebisse: Erkannte Risiken

20 20 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung S:PRIME-Ergebnisse: Reifegrade der Praktiken

21 21 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung S:PRIME-Ergebnisse: Wahrscheinliche Risiken

22 22 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung S:PRIME-Ergebnisse: Wahrscheinliche Risiken pro Praktikbereich

23 23 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Generelle Aussagen (Beispiel) +Das Risikobewusstsein (P = 33,6) ist relativ hoch, das wahrscheinliche Risiko ist moderat (P = 25,5) >Ein relativ hohes Risikobewusstsein haben wir in der Kategorie Anforderungen (P = 49,2%)) >Ein relativ niedriges Risikobewusstsein haben wir in den Kategorien Design und Realisierung (P = 27,1 %) und Entwicklungsprozess (P = 25,5%) +Der durchschnittliche Reifegrad der Praktiken ist akzeptabel (68,8%) >Besondere Schwächen zeigen sich bei den Prozessen Qualitätssicherung (57,1), Prozessorganisation festlegen (55,3), Training (48,4), Integriertes Softwaremanagement (54,6) und Entwicklungskoordination (55,0) +Das Risikobewusstsein erscheint realistisch (wahrscheinliches Risiko < erkanntes Risiko) +Die meisten Praktiken sind angemessen implementiert +Es ist möglich, die wahrscheinlichen Risiken durch geeignete Maßnahmen weiter zu reduzieren

24 24 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Detaillierter Auswerteprozess +Die detaillierten Ergebnisse der S:PRIME Analyse können noch weiter in systematischer Form ausgewertet werden (Excel) >1. Schritt: Klassifizieren der A: Erkanntes Risiko > B: Erkanntes Risiko 65% - C: Erkanntes Risiko 55% - 65% >2. Schritt: Gruppieren der Risiken in 1: Erkanntes Risiko >80% oder <25%, Praktikreifegrad 2: Erkanntes Risiko >65% oder <25%, Praktikreifegrad 3: Erkanntes Risiko >55% oder <25%, Praktikreifegrad <50% >3. Schritt: Identifizieren von schwachen Praktiken pro 1: Praktikreifegrad <30%, Risiko Prioritätsklasse 2: Praktikreifegrad <40%, Risiko Prioritätsklasse 3: Praktikreifegrad <50%, Risiok Prioritätsklasse 1,2,3

25 25 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Erkannte Risiken (Beispiel) Risikoklasse A = Erkanntes Risiko ist größer als 80% I, II, II: Dringlichkeitsklassen für empfohlene Aktionen 1.9 Es gibt Vertraulichkeitsanforderungen in Bezug auf die Software 1.10 Es gibt Sicherheitsanforderungen an die Software 1.16 Der gesamte Entwicklungsaufwand (benötigte Ressourcen) und die Komplexität der Anwendung bereiten dem Team Kopfschmerzen 3.12 Die Entwicklung wird in verschiedenen Standorten durchgeführt 5.13 Politische Überlegungen beeinflussen technische Entscheidungen Im Konfigurationsmanagement fehlen Kenntnisse 6.14 Das Projekt zeigt eine starke Abhängigkeit von der Expertise von Kunden oder Lieferanten 7.1 Es gibt Rahmenbedingungen, die negative Einflüsse haben können auf den Zeitplan, das Budget oder das fertige Produkt (z. B. zusagen, die miteinander in Konflikt stehen, zu enge Termine) 7.9 Das Projekt hängt ab von kritischen Komponenten, die von externen Lieferanten geliefert werden müssen II III I I I II I

26 26 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Risiken der Prioritätsklasse 1

27 27 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Wie liest man die Cross-Reference Matrix?

28 28 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Empfohlene Aktionen - Dringlichkeitsklasse Software QS Personal sollte daran beteiligt werden zu verifizieren, dass die Pro- jektplanungsaktivitäten auf der Basis von vorgeschriebenen Standards und Pro- zeduren durchgeführt wurde Formelle Reviews mit den Lieferanten, während derer an ausgewählten Meilen- steinen Ergebnisse überprüft werden, sollten auf Basis einer dokumentierten Prozedur erfolgen 5.8 Software QS Personal sollte periodisch ihre Aktivitäten und Ergebnisse gemeinsam mit dem QS Personal des Kunden überprüfen 9.1 Das Projekt sollte einen Trainingsplan für die Teammitglieder aufstellen Vertreter jeder Gruppe, die am Projekt mitarbeitet, sollten eine Orientierung über die Methoden, Prozeduren und Standards erhalten, die die anderen Gruppen benutzen Alle Mitglieder der im Projekt zusammenarbeitenden Gruppen sollten eine Orientierung darüber erhalten, wie man am besten zusammen arbeitet

29 29 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Vorgeschlagene Aktionen auf Projektebene - Beispiel

30 30 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Beispiel: Softwarehersteller Die Firma wurde 1987 gegründet hatte man 300 Mitarbeiter, 1995 waren es schon 700 (davon 400 IV Professionals). Das Risikoprofil zeigt, dass diese Firma stark gefährdet ist. Das Risiko ist fast überall hoch. Die Balken, bei denen es Null zu sein scheint, bedeuten, dass hier überhaupt nichts getan wurde. 11/2 Jahre später machte die Firma negative Schlagzeilen in der Presse und der Vorstand wurde gefeuert.(Qulle GrafP Techn.)

31 31 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Beispiel: Private Organisation Diese Organisation hat beim SEI ein Assessment gemacht und mit einem Reifegrad von fast 3 abgeschnitten. Hier haben wir es mit einer realtiv reifen Organisation zu tun, die ihre Risiken gut im Griff hat (Quelle: GrafP Technologies)

32 32 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Beispiel: Sehr kleine private Organisation Diese Firma hat nur 15 Mitarbeiter. Bis auf einige Ausnahmen hat man die Risiken gut im Griff. Der hohe Wert bei Konfigurationsmanagement war für die Beteiligten überraschend, da man glaubte, dies im Griff zu haben. Die Organisation ist sehr prozessbewusst, deshalb der niedrige Wert bei Prozessorganisation festlegen. Auf Grund mangelnder Ressourcen hatte man aber noch keine Zeit, die Prozesse genau zu definieren, deshalb der relativ hohe Wert bei Prozesse definieren. (Quelle: GrafP Technologies)

33 33 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Beispiel: Staatliche Organisation Zu beachten sind die hohen Risiken bei Qualitätssicherung und Unternehmenskultur. Dies ist typisch für staatliche Organisationen (in Canada oder USA?, denn hier haben wir das V-Modell!). Dabei ist der schwierigste Bereich die Unternehmenskultur. Verbesserungen sind hier i. a. kaum möglich, obwohl es in jüngster Zeit einige hoffnungsvolle Ansätze bei kommunalen Behörden gibt, die Umgangsformen mit den Bürgern zu verbessern. Das könnte dann auf den IV Bereich abfärben.

34 34 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Auf die Diagnose folgende Schritte +Überprüfen der Ergebnisse der Diagnose +Bewerten ihrer Relevanz an Hand der geschäftlichen Ziele des Projekts oder der Organisation +Priorisieren der relevanten Ergebnisse +Überprüfung der Praktiken, die sich auf diese Ergebnisse beziehen +Identifizieren der Praktiken, die schon teilweise implementiert sind und die deshalb leichter zu verbessern +Aufstellen eines Aktionsplans zur Implementierung der Praktiken, die als geeignet gefunden waren +Feststellen, wie erfolgreich die verbesserten oder neu implementierten Praktiken waren +Falls notwendig, zusätzliche benötigte Praktiken implementieren und solche aus dem Verkehr ziehen, die nicht nützlich sind +Erneutes Assessment in 6-12 Monaten

35 35 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Antriebskraft für Veränderungen als Funktion der Zeit t 1 t 1 t 2 t 2 t 3 t 3 t c t c t c Präsentation der Ergebnisse Zeit Interesse der Mitarbeiter (Antriebskraft) Zeitintervall zwischen der Präsentation der Assessment Ergebnisse und dem Beginn der Aktions- planung = kritischer Zeitpunkt >> >

36 36 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Prinzipien der Aktionsplanung +Man beginnt mit den Ergebnissen der Diagnose +Entscheider müssen teilnehmen +Strikte Vertraulichkeit muss gewahrt bleiben +Aktionsplanung muss miteinander und nicht gegeneinander erfolgen +Man validiert zunächst die prozessabhängigen Risiken und fügt dann projektspezifische Risiken hinzu +Man sollte sich auf Lösungen konzentrieren, die von allen mitgetragen werden und die deshalb auch die Chance haben zu funktionieren

37 37 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Beispiel: Aktionsplanung für Assessment der Organisationseinheit (1. Woche) +Kick-off Meeting >Beschreibung der Schritte der Aktionsplanung >Das obere Management sollte teilnehmen, um den Teilnehmern zu demonstrieren, dass es dahinter steht und um sie zu Offenheit zu nötigen +Interviews mit Projektleitern, Managern und Praktikern >Sammeln von Kommentaren zu den vorläufigen Empfehlungen, ihrer relativen Priorität und von Vorschlägen zu ihrer Implementierung +1. Entwurf des Aktionsplans >Enthält Kommentare und Vorschläge, die in den Interviews gesammelt wurden

38 38 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Aktionsplanung (1. Woche Fortsetzung) + Erstellen einer Matrix der Risiken und Praktiken

39 39 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Aktionsplanung (2. Woche) +Interviews mit Projektleitern, um ihre Kommentare zum Aktionsplan zu sammeln +Ergänzende Interviews mit anderen Teilnehmern, um grobe Schätzungen für die Implementierung zu bekommen +Ggf. weitere Interviews (z. B. mit dem Top Management), um den Aktionsplan zu verfeinern +Erstellung der vorläufigen Version des endgültigen Aktionsplans

40 40 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Aktionsplanung (3. Woche) +Meeting mit Projektleitern, Managern und Praktikern, um den Aktionsplan zu validieren >Aufwands- und Zeitschätzungen verfeinern >letztmalige Validierung des Plans >Festlegen, wer für die Arbeitspakete des Plans verantwortlich sein soll +Ggf. überarbeiten des Aktionsplans +Endgültige Präsentation der Ergebnisse +Kick-off für die nächsten Schritte

41 41 Workshop Risiko-Management in IT-Projekten - copyright Dr. Klaus Röber Baustein: RM-42 Kommerzielle Methoden: Beispiel S:PRIME Methode - Version 2.0: 06/2001 DKR Unternehmensberatung Diskussion S:PRIME Methode


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