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„Einladung auf ein Abenteuer“ – e-Portfolios am BKAL

Kopien: 1
Einladung auf ein Abenteuer – e-Portfolios am BKAL Daniel Berghoff Berufskolleg an der Lindenstraße Köln – 05. Juli 2010.

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Präsentation zum Thema: "„Einladung auf ein Abenteuer“ – e-Portfolios am BKAL"—  Präsentation transkript:

1 „Einladung auf ein Abenteuer“ – e-Portfolios am BKAL
Daniel Berghoff Berufskolleg an der Lindenstraße Köln – 05. Juli 2010

2 Agenda Teil 1: Wieso brauchen wir Portfolioarbeit? Teil 2: Portfolioarbeit mit Schülern Teil 3: Portfolioarbeit für Lehrer Teil 4: Chancen und Grenzen Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

3 Teil 1: Wieso brauchen wir Portfolioarbeit?
Was sind Portfolios? Welchen Nutzen bringen Portfolios? Welchen Zusatznutzen bringen „e“-Portfolios? Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

4 Unsere Ziele und unser Anspruch:
Handlungskompetenz, Individuelle Förderung, Unterstützung des Übergangs Schule - Beruf (Berufswegeplanung), Allgemeinbildung, Mündigkeit, Kritisches Denken, Selbstständiges und lebenslanges Lernen Etc. ...als grundlegende Voraussetzungen für Lebensplanung und  Lebensbewältigung in einer Gesellschaft im Wandel. Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

5 Handlungskompetenz durch ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung
• Kooperationsbereitschaft/Teamfähigkeit • Höflichkeit/Freundlichkeit • Konfliktfähigkeit • Toleranz • Zuverlässigkeit • Lern­ und Leistungsbereitschaft • Ausdauer/Durchhaltevermögen/Belastbarkeit • Sorgfalt / Gewissenhaftigkeit • Konzentrationsfähigkeit • Verantwortungs-bereitschaft • Fähigkeit zur Selbst­ und Fremdwahrnehmung • Fähigkeit zu Kritik und  Selbstkritik • Kreativität und Flexibilität • Einsicht zu lebenslangem Lernen • Entwicklung eigener Strategien zur Problemlösung • Lern­ und Arbeitstechniken • Umgang mit neuen Medien Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

6 Schüler mit geringer Motivation (proaktive Einstellung),
Unsere Probleme: Schüler mit geringer Motivation (proaktive Einstellung), Schüler mit negativem Selbstbild (Selbstwirksamkeit), Abbruch von Studium und Ausbildung durch Orientierungslosigkeit (z.B. hinsichtlich Berufswahl), Fachkräftemangel (durch demografische Entwicklung) sowie durch Schüler mit mangelnden Basiskompetenzen (fachlich, sozial, personal und methodisch,...) Etc. Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

7 Portfolioarbeit Die Lösung:
Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

8 Was bedeutet Portfolioarbeit?
3 * 7 = 21 4 – 2 = 2 8 + 8 = 16 9 * 9 = 18 9 – 6 = 3 Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

9 Was bedeutet Portfolioarbeit?
80 % sind richtig!!! 80 % an Kompetenz bringen Sie bereits mit!! Die restlichen 20 % lernen Sie hier!! Weg von der Defizit- hin zur Kompetenz- und Ressourcenorientierung Fehler sind gewünscht und werden akzeptiert und respektiert! Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

10 Was ist ein (e-) Portfolio?
Ein E-Portfolio ist eine digitale Sammlung von „mit Geschick gemachten Arbeiten“ (= lat. „Artefakte“) einer Person, die dadurch das Produkt (Lernergebnisse) und den Prozess (Lernpfad/Wachstum) ihrer Kompetenzentwicklung in einer bestimmten Zeitspanne und für bestimmte Zwecke dokumentieren und veranschaulichen möchte. Die betreffende Person hat die Auswahl der Artefakte selbständig getroffen und diese in Bezug auf das Lernziel selbst organisiert. Sie (Er) hat als Eigentümer (-in) die komplette Kontrolle darüber, wer, wann und wie viel Information aus dem Portfolio einsehen darf. E­Portfolios sind ... strukturierte digitale Informationssammlungen, die Lernprozesse  in allen Bereichen des Lebens unterstützen und dabei  erworbene Kompetenzen veranschaulichen. Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

11 Was sind Artefakte? Sämtliche Lern- und Handlungsprodukte sowie Sonstige Leistungen, z.B. Projektarbeiten Stundenprotokolle Referate Präsentationen Blogeinträge (Nutzung von Blogs als Lerntagebuch) Audio- und Video-Podcasts, z.B. Rollenspiele zum Verkaufsgespräch Texte, z.B. Aufsätze Wikis Klausuren Reflexionen, z.B. vor- oder nachbereitend zu Lerninhalten, aber auch als Vorbereitung auf Notenbesprechungen Spinnweb-Diagramm der Selbstlernkompetenzen Zeitungsartikel Alles, was den persönlichen Lern- und Kompetenzzuwachs dokumentiert! Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

12 Der Portfolio-Prozess
Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

13 Mehrwert durch das „e-“
Multimediale Aufbereitung der Lerndokumente Medienkompetenz Einfache Überarbeitung und Anpassung Verwendbarkeit nach Schulzeit (Exportfunktion) Orts­ und zeitunabhängiges Feedback Unterschiedliche „Ansichten“ für spezielle Zwecke, z.B. persönliches Lerntagebuch, Lernpartner, Fachlehrer, Externe Dritte (für Bewerbungen) Hohe Schüleraktivierung Unterstützung des kooperativen Lernens durch Web 2.0 Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

14 Welchen Nutzen bringen (e-) Portfolios?
Unbewusste Inkompetenz Bewusste Inkompetenz Bewusste Kompetenz Unbewusste Kompetenz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ Ziel = realistischer, offener (angstfreier) Umgang mit der eigenen Kompetenzentwicklung Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

15 Welchen Nutzen bringen (e-) Portfolios?
Bewusstmachung der eigenen Kompetenzen und Ressourcen (Selbstwirksamkeit, Motivation, „Erlebnisse durch Ergebnisse“) Lernmethode des kompetenzbasierten Lernens Verknüpfung zwischen Lernergebnis (Produkt) und Lernpfad (Lernprozess) Ermöglicht ganzheitlicheres Lernen und Berücksichtigung von Entwicklungsprozessen Ermöglicht die Einbeziehung von Reflexionsprozessen, insbesondere zur Förderung von Selbstlernkompetenzen Reflexives Lernen (u. a. durch Weblog und Feedbackfunktion) Förderung sowohl von individuellem, als auch von kooperativem Lernen Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

16 Welchen Nutzen bringen (e-) Portfolios?
Tieferes Verständnis und damit längerfristiges Behalten komplexer Inhalte Dokumentation von Wissens- und Kompetenzzuwachs Anregung und Unterstützung der Reflexion über Lernen und (berufliches) Handeln Besseres Verständnis des eigenen Lern- und Arbeitsverhaltens Erhöhung der Eigenverantwortung (Rechenschaft gegenüber sich selbst ablegen) (Lebenslanges) Lernen lernen, Schüler fit für‘s Leben machen Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

17 Reflexionshilfe (zunächst) durch Leitfragen
Wie bin ich vorgegangen? Was ist mir dabei aufgefallen? (Strukturierung) Mit welchen Hilfsmitteln und Methoden habe ich gearbeitet? (Materialien) Was hat mir gefallen? Was war für mich selber besonders wichtig? Wo hatte ich welche Schwierigkeiten? Und wie habe ich sie gelöst? (Umgang mit Problemen) Woran will ich nächstes Mal denken? (Strategie) Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

18 Nutzen für die Schüler Wissen und Können des Schülers wird für ihn selbst sowie nach außen sichtbar gemacht  positives Selbstbild, Förderung der Selbstwirksamkeit Autonomes und selbstgesteuertes Lernen wird gefördert Selbstwirksamkeit und Motivation werden gestärkt Selbstreflexivität wird gefördert als Voraussetzung für bewußte Standortbestimmung und Weiterentwicklung Einsatz bei Bewerbungsverfahren, z.B. durch Selbstvorstellung per Video Wissen über eigene Stärken, Interessen, Ressourcen, Hard- und Soft-Skills sind essentiell für zukünftige Arbeitgeber (vgl. Randstad / Die Übergangsphase von der Schule in den Beruf wird erleichtert Durch e-Portfolio können Schüler ihre Medienkompetenz nach außen dokumentieren Mehrfachverwendung des erstellten e-Portfolios durch Import- und Exportmöglichkeiten in andere Software Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

19 Notwendige Voraussetzungen für gelungene (e-) Portfolioarbeit
Vertrauenskultur, Offenheit und Transparenz Zu den Menschen Zur Technik Intensive Kommunikation Medienkompetenz Eigenverantwortung der Lernenden Lernberater (anstelle von Instruktoren!!!) ... Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

20 Bisherige „Portfolio-taugliche“ Aktivitäten am BK@L
Versuche individueller Kompetenzdiagnose Ruf nach individuellen Förderkonzepten aufbauend auf diagnostizierten „Schwächen“ Paradigma Konstruktivismus, bzw. Konnektivismus, daher Unterstützung und Förderung des individuellen und selbstgesteuerten Lernens durch Gestaltung entsprechender Lehr-Lernarrangements, die sich stark am Konzept der Handlungsorientierung, bzw. Konzept der vollständigen Handlung orientieren Schüleraktivierende Lehr- und Lernmethoden, Prinzipien des think-pair-share, WELL Begleitende Lernberatung (Lerncoaching) Etc. ... lassen sich optimal durch Portfolioarbeit unterstützen! Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

21 Teil 2: Portfolioarbeit mit Schülern
Wie lassen sich e-Portfolios für die individuelle Förderung unserer Schüler nutzen? Konkrete Umsetzung mit Mahara in der HH92 (Vollzeit) Ausblick auf das Projekt mit der EH-Kooperationsklasse (Saturn/MediaMarkt - Berufsschule) Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

22 Einsatz von Mahara in der HH92
Differenzierungsprofil Handelsmarketing Blended-Learning-Klasse Diagnose der Selbstlernkompetenz durch Schülerfragebogen; Visualisierung durch Spinnweb-Diagramm, diverse Reflexionsaufträge zum Lernverhalten münden in Begleitendes Lerncoaching (Ist-Zustand, Ressourcen, Zielvision, Strategien) Innere Differenzierung und Lernstrategietraining (Lerntandems) Qualifizierungskonzept EuCoCo Projektarbeit Marktforschung: Kundenzufriedenheitsanalyse für SATURN Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

23 Einsatz von Mahara in der HH92 – Spinnweb-Diagramm
Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

24 Einsatz von Mahara in der Kooperationsklasse SATURN / MediaMarkt im Einzelhandel
Einzelhandelsklasse mit Auszubildenden der Betriebe Saturn und MediaMarkt Elektronisches Berichtsheft bedeutet Dokumentation sowohl der schulischen, als auch der betrieblichen Lerninhalte in Form eines Lerntagebuchs, Einbindung in ein Lern- und Entwicklungsportfolio Qualitative Aufwertung des Berichtshefts durch Reflexionsaufträge, die bspw. lauten: Welche schulischen Lerninhalte finde ich im Betrieb wieder? Welche sind identisch, welche anders und warum? Was habe ich Betrieb gelernt, das ich noch nicht verstehe und wozu ich mir theoretischen Input seitens der Berufsschule wünsche? Etc. Tieferes Verständnis der Lerninhalte Lernortkooperation im Dualen System (Bildung von Bildungsnetzwerken) Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

25 Einsatz von Mahara in der Kooperationsklasse SATURN / MediaMarkt im Einzelhandel
Synchronisation der schulischen und betrieblichen Lerninhalte Unterstützung der betrieblichen Qualifizierungsprogramme (bspw. Kasse und „Top-Verkäufer“ bei Saturn) durch das Anlegen eines ePortfolios Schulung der Medienkompetenz durch multimediale Analyse von bspw. Verkaufsgesprächen und Warenpräsentation (Audio- und Video-, bzw. Photodokumentationen) und deren Begleitung und Dokumentation im ePortfolio Erziehung der Auszubildenden/Schüler zu mündigen Mitgliedern der Gesellschaft durch Förderung des selbstreflexiven, sowie des kritischen Denkens durch Reflexionsaufträge im ePortfolio (z.B. Spannungsfeld Umsatzorientierung, Kundenorientierung, Maximierung der persönlichen Provision bzw. Erhalt des Arbeitsplatzes) Intensivierung der Betreuung durch betriebliche und schulische Ausbilder durch orts- und zeitunabhängigen Einblick in den Arbeitsfortschritt und Entwicklungsstand sowie entsprechendes Feedback. Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

26 Einsatz von Mahara in der Kooperationsklasse SATURN / MediaMarkt im Einzelhandel
Dadurch Flexibilisierung der Lern-, Arbeits- und Betreuungszeiten Erhöhung der Lernmotivation durch schülerseitige Affinität zu „Neuen Medien“/“Web 2.0-Instrumenten“) Berufliche Lernszenarien werden unmittelbar kooperativ und lernortübergreifend analysiert Es müssen weniger berufliche Handlungs- und Entscheidungssituationen seitens der Schule konstruiert werden, es kann unmittelbar an der betrieblichen Praxis gelernt werden. Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

27 Merkmale eines Schülerportfolios
Arten bzw. Funktionen eines Portfolios: Lern-, Entwicklungs- und Arbeitsportfolio Bewertungsportfolio Präsentationsportfolio Prozess-, Kurs- oder Projektmappe Keine Formvorgaben: Mappe, Datei, Video, WWW-Seite, etc. Fokus auf Erzeugungs-, Auswahl- und Bewertungsprozess des Schülers Bewertung und Begründung der Inhalte und der Qualität aus der Perspektive der Ziele, der allgemeinen aber auch der von dem Schüler selbst für wichtig erachteten Kriterien Schwerpunkt liegt also vielmehr im reflektiven Prozess als in der Sammlung Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

28 Teil 3: Portfolioarbeit für Lehrer
Wie lässt sich Portfolioarbeit für Lehrer zur Verbesserung der Lehrerpersönlichkeit und der Unterrichtsqualität nutzen? Welche Vorteile bringen Lehrerportfolios für die Schulleitung? Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

29 Warum reflexives Lernen?
Erweiterung des Handlungs- und Denkrepertoires Hanging our assumptions in front of us. Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

30 Warum reflexives Lernen?
Unbewusste Inkompetenz Bewusste Inkompetenz Bewusste Kompetenz Unbewusste Kompetenz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ Ziel = realistischer, offener (angstfreier) Umgang mit der eigenen Kompetenzentwicklung Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

31 Warum reflexives Lernen?
Explizite und implizite Annahmen bestimmen unser Denken und Handeln Folgen: Handlungsfähigkeit durch Routinen und Automatismen und Einschränkung unseres Handlungs- und Denkrepertoires Beispiel: Pygmalion-Effekt, „Kevin-Studie“ Reflexion ermöglicht ein besseres Verständnis unseres pädagogischen Handelns und dadurch die Erweiterung des Handlungsrepertoires. Implizite Annahmen müssen also laufend hinterfragt werden. Dadurch wird eine kontinuierliche Professionsentwicklung überhaupt erst ermöglicht. Andernfalls bleiben wir in den Handlungs- und Denkmustern der Vergangenheit stecken! Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

32 Die Bedeutung von Selbstreflexion für Lehrer
So ist die (Selbst-) Reflexion ein Lernprozess, auf dessen Grundlage persönliche Weiterentwicklung überhaupt erst möglich ist. Das gilt vor allem im professionellen Bereich – und hier wieder in besonderer Weise in pädagogischen Berufen: Verantwortetes und verantwortbares Handeln ist ohne das Korrektiv begleitender Reflexion hier gar nicht denkbar. Dabei ist pädagogisches Denken auch sich selbst gegenüber angebracht: Lehrerinnen/Lehrer sind allzu oft darauf fixiert, Fehler zu finden und zu vermeiden. Ihre Reflexion beschränkt sich folgerichtig leicht darauf, herausfinden zu wollen, was sie besser machen können. Aber: Wer nicht weiß, was er gut macht und warum es gut ist, kann seine Stärken nicht ausbauen und auch nicht zum Ausgleichen vorhandener Schwächen nutzen! Nach besonders gelungenem Unterricht, einer grandios gelösten Situation ist es enorm wichtig, sich darüber klar zu werden, WARUM man so erfolgreich war! Ohne diese Reflexion gleicht der Erfolg einem Lottogewinn: erfreulich, aber nicht wiederholbar. Quelle: „Selbstreflexion“ Christina Hager, Pädagogische Hochschule Wien Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

33 Die Bedeutung von Selbstreflexion für Lehrer
„Das Portfolio soll vor allem dazu anregen, sich mit wichtigen Themen rund um das Lehrerdasein in der Berufsbildung zu beschäftigen. Die Führung eines Portfolios verlangt ein hohes Maß an Selbstreflexion und ist verbunden mit selbständigem und eigenverantwortlichem Lernen. Diese Fähigkeit zur selbstkritischen Reflexion trägt ganz entscheidend zum modernen Lehrerbild bei, denn nur durch sie gibt es Entwicklung. Das Portfolio beinhaltet Instrumente zur Planung, Reflexion, Analyse, Maßnahmensetzung und Qualitätsoptimierung.“ Quelle: Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

34 Das Schreiben einer Reflexion
Das Schreiben einer Reflexion ist eine sehr persönliche und nützliche Sache, da schriftlicher Ausdruck dazu führt, Ideen und Gedanken genau zu sortieren und zu entwickeln oder Ereignisse (z. B. Situationen in der Lehre) noch einmal genau zu analysieren. Wichtig ist es, Ihre Gedanken, Schlussfolgerungen und Gefühle unmittelbar auszudrücken, ohne dabei groß auf die Form zu achten. Durch Reflexionen können Sie neue Sichtweisen entwickeln und Erfahrungen besser oder neu interpretieren und zu neuen Erkenntnissen gelangen. Erkenntnisse wiederum sind die Vorstufe zu neuen Handlungen und Denkweisen. Voraussetzung dabei ist aber der intensive Austausch und Dialog mit anderen an den Themen beteiligten oder interessierten Menschen und weitere gezielte Handlungsphasen. Durch regelmäßige und gezielte Reflexionen können Sie Ihr professionelles Handeln besser verstehen und/oder verbessern. Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

35 Merkmale von Reflexionen
Reflexionen sollten diskutiert werden. Nur so entfalten Sie Ihr wirkliches Potential - als Anregung zum Diskurs. Alleine ist man zu sehr in seiner Wahrnehmung gefangen und durch seine eigenen Annahmen beeinflusst. Kritisches Reflektieren braucht also auch den Dialog mit anderen Menschen, die einem Feedback geben, Kritik üben und Anstoß für weitere Reflexionsprozesse und Einsichten sein können. Tauschen Sie sich also mit Ihren Kollegen aus, auch wenn dies manchmal sehr schwer fallen kann, da man sehr private Ansichten Preis gibt, sich ein Stück weit den anderen aussetzt und angreifbar und fehlbar wird. Machen Sie von dem Austausch Gebrauch. Gerade die Heterogenität der Teilnehmer unseres Qualfizierungskonzepts kann zu interessanten Dialogen führen. Reflexionen sollten zu neuen Handlungsweisen oder Denkweisen führen, die wiederum in das eigene Handeln/Denken überführt werden. Dies kann auch bedeuten, neue Wege in Ihrer Lehrpraxis zu beschreiten, indem Sie beispielsweise anders mit Schülern umgehen usw. Die dabei neu gemachten Erfahrungen können wieder Anstoß zur Reflexion sein. Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

36 Merkmale von Reflexionen
Kritisch und Konstruktiv Selbst-achtsam Analy-tisch Multiper-spektivisch Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

37 Merkmale eines Lehrerportfolios / Mögliche Artefakte I
Selbst-Evaluation: Wo stehe ich gerade als Lehrer (-persönlichkeit) Was kann ich schon besonders gut? Was können Kollegen von mir lernen, womit kann ich Kollegen unterstützen? Womit habe ich (noch) Probleme? Was ist mein persönlicher Entwicklungsbedarf? Was brauche ich um meine persönlichen und beruflichen Ziele zu verwirklichen? Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

38 Merkmale eines Lehrerportfolios / Mögliche Artefakte II
Reflexion der eingesetzten Methoden, allgemein, aber auch nach Besuch einer Fortbildung Erweiterung des Handlungsrepertoires Grundlage für Personalentwicklungsgespräche Grundlage für persönliche Weiterentwicklung Erhöhung der Arbeitszufriedenheit Einbettung von Reflexionen zu Team-Teaching oder kollegialer Beratung (Feedback) Reflexion und Evaluation des Unterrichtsverlaufs, bspw. bei längeren Unterrichtsprojekten (auch möglich als Forum im Projekt-Wiki) Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

39 Höhere Arbeitszufriedenheit durch Steigerung der eigenen Kompetenz und
Nutzen für den Lehrer Höhere Arbeitszufriedenheit durch Steigerung der eigenen Kompetenz und Bewusstmachung der eigenen Ressourcen und Kompetenzen Dokumentation auch von informellem Lernen Erleichterung bei Bewerbungsprozessen (Ersatz für „Gute-Taten-Liste“) Weiterentwicklung ist nur durch die Bewusstmachung von Kompetenzen und Inkompetenzen möglich Individuelle Fortbildungsplanung Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

40 Nutzen für die Schulleitung
Verbesserung des Lehrens und Lernens Förderung eines kooperativen und offenen Schul- und Arbeitsklimas im Kollegium Instrument der Personalentwicklung und -beurteilung Individuelle Fortbildungsplanung (vgl. Hessen) Grundlage für kollegiale Beratung sowie Entwicklungsgesprächen Erhöhung der Arbeitszufriedenheit Steigerung der Effizienz Aufdecken und Nutzung von versteckten Ressourcen Erleichterung bei Beförderungsauswahl Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

41 Mögliche Probleme bei der Einführung von / Arbeit mit Lehrerportfolios
Akzeptanzprobleme im Kollegium Voraussetzung: Vertrauen zwischen Lehrerkollegen Zwischen Schulleitung und Kollegium Nutzen muss erkennbar sein Transparenz hinsichtlich Entwicklungsmöglichkeiten / Aufstiegschancen an der Schule (Möglichkeiten, Voraussetzungen, ...) Klima der Offenheit und des Vertrauens, Gemeinschaftsgefühl („Wir helfen uns gegenseitig“) Schwächen und Fehler müssen respektiert und akzeptiert werden Medienkompetenz Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

42 Teil 4: Chancen und Grenzen
Zum Stand der Dinge (Netzwerk, erste Erfahrungen, etc.) Chancen Grenzen Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

43 Zum Stand des Portfolio-Netzwerks am BKaL
Volle Unterstützung in jeder Hinsicht durch die Schulleitung, namentlich Frau Riedel Strategie: PUSH-Effekt durch viele informelle Gespräche („Guerilla-Fortbildung“), PULL-Effekt erzeugen durch Veröffentlichungen (www.qualiboXX.de und „Wirtschaft und Erziehung“) Idee: Lehrerportfolio auf freiwilliger Basis, z.B. im Rahmen von Teamteaching, Klassenteam HH.... und Kooperationsklasse im Einzelhandel HH92: Frau Krupp, Herr Dienhoff, Frau Demiray Frau Krupp / Herr Caspers i.V.m. Herrn Schaubb (Köln-Aachener Trainingsmodell) EH-Koop-Klasse: Herr Ennen (SATURN), Herr Giesenkirchen, Frau Loschelder vgl. „BLOK“ TH Dresden Frau Ridder (Mathematik-Portfolios) Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

44 Mögliche Probleme mit e-Portfolios
Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

45 Hürden für den Einsatz von e-Portfolios
Änderung der Methoden und institutionellen Strukturen notwendig Unterricht muss in einigen Bereichen geöffnet und neue Lehr-Lernformen müssen gezielt und regelmäßig eingesetzt werden (zum Beispiel Freiarbeit und Projektarbeit) gezielte Fördermaßnahmen Entkopplung von Lernen und Leistung / von Förderung und Selektion / Vermischung von Lern- und Leistungssituation macht eine scharfe Trennung zwischen Entwicklungs- und Bewertungsportfolio notwendig Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

46 Gefahren und Grenzen von e-Portfolios
Spannung zwischen Verpflichtung und Freiheit im Lernprozess, zwischen Selbststeuerung (=regulative und operative Elemente: Lernpartner, Lerntempo, Lernzeit und Lernort sowie Schwierigkeitsgrad und Methoden werden selbst ausgesucht) und Selbstbestimmung (=Bestimmung der inhaltlichen und thematischen Elemente, Selbst- oder zumindest Mitbestimmung von Lerninhalten und –zielen)  Motivationsprobleme können auftreten, wenn Lernenden nur Selbstbestimmung eingeräumt wird Portfolioarbeit selbst wird zu hoher Inhalt im Unterricht Laufbahn- oder Selbstvermarktungsportfolios (nur noch konforme Selbst-Präsentation) Over-Scripting, Over-Acting, Over-Reflecting Over-Scripting meint einen steuernden Eingriff: Zu viele Vorgaben und Fremdkriterien seitens des Lehrpersonals vereinfachen zwar die Einführung der Portfolioarbeit in den Unterricht, führt aber zu fremdgeleiteten Portfolios, die letztlich wenig aussagekräftig sind. Mit Over-Acting ist eine blinde Sammelwut auf Seiten der Lernenden angedeutet: Ein gehorsamer Aktionismus führt dazu, dass Artefakte für das Portfolio gehortet werden. Over-Reflecting bezeichnet den verstärkten Rückbezug auf die eigene Person, die durch die Portfolioarbeit entsteht: Dies kann zum Kreisen um sich selbst führen oder auch dazu, dass Reflexionen ausschließlich für den Lehrenden geschrieben werden. Daniel Berghoff - Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010

47 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Daniel Berghoff Berufskolleg an der Lindenstraße Köln Juni 2010


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