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PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 1 vom 27.05.2014 Einheit 7 Zielfindung als Prozess bzw. wie arbeite ich mit Unterschieden.

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1 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 1 vom Einheit 7 Zielfindung als Prozess bzw. wie arbeite ich mit Unterschieden

2 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 2 vom Es geht um unterschiedliche Betonung / Perspektiven / Praktiken Beispiele: – Auftraggeberorientierung – Unternehmensorientierung –... – Mitarbeiterorientierung – eigenes (Über-)leben – Möglicher Konflikte - Wahrnehmung & Berücksichtigung Unterschiede im Herangehen: – Unterschiedliche Grade der Explizitheit – Unterschiedliche Grade der Offenheit / Ehrlichkeit – Unterschiedliche Orientierung auf Aushandlung – Unterschiedliche Grenzziehungen der eigenen Verantwortung / der eigenen Standards

3 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 3 vom Es geht um unterschiedliche Wissensgebiete KONKRETE ERFAHRUNG mit... – gegenwärtiger Arbeit – zukünftigem System – technischen Optionen – mit EDV ABSTRAKTES WISSEN – Relevante Strukturen gegenwärtiger Arbeit – Relevante Strukturen zukünftiger Arbeit – Visionen und Design-Vorschläge – Überblick über technische Optionen – Abstraktes Wissen über EDV in Anlehnung an Kensing/93 EDVlerAnwend.

4 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 4 vom Es geht um Sprache BEISPIEL: – PHASE I Es werden drei Vorschläge für klare Begriffe gesammelt Der klarste wird ausgewählt – Phase II Jeder schreibt eine Definition Test Zustimmung – 100% – 90% – 75%

5 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 5 vom Anforderungen sind grundsätzlich nie ganz klar The requirement engineer is said (among other things) to capture, specify, elicit or construct requirements. It is interesting to note the position on the nature of requirements implicit in each term.... There is no term as yet in current use which suggests the ongoing evolution of requirements from processes of interaction, both social and technical, continuing through the whole lifecycle... (Jirotka and Goguen, 1994) Another basic principle of social theory of information may be an extension of Suchmann´s (1987) work on plans to the broader claim that only post hoc explanations for situated events appear to attain relative stability and independence from context; let us call this the retroperspective hypothesis. (Goguen in Jirota and Goguen, 1994) capture = einfangen, elicit = herauslocken

6 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 6 vom Voraussetzungen fehlerfreier Spezifikation wären Fehlerfreie Spezifikation würde nur funktionieren, wenn... – es keine Sprachbarrieren gäbe, – die Perspektiven der Beteiligten was das Problem ist sowie was erreicht werden soll ident wären und es daher keine Widersprüche zwischen den Anforderungen der einzelnen Beteiligten gäbe, – es möglich wäre, die Anforderungen vollständig zu beschreiben, – die Systemgrenzen scharf wären, – die Anforderungen stabil wären (keine Lernprozesse, keine Veränderung der Umgebung, kein Vergessen...), – Synchronisation einfach wäre –... Leider ist dies kaum der Fall. Daher braucht es Prozesse des Managements dieser Anforderungen, der Prüfung, Klärung, Aushandlung...

7 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 7 vom Überspitzte Positionen (Extreme Formulierungen um unterschiedliche Orientierungen zu verdeutlichen. 100% rein kommen sie nicht vor.) Position 1: Klassischer Zugang – Wenn die Beteiligten fehlerfrei und offen am Projekt mitarbeiten, die Anforderungen fehlerfrei zusammengestellt und umgesetzt werden, kommt es zu einer erfolgreichen Systementwicklung = Automatisierung. (Orientierung: Programmverifikation, CASE-Tools,...) Position 2: Partizipatiions Zugang – Wenn es gelingt, einen systematischen Lernprozeß über Anforderungen, Nutzungsmöglichkeiten... zu organisieren, in dem das entwickelt wird, was die Benutzer brauchen und unterschiedliche Anforderungen geklärt bzw. vereinheitlicht werden, kommt es zu einer erfolgreichen Systementwicklung = nützlichen Werkzeuge. (Orientierung: Prototyping, Partizipative Systementwicklung...) – Systementwicklung in diesem Verständnis... ist auch ein Verbinden verschiedener Welten mit allen Problemen hat viel mit Aushandlung und Konflikten zu tun erfolgt mit unvollständigem Wissen und muß immer wieder prüfen, wo Missverständnisse etc. liegen könnten muß mit verschiedenen Sprachen zurechtkommen basiert wesentlich auf Kommunikation (und deren Organisation)

8 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 8 vom PROJEKTZIELE Unterscheidung zwischen: strategischen Zielen – Steigerung des Verkaufs Kunden in Filiale Kunde findet zu Filiale konkreten Zielen Es werden konkrete Ziele formuliert, um strategische Ziele zu erreichen. Projektziele sollen konkret und operational formuliert werden. Strategische Ziele bilden den Rahmen für die Formulierung von Projektzielen. Ideal: – klare strategische Ziele – ausreichende aber nicht zu stark ausformulierte konkrete Ziele (insb. aus Gründen die in Kapitel I behandelt wurden). Lieblingsfehler: zu frühe zu genaue Festlegung Achtung: Es gibt zwar Zielhierarchien! aber verschiedene (Beteiligte) und die ändern sich!

9 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 9 vom Probleme der Zielfestlegung I Schwierigkeiten bei der Formulierung strategischer Ziele: ?Unschärfe (bewußt oder unbewußt) ?Unklarheit ?konfliktträchtige Wertvorstellungen ?Ansprechbarkeit... Problem: Die Diskussion der strategischen Ziele wird (aus verschiedenen Gründen) oft vermieden. Das rächt sich später. Wichtige Fragen: Verschleiert oder verdeutlicht die Projektorganisation die Ziele? Wann und wie erfolgen Zielklärungsprozesse? Fördert die Projektorganisation Zielklärungsprozesse?

10 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 10 vom Zeiteinteilung Wie viel Zeit.. Klärung der strategischen Ziele Wie viel Zeit geht auf konkret

11 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 11 vom Spiel 1 Person: Definiert ein klares scharfes Ziel (nicht nur mathematisches) – Die Oberfläche soll Benutzerfreundlich sein. – Die Software soll Arbeitszeit sparen 40%. 10 Personen – Möglichst eindeutig jede Adresse in Österreich finden Jeder im Raum bemüht sich das Ziel in EIGENEN Worten zu wiederholen THESE: Große Unterschiede

12 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 12 vom Spiel 2 SAP-Einführungen – Riesengroß – ERP … Enterprise Ressource Planning – unternehmensweite Arbei, Datenbestände.. Was ist der Sinn & das Ziel einer SAP-Einführung? – Kosteneinsparung zeitliche Achse … wann wie viel Deckungsbeiträge/Kosten Woran sehe ich das: – Umsatz bleibt gleich.. Gewinn steigt – Woher weiss ich dass, das SAP ist – Zeiteinsparung

13 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 13 vom Zielstabilisierung Rekonstruktion – Decision Diary schreibe ich zentrale Entscheidungen & die Gründe dafür auf – hinschreiben, fr alle ok gehe das regelmäßig durch – Scenarien Sie gehen fiktive Geschichten durch ZB – Kunde kommt auf website weil Banner ins Auge stochen – dann schaut er herum – … – er möchte gerne GEFAHR: Extremszenarien 3 typische / das typische … – Bilder zeichnen Ausstellung & diskutieren Unterschiede / Gemeinsamkeiten, was wollen wir uns merken – Walk throughs … – Begriffe definieren … Lexikon … mit DEN KUNDEN gemeinsam definieren

14 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 14 vom Probleme der Zielfestlegung II Konkrete Ziele: Vorteile – Zusatzarbeiten als solche identifizierbar – Abnahme klarer definiert Konkrete Ziele: Scheinbare (?) Vorteile – Für Dritte nachvollziehbar: - Ist das real so? – Rechtssicherheit: -Praktisch nur extrem schwer und teuer realisierbar. – Klarheit: - Klärung der strategischen Ziele bleibt auf Grund von Details oft auf der Strecke. – Konfliktthemen sind ausgehandelt: - Sie sind oft noch nicht erkennbar! Konkrete Ziele: Gefahren – Fixierung vieler konkreter Ziele kann die Illusion von geklärten Zielen wecken – In der Weitläufigkeit verliert sich der Kern – Falsche konkrete Ziele in Bezug auf die strategischen Ziele bei unscharfen strategischen Zielen – Zu frühe Festlegungen behindern die Beweglichkeit – Realisierbarkeit oft noch schwer abschätzbar – Zu viel Aufwand in der Projektformulierung (oft noch unbezahlt!)

15 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 15 vom Orientierungen Klassisch: – vollständige, explizite Spezifikation zu Beginn Partizipativ: – Arbeit an Kriterien – Arbeit an Szenarien & Visionen – laufende Aushandlung & Verfeinerung – Absicherung über Partizipation

16 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 16 vom Projektdesign

17 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 17 vom Organisation Aufbauorganisation (beruht auf Stellen) – Leitung: »betrifft Ergebnis, Produkt, Verfahren... Einlinien Mehrlinien Stabsstellen Projekte – Informationssysteme – Kommunikationsysteme – Sachmittelsysteme – Führung »betrifft Motivation, Kündigungen... im Zusammenspiel mit Abläufen – Abgrenzung und Gestaltung zentraler Prozesse – Zuordnung von Aufgaben - Stellenbildung

18 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 18 vom Projektformen Verschiedene Formen von Projekte – als Stabsprojekt – als Matrix – als eigenständiges Projekt – als Unternehmensgrundsatz...

19 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 19 vom EXKURS: Projektetablierung Es kann nicht alles fixiert werden. Unsicherheiten Widerstände Aufwand Zeitliche und finanzielle Ressourcen, Partizipation müssen geklärt werden Kosten Termindruck Legitimation Gemeinsames Grundverständnis muß erzielt werden. Gruppenbildung muß erfolgen. !!! Widerstände (im Projekt und im Umfeld) sind zu erwarten. - Erfordert entsprechende Planung, Vorgehen,...

20 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 20 vom Design von Projekten Siehe Buchauszug ORAC-Verlag (Skizze)

21 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 21 vom ARBEIT im PROJEKT

22 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 22 vom VORGEHENSMODELLE Unterschiede von partizipativen zu "klassischem" Vorgehensmodell: DIMENSION 1: Orientierung auf mehrere "Ebenen" (Technik, Organisation, Verständnis & Sinn..) der Problemlösung: z.B. MUST DIMENSION 2: Orientierung auf zyklisches Vorgehen: z.B. evolutionäre Softwareentwicklung, Prototyping Die einzelnen Vorgehensweisen mischen/betonen diese Dimensionen unterschiedlich stark.

23 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 23 vom Vorgehen: Greenbaum - Grundsätze mutual learning use of tools familiar to the user envisonement of future work starting the design process in the practice of the users Vergleich: traditionel - cooperative – problem situations & breakdowns – inform. flow social relationships – tasks knowledge – describable skills tacit knowledge – expert rules mutual competencies – individuals group interaction – rule-based proc. experience based work

24 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 24 vom Vorgehen: MUST Prinzipien – Partizipation – Enge Verbindungen zum Projekt Management – Design als kommunikativer Prozeß – iterative Kombination von Ethnographie und Intervention geringer Formalismus Sprache der Beteiligten – Co-Entwicklung von ´DV, Arbeitsorganisation und Benutzerqualifikation – Nachhaltigkeit Hauptaktivitäten – Projektetablierung – Strategische Analyse – Tiefenanalyse ausgeählter arbeitsbereiche – Entwicklung einer Vision für Gesamtänderung (getrennt davon die Entwicklungsphase) – Verankerung der Vision Kenssing et al 1996

25 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 25 vom Vorgehen: IMPACT Sichtweise Organisation existiert nicht für sich selbst existiert nur im gemeinsamen Agieren ihrer Mitglieder auf Grund deren individueller Sicht Herstellung gemeinsamer Sichtweise Gemeinsamkeit durch Kommunikation Rollenübernahme Metakommunikation Austausch der Partnerbilder Ziele laufend gemeinsam entwickeln! Es gibt nicht einen IST-Zustand, sondern viele IST-Zustände Variantendiskussion intellektuell & emotional

26 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 26 vom Weitere Ansätze ZUSÄTZLICHE PARADIGMEN: – Nichtlinearität des Vorgehens – Begleitende Kontrolle – Längere Vorbereitungsphasen – Orientierung an den Daten – Orientierung an Benutzerschnittstelle –... Variationen des Vorgehensmodells: – Wasserfallmodell mit und ohne Rückkoppelung – symmetrische Validierung und Verifizierung – Prototyping und Evolutionäre Entwicklung – Spiralmodell –...

27 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 27 vom Vorgehen: Weitere Modelle ETHICS STEPS Wicke – Projektetablierung und -institutionalisierung – Arbeitsorganisationsanalyse – Anforderungsanalyse – Funktionelle Analyse – Technische Realisierung – Einführung des Systems – Evaluierun Referenztheorie – Zweckantizipation – Referenzglossar – Referenzschemata – Referenztheorie Intentional Tension

28 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 28 vom EXKURS: Adaptierung von Systemen als Benutzerbeteiligung Beispiele – Word – mail – information lens Unterstützungsmöglichkeiten – Schulung – Kommunikation – Struktur des Systems

29 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 29 vom Vorgehen: Prototyping Prototyping in der Entwicklung der Funktionalität und im Design – Funktionserforschung – Benutzerschnittstellen – Systemfunktionen – Systemarchitektur Evolutionäres Prototyping in Bezug auf Gesamtsystem bzw. langfristige Systementwicklung – scenario-based design – schrittweise Entwicklung der Funktionen ausgehend von Kernfunktionen – Mischung von Spezifikation und Entwicklung Prototyping: Elemente eines Lernprozesses – über Ziele – und Umsetzungsmöglichkeiten

30 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 30 vom Vorgehen: Prototyping I VERTIKALES Prototyping Ansatz: Reduzierung der Funktionsanzahl Test in der Tiefe ist möglich Vorteil: Test eines realen Systems in der Tiefe HORIZONTALES Prototyping – Ansatz: Reduzierung der Funktionalität Simulation des Interface ohne dahinterliegenden Funktionen Vorteil: Test eines Systems im Gesamtbild Schnelle Implementierung mit Werkzeugen SZENARIOS

31 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 31 vom Nielsen

32 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 32 vom Vorgehen: Prototyping II Weitere Ansätze für die schnelle Prototypenentwicklung – Geringe Berücksichtigung von Geschwindigkeit und Speicherplatz Achtung: Geschwindigkeit kann ein ent-scheidendes Element der Benutzbarkeit sein. – Weniger Kontrolle – Algorithmen nur für Standardfälle – Hilfssysteme (z.B. Hypercard) – dummy Daten

33 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 33 vom Vorgehen: Prototyping III Unterschiedliche Arten des Prototypings für unterschiedliche Zwecke: für grobes Design Spezifikation Gesamteindruck Funktionalität Unterschiedliche Spannen zwischen verschiedenen Versionen: laufende Anpassung... Anpassung in größeren Zyklen ACHTUNG: Es muß klar bleiben, welche Eigenschaften des Prototyps zufällig sind und welche nicht, welchem Zweck ein Prototyp dient, wann Verfeinerung und wann völlige Neuentwürfe nötig sind.

34 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 34 vom Arbeitstechnik: Szenarios Einordnung: Hilfsinstrument für frühe Entwurfsphasen und für Überprüfung von Entwürfen Vorgehen: Eine konkrete Situation mit einem Benutzer einem spezifischen Resultat und bestimmten Rahmenbedingungen wird durchgespielt Bsp.: Benutzung von Bankomaten Vorteile einfache Generierung geringe Kosten Verfeinerung Richtung Test einfach

35 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 35 vom Arbeitstechnik: forward scenario simulation Einordnung: Hilfsinstrument für Vorfeld der Entwicklung Ziele: stärkere Benutzerbeteiligung Diskussion eines zukünftigen Systems Werkzeuge: Designer beschreibt das Verhalten des Systems mündlich. Benutzer trifft Entscheidungen, was er weiter tut. Designer beschreibt was passiert. Vorteile: geringe Kosten grobe Vorstellung vom System(-verhalten) kann erreicht werden

36 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 36 vom Arbeitstechnik: mock-ups Einordnung: Hilfsinstrument für frühe Entwicklungsphase Ziele: stärkere Benutzerbeteiligung bessere Wissenaquisition einfache Simulation der Nutzung eines zukünftigen Systems Werkzeuge: Papier Overhead (Wandtafeln mit Skizzen der Masken) Experte, der die "richtigen" Seiten auflegt Vorteile geringe Kosten (relativ gute) Vorstellung vom System(-verhalten) kann erreicht werden Szenarios können gut durchgespielt werden System kann großen Gruppen gezeigt werden

37 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 37 vom Arbeitstechnik: PICTIVE (Muller, Michael J. 1991) PICTIVE: Plastic Interface for Collaborative Technology Initiatives through Video Exploration Einordnung: Hilfsinstrument für Prototyping Ziele: stärkere Benutzerbeteiligung bessere Wissenaquisition glatter Verlauf des Designprozesses Werkzeuge: farbige Plastikkomponenten leichte Veränderbarkeit der Entwürfe Video als Aufzeichnungshilfsmittel Vorteile "equal opportunity for users and developers" bessere Dokumentation des Entwurfs-prozesses (auch für Dritte)

38 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 38 vom Quali-fizierung

39 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 39 vom QUALIFIZIERUNG - Wichtige Unterschiede Mögliche ZIELE der Qualifizierung –Möglich machen von Beteiligung –Wissensgewinnung –Vorbereitung für Arbeit –Leistungssteigerung –... WANN erfolgt die Qualifizierung? (Abstimmung auf Entwicklung/Einführung) Qualifizierungsplan Qualifizierungsschritte... Klärung: WER soll WIE qualifiziert werden? Zielgruppen Vorkenntnisse...

40 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 40 vom Unterschätzte Qualifizierung In kaum einem anderen Bereich industrieller Arbeit wird aber bis heute die Verbreitung theorieloser Praxis so deutlich, wie bei der Gestaltung von Lern- und Anlernverfahren. Dies ist umso bemerkenswerter, als bereits in den sechziger und siebziger Jahren eine Reihe von Untersuchungsergebnissen vorgelegt wurden, die traditionelle Vorgehensweise deutlich in Frage stellen. Vorgeschlagen wurden Trainings- und Anlernverfahren, bei denen das Schwergewicht auf die Regulation des Handelns durch Vorstellungs-, Denk- und Sprechprozesse gelegt wurde...Trainingsformen, die dem Aufbau realitätsadäquater operativer Abbilder bzw. innerer Modelle der zu erlernenden Tätigkeit dienen. Ulich, 1994 (341)

41 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 41 vom Dimensionen: Lernen

42 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 42 vom Trainingsansätze Alternierende Kombination von: observativem mentalem aktiv-motorischem Training (Ulich, ) In Abhängigkeit vom Gegenstand: Ganzheitliches Lernen Elemente progressive Teillernverfahren Vorformen Tätigkeitsorientierte Aneignungslogik (Claus nach Ulich, 1994) auch für Personengruppen geeignet, die sonst auf Grund vermuteter kognitiver Konzepte ausgeschlossen wären ACHTUNG: Lernen nicht nur aus der Individualperspektive betrachten. Lernen in Gruppenprozessen oft wirksamer.

43 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 43 vom Unterschiede: Zielgruppen und Felder Relevante Zielgruppen Am Entwicklungsprozeß BETEILIGTE BENUTZER betroffene Beschäftigte andere Betroffene Interessensvertretung EDV Vorgesetzte & (mittleres) Management externe Beteiligte... Mögliche Qualifizierungsfelder: (Berufs-)fachliche Kompetenz Technisch-instrumentelle Kompetenz Beurteilungskompetenz Gestaltungskompetenz Methodisch-instrumentelle Kompetenz für die Durch-führung beteiligungsorientierter Systementwicklung Interessensformulierung Interessensdurchsetzung Je nach Schwerpunkt - wird Qualifizierung verschieden erfolgen Je nach Schwerpunkt - wird Qualifizierung verschieden erfolgen

44 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 44 vom Nochmal der ein Blick auf die Wissensgebiete zur Unterstützung der Planung KONKRETE ERFAHRUNG mit... – gegenwärtiger Arbeit – zukünftigem System – technischen Optionen – mit EDV ABSTRAKTES WISSEN – Relevante Strukturen gegenwärtiger Arbeit – Relevante Strukturen zukünftiger Arbeit – Visionen und Design-Vorschläge – Überblick über technische Optionen – Abstraktes Wissen über EDV in Anlehnung an Kensing/93 EDVlerAnwend.

45 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 45 vom Was soll gelernt werden? NICHT (NUR) technischer Aufbau des Programms & Bedienung SONDERN AUCH <<< WICHTIG Funktionale Kenntnisse in Bezug auf die durchzuführenden Aufgaben grundlegendes Verständnis der Abläufe DAS BEINHALTET: EDV-System mit seinen verschiedenen Ebenen und Teilbereichen: Komponenten & Funktionen Funktionen der Programme: – Welche Arbeitsabläufe werden unterstützt? – Unterschied zur früheren Arbeitsweise – Besonderheiten, funktionale Kenntnisse Bedienung der Geräte und Programme: operative Kenntnisse Unterstützungsfunktionen: Umgang mit... Verhalten bei Fehlern und Systemproblemen ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

46 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 46 vom Wie soll gelernt werden? Qualifizierung für ERWACHSENE! > Orientierung an den Interessen der Beteiligten >Orientierung an den zukünftigen Aufgaben & Handlungen >Beteiligung im Lernprozeß fördern, Autonomie/Kleingruppen >ganzheitliche Betrachtung der Problemsituation >Unterstützung Selbststudium >Umsetzungsmöglichkeiten/praktische Übung >Mischung zielgruppenorientiertes/interessensbezogenes Lernen ÄNGSTE: Ältere brauchen Zeit um wieder Lernen zu lernen Personen ohne Vorkenntnisse brauchen Zeit IDEEN: Lerngruppe... Probearbeitsplatz lokale Experten fördern erreichbare Experten Förderung von Innovation

47 PD Partizipation & Gestaltung von Mensch-Computer-Systemen Seite 47 vom Schneeballsystem Die Grundidee klingt gut: Einige Mitarbeiter werden ausgebildet. Diese geben ihr Wissen an die Übrigen weiter. Kostenvorteile/einfache Organisation. Praktische Probleme !!! Fehlendes Hintergrundwissen der Schneebälle (black box) Abstimmung der Zeitpunkte von Schulungen (Schulung oft erst nach Einführung) Zeitaufwand für Betroffene meist nicht bewältigbar (laufende Arbeit, eigene Qualifikation, Einschulung) Nicht nur Inhalte, auch Didaktik müßte gelehrt werden Auswahl der "Ausbildner" – bisherige Erfahrungen und zukünftige EDV-Arbeit müssen zur Ausbildungstätigkeit passen – Motivation (Thema, Ausbildung von Kollegen) – didaktische Fähigkeiten RESÜMEE: Schneeballsystem ist meist kein System. - Fast immer katastrophal/chaotisch für Betroffene.


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