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Das pentagonale Gleichgewichtssystem des 19. Jahrhunderts von den Napoleonischen Kriegen über den Wiener Kongress zur Heiligen Allianz Geschwister-Scholl-Institut.

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1 Das pentagonale Gleichgewichtssystem des 19. Jahrhunderts von den Napoleonischen Kriegen über den Wiener Kongress zur Heiligen Allianz Geschwister-Scholl-Institut Für Politische Wissenschaft Von: L. Meislahn, K. Zellner, J. Merten & C. Cegla

2 Einige Theoretische Grundlagen der Balance of Power/Threat – Theorien

3 Strategien Balancing Bandwaggoning Alliancing Hiding: Versuch, nicht direkt Teilnehmer in einer Krise auf einer der Seiten zu werden Buck-passing: Wenn die Verantwortlichkeit für Balancing trotz dessen Notwendigkeit nicht eindeutig ist und von keinem Staat übernommen wird wegen der hohen Kosten eines Balancing, balancen höchstens die direkt bedrohten Nachbarstaaten (1930er Jahre) Transcending: Etablierung von Normen von legaler, religiöser, moral. Oder prozeduraler Natur in der intern. Praxis, die von der intern. Gemeinschaft oder eines Teils dieser gestützt wird Grouping: Versuch, einen gefährlichen Staat in eine größere Gruppe einzubinden (Concert of Europe ?)

4 Prämissen von BoP Umfeld internationaler Anarchie eng verbunden mit dem politischen Realismus, da viele Annahmen ähnlich es muss regelmäßigen Kontakt zwischen den Staaten geben souveräne Staaten können effektiv und dauerhaft die humanen und territorialen Ressourcen organisieren ein diplomatisches System, das die Staaten regelmäßig mit Informationen versorgt ein ausreichender Sinn eines allgemeinen Interesses zwischen Staaten

5 Was haben BoP-Theorien gemeinsam? Schlüsselakteure sind Staaten, die rational handeln, um ihre Macht oder Sicherheit zu maximieren unter den Einschränkungen eines anarchischen internationalen Systems In multistaatl. Systemen gibt es aufgrund von balancing keine Hegemonien erstes Ziel der Staaten ist Überleben potenzielle Hegemonialstaaten werden gebalanced, weswegen selten Hegemonien entstehen Kriege zwischen starken und schwachen Staaten oder schwachen und schwachen werden von BoP-Theoretikern nicht als gefährlich für die Instabilität des BoP-Systems erachtet zum Teil werden imperiale Kriege an der Peripherie als stabilisierend gesehen

6 Ziele von BoP Welche Reihenfolge nehmen sie hierarchisch ein? Frieden, Beibehaltung von Unabhängigkeit der Staaten, Vermeidung von Hegemonie, Beibehaltung des status quo, gleiche Verteilung von Macht

7 Konkurrierende Ideen Das marxistisch-leninistische Correlation of Forces-Konzept Prämissen: 1. Die intern. Beziehungen werden als Ausdrücke der heimischen Klassenkämpfe gesehen 2. Die Korrelation von internen und intern. Kräften produzieren einen gegenseitigen Einfluss 3. In beiden Bereichen besitzt die arbeitende Klasse eine spezielle Rolle Unterschiede zum klass. BoP-Konzept 1. Die BoP wurden als Rivalität zwischen imperial. Mächten gesehen; die Einflussgebietspolitik ist einem Kampf des Kapitalismus ums Überleben gewichen; sozio-ökonomische Faktoren sind wichtiger geworden als militärische 2. CoF betont schwer fassbare Elemente, westl. Bop-Konzepte greifbare Elemente 3. Für das IS sind heimische Kräfte stark verantwortlich 4. marxist. Konzept betonte die Idee progressiven Wandels in eine best. hist. Richtung

8 Collective Security and the balance of power Coll. Sec. Als Verbesserung der BoP oder als Antithese zu BoP? Coll. Sec. Involviert eine universelle Allianz, BoP ist charakterisiert durch kompetitive Allianzen Coll. Sec. Sieht Konflikte als Ausnahme, BoP sieht Konflikte als Norm Konzert der Mächte kollektives Sicherheitssystem oder Balance of Power?

9 Die Koalitionskriege – Vorspiel für europäische BoP?

10 Ausgangssituation Überwiegend ständisch organisierte Gesellschaften Hauptsächlich autoritäre und monarchische Herrschaftssysteme Aufklärung Preußen steigt nach 7-Jährigem Krieg z. Großmacht auf, europ. MächteGGW löst frz. Hegemonialstellung ab Frz. Revolution 1789 Prämissen für BoP im Prinzip erfüllt!

11 Koalitionskriege - Übersicht die Revolutionskriege ( ) 1. und 2. Koalition die Napoleonischen Kriege ( ) 3. bis 5. Koalition der Russlandfeldzug (1812) und die Befreiungskriege ( ) 6. Koalition (der Feldzug nach Napoleons Rückkehr aus der Verbannung (1815))

12 Die Revolutionskriege ( ) 1. Koalition zw. Österreich und Preußen zur Eindämmung d. rep. Bewegung in F => Pillnitzer Deklaration (später Kriegseintritt: NL, GB, Sardinien) Wichtigstes Ergebnis: Besetzung der NL, Oberitalien Und Rheinland durch F 2. Koalition zw. GB, R, Ö, Portugal, Neapel, Osm. Reich (Preußen von F. zur Neutralität gezwungen) Wichtigstes Ergebnis: Friede v. Lunéville & Amiens (große Gebietsgewinne für F, Reichsdeputationshauptschluß

13 Die Napoleonischen Kriege ( ) Motive sind jetzt der Kampf gegen Napoleon, nicht mehr Restauration der frz. Monarchie Napoleon krönt sich 1804 zum Kaiser d. Franzosen, Beginn des Zweikampfs GB vs. F 3. Koalition zw. GB, R, Ö, Schweden gegen F Ergebnis: GB erkämpft sich zwar Seeherrschaft, auf dem Kontinent bleibt F jedoch siegreich (Austerlitz) Vertrag zw. GB und R zur Befreiung d. NL & der Schweiz (1805) Rheinbund (1806) 4. Koalition zw. Preußen, R, Sachsen gegen Napoleon endet mit empfindlicher Niederlage Preußens Kriege auf der Iberischen Halbinsel (GB, Portugal, Spanien, für Souveränität und gegen frz. Hegemonie) Schwere Krise in Preußen, Heeresreform 5. Koalition zw. Ö und GB gegen F und Bayern endet mit Besetzung Wiens

14 Der Russlandfeldzug (1812) und die Befreiungskriege ( ) F versucht R in die Kontinentalsperre gegen GB zu zwingen => Einmarsch mit ca Mann (Grande Armée) Ergebnis: Napoleon marschiert bis Moskau, Alexander I. verweigert Verhandlungen, Grande Armée wird wegen preußischem Buckpassing entscheidend Geschlagen Im Rückzug (Winter 1812) verliert Napoleon den Großteil seiner Armee durch Krankheit, Nachschubmangel und Kosakenangriffe 6. Koalition (bildet sich bis Herbst 1813) P, R, GB, Ö, Bayern, Schweden – erringt entscheidenden Sieg geg. frz. Truppen (Völkerschlacht bei Leipzig) 1811 wird Portugal, 1813 Spanien (durch GB) befreit, Kriege auf der Iberischen Halbinsel enden mit Niederlage F (Spanien praktisch im Alleingang zwar spanische Truppen im Krieg, jedoch Buckpassing gegenüber GB – Hz. v. Wellington misstraut Spaniern von da an) Württemberg tritt aus Rheinbund aus (dessen faktisches Ende) Koalitionstruppen rücken im Frühjahr 1814 in Paris ein Napoleon geht ins Exil nach Elba, Ludwig XVII wird wieder König 1. Pariser Friede (F. wird auf Grenzen v reduziert, verliert Malta und restl. Amerik. Kolonien an GB)

15 Europa 1812 (Höhepkt. Napoleons Macht ca. um 1810

16 Machtgefüge zw. d. Staaten 1.Preußisch-Österreichischer Dualismus, Kampf um Vorherrschaft im Dt. Reich contra Außenpolitik & Notwendigkeit als gegenseitiger Bündnispartner gegen F 2.Konflikt um Polen (Ostpreußen) mit Russland, insg. 4 entscheidende polnische Teilungen 3.Zentraler Konflikt: Zweikampf zwischen GB & F. Klassische Gegenstände: Vormacht in Europa Niederländische Küsten Herrschaft im Mittelmeer Vorherrschaft im nahen Osten 4.Will Kontinentaleuropa beherrschen 5.Koalitionskriege als Gegenstück (Balancing?) 6.Konkurrenz um Osmanische Gebiete (Nordkaukasus, Krim, Schwarzes Meer) mit GB einerseits (will Osman. Reich als Macht-Gegenpol zu erstarkendem Russland erhalten) und Ö andererseits 7.Russisch-Österreichische Konkurrenz auf dem Balkan zeichnet sich ab P Restauration nach frz. Rev. Frage der Existenz (geg. Napoleon) Problem: Innenpol. & Konkurrenz mit Österreich! GB Will Gleichgewicht auf dem Kontinent bewahren Zweikampf mit F GB kann NL nicht frz. dulden R Will Kontinentalsperre aus wirtschaftl. Gründen nicht beitreten. Gewinnt im Kaukasus Außein. mit Osm. Reich Ö Restauration nach frz. Rev. Nach Befreiung v. Nap. Tritt Ö. – P. Konflikt um Vorherrsch. In Dtl. Wieder in den Vordergrund F Kontinentalsperre geg. GB trifft mehr den Kontinent N. will evtl. auch Frieden bzw. Stabilität

17 Der Wiener Kongress Nach Artikel XXXII des Friedensvertrags von Paris sollte in Wien ein Kongress zusammentreten, der das Problem des europäischen Gleichgewichts lösen, und zu dem alle Staaten, die am Krieg teilgenommen hatten, eingeladen werden sollten Dauer: 18. September 1814 bis 9. Juni 1815 Rund 200 Gesandte europäischer Staaten Aber kein Völkerparlament Die Verhandlungen bestritten die vier Siegermächte – Österreich, Großbritannien, Preußen und Russland – und Frankreich Die Vertreter der fünf Großmächte: Österreich: Außenminister Clemens Fürst von Metternich Großbritannien: Außenminister Viscount Robert Stewart Castlereagh Preußen: Außenminister Karl August Fürst von Hardenberg Russland: Zar Alexander I. Frankreich: Außenminister Charles de Talleyrand

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19 Politische Prinzipien des Wiener Kongresses Restauration Legitimität Solidarität Gemeinsame Ziele der Siegermächte: 1. Ordnung der internationalen Beziehungen hin zu einem stabilen Gleichgewicht der Mächte in Europa und 2. die Restauration im Innern

20 Ziele der einzelnen Großmächte Österreich: Ausweitung der Macht in Italien Zurückdrängen des Liberalismus und der Nationalstaatenbewegung Großbritannien: Eindämmung Frankreichs Verhinderung einer russischen Ausdehnung nach Westen Erhalt der britischen Vormachtstellung auf den Weltmeeren Preußen: Annexion des Königreichs Sachsen Russland: Polen, Errichtung eines autonomen Königreichs Polen in Personalunion mit Russland Frankreich: wollte auch nach seiner Niederlage eine europäische Großmacht bleiben

21 Fünf Phasen des Wiener Kongresses: 1. Einleitende Phase: Formelle Probleme des Kongresses in Form einer antifranzösischen Allianz 2. Bemühen Castlereaghs um Lösung der polnisch-sächsischen Frage zunächst durch persönlich Gespräche mit Zar Alexander I. dann durch eine Front aller Mächte gegen ihn 3. Bemühen Metternichs, die polnische Frage von der sächsischen zu trennen, dazu der Versuch, eine Mächtekonstellation zu schaffen, deren Übereinstimmung auf historischen Forderungen beruht 4. Auflösung der antifranzösischen Koalition und Aufnahme Talleyrands in die Verhandlungsrunde 5. Schlussverhandlungen

22 Ö P GB R F 1 Dualismus Weltpolitischer Gegensatz: Seeherrschaft-Kontinentalherrschaft 1813: Vertrag Von Kalisch a a a a b b b b

23 Ergebnisse des Wiener Kongresses: Österreich behielt in Polen Galizien und den Distrikt Tarnopol Verzicht auf die habsburgischen Niederlande (Belgien) und Vorderösterreich Gebietsgewinne in Oberitalien und Dalmatien Preußen erhielt in Polen die Provinz Posen zurück und die Stadt Thorn In Deutschland erhielt Preußen zwei Fünftel von Sachsen, Schwedisch Vorpommern, die Rheinprovinz und Westfalen Russland übernahm den Rest des Herzogtums Warschau; das Gebiet wurde zum Königreich Polen unter der Herrschaft des Zaren

24 Großbritannien herrscht in Personalunion über das Königreich Hannover Besitz von Malta, Ceylon, der Kapkolonie und Helgoland Fankreich blieb in seinem Besitzstand von 1792 erhalten; zusätzlich kontrolliert durch eine Krank mittlerer Staaten Der Schweiz wird immerwährende Neutralität garantiert Zudem wurde der Deutsche Bund eingerichtet: Er bestand aus 35 souveränen Landesherren, darunter auch ausländischer Herrscher wie zum Beispiel der König von England für Hannover und der dänische König für Holstein. Auf der anderen Seite gehörten Preußen und Österreich territorial nicht komplett zum deutschen Bund, sondern nur mit den Gebieten, die zum alten Reich gehört hatten Ratifizierung der Beschlüsse vom Kongress am 9. Juni 1815 Ergebnisse des Wiener Kongresses:

25 Dreifache Allianzstruktur nach dem Wiener Kongress 1. Die Pentarchie, oft als Direktorium oder auch Aeropag Europas bezeichnet, bedeutete eine Art Kollektivhegemonie der fünf Großmächte 2. Die Quadrupelallianz der vier Siegermächte von 1813/14, am 20. November 1915 in Paris erneuert, existierte für den Fall einer nochmaligen französischen Aggression weiter. 3. Die Heilige Allianz vom 26. September 1815

26 Aufteilung der Zeitperiode XXXX

27 Die Hundert Tage Napoleons Erneute Machtergreifung Napoleons und Kriegführung : Schlacht bei Waterloo und Niederlage Napoleons durch die preußisch-englischen Truppen

28 Zweiter Pariser Friede Einigung der Allianzmächte auf geringe Gebietsabtretungen Frankreichs, sonst dauerhafte Unzufriedenheit und Rachegefühle der Franzosen Plan, Frankreich in das Konzertsystem einzugliedern

29 Die Heilige Allianz Vertragsabschluss am durch Alexander I., Franz II. und Friedrich Wilhelm III. Richtschnur: Das christliche Friedensgebot Dient zur Prävention politischer und sozialer Probleme

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31 Das Viererbündnis Bündnissystem zwischen Preußen, Österreich, Großbritannien und Russland Inhalt: Rein politischer Natur Richtete sich bei der Gründung gegen Napoleon

32 Der Kongress von Aachen 1818 Überprüfung der Beziehung zu Frankreich Ergebnis: Truppenabzug und Legitimation zur Teilnahme an den Kongressen Grouping Isolation Großbritanniens aufgrund verschiedener außenpolitischer Ansichten Annäherung Metternichs und Alexanders I.

33 Die Karlsbader Beschlüsse 1819 National-liberale Revolten im Deutschen Bund (Ermordung Kotzebues) Unterstützung von Seiten Metternichs Sicherung der Einflussnahme Österreichs auf den Deutschen Bund Begriff der GefahrUneinigkeit über den Begriff der Gefahr

34 Der Kongress von Troppau und Laibach National-liberale Revolution in Neapel Mit Legitimation der restlichen Großmächte schlagen Österreich und Russland die Aufstände nieder Entstehung eines sehr engen Verhältnisses zwischen Zar Alexander I. und Metternich

35 Der Kongress von Verona 1822 Ablehnung der griechischen Unabhängigkeitsdeklaration Beschluss zur Intervention gegen die national-liberalen Aufstände in Spanien durch Frankreich trotz englischer Einwände

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37 Die grundlegenden außenpolitischen Probleme der Großmächte – Der Weg zur Auflösung des Konzertsystems Ö kann sich keine national- liberalen Reformen erlauben aufgrund der Stabilität des Staates vs. Nationale und liberale Bewegung F Unzufriedenheit über Konzertsystem, da revisionistisch vs. Einbindung in die legitime Ordnung und antifrz. Koalition R Eigentlich revisionistische Macht, aber durch das Konferenzsystem und die Diplomatie Metternichs eingeschränkt GB Doktrin des Isolationismus und der Nichteinmischung vs. Konzertsystem und Einmischungsprinzip der kontinentalen Großmächte P Konflikt zwischen innerdt. Politik ohne Österreich und Außenpolitik mit Österreich

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40 Der Krim-Krieg – Das Ende des Kongresssystems Vorgeschichte viele Diskussionen über die orientalische Frage, d.h. die Zukunft des kranken Mannes am Bosporus Der Gendarm von Europa, Zar Nikolaus I., der 1830/31 den Aufstand der Polen und 1849 den Aufstand der Ungarn brutal niedergeschlagen hatte, ist der Auffassung, dass Russland sich beim Zusammenbruch des osmanischen Reiches seine strategischen Ziele sichern müsse in den 1840er Jahren versuchte Zar Nikolaus I. Österreich und GB zu überzeugen, das osmanische Reich aufzuteilen untereinander GB hat jedoch gute Handelsbeziehungen zur Türkei und scheut eine russische Kontrolle der Verbindungswege nach Indien 1848/49er Aufstände erschüttern das Restaurationssystem

41 Der Krim-Krieg – Das Ende des Kongresssystems Ausbruch 1853 Entsendung des Admirals Meschnikow nach Konstantinopel, der zwei Forderungen mitbrachte: 1.Die Vorrechte der orthodoxen Christen an den Heiligen Stätten 2.Die Türkei solle sich durch Vertrag unter das Protektorat Russlands stellen Türkei lehnt mit Rückendeckung GBs ab die brit. Und frz. Flotte gehen vor den Dardanellen vor Anker Angriff Russlands auf die Donaufürstentümer und Kriegserklärung der Türkei an Russland; später Kriegserklärung Frankreichs und GBs an Russland Preußen verhält sich neutral, Österreich vorerst auch, unterstützt dann aber die Westmächte, ohne Russland den Krieg zu erklären

42 Der Krim-Krieg – Das Ende des Kongresssystems Folgen Sieg der westlichen Alliierten Vertrag von Paris Ende der Heiligen Allianz und des auf dem Wiener Kongress etablierten Konzertsystems weil die 1815 etablierten Prinzipien Legitimität und Solidarität de facto verletzt wurden und das Restaurationsprinzip anachronistisch und nicht mehr in der Form aufrechtzuerhalten war Ende des 1815 etablierten Gleichgewichts der Mächte später: deutsch-österreichischer Krieg, deutsch- französischer Krieg, österreichisch-ungarischer Ausgleich

43 Prämissen der Balance of Power balance strategy führt mit Hilfe von transcending und grouping zu balanced outcomes Ziel des balancing: Frieden der Großmächte und die Vermeidung einer Hegemonialstellung Status-quo èErhalt des Status-quo und der Akteurstabilität

44 Gründe des Scheiterns der BoP 1.Individuelle Faktoren: Rücktritt Metternichs und Tod Alexanders I. 2.Soziale Faktoren: Die national-liberalen Bewegungen und Revolutionen 3.Politische Faktoren: Nicht-Akzeptanz der Normen und diplomatischer Konfliktsituationen Aufhebung des Solidaritätsprinzips Verschiedene Auffassungen der Bündnisinhalte

45 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

46 Literatur: Doering-Manteuffel, Anselm: Vom Wiener Kongreß zur Pariser Konferenz. England, die deutsche Frage und das Mächtesystem , Göttingen/Zürich Fehrenbach, Elisabeth: Vom Ancien Régime zum Wiener Kongress, München Kissinger, Henry A.: Das Gleichgewicht der Großmächte. Metternich, Castlereagh und Neuordnung Europas , Düsseldorf u.a Levy, Jack: Balances and balancing – concepts, propositions, and research design, in: Vasquez, John A./Elman, Colin (Hrsg.), Realism and the Balancing of Power. A new debate, New Jersey Müller, Helmut: Schlaglichter der deutschen Geschichte, Bonn Sheehan, Michael: The balance of Power, London Rosecrance, Richard: Is there a balance of power ?, in: Vasquez, John A./Elman, Colin (Hrsg.), Realism and the Balancing of Power. A new debate, New Jersey Schroeder, Paul: Why realism does not work well for international history – (whether or not it represents a degenerate IR research strategy), in: Vasquez, John A./Elman, Colin (Hrsg.), Realism and the Balancing of Power. A new debate, New Jersey Ders.: Did the Vienna Settlement Rest on a Balance of Power?, in: The American Historical Review 97 (3/1992), S Schweller, Randall: New Research on Alliances – Refining, not refuting, Waltzs balancing proposition, in: Vasquez, John A /Elman, Colin (Hrsg.), Realism and the Balancing of Power. A new debate, New Jersey Mann, Golo: Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jh., Kap. 1-3, Frankfurt a. M. 1999, 2. Auflage Legath, Meer, Rutzenhöfer, Schmidt-Thomé: Weltgeschichte im Überblick, Köln Internetquellen für Bilder: (Letzter Zugriff am )


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