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Was gehört auf´s Etikett? Lebensmittel richtig kennzeichnen Spezielle Bereiche der Lebensmittel-Kennzeichnung Stand April 2010 Dr. Martina Ortner 19. April.

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Präsentation zum Thema: "Was gehört auf´s Etikett? Lebensmittel richtig kennzeichnen Spezielle Bereiche der Lebensmittel-Kennzeichnung Stand April 2010 Dr. Martina Ortner 19. April."—  Präsentation transkript:

1 Was gehört auf´s Etikett? Lebensmittel richtig kennzeichnen Spezielle Bereiche der Lebensmittel-Kennzeichnung Stand April 2010 Dr. Martina Ortner 19. April 2010 Initiative zur Qualitätssteigerung in der Direktvermarktung Herausgeber: Landwirtschaftskammer Österreich Medieninhaber und Verleger: LFI Österreich Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und der Länder © Landwirtschaftskammer Österreich, April 2010

2 Inhaltsübersicht die Kennzeichnungsvorschriften im Überblick (besondere Hinweise aufgrund von häufigen Fragen) spezielle Bereiche der Lebensmittelkennzeichnung Rindfleischkennzeichnung Fischkennzeichnung Kennzeichnung von Tiefkühlprodukten EAN-Code (GTIN) Martina Ortner

3 Wozu kennzeichnen? Für den Verbraucher Information über Produkt, Inhaltsstoffe, Verwendung und Haltbarkeit Schutz vor Täuschung Hintergrund: Abgabe verpackter LM, für Letztverbraucher oder alle Formen der Gemeinschaftsversorgung (Gastronomie, Kantinen, Betriebsküchen) Kennzeichnung ist stellvertretend für Hersteller soll alle wichtigen Informationen für Verbraucher enthalten verpflichtende und freiwillige Elemente Martina Ortner

4 Was sagt die LMKV? Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV): Regelungsbereich: Kennzeichnungsvorschriften für alle verpackten Lebensmittel (ausgenommen Wein Weingesetz) mengenmäßige Zutatendeklaration (QUID-Regelung) Kennzeichnung von Zutatenklassen (Kategorien von Zutaten) Kennzeichnung von Allergenen Basis: LMSVG (Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutz- gesetz) EU-Etikettierungsrichtlinie (RL 2000/13) Martina Ortner

5 Was sagt das Gesetz? Kennzeichnung : direkt auf dem Produkt, am Gebinde, am Ort des Verkaufs (Verkaufsraum, -stand, Regal): z.B. Obst und Gemüse: Qualitätsklassenverordnung Eier: Einzeleikennzeichnung Rindfleisch: Rindfleischetikettierung auf der Verpackung Etikett Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV) verpackte Lebensmittel immer kennzeichnungspflichtig Fertigpackungsverordnung Vorschriften über Packungen, erlaubte Mengen und Schriftgröße der Füllmenge Spezialbestimmungen für Produkte (Verordnungen für Honig, Konfitüren, Säfte; Weingesetz, Codex …) freiwillige Angabe: z.B. Nährwert,…

6 Was sagt die FertigpackungsV? Geltungsbereich: alle Fertigpackungen, die in Abwesenheit des Kunden befüllt und verschlossen werden (Flaschen, Gläser,...) erlaubte Nennfüllmenge nur mehr für bestimmte Produkte (Wein, Spirituosen) Bestimmungen für Maßbehältnis-Flaschen: Normflaschen aus Glas oder formfesten Werkstoffen mit einem Volumen von 0,05 bis 5 Liter Martina Ortner

7 Konformitätszeichen besagt: Hersteller ist für Nennfüllmenge verantwortlich erlaubt, bei Einhaltung der Bestimmungen der Fertigpackungsverordnung mindestens 3 mm hoch im Sichtfeld der Nettofüllmenge Was sagt die FertigpackungsV? Martina Ortner

8 Wie ist zu kennzeichnen? Anforderungen an die Gestaltung leicht verständlich an gut sichtbarer Stelle deutlich lesbar direkt auf der Verpackung oder auf einem mit der Verpackung verbundenem Etikett Reihenfolge der Elemente nicht vorgeschrieben Martina Ortner

9 Was gehört aufs Etikett? Sichtfeldregelung auf einen Blick erfassbar: Sachbezeichnung Nettofüllmenge Mindesthaltbarkeitsdatum Alkoholgehalt (wenn erforderlich) Hinweis statt direkter Angabe erlaubt: Beispiel: Mindesthaltbarkeitsdatum: Stanzung oder Druck nach Aufbringung des Etiketts am Etikett: Mindesthaltbarkeitsdatum siehe Deckelrand Martina Ortner

10 Was gehört aufs Etikett? 1. Sachbezeichnung 2. Erzeuger/Verpacker/Verkäufer, Herkunft, Kontrollnummer 3. Nettofüllmenge 4. Los-/Chargennummer 5. Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum 6. Temperatur/sonstige Lagerbedingungen 7. Verzeichnis der Zutaten 8. Gebrauchsanleitung 9. Alkoholgehalt 10. Unter Schutzatmosphäre verpackt Martina Ortner

11 Erzeuger/Verpacker/Vertreiber Name und Adresse vom Erzeuger oder Verpacker oder Vertreiber (einer muss am Etikett sein!) bei Wiederverkäufern möglich: Name und Adresse des Verpackers oder Vertreibers möglich bei Weihnachts- und Werbegeschenken: Name und Adresse der Firma, die das Produkt verschenkt Achtung: wenn Auftraggeber nicht am Etikett Angabe des Herstellers (= auch Eigenwerbung) Erzeuger Martina Ortner

12 Angabe der Herkunft (= Herkunftsland) verpflichtend, wenn ohne diese Angabe ein Irrtum des Verbrauchers über die tatsächliche Herkunft möglich wäre (z.B. Deutsche Weißwurst Angabe der Herkunft Österreich) aufgrund von spezifischen Verordnungen: Angabe von Ursprungsland oder Herkunft bei Fleisch Obst und Gemüse Honig Eier Erzeuger, Herkunft Martina Ortner

13 Erzeuger, Kontrollnummer verpflichtende Angabe der Kontrollnummer Identitätskennzeichen am Etikett von Lebensmitteln tierischer Herkunft, aus zulassungspflichtigen LM-Unternehmen gilt nicht für registrierter LM-Betriebe (Direktvermarkter) Identitätskennzeichen Mitgliedsland oder Code (AT=Österreich), Zulassungsnummer des Betriebes, für Betriebe, die in der EU zugelassen sind: ovale Form und EG Übergangsfrist für Verpackungsmaterial mit alter Nummer: Ende Dezember Martina Ortner

14 Nettofüllmenge Werte für zulässige Volumen von Behältnissen (in ml) Stiller Wein im Füllmengenbereich zwischen 100 ml bis 1500 ml sind erlaubt: 100 – 187 – 250 – 375 – 500 – 750 – 1000 – 1500 Schaumwein im Füllmengenbereich zwischen 100 ml bis 2000 ml sind erlaubt: 125 – 200 – 375 – 750 – 1500 Spirituosen im Füllmengenbereich zwischen 100 ml bis 2000 ml sind erlaubt: 100 – 200 – 350 – 500 – 700 – 1000 – 1500 – 2000 Likörwein, Aromatisierter Wein im Füllmengenbereich zwischen 100 ml bis 1500 ml sind erlaubt: 100 – 200 – 375 – 500 – 750 – 1000 – Martina Ortner

15 Mindesthaltbarkeitsdatum Verbrauchsfrist gilt für sehr leicht verderbliche Waren Wortlaut: zu verbrauchen bis TT/MM Produkte: rohes Faschiertes: am Tag der Herstellung rohe Bratwürste: am Tag der Herstellung Rohmilch und Rohrahm: am Tag der Gewinnung und am darauf folgenden Tag erlaubt frische Fische: 1 Tag Knochen: 2 Tage Frischfleisch: 3 Tage (in Dehnfolie (vor)verpacktes Fleisch) frisches Geflügel in Dehnfolie: 3 Tage Martina Ortner

16 Mindesthaltbarkeitsdatum kann entfallen bei: Frischobst, Frischgemüse und Kartoffeln (ausgenommen Sprossen und Keime) Getränke mit über 10% vol. Alkohol Getränke in Einzelbehältnissen über 5 Liter an Gemeinschaftsversorger alkoholfreie Erfrischungsgetränke, Fruchtsäfte, Fruchtnektar und alkoholische Getränke Gemeinschaftsversorger: alle Formen der Gastronomie Essig, Wein, Most Backwaren, die üblicher Weise innerhalb von 24 Stunden verzehrt werden (z.B. Gebäck) Martina Ortner

17 Temperatur/Lagerbedingungen Angabe erforderlich: wenn Einhaltung der Temperatur- und Lagerbedin- gungen für die Haltbarkeit des Produktes wesentlich tiefgekühlt lagern bei mindestens -18°C gekühlt lagern zwischen 0 und +6°C Kühlschrank kühl lagern zwischen +15° und 18°C Speisekammer trocken lagern maximale Luftfeuchtigkeit 70% lichtgeschützt lagern Vermeiden von Tages- und Kunstlicht Martina Ortner

18 Beispiele: Honig: kühl und dunkel lagern Getreide, Mehl, Teigwaren: kühl und trocken lagern bei aromatisierten Nudeln, z.B. Bärlauch-Nudeln: kühl, trocken und lichtgeschützt lagern ( Farbe, Aroma) Gewürze: trocken, kühl und luftdicht lagern Obstkonserven, Essiggemüse: kühl und dunkel lagern, nach dem Öffnen gekühlt lagern und bald verbrauchen kühl lagern (= Speisekammer) in den meisten Haushalten nicht mehr möglich besser: gekühlt lagern Temperatur/Lagerbedingungen Martina Ortner

19 häufigste Fehler fehlende Kennzeichnung (Selbstbedienung) falsche Sachbezeichnung, z.B. nicht dem Codex entsprechend Zutaten Reihenfolge der Zutaten willkürlich, anstatt absteigend nach Menge mengenmäßige Zutatenliste fehlt (QUID-Regelung): z.B. %-Angabe des Fleischanteils bei Fleischerzeugnissen, z.B. Leberstreichwurst %-Angabe von Fleisch und Leber Kategorie der Zusatzstoffe fehlt, z.B. Säuerungsmittel: Zitronensäure Zusatzstoffe fehlen, z.B. Gelierzucker: Zutaten des Gelierzuckers nicht deklariert Martina Ortner

20 häufigste Fehler Mindesthaltbarkeitsdatum: mindestens ausschreiben mind. nicht zulässig Nettofüllmenge Schriftgröße zu klein Nettofüllmenge stimmt nicht genau, z.B. bei heiß eingefüllten Säften (Flaschen mit einem Randvollvolumen von 104 cl verwenden) Losnummer (wo vorgeschrieben) fehlt Alkoholgehalt fehlt Toleranzgrenze der Genauigkeit überschritten Martina Ortner

21 Rindfleischkennzeichnung Verpflichtend Nachvollziehbarkeit der Herkunft was ist zu kennzeichnen? Rind- und Kalbfleisch (<8 Monate), Jungrindfleisch (8-12 Mo), Bio: frisch, gekühlt, tiefgekühlt Faschiertes mit über 50% Rind-/Kalbfleisch-Anteil Was ist nicht zu kennzeichnen? verarbeitetes Rind-/Kalbfleisch ( z.B. Fleischwaren, Wurst) zubereitetes Rind-/Kalbfleisch (z.B. in der Gastronomie) Faschiertes mit < 50% Rind-/Kalbfleisch-Anteil gesalzenes/gewürztes Rind-/Kalbfleisch (Salzgehalt >1%) Rinderschlepp, Rinds-/Kalbsknochen, Rinder-/ Kälberinnereien Martina Ortner

22 Rindfleischkennzeichnung Verpflichtend Nachvollziehbarkeit der Herkunft verpflichtende, staatenbezogene Herkunftsangaben: Staat, in dem das Tier geboren wurde Staat, in dem das Tier aufgezogen wurde Staat, in dem das Tier geschlachtet wurde, sowie Zulassungsnummer des Schlachthofes Staat, in dem das Tier zerlegt wurde sowie Zulassungsnummer des Zerlegebetriebes Identifikationsnummer (Ohrmarkennummer bzw. Zerlege- chargennummer der Tiere, von denen das Fleisch stammt

23 Martina Ortner Referenznummer XXXXXXX ZZZZZZZZ Geschlachtet in Österreich AT EG Zerlegt in Österreich AT EG Herkunft Österreich oder geboren, gemästet, geschlachtet in Österreich zur Identifizierung des Tieres oder der Tiergruppe (Ohr- markennummer oder Code) Zulassungsnummer vom Schlachtbetrieb Zulassungsnummer des Schlacht-, Zerlege-, Verarbeitungsbetriebes Land der Geburt, Mast bzw. Schlachtung Beispiel Rindfleischkennzeichnung

24 Martina Ortner Rindfleischkennzeichnung freiwillige Rindfleischkennzeichnung: zusätzliche Angabe dürfen nur getätigt werden, wenn der Betrieb an einem freiwilligen Kennzeichnungssystem teilnimmt Linzenzvertrag derzeit zwei freiwillige Systeme: System bos, AMA System VUQS-R, Verein zur Ursprungs- und Qualitätssicherung

25 Martina Ortner Rindfleischkennzeichnung Zusätzliche freiwillige Angaben zu bestimmten Merkmalen oder zu Bedingungen der Erzeugung von Rind- und Kalbfleisch Tier-Kategorie/Geschlecht (z.B. Ochs, Kalbin, Stier, Kuh) Angabe des Bauernhof Region innerhalb eines Staates (z.B. Tirol, Waldviertel) Markenqualitätsprogramme (z.B. ALMO, AMA-Gütesiegel, Premium Rind) Produktionsweise (z.B. Weidehaltung) Qualität (z.B. Alter, Reifedauer des Fleisches) Rasse (z.B. Fleckvieh)

26 Martina Ortner Fischkennzeichnung Vermarktungsnormen für Fische VO (EG) Nr. 104/2000 Verbraucherinformationen mit angemessener Kennzeichnung erforderlich: Angaben (zusätzlich zur Lebensmittelkennzeichnung): a) die Handelsbezeichnung der Art, b) die Produktionsmethode (in der See oder Binnengewässern gefangen oder gezüchtet), c) das Fanggebiet. gilt nicht für kleine Mengen von Erzeugnissen, die von Fischern oder von Aquakulturerzeugern unmittelbar an den Endverbraucher abgesetzt werden. Bezeichnung siehe Anhang BGBl. 221/2008

27 Martina Ortner Tiefkühl-Verordnung Geltungsbereich Lebensmittel, die Gefrierprozess unterzogen und bei Temperatur von –18°C oder weniger gelagert gilt nicht für Speiseeis Kennzeichnung Sachbezeichnung ergänzt durch: tiefgefroren, Tiefkühlkost, tiefgekühlt oder gefrostet Hinweis: nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren. zusätzlich zum Mindesthaltbarkeitsdatum: mögliche Lagerungsdauer und Lagertemperatur und erforderliche Anlage

28 Martina Ortner Beispiel: *** -Fach oder Tiefkühltruhe: bei -18°C mindestens haltbar bis (siehe Packungsseite) ** -Fach: 2 Wochen *-Fach:einige Tage Kühlschrank:1 Tag nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren Tiefkühl-Verordnung

29 Martina Ortner EAN – Code (GTIN) European Article Number oder Global Trade Item Number - Produktkennzeichnung für Handelsartikel GS1 Austria = nationale Registrierungsorganisiation freiwillig für Produkte, die in Supermärkten über Scannerkassen registriert und verkauft werden 8 oder 13 Ziffern Ländercode (Österreich 90-91, D 40-44, CH 67) Verpflichtungen/Kosten: für mehre Produkte (Anmeldung: umsatzabhängige Lizenzgebühr mind. 75 ) für 1 Produkt (jährlich 125,- )


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