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Forstreform: Chance der Zukunftsgestaltung? Konsequenzen für die Aus- und Fortbildung Prof. Dr. Anton Fischer Studienfakultät „Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement“

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Präsentation zum Thema: "Forstreform: Chance der Zukunftsgestaltung? Konsequenzen für die Aus- und Fortbildung Prof. Dr. Anton Fischer Studienfakultät „Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement“"—  Präsentation transkript:

1 Forstreform: Chance der Zukunftsgestaltung? Konsequenzen für die Aus- und Fortbildung Prof. Dr. Anton Fischer Studienfakultät „Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement“ Wissenschaftszentrum Weihenstephan Technische Universität München

2 Gliederung Das (Forst-)Diplom: eine anerkannte Größe in der Gesellschaft Europäisierung: der Bologna-Prozess - Modularisierung und Mobilität - das geänderte Berufserwartungsspektrum - Bachelor und Berufsfeldqualifizierung - Master als (wissenschaftliche) Vertiefung Internationale Studiengänge Promotionsstudiengänge Fazit

3 Gliederung Das (Forst-)Diplom: eine anerkannte Größe in der Ges. Europäisierung: der Bologna-Prozess - Modularisierung und Mobilität - das geänderte Berufserwartungsspektrum - Bachelor und Berufsfeldqualifizierung - Master als (wissenschaftliche) Vertiefung Internationale Studiengänge Promotionsstudiengänge Fazit

4 Im 19. Jahrhundert: „Forstwissenschaft“ als wissenschaftliche Disziplin an Universitäten in Deutschland (und Europa) etabliert. In München 1878 als Teil der „Staatswissenschaftlichen Fakultät“ (erste Ansätze in Bayern bereits 1790) Von den ersten Anfängen bis zur Mitte der 1990er Jahre: forstwissenschaftliche Ausbildung (Inhalte, Methoden, Konzepte) stark auf die Bedürfnisse der Staatforstverwaltung konzentriert. Ausbildung von Forstpersonal: „Forstamtsleiter“ Berufliche Ausbildung im Wesentlichen eindimensional: Universitäre Forstausbildung  gehobener Forstdienst Diplom als Regelabschluss / Diplom-Forstwirt / 9 Semester

5 Diplom als Regelabschluss … ist sehr gut etabliert in Deutschland: - die Studiengänge sind sehr gut strukturiert - der Abschluss ist sehr gut akzeptiert durch die Gesellschaft Diplom als Regelabschluss … … wäre auch zukünftig kein Problem - - wenn unsere Welt an den Grenzen Bayerns oder Deutschlands enden würde. Der Druck hin zu einer Reform des Bildungswesens resultiert aus der europäischen Integration: Europäisierung

6 Gliederung Das (Forst-)Diplom: eine anerkannte Größe in der Gesellschaft Europäisierung: der Bologna-Prozess - Modularisierung und Mobilität - das geänderte Berufserwartungsspektrum - Bachelor und Berufsfeldqualifizierung - Master als (wissenschaftliche) Vertiefung Internationale Studiengänge Promotionsstudiengänge Fazit

7  Problemlose Anerkennung von Kursen und Examen, am Besten von Curricula-Teilen anderer Universitäten.  Modulares Design der Studiengänge („Modularisierung“) mit Prüfung unmittelbar am Ende des Moduls:  ECTS (European Credit Point System = European „Currency“) „workload“.  Austauschprogramme (SOKRATES, LEONARDO), um die Mobilität der Studenten finanziell zu ermöglichen. Worauf zielt der Europäisierungsprozess im Bildungswesen ab? Reduktion der Abbrecherquote Reduktion der realen Studienzeiten Reduktion des Abschlussalters Zunehmende Mobilität der Studenten und flexible Anerkennung (von Teilen) der Curricula LebensLangesLernen

8 Offizieller Startschuss: im Jahre Treffen von Regierungsvertretern von ~ 25 europ. Staaten in Bologna. Vereinbarung einer koordinierten Entwicklung der Erziehungssysteme dieser Staaten (mittlerweile 40 Staaten).  gemeinsame Entwicklung eines Bildungssystems in Europa: „ Bologna-Prozess “ Bologna be- herbergt die älteste europäische Universität, gegründet im Jahre 1119!

9 Gliederung Das (Forst-)Diplom: eine anerkannte Größe in der Gesellschaft Europäisierung: der Bologna-Prozess - Modularisierung und Mobilität - das geänderte Berufserwartungsspektrum - Bachelor und Berufsfeldqualifizierung - Master als (wissenschaftliche) Vertiefung Internationale Studiengänge Promotionsstudiengänge Fazit

10 Modularisierung Prüfung unmittelbar nach jeder Lehreinheit (am Ende des Semsters)  Student kann nach jedem Semester wechseln, „mit der Note im Gepäck“ Einheitliches „Arbeitsleistungs-Maß“ („workload“) Ein Jahr hat 365 Tage./. 104 Tage Samstage/Sonntage./. 4 Wochen = 4 x 5 Tage Ferien./. 10 Feiertage  231 Tage a 8 h  rund Arbeitsstunden pro Jahr 900 Arbeitsstunden pro Semester Maßeinheit im ECTS (= European Credit Transfer System) 1 CP = 30 Arbeitsstunden  30 CPs a 30 Arbeitstunden pro Semester 1 CP enthält nicht nur Präsenzstunden, sondern auch Eigenarbeit, Prüfungsvorbreitung, Bücherbesorgung, Prüfung usw

11 Gliederung Das (Forst-)Diplom: eine anerkannte Größe in der Gesellschaft Europäisierung: der Bologna-Prozess - Modularisierung und Mobilität - das geänderte Berufserwartungsspektrum - Bachelor und Berufsfeldqualifizierung - Master als (wissenschaftliche) Vertiefung Internationale Studiengänge Promotionsstudiengänge Fazit

12 Erweiterung forstlicher Forschung :  angeregt durch die Forschung zum „Waldsterben“ auf umweltrelevante Themen: - global climate change - Biodiversität - nachwachende Rohstoffe - nachhaltiges Landschaftsmanagement das geänderte Berufserwartungsspektrum  nicht nur die Struktur, auch die Inhalte müssen geändert werden!

13 Das mündet in eine neue Schwerpunktsetzung im Curriculum: immer weniger… Forst-fokussiert und Ökonomie-dominiert … forstliche Details und forstpraktische Fähigkeiten immer stärker… systemorientiertes Denken … allgemeine Methodenkenntnis … Prinzipien nachhaltiger Landnutzung … Bewirtschaftung natürlicher, nachwachsender Ressourcen … Integration von Management und Planung Der Fokus verlagert sich: (Forst-)Produktion  Umweltanalyse und Umweltmanagement

14 Alumni-Umfrage 2003 der zurückliegenden 10 Jahre (N = 224), ohne Staatsforstverwaltung: Auch die Berufsorientierung der Studien-Anfänger ändert sich:  Das Berufserwartungsfeld der Anfänger eines „Forststudiums“ ist sehr viel breiter als klassische Forstwirtschaft/Forstverwaltung/Forstproduktion! Sehr viel breiter als vor 15 Jahren!

15 … und der Trend geht weiter : Oktober 2003 – einige Wochen vor der ersten Diskussion um ein Forstreform(!!) – Nur noch 18 % der Anfänger haben das erklärte Ziel, in die (Staats-)Forstverwaltung zu gehen. 82 % kamen bereits mit anderen Vorstellungen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Anfänger auf fast 100. Das bedeuted: Nicht nur die Struktur muss geändert werden, sondern ganz besonders auch die Inhalte!!

16 Gliederung Das (Forst-)Diplom: eine anerkannte Größe in der Gesellschaft Europäisierung: der Bologna-Prozess - Modularisierung und Mobilität - das geänderte Berufserwartungsspektrum - Bachelor und Berufsfeldqualifizierung - Master als (wissenschaftliche) Vertiefung Internationale Studiengänge Promotionsstudiengänge Fazit

17 Vom Diplom- zum Bachelor/Master-System. Erster Schritt: Übersetzung in die neue Struktur bei gleichen Inhalten. „Münchener Modell“ Durchgeführt 2001 Diplom 9 Sem.  Master 3 Sem. Bachelor 6 Sem. Dem Bachelor werden 2 wichtige Funktionen zugeschrieben: 1. Drehscheibe für den Zugang zu vertiefenden, wissenschaftsorientierten Studiengängen (Master) 2. Berufsfeldqualifikation der mit anderen Worten: erster berufsqualifizierender Abschluss

18 Wie auch immer: Die Inhalt müssen den Studenten befähigen, sich in einem breiten Berufsfeld etablieren zu können! deshalb: nicht Berufs- sondern Berufsfeld-Qualifikation! Wir wollen die Studenten für das Feld Wald / Umwelt / Gesellschaft qualifizieren Berufsfeldqualifikation Europaweit besteht das Bestreben, Studienzeiten zu verkürzen. Deshalb soll der Bachelor der erste – und zahlenmäßig wichtigste – Studienabschluss werden. Das bedeutet eine völlige Neukonzeption aller Studiengänge. Diskutiert als Kriterien für den Übertritt werden z. B.: - bestimmte Note (z. B. 2,0 oder 2,5) - die 40 % Besten des Jahrgangs … Die 9 deutschen Technischen Universitäten haben sich Ende 2004 dafür ausgesprochen, den Bachelor nur als „Drehscheibe“ zu nutzen …

19 Wir haben einen neuen Bachelor of Science entwickelt, der den Bologna-Kriterien entspricht: „ Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement “ Konsequenz: Es ist unmöglich, den neuen Bachelor- neben dem bisherigen Diplom-Studiengang anzubieten (Ressourcen). Der Diplomstudiengang wird deshalb beendet, sobald der neue Bachelor-Studiengang verankert ist (voraussichtlich zum WS 2005/06). Als ein Beispiel die neue Struktur des zukünftigen TUM-“Forst“-Bologna-Bachelor: Aktuelle Entwicklung an der TU München:

20 Bachelor-Studiengang Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement Rahmen und Vorgaben (1 Semester = 30 Credits) 6 SSBachelor-Thesis Wahlpflicht Projekt II Forstplanung Umwelt- und Landnutzungs- politik 5 WSPraktikum IPraktikum IIWahlpflicht Landschafts- entwicklung Rohstoffmärkte und Qualitätssicherung Informatik und Einführung in wissensch. Arbeiten 4 SSWaldstandorte Forstl. Verfahrenstechnik und Logistik Zivil- und Öffentliches Recht Waldbau Technologie und Verwertungslinien v. sonst. biogenen Rohstoffen Waldschutz 3 WS Natürliche Ressourcen: Boden und Vegetation Ergonomie und Arbeitsrecht BWL Wald Wachstum und Umwelt Technologie und Verwertungslinien v. Holz Tierökologie Int. Forstwirtschaft (Arbeitstitel) Nachw. Rohst: Züchtung und Plantagen- technologie Stoff-Flüsse in Waldökosystemen GIS Naturschutz und Umweltrecht Gehölzmedizin Wahlpflichtfächer: (à 5 Credits) 2 SSMathe IIÖkoklimatologieInventurDendrologieEigenschaften von Holz und sonstigen biogenen Rohstoffen BWLBio II 1 WSMathe IChemieExperimentalphysikAllg. bild. Fach VWLBio I

21 Gliederung Das (Forst-)Diplom: eine anerkannte Größe in der Gesellschaft Europäisierung: der Bologna-Prozess - Modularisierung und Mobilität - das geänderte Berufserwartungsspektrum - Bachelor und Berufsfeldqualifizierung - Master als (wissenschaftliche) Vertiefung Internationale Studiengänge Promotionsstudiengänge Fazit

22 Master als (wissenschaftliche) Vertiefung Damit wird in München das neu ausgerichtete Studium „Forst“ folgendermaßen strukturiert sein: Master Forst- und Holzwissenschaft 4 Sem.  Bachelor Forstwissenschaft und Ressorcenmanagement 6 Sem. Dann wird es kein „Forst“-Diplom mehr geben! Master-Studiengänge dienen der Vertiefung, insbesondere in wissenschaftliche Richtung. Lt. Bologna-Vereinbarung dürfen sie 3 oder 4 Semester dauern. Bisher: 3 Semester → Ziel: 4 Semester

23 Im Herbst 2004 gab es in Deutschland 951 Bachelor-Studiengänge Master-Studiengänge = 19 % aller Studiengänge Staatsminister Goppel am in Tutzing: 23 % der Studiengänge neu europapolitisches Ziel 2010: ~ 100 %

24 Gliederung Das (Forst-)Diplom: eine anerkannte Größe in der Gesellschaft Europäisierung: der Bologna-Prozess - Modularisierung und Mobilität - das geänderte Berufserwartungsspektrum - Bachelor und Berufsfeldqualifizierung - Master als (wissenschaftliche) Vertiefung Internationale Studiengänge Promotionsstudiengänge Fazit

25 Seit 2001: Master Program Sustainable Resource Management -Sprache: Englisch -Bewerber pro Jahr: mehr als 300 -Zugelassen pro Jahr ~ 80 -Vertretene Länder: ~ 40 Europäisiserung heißt nicht nur - Vereinheitlichung von Rahmenbedingungen, sondern auch -„Anwerben der besten Studenten aus anderen europäischen Ländern“. Globalisierung bezieht Studenten aller Länder ein. Vorstellung: Abgänger sind „Botschafter der deutschen Wissenschaft und Wirtschaft in der nächsten Generation“.

26 Gliederung Das (Forst-)Diplom: eine anerkannte Größe in der Gesellschaft Europäisierung: der Bologna-Prozess - Modularisierung und Mobilität - das geänderte Berufserwartungsspektrum - Bachelor und Berufsfeldqualifizierung - Master als (wissenschaftliche) Vertiefung Internationale Studiengänge Promotionsstudiengänge Fazit

27 Der 3. Schritt des europäischen Bildungssystems ist das PhD-Programm In Deutschland wird die Doktorarbeit üblicherweise in engem Kontakt zwischen 1 Student und 1(-2) Professor(en) erarbeitet. Koordinierte Doktoranden-Studiengänge existieren nur vereinzelt. Auch hier besteht Handlungsbedarf, um die wissenschaftliche Exzellenz der nächsten Generation junger Wissenschaftler zu gewährleisten. Als nächster Schritt ist deshalb die Entwicklung eines strukturierten Doktoranden-Studiengangs vorgesehen mit Fokus auf Forstwissenschaft und umweltrelevante Themen.

28 Gliederung Das (Forst-)Diplom: eine anerkannte Größe in der Gesellschaft Europäisierung: der Bologna-Prozess - Modularisierung und Mobilität - das geänderte Berufserwartungsspektrum - Bachelor und Berufsfeldqualifizierung - Master als (wissenschaftliche) Vertiefung Internationale Studiengänge Promotionsstudiengänge Fazit

29 Zusammenfassend : Das Erziehungssystem befindet sich in einem grundsätzlichen Umbruch, … nicht nur im Forstbereich … nicht nur in Deutschland Es ist ein europaweiter Prozess tiefgehenden Ausmaßes. Er beinhaltet viele Risiken (Aufnahme in der Gesellschaft …), aber … Er beinhaltet auch viele Chancen: Erhöhung der Qualität und Zielstrebigkeit der universitären Ausbildung Internationalen Austausch und globale Partnerschaft als entscheidende Aspekte für unsere gemeinsame Zukunft

30 Schnittstelle WI Schnittstelle ARCH Schnittstelle BV MSc Umwelt- planung + Ing.ök. MSc SRM** MSc Forst & Holz PHD DoktoraTUM* Bachelor LA/LP Forst*** Bachelor Landnutzung MSc Ökologie Bachelor Biologie Umwelt-Bereich TUM Vision für den Bereich „Forst und Umwelt“ Forstwissenschaft als ein wesentlicher Teil der Umwelt- wissenschaften und mit dem globalen Blick auf nach- wachsende Rohstoffe. In enger Zusammenarbeit verschiedener Departments und Fakultäten.

31 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

32 Additionally in Germany: „Fachhochschule“ (FH) „University of Applied Sciences“ Task: students education with strong focus on practical experience FHUniversity profilePractical implementationscientific profile majorForestryForest Science degreeDiplom (FH)Diplom (Univ.) standard period of study 8 Semester, including 12 months internship Univ.: 9 Semester, including 4 months internship occupational area upper grade of the civil service, upper management in forestry (supervisory) higher grade of the civil service, higher management in forestry in science higher education


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