Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Zellkern Zytoskeleton Dr. Orsolya Kántor Institut für Anatomie, Histolgie und Embryologie Semmelweis Universität Budapest 2011 September.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Zellkern Zytoskeleton Dr. Orsolya Kántor Institut für Anatomie, Histolgie und Embryologie Semmelweis Universität Budapest 2011 September."—  Präsentation transkript:

1 Zellkern Zytoskeleton Dr. Orsolya Kántor Institut für Anatomie, Histolgie und Embryologie Semmelweis Universität Budapest 2011 September

2 Zellkern (Nukleus) Eukaryotische Erfindung Enthält die DNS (~2m/Zellkern, meistens diploider DNS Gehalt) an Histonen gebunden (=Chromatin), in Chromosomen gegliedert (46, XY) Form, Größe: variabel, oft typisch Anzahl: meistens eins kernlos: rote Blutkörperchen mehrkernig: z. B. Osteoklast Heterochromatin Euchromatin Nukleolus () Barr-Körperchen: Inaktiviertes X-Chromosom (eingekreist)

3 Zellkern- EM Euchromatin Heterochromatin Nucleolus Kernhülle Phasenkontrastmikroskopisches Bild Leberzelle Bestandteile: Kernmembran, mit Poren Kernlamina Nukleoplasma (Grundsubstanz) Kernmatrix Chromatin Chromosomen Nukleolus Kernmatrix, Nukleoplasma: Wasser, Ione, solubile kleine Moleküle, besondere RNS Auch Makromolekulare Komplexe: Enzyme, Umbau, Regulation

4 Funktionelle Aspekte Zellkern enthält die Erbsubstanz (DNS) bei Zellteilung weitergegeben (Replikation, semikonservativ) das genetische Programm wird umgesetzt (Transkription, Translation) Zellkern ist die Kommandozentrale der Zelle Zwangsläufig mit Transportvorgängen verbunden Zentrales Dogma der Molekularbiologie: DNS RNSProtein Replikation Transkription

5 Kernhülle, Kernlamina Äußere Membran rER, mit Ribosomen besetzt innere Membran mit Kernlamina, Chromatin (3) verbunden Perinukleärer Spalt rER Lumen Mit Kernporen (2,) Kernlamina: nm dick Mechanische Stütze der Kernhülle Aus intermediär Filamenten (Lamine) Zieht sich auch über die Kernporen () Zellteilung: Lamin wird phosphoryliert Kernlamina zerfällt in Bruchstücke

6 Kernporen Zellkern, freeze-fracture nm im EM, eigentlicher Kanal: 9 nm (ein großer, 8 kleinere, periphäre Kanäle) Transportschleusen: kleine Moleküle: nicht sehr selektiv Makromoleküle: Kernlokalisationssignal (NLS) Porenkomplex: Oktagonal An beiden Seiten mit Fibrillen verbunden (innen: Kernkorb) Säulenkomponente mit 8 Speichen +Außen- + Innenring

7 Transport durch die Kernporen (Kern)proteine müssen in den Zellkern hinein: Enzyme der Transkription, Replikation Transkriptionsfaktore (Regelung der Transkr.) Proteine für RNS Prozessierung Proteine für DNS Konsensation Bestimmte Hormonrezeptore (z. B. für Steroidhormone) Ribosomale Proteine Kernexportrezeptore Kernlokalisationssequenz, Kernimportrezeptore, Energie (GTP) Substanzen müssen aus dem Kern heraus: Kernimportrezeptore RNS: mRNS, tRNS Ribosomale Untereinheiten Kernexportsignal, Kernexportrezeptore, Energie Über ein gewisses Molekulargewicht ist der Kerntransport nicht möglich verschiedene Zusammensetzung von Kern und Zytoplasma

8 DNS Kondensierung - Chromatin Gesamtergebnis: 1/ seiner ursprünglicher Länge ~3,2 x 10 9 Basenpaar, 2 m/Zellezerbrechlichist zu Proteinen assoziiert Chromatin= DNS+Proteine (Histone, non-Histone) Nukleosom (~146 Bp DNS, 1,65x Windungen +2xHistone 2A, 2B, 3, 4), dazwischen Linker DNS (~wenige-80 Bp mit Histon 1) 22x2 somatische Chromosomen + Sexchromosomen (X oder Y)= 46 Chromosomen Enthalten mehrere Gene Chromatinfaden (Solenoid), H1-Histon zieht die Nukleosomen zusammen, Faden wickelt sich um Proteine der Nukleoplasma herum Histone: viele positive Ladungen (Lysin, Arginin) binden sich fest an negativ geladene Zucker-Phosphat Gerüst, Histone können kovalent modifiziert werden Regulation der Genexpression Schleifenbildung, Verbindung zu Scaffold Proteinen Weitere Verfaltung, Verdrillung

9 Interphasechromosom Dichte Regionen: Heterochromatin (90%) -Konstitutives Heterochromatin (z. B. perinukleäres Heterochromatin, meistens nicht-kodierende Sequenzen: Telomer, Satellita DNS, Zentromer) -Fakultatives Heterochromatin: kodierende Sequenzen, die gerade nicht transkribiert werden(ruhig gestellte Gene) Lockere Regionen: Euchromatin (~10%, wird gerade transkribiert, aktive Gene) RNS Synthese Sind an einigen Stellen an Kernmembran oder an Fibrillen der nukleären Matrix geankert Chromosomen besitzen ein Territorium innerhalb des Zellkerns

10 Chromosom 46, 23 homologe Paare 44 Autosomen, 2 Sex-Chromosomen (Gonosomen) Chromatiden Chromomer: Bandmuster (CG bzw. TA- reiche Regionen) Centromer verbindet die Chromatiden Ansatzstelle der Kinetochoren- Mikrotubuli bei Zellteilung Telomere: Endabschnitte Repetitive, nicht kodierende Sequenzen Shützt die terminale, kodierende DNS- Bereiche Menschlicher Karyogram MetaphasechromosomAnaphasechromosom Telomerase: Enzym, verlängert die Telomere

11 Nukleolus Ribosomenfabrik ~1 μm, meistens 1-2/Zelle (max. 10) Verschwindet vor Zellteilung Enthält Kopien der ribosomale Gene (Chr. 13, 14, 15, 21, 22) Nukleolus Organisator Region (NOR, in Form von fibrillären Lakunen) Pars fibrosa: rRNS Prozessierung Pars granulosa: fertige ribosomale Untereinheiten LM EM

12 Zytoskeleton

13 Aufbau, Funktionen Dynamisches Netzwerk von Proteinen im Zytoplasma Polymere aus Baueinheiten Mechanische Stütze Bestimmung von Zellform, Polarität Verankerung von Zellorganellen Bewegung von Zellorganellen (intrazelluläre Bewegungen, auch während der Zellteilung) Bewegung der Zelle

14 Zytoskelett 1. Mikrotubuli (25 nm Ø) 2. Mikrofilamente (6-8 nm Ø) polymerisiert aus globulären Proteinen, schneller Auf- und Abbau (dynamische Instabilität), assoziierte Motorproteine, konservative Proteine fibrilläre Proteine, widerstandsfähiges und festes Skelett, keine dynamische Instabilität, neu in der Evolution Mikrofilament -Bündel Intermediär -filament Mikrotubuli EM Bild 3. Intermediäre Filamente (10 nm Ø) grün: Mikrotubuli, rot: Aktin-Mikrofilamente blau: Zellkern

15 Intermediärfilamente (IF) ~10 nm dick Zugfest mechanische Festigung (z. B. Epithelzellen der Haut, Neurone, Muskelzellen) umringen oft den Zellkern, strahlen in die Peripherie aus sind oft an Zell-Zell-Verbindungen verankert (z. B. Desmosom) Auch im Zellkern: Lamin (Kernhülle) Gruppen: 1.Keratin (Epithel) 2.Vimentin und Verwandte Vimentin: Bindegewebszellen Desmin: Muskelzellen GFAP: Gliazellen 1.Neurofilamente (NF-L, -M, -H) 2.(Kern)Lamine Hilfsproteine: Plectin (grün), Filaggrin: hilft bei Quervernetzung, Verankerung an Desmosomen Grün: Keratin Mikrotubulus IF

16 Mikrotubuli (MT) Aufbau: aus Tubulin Heterodimeren Lange, steife Röhren, äu. Durchm.: 25 nm Schienensystem, intrazell. Transport von Organellen Bildung komplexer Aggregaten: Zentriol, Basalkörper, Teilungsspindel, Zilien, Flagellen Polarisiert: + (β) Ende - (α) Ende Entspringen aus dem Zentrosom (MTOC) Tubulin DimerProtofilament13 Protofilamente=Mikrotubulus Grün: MT Gelb: MTOC Polarität!

17 Dynamische Instabilität der Mikrotubuli Mikrotubuli sind in ständigem Auf- und Abbau schnelle Umformung Tubulin Dimere können GTP binden feste Bindung zwischen den Dimeren Mikrotubulus wächst, am + Ende: GTP-Kappe Wenn der Einbau von GTP-bindende Tubulin Dimere langsamer läuft, als die spontane GTP-Hydrolyse: Am + Ende sind Dimere, die GDP binden weniger feste Bindung Dimere dissoziieren vom Mikrotubulus Mikrotubulus schrumpft

18 Organisation der Mikrotubuli - Zentrosom Zentrosom= Zentriolenpaar + amorphe Proteinmasse (MTOC) MTOC: Enthält u. a. γ-Tubulin: Ausgangspunkt für ein Mikrotubulus bestimmt gleichzeitig die Polarität Zentriolen: LängsschnittQuerschnitt EM 0,3-0,6 μm lange Zylinder, Durchm.: 0,2 μm 2 kurze Röhrchen aus Mikrotubulus-Tripletts (9x3), die rechtwinklig zueinander stehen 13 Protofilamente, einige gemeinsam Rolle bei Zellteilung, Entstehung von Basalkörpern bei Kinozilien Können aus postmitotischen Zellen (z. B. Neurone) fehlen

19 Zentrosom mit Mikrotubuli

20 Mikrotubulus assoziierte Proteine (MAP) Capping Proteine: MT stabilisierend Motorproteine: intrazelluläre Bewegung Kopf: ATP-ase, bindet an MT (Energie aus ATP-Spaltung wird in kinetische Energie verwandelt) Schwanz: bindet an Zellorganellum (Fracht), organellumspezifisch Kinesine: wandern Ri. + Ende Dyneine: wandern Ri. – Ende

21 Transport von synaptischen Vesikeln entlang Mikrotubuli Bidirektional Anterograder (ortograder) Transport: Kinesin Retrograder Transport: Dynein

22 Mikrofilamente (Aktin) 5% des Proteingehalts 7 nm, verdrillt, kürzer, biegsamer als MT Aus Monomeren: G (glob.) F (filamentär) Polarität: + Ende – schnelleres - Ende – langsameres Dynamische Instabilität Bündeln, Netzwerke Wachstum Aufbau AbbauRot: Aktin

23 Rolle von Aktinfilamenten Kontraktiler Ring Zellteilung Bildung von Lamellipodien, Filopodien Amöboide Bewegung Gerüst für Mikrovilli, Stereozilium Mit anderen Proteine: kleine, kontraktile Bündel Zellkortex: mechanische Stütze für die Plasmamembran (Membrangerüst) Zellverbindungen: Rolle beim Aufbau von Zonulae adherentes, Punktdesmosomen, Fokalkontakte Rot: Aktin

24 Aktin assoziierte Proteine Thymosin, Profilin: Regulation der Polymerisierung Capping Proteine: schützen vor Abbau Tropomyosin: stabilisierend Fimbrin, Villin: Bündelung Spektrin, Filamin: Netzwerkbildung Vinculin, Aktinin, Talin: Befestigung zur Zellmembran Myosin: Motorprotein

25 Myosin(e) Aktinabhängiges Motorprotein Bindet und hydrolysiert ATP Myosinfamilien: Muskulatur Jede Zelle Kopf: Bindungsstelle für ATP und Aktin Hals Schwanz: Bindung zu anderen Zellkomponenten (andere Myosinmoleküle, Vesikeln) Kopf Schwanz

26 Quellen: Plattner, Hentschel: Zellbiologie, Thieme, 2011 Alberts: Lehrbuch der molekularen Zellbiologie, Wiley VCH, 2005 Welsh: Lehrbuch Histologie, 2010 Darvas: Sejtbiológia Folien von Prof. Pál Röhlich


Herunterladen ppt "Zellkern Zytoskeleton Dr. Orsolya Kántor Institut für Anatomie, Histolgie und Embryologie Semmelweis Universität Budapest 2011 September."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen