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Rechtssoziologie I Vorlesung vom 7. März 2012 Prof. Dr. Lukas Gschwend Universität Zürich Frühjahrssemester 2012.

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1 Rechtssoziologie I Vorlesung vom 7. März 2012 Prof. Dr. Lukas Gschwend Universität Zürich Frühjahrssemester 2012

2 Lektüre Manfred Rehbinder, Rechtssoziologie, 7. A. 2009, § 4

3 A. Wissenschaftstheoretische Grundlagen3 1.Wissenschaftstheoretisches Verhältnis von Jurisprudenz und Soziologie 1.1Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten -Gegenstand: Zwischenmenschliche Beziehungen 1.2Unterschiede -andere Erkenntnisinteressen (soziale Wirklichkeit versus positive Normativität) -andere Methoden (empirisch-induktiv versus begrifflich deduktiv) -andere Sprache (sozialwissenschftliches Glossar versus juristische Begrifflichkeit)

4 A. Wissenschaftstheoretische Grundlagen4 1.3Umgang mit dem Wertungsproblem -Max Weber: Postulat der Werturteilsfreiheit -Karl Popper: Kritischer Rationalismus -Theodor Adorno/Jürgen Habermas: Dialektisch-kritische Schule -Gibt es wertfreie Kritik? 2.Forschungstechnik 2.1Empirische Sozialforschung -quantitative und/oder qualitative systematische und methodengeleitete Erhebung und Auswertung von Daten -Hypothese – empirische Überprüfung – Theorie/Modell -Quantitativ – Qualitativ

5 A. Wissenschaftstheoretische Grundlagen5 Soziologie empirischtheoretisch kritisch-dialektisch quantitativqualitativ neopositivistisch

6 B. Methoden der Rechtstatsachenforschung6 1.Untersuchungsgegenstand 1.1Untersuchungsobjekt -qualitativ: der Forscher gelangt anhand von Einzelfällen mittels Deskription und Analyse zu nicht quantifizierten und nicht quantifizierbaren inhaltlichen Aussagen von beschränkter Allgemeingültigkeit -Vorteile der qualititativen Rechtstatsachenforschung: Authentizität, keine statistischen Verwerfungen, Detailreichtum -Hauptnachteil der qualitativen Rechtstatsachenforschung: Keine Repräsentativität, Einfluss der Forscherpersönlichkeit

7 B. Methoden der Rechtstatsachenforschung 7 -quantitativ: die durch den Forschungsplan nach vorgegebenen Kriterien erhobenen Daten werden statistisch ausgewertet. Mittel: Totalstatistik oder Stichprobenerhebung -Vorteile der quantitativen Rechtstatsachenforschung: Generalisierbarkeit der Aussagen -Nachteile der quantitativen Rechtstatsachenforschung: Statistische Verzerrungen, Kumulation von Fehlern in der Datenerhebung 1.2Fragestellung -Was will der Forscher mit seiner Forschung erfahren? -Deskriptive Forschung fragt nach der Beschaffenheit eines Phänomens. -Verifizierende Forschung fragt nach den Zusammenhängen zwischen verschiedenen sozialen Phänomenen.

8 B. Methoden der Rechtstatsachenforschung8 2.Untersuchungsanordnung 2.1Experimentelle Anordnung -Durchführung von Tests, welche eine genaue Deskription eines Verhaltens ermöglichen oder aber im Fall einer verifizierenden Fragestellung zuverlässige Aussagen ermöglichen betr. Verifizierung oder Falsifizierung der vorgeschalteten Modellvorstellung -Feldexperiment, Laborexperiment, Testexperiment in gedachter Umwelt -Probleme?

9 B. Methoden der Rechtstatsachenforschung9 2.2Historische und komparative Anordnung -historisch: zeitlicher Längsschnitt -komparativ: räumlicher Längs- bzw. Querschnitt -Probleme? 3.Untersuchungstechnik 2.1Dokumenten- oder Aktenanalyse -Rechtsstatistiken, Gerichts- und Verwaltungsakten -Probleme: Lebendes Recht aus toten Akten? 2.2Befragung -Interview -Probleme: exogene Beeinflussung des Interviewpartners 2.3Beobachtung

10 C. Soziologische Grundbegriffe und Parameter 10 1.Gesellschaft und Kultur als soziokulturelles Gesamtsystem 2.Einzelperson – Gruppe – Gesellschaft -Wechselwirkung zwischen Individuen und Gruppen sowie Gesellschaft -Gruppen lassen sich extern wie auch intern definieren 3.Verhalten und Verhaltensmuster -Personen und Gruppen werden sozial massgeblich durch ihr Verhalten wahrgenommen. -Dem Begriff der Kultur auf Ebene der Gesellschaft entspricht der Begriff des Verhaltensmusters als Anwendungsfall der Umsetzung kultureller Werte auf Ebene der Individuen und Gruppen.

11 C. Arbeitsinstrumente der Rechtssoziologie11 4. Rolle und Status -Soziale Rollen als Zusammenfassung äusserer und innerer Verhaltensmuster im Kontext ihrer Funktionalität. Sie bezeichnen Ansprüche der Gesellschaft an die Inhaber von Positionen. -Status ist das fixe Gegenstück zur Dynamik der Rolle. -Status und Rollen stehen in Abhängigkeit von sozialen Kategorien und Aggregaten. 5. Institutionen -Durch Institutionen werden typische, regelmässige und gleichförmige Verhaltensmuster fixiert. Die Institutionen werden ihrerseits durch sie geschaffen. -Haupt und Nebeninstitutionen

12 C. Arbeitsinstrumente der Rechtssoziologie12 6. Kultur und Verhaltensmuster -Kultur als Total der den Angehörigen einer Gesellschaft gemeinsamen Institutionen und Verhaltensmuster -Verhaltensmuster und Verbindlichkeit -Werte als kulturelle Errungenschaften -Wertewandel und Realisierung von Wertvorstellungen


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