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Antisoziales Verhalten Pädagogik-Referat von Verena Wenning und Kathrin Hülsen.

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Präsentation zum Thema: "Antisoziales Verhalten Pädagogik-Referat von Verena Wenning und Kathrin Hülsen."—  Präsentation transkript:

1 Antisoziales Verhalten Pädagogik-Referat von Verena Wenning und Kathrin Hülsen

2 Antisoziales Verhalten Externalisierende Verhaltensstörungen (nach außen gerichtete) : Hyperaktivität Aggressionen Delinquenz Offensichtlich für die Umwelt, da Schädigung des Umfelds materieller, physischer und psychischer Hinsicht Internalisierende Verhaltensstörungen (nach innen gerichtete): Soziale Ängste (Unsicherheit) Depressives Verhalten (Apathie) Unauffällig für die Umwelt

3 Soziale Kompetenz Zusammenspiel von kognitiven Fähigkeiten (z.B. differenzierte Wahrnehmung, Fähigkeit zum Perspektivenwechsel und Antizipieren von Konsequenzen) sozialen Fertigkeiten (z.B. Selbstbehauptung, Äußern von Gefühlen und kommunikative Fähigkeiten) Führt zu: Akzeptanz anderer Personen Selbstsicherheit beim Umgang mit anderen Personen ==> Meilenstein der sozialen Entwicklung

4 Aggressives Verhalten zielgerichtetes Austeilen schädigender Reize gegen einen Organismus oder ein Organismussurrogat direkte (Beschädigen, Verletzen, Zerstören oder Vernichten) oder indirekte Schädigung (schmerzufügende, störende, Ärger erregende, beleidigende Verhaltensweisen) von anderen Personen, Gegenständen oder TierenUrsachen: Ärger Wut Zorn Hass ==> Aggression-affin

5 Ärgerinduzierte, reaktive Aggressionen nach aversiven Erlebnissen, d.h. nach Frustrationen, Enttäuschungen, Belästigungen etc. Gefühle des Ärgers sind ein Aggressionsmotiv Gegenüber wird Absicht unterstellt individuellen Bewertungssystemen bewerten Situation Ärger auslösende Situation aus eigener Kraft lösen > Ärger Möglichkeiten, mit der Frustration umzugehen, schwach > Angst bestimmtes Verhalten in einer bestimmten Situation als erlaubt, vertretbar, akzeptabel sieht kurzfristige Abreaktion der frustrationsbedingten Aggressionsneigung/Voraussetzung Erreichung eines Ziels Aggressionstrieb ständige Neubildungs der Aggressionsenergie abhängig von den äußeren Reizen Nichtabbauung der Energie führt zu Lehrlaufhandlungen (Aggressionshandlungen ohne äußeren Anlass) Gewaltproblem/ Trieb wird durch sportliche ersatzhandlungen reguliert

6 Instrumentelle, spontane Aggression um ein bestimmtes Ziel zu erreichen Schädigung anderer Personen ist nicht das Ziel, wird aber auch in Kauf genommen Hedonistische Aggression Schädigung anderer Personen attraktives Ziel

7 Erklärungsperspektiven für auffälliges Verhalten Verhaltenserklärung auf den ersten Blick Abhängigkeit des Handelns von individueller Persönlichkeit (eigenschaftstheoretische, personenbezogene Vorstellung) > keine Auswirkungen Verhaltenserklärung auf den zweiten Blick Abhängigkeit des Handelns von situativem Kontext (lerntheoretische, milieutheoretische und soziologische Vorstellung) > ANSTIEG VON GEWALT UND AGGRESSION Verhaltenserklärung auf den dritten Blick Abhängigkeit des Verhaltens als Ereignis eines Interaktionsprozesses von individuellen Dispositionen und gegenwärtigen Situationsgegebenheiten > RISIKOFAKTOREN ===> Wechselwirkung zwischen sozialen, psychischen und biologischen Faktoren + vorhandene Verhaltensstruktur = Veränderung im Verhalten

8 Ursachen: Appell an die Umwelt Hilflosigkeit des Kindes signalisieren brutalen Durchsetzung eigener Interessen um stabile Identität und mehr Selbstbewusstsein zu erlangenFolgen: Verringerung der konfliktfreien Problemlösung Einschränkung des VerhaltensÄußerungsformen: Offenheit (offen- gezeigte gegen verdeckte- hinterhältige) Modus (körperliche gegen verbale) Direktheit (direkte gegen indirekte) Gerichtetheit (nach außen gewandte gegen nach innen gewandte)

9 Geschlechtsspezifische Unterschiede: Jungen: - direkter körperlicher Aggression (Prügeln) Mädchen: - indirekte Aggressionsformen (Verbreiten von Gerüchten) Entwicklung: von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter Vier Indikatoren -Alter -Häufigkeit -Bandbreite - ? Entwicklungsverläufe (Bedingungsgefüge) Kinder, die bis ins Jugendalter hinein andauernd dissozial sind, Kinder, die plötzlich nicht mehr rückfällig werden (Aussteiger), Kinder, die plötzlich rückfällig werden (Rückfällige) Kinder, deren dissoziales Verhalten schwankt (Experimentierer)

10 Früher versus später Beginn Früh - Erlernung in der Vorschulzeit - Beeinflussung durch familiäres Umfeld - Verhalten aufsässig und trotzig - Offenbarung von Defiziten in der Grundschule/ Probleme beim Umgang mit Mitmenschen - schlechte Anpassung im schulischen und sozialen Bereich/ Verstärkung aggressiven Verhaltens - Handlungen werden vervielfältigt und schwerwiegender - schlecht angepasst - Therapeaussichten eher nicht erfolgreich - Gefahr zur Entwicklung von massive Probleme und Verhaltenseinschränkungen - Resultat schlechter Eltern- Kind Interaktion Spät - Erlernung in später Kindheit oder zwischen Jugend und Erwachsenenalter - Beeinflussung durch Gleichaltrige - verfügen über grundlegende schulische und soziale Fertigkeiten - Handlungen nicht gewalttätig - besser angepasst - Therapieausichten erfolgreich

11 Vierstufigen Theorie über Entstehung und Verlauf der Störung im Sozialverhalten Erste Stufe: - Störung des Interaktionsverhaltens in der Familie - Verhalten unfolgsam und unkooperativ - Reaktionen der Eltern mit falsches Erziehungsverhalten (Drohungen jedoch ohne Ausführung = Verstärkung) - wenig Aufmerksamkeit - problematische Verhaltensmerkmale erhöhen Risiko eines Zusammenbruchs der normalen familiären Interaktion - Auffälligkeit des Kindes Zurückweisung und Ablehnung des Kindes - Zeitpunkt wichtige Rolle (früh = fehlen soziale Fertigkeiten, um zwischenmenschliche Kontakte aufzubauen und sich in Gruppen zu integrieren / spät = grundlegende soziale Fertigkeiten erworben) Zweite Stufe: - Reaktionen der sozialen Umwelt - Generalisierungstendenz (überträgt verhalten auf schulischen Bereich) - Zurückweisung + soziale Isolierung - doppeltes versagen wegen Nichteinfügung + Scheiterung an Anforderungen

12 Dritte Stufe: - Reaktionen auf die familiäre und schulischen Situationen - durch Zurückweisung in beiden Umweltfeldern Zuflucht bei Kindern mit selbem Verhalten = Verstärkung und Duldung - Verringerung des Erwerbs sozialer Fertigkeiten, Einschränkung im Verhalten Verfestigung von aggressivem verhalten - geringe Aufmerksamkeit (keine Bestrafung) bewirkt gewalttätige Aktivitäten Vierte Stufe: - gesellschaftliche Bestrafung (straffällig) - häufigere Ablehnung und fehlende Unterstützung in der schule = keinen Schulabschluß (verpassen einstieg in Berufs- und Familienentwicklung) - wirtschaftlich ungesicherten Verhältnissen, instabile Partner und Freundschaften, Alkohol- und Drogenprobleme und erhöhte Aggressivität

13 RISIKOFAKTOREN: (im Sinne von Wahrscheinlichkeits-steigernden Prädiktoren) - Schule (Schüler hilflose Opfer struktureller Gegebenheiten - führt zu ;Rechtsradikalismus) - steigende Armut in weiten Kreisen der Bevölkerung (führt zu steigender Kriminalität); psychologische Mechanismen durch Armut, Folgen: Steigerung der Aggressivität -ungünstige Familienverhältnisse -Integration in eine delinquente Jugendkultur -Entfremdung von und Distanz zu schulischen Werten und Normen -schulisches Leistungsversagen -schulökologische und schulorganisatorische Faktoren -schlechtes soziales Betriebsklima Qualität Schüler/Lehrer-Beziehung Schutz- bzw.. Risikofaktoren Schutz- bzw.. Risikofaktoren : -Fähigkeit zur prosozialen Beteiligung -Normen gegen Drogenmissbrauch -Interaktion mit Gleichaltrigen -Bindung an Schule und Schulerfolg -Bindung an Familie und Erziehungspraktiken -aggressives Verhalten der Eltern

14 Schutzfaktoren: -stabile emotionale Beziehung zu mindestens einem Elternteil oder einer anderen Bezugsperson -soziale Unterstützung durch Personen außerhalb der Familie -positives sozial-emotionales und zugleich Norm-orientiertes Erziehungsklima -Vorbilder für die konstruktive Bewältigung von Problemen bei den Bezugspersonen -dosierte soziale Verantwortlichkeiten -kognitive Fähigkeiten -Temperamentsmerkmale -Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und positives Selbstkonzept -aktiver Bewältigungstil bei Belastungen Erleben von Sinnhaftigkeit und Kohärenz im eigenen Leben Aggression als gelerntes Verhalten Aggressive Verhaltensweisen können erlernt werden und damit prinzipiell verändert werden. Es gibt zwei Lernformen: -Verstärkungslernen -Modelllernen (soziales Lernen)

15 Verstärkungslernen Die Reaktionen nach der Tat sind für die weitere Entwicklung des aggressiven Verhaltens wichtig. Wird das Handeln nicht bestraft, kann dies zu einer Bekräftigung führen. Bekräftigung kann entweder in materieller Hinsicht oder sozialer Anerkennung erfolgen. Es gibt drei Verstärkungsprinzipien: - positive Verstärkung bedeutet, dass durch aggressives Verhalten ein Ziel erreicht wird, wie z.B. eine gewünschtes Objekt oder eine gewünschte Gegenhandlung. - negative Verstärkung bedeutet, dass durch aggressives Verhalten ein bedrohliches Ereignis oder ein unangenehmer Zustand erfolgreich verringert oder beseitigt werden kann.

16 -Duldung Bedeutet, dass das Verhalten geduldet wird. Dadurch kann das Kind die Duldung als eine Art stillschweigende Zustimmung auffassen, was wiederum eine verstärkende Wirkung auf das aggressive Verhalten haben kann. Gründe für das unangemessene Verhalten der Lehrer oder Eltern sind Überlastung oder Ohnmacht, aber auch Desinteresse und Verantwortungslosigkeit sind möglich. Eine stillschweigende Zustimmung ist nicht zu verwechseln mit einem Nichtbeachten der Aggression, was in den meisten Fällen zu einer Verringerung der Aggressionen führt. Verstärkungslernen hängt also von direkter Erfahrung ab. Modell-Lernen (soziales Lernen) Beim Modell-Lernen lernt man von Modellen bzw.. von anderen Personen und ihrem Verhalten. Schon alleine die Beobachtung eines Modells reicht dazu aus, ein Ziel mit dem aggressiven Verhalten zu verbinden. Das Verhalten muss nicht in einzelnen Schritten gelernt werden, sondern wird in komplexeren Strukturen durch stellvertretende Erfahrungen und Verstärkung einfach übernommen. Ob man das Verhalten übernimmt, ist abhängig von den Konsequenzen des Verhaltens. Das Lernen findet über Kontextbedingungen statt (familiäre, schulische und situative Bedingungen). Eine Beeinflussung aggressiven Verhaltens findet über eine Veränderung derjenigen Bedingung statt, die unter Aggressionen entstehen und aufrechterhalten werden.

17 Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitätsstörung Merkmale: häufige Unaufmerksamkeit (mangelnde Stetigkeit und Zielgerichtetheit) -Aufgaben werden oft nachlässig und unvollständig gemacht, - Gesprächsthemen gewechselt, - anderen nicht zugehört - häufig dazwischen geredet - nicht auf Einzelheiten geachtet erhöhte Ablenkbarkeit motorische Hyperaktivität (erhöhtes Aktivitäts- und Bewegungsniveau ) - rutschen auf dem Stuhl hin und her, - schmeißen z.B. mit Papierkugeln -´entwenden anderen Sachen. Impulsivität (Verhalten sich ungeduldig, vorschnell und unbedacht) -mit Antworten herausplatzen ohne nachzudenken - haben Schwierigkeiten abzuwarten

18 Folgen: immense Beeinträchtigung der schulischen, sozialen und familiären Anpassung Diese Kinder lernen sehr schwer haben schlechtere Schulergebnisse sind in % Klassenwiederholer Verhalten wird oft als Faul interpretiert ==>Konflikten in der Schule und Familie ==> Verunsicherungen und negatives Selbstbild Soziale Angst (Soziale Unsicherheit) ( (soziale Phobie oder soziale Angst) werden durch Arten sozialer- oder Leistungssituationen ausgelöst

19 Folgeerscheinungen: soziale Fertigkeiten werden nichtvollständig erlernt Kontaktgestaltungen und soziale Selbstständigkeit fehlen schweren psychischen Störungen wie Depressionen welche den Abfall der schulischen Leistungen bis zur Schulvermeidung bewirken Sozial unsichere Kinder sind oft schüchtern, sozial isoliert, Kontakt- und trennungsängstlich gehemmt spezifische Muster : das verbalen und nonverbalen Verhalten das Ausdrücken von Gefühlen das Verhalten in sozialen Anforderungssituationen leise, undeutliche und manchmal stotternde Sprechen nervös mit den Fingern spielen, mit Armen, Beinen oder dem ganzen Körper zappeln Blickkontakt vermeiden und statt dessen andere Orte oder Gegenstände fixieren Sozial ängstliche Kinder können ihren Gefühlen meist keinen Ausdruck verleihen sich nicht behaupten und ihre Meinung nicht äußern stehen oft abseits und alleine von allen

20 Grundlagen und Ziele des Vorgehens Kombination aus sozial-kognitiver Informationsverarbeitung - Verarbeitung der Informationen aus der sozialen Umwelt und ihre handlungswirksamkeit - fehlerenstehung - je mehr man über Wahrnehmung und Verarbeitung von Erfahrungen weiß, desto differenziertere und angemessenere Ziele erstellt werden - Stufenmodell von Dodge beschreibt die Informationsverarbeitung 1.Wahrnehmung von Informationen 2.Speichern und Interpretieren von Informationen 3.Suche nach Handlungsmöglichkeiten 4.Bewertung der Konsequenzen und Reaktionsauswahl 5.Handeln (Ergebnis der Handlung ist Grundlage einer erneuten Bewertung der Situation)

21 Selbstwirksamkeit - verhaltensorientiertes Sozialtraining - streben nach Erfahrung der Wirksamkeit des eigenen Handelns - Erfahrung der Beeinflussung eigenes Handeln und dessen Resultate - Bekräftigung - immer schwierigere Probleme bewältigen ==>stabiles Selbstvertrauen - ausführen von Handlungen die für den Erfolg derer wichtig sind beherrschen - Verknüpfung zwischen eigener Anstrengung und Erfolg. - Selbstwirksamkeit wichtig für Ausdauer bei der Bearbeitung einer unlösbaren Aufgabe - Vorbedingung für kompetentes, zielorientiertes Verhalten - Bewältigung von Misserfolgen = Herausforderung - immer schwierigere Probleme bewältigen - vertraut seinen eigenen Fähigkeiten ==>stabiles Selbstbild und erlangt ein sicheres Verhalten spezifische Teilfertigkeiten für Erfahrung der selbstwirksamkeit und komplexeres Handlungskompetenz

22 - ein Erlebnis der selbstwirksamkeit - Zweifel an Fähigkeiten und am Erfolg derer - behindert sich selbst - Aufmerksamkeit wird auf andere Aufgaben gelenkt - anstergungbereitsachft sinkt, schnelleres Aufhebung traut sich nichts zu - entwickelt scheinbare Handlungskompetenz ==> Fehlentwicklungen Aggression, Delinquenz, sozialer Rückzug und soziale Unsicherheit abhängig von sozialen, familiären sowie noch nicht erforschten Faktoren

23 Ziele: Kognitive Fähigkeiten Voraussetzung für sozial kompetentes Verhalten kann keine situationsangemessene und differenzierte Handlungsmöglichkeiten entwickeln Informationen auf allen Stufenverzerrt oder fehlerhaft wahrgenommen werdenTraining: Das Training in der ersten Stufe hat jedoch den größten Effekt (Genauigkeit) kognitiven Prozesse gefördert werden genügt es nicht, aggressives Verhalten nur abzubauen ==> das würde ein noch größeres Verhaltensproblem zur Folge habenZiel: verschiedene Verhaltensalternativen zu fördern Solche Verhaltensweisen sind das Erkennen und Äußern von Gefühlen angemessene Selbstbehauptung Kooperations- und Einfühlungsvermögen diese Programme zielen auf Veränderungen mehrerer psychischer Bereiche ==> größeren Erfolg als Unimodaleprogramme Je früher die Endämmung desto besser

24 die Fremd- und Selbstwahrnehmung durch gezieltes Sozialtraining verbessern - Körpersignale, - Körperhaltung - Körperausdruck geschult durch Rollenspiele man sollte sich trauen - Ansichten zu äussern (geringe soziale Angst) - sie angemessen durchzusetzen (soziale Fertigkeiten) Formen der Selbstbehauptung Formen der Selbstbehauptung : Gefühle ´ - Ärger - Wut Nein-sagen Kontakte herstellen und aufrechter halten den eigenen Standpunkt verteidigen und angemessen Kritik äußern Konkurrenzverhalten nach fairen Regeln praktizieren Forderungen stellen Verstärker - Zuneigung, - Lob - schlechte Erfahrung mit Mitmenschen


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