Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

UKPA 1 II Das Unternehmen als Kontext der Projektabwicklung Produktionsfaktor: Information (vgl. Systemwürfel) soll in geeigneter Form entsprechend definierter.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "UKPA 1 II Das Unternehmen als Kontext der Projektabwicklung Produktionsfaktor: Information (vgl. Systemwürfel) soll in geeigneter Form entsprechend definierter."—  Präsentation transkript:

1 UKPA 1 II Das Unternehmen als Kontext der Projektabwicklung Produktionsfaktor: Information (vgl. Systemwürfel) soll in geeigneter Form entsprechend definierter Vorgaben bzgl. Ort, Zeitpunkt, Menge bereitgestellt werden. é diesem Zweck dient das Informationssystem Ziel eines Informationssystems ist es, die - in einem Unternehmen vorhandenen Informationen, - in einem Unternehmen nachgefragten Informationen - für ein Unternehmen notwendigen Informationen auf den Arbeitsprozess so abzustimmen, dass damit die bestmögliche Leistung erbracht werden kann

2 UKPA 2 Informationssystem-Management Das ISM erstreckt sich auf die Entwicklung und den Betrieb der Informationssysteme von Unternehmen Zwei gegensätzliche Anforderungen müssen ausgewogen werden: 1Entwickler und Anwenden sollen möglichst wenig einschränkt werden, um neue Applikationen rasch und kreativ einführen/erstellen zu können. 2Entwickler und Anwendungen müssen so koordiniert werden, daß Doppelarbeit, Insellösungen, umständliche Abläufe vermieden werden, damit das IS längerfristig entwicklungsfähig bleibt und das IS mit der Geschäftsstrategie zusammenpaßt.

3 UKPA 3 Informationssystem-Management (Jenny, Abb. 1.17, S. 19)

4 UKPA 4 Stufe: IS-Konzept Das IS-Konzept ist durch die Informationsstrategie selbst Teil der Unternehmensstrategie. Es muss daher mit den anderen Bereichsstrategien (Markt-, Produkt-,...) in Einklang stehen. (Jenny, Abb.1.19, S.22)

5 UKPA 5 Stufe: IS-Konzept Das IS-Konzept enthält Normen, wie: –Leitbild und resultierende Erfolgsfaktoren –Grundsätze –Standards und Richtlinien Das IS-Konzept enthält Beschreibungen von Vorgehen und verantwortlichen Stellen, wie: –Projektmanagement –IS-Organisation –Methoden der Systementwicklung –Prinzipien des IS-Controlling

6 UKPA 6 Stufe: IS-Architektur Einheitliche Architektur ist erforderlich, da i.a. viele interne und externe Partner an der Entwicklung eines IS beteiligt sind. Eine integrierte IS-Architektur ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Informationen mittels Unterstützung verschiedener Anwendungen. Umfassende, Informatik-orientierte Gesamtkonzepte für Unternehmen können realisiert werden. (nach Jenny, Abb. 1.19, S. 22)

7 UKPA 7 Stufe: IS-Architektur - Komponenten IS-Architektur umfaßt: –Datenmodell: konzeptuelles Modell ist implementierungsunabhängig, daher flexibel –Prozeßmodell: erfaßt alle Geschäftsabläufe; vorteilhaft: top down und bottom up Erfassung –Systemmodell: Gliederung von Geschäftsfällen entsprechend der Konsumation/Erzeugung gleicher Datenklassen; daraus: Ableitung von Subsystemen ; Subsysteme entsprechen oft Geschäftsbereichen wie Produktion, Vertrieb, etc.. –Gerätemodell (siehe PRI I)

8 UKPA 8 Stufe: IS-Architektur Daten- und Prozessmodell bei Anwendung eines objekt-orientierten (OO) Ansatzes sind Daten- und Prozessmodell eng verknüpft Beispiel: Klassendiagramme und Use-Case-Diagramme im UP Klassenmodell (d.h. Daten wie auch die darauf definierten Operationen) wird aus der Modellierung von Use-Cases (Geschäftsfällen) abgeleitet. grobe Vorgehensskizze: –Identifikation und nat.spr. Beschreibung von Use-Cases –zunächst Normalabläufe, dann seltenere (Ausnahme)Fälle –Hierarchische Anordnung von Use-Cases –Ableitung des Klassenmodells

9 UKPA 9 Stufe: IS-Architektur Daten- und Prozessmodellbeispiel

10 UKPA 10 Stufe: IS-Architektur Daten- und Prozessmodellbeispiel

11 UKPA 11 IS-Projektportfolio globales Ziel des IS-Projektportfolios: Initialisierung des richtigen Projektes mit den erforderlichen Ressourcen zur richtigen Zeit im richtigen Unternehmens- bereich. die für eine Aufnahme ins IS-Projektportfolio gestellten Bedingungen werden i.a. nach individuellen Unternehmenskriterien festgelegt. Unterschiedliche Vorhaben können so verglichen und priorisiert werden, damit die (möglichst objektiv!) wichtigsten Vorhaben realisiert werden können.

12 UKPA 12 IS-Projektportfolio Aufgabe des IS-Projektportfolios ist es, aufzuzeigen: –welche Projekte durchzuführen sind, –wann mit welchen Projekten begonnen werden kann, –wann ein Projekt abgeschlossen sein muß, –welche Projekte parallel bzw. sequentiell realisiert werden sollen, –wie lange das gesamte Realisierungsvorhaben dauert, –wie hoch der (jährliche) Realisierungsaufwand ist.

13 UKPA 13 IS-Projektportfolio - Ablauf 1. IS-Antrag Aufnahmekanäle: IS-Architektur oder Fachabteilungen: intern oder extern produzierte Bedürfnisse 2. Bewertung 3. Machbarkeitsstudie 4. Entwicklungsplanung 5. Projektfreigabe: Entwicklung auf der IS-Projektebene 6. IS-Entwicklungskontrolle: via Kontrollgrößen wird der Bezug zur Planung koordiniert

14 UKPA 14 IS-Projektportfolio Ablauf: Antrag - Bewertung *Zwecks fachgerechter Prüfung/Bewertung der IS-Anträge, sollten darin folgende Projektmerkmale festgelegt sein: Projektumfang und Projektdauer Projektspezialitäten, z.B. Innovationsgrad, spezielle Infrastruktur, spezielle Methoden/Vertragsbedingungen,… Projektbedeutung: Stellenwert gegenüber der Konkurrenz, strategische/finanzielle Gewichtung, Prestigeobjekt,… Projektkomplexität: grobe Schätzung durch Einflußgrößen: - Anzahl der betroffenen Organisationseinheiten: gegenseitige Abhängigkeiten, Querverbindungen - Bereich der starken Veränderung: bzgl. Daten - Geschäftsfällen - Bereich der Methoden- und Toolwahl

15 UKPA 15 IS-Projektportfolio Ablauf: Antrag - Bewertung Projektkosten: Entwicklungs-, Management-, Produktinvestitionskosten Projektrisiken: möglicher Schaden für das Unternehmen, falls die Projektziele nicht erreicht werden Projektintensität: Ausmaß der Auslastung der Mitarbeiter während der Dauer des Projektes Projektart: Unterstützungs-, Entwicklungs-, Organisationsprojekte

16 UKPA 16 IS-Projektportfolio Ablauf: Machbarkeitsstudie Ziel der Machbarkeitsstudie: Beurteilung der Durchführbarkeit und Wirtschaftlichkeit eines Projektes Aufwand: max. 3 Personenmonate, Dauer < 2 Monate Ergebnis: Management-Summary mit folgenden Themen: - Ausgangslage - Ziele und Lösungsansätze - Wirtschaftlichkeitsanalyse - Risikoanalyse - Projektorganisation - Projektgesamtplanung - Aufgliederung in Teilprojekte - Erweiterter IS-Antrag

17 UKPA 17 IS-Projektportfolio Ablauf: IS-Entwicklungsplanung Ziel der Entwicklungsplanung: Festlegen der Reihenfolge der Projekte und Zuordnung der Ressourcen für die Realisierung der Projekte Entwicklungsplan: Erstellung durch Gremium mit gutem IS-Architektur Wissen und Managementkompetenz *Schritte : Ermittlung der unternehmerischen Reihenfolge Kriterien: Unternehmensziele, Wirtschaftlichkeit Ermittlung der betrieblichen Reihenfolge

18 UKPA 18 IS-Projektportfolio Ablauf: IS-Entwicklungsplanung Kriterien: Wichtigkeit/Dringlichkeit, zur Verfügung stehende Ressourcen, betriebswirtschaftlicher Aufbau der IS- Architektur Aufstellung des applikatorischen Migrationsplans: Kompromiß; enthält die Realisierungsreihenfolge der Projekte Personal- und Finanzplanung Risikoanalyse der Projektanträge: Hauptproblem: Was könnte während der Projektabwicklung mit welcher Wahrscheinlichkeit passieren und welches wären die Folgen dieser Ereignisse.

19 UKPA 19 IS-Projektportfolio Ablauf: Entwicklungsplanung Beispiel einer Tabelle zur unternehmerischen Reihenfolge der Projekte: (Jenny Abb. 1.25, S. 35)

20 UKPA 20 IS-Projektportfolio Ablauf: Entwicklungsplanung Beispiel eines applikatorischen Migrationsplans (Jenny Abb. 1.29, S. 38)

21 UKPA 21 IS-Projektportfolio Ablauf: Entwicklungsplanung Beispiel eines Portfolio-Personalplans (Jenny Abb. 1.28, S. 37)

22 UKPA 22 IS-Projektportfolio Ablauf: Entwicklungsplanung Beispiel eines Portfolio-Finanzplans (Jenny Abb. 1.28, S. 37)

23 UKPA 23 IS-Projektportfolio Ablauf: Entwicklungskontrolle *Aufgaben: Planungskontrolle: Kosten/Aufwand und Termine werden mit den Planungsvorhaben des Portfolios verglichen Projekt-Sachfortschrittskontrolle: SOLL-Vorgaben des IS-Projektportfolios werden mit den IST-Zuständen (z.B. aus Phasenabschlußberichten) verglichen Kontrolle des IS-Entwicklungsplans: alle Resultate der IST- SOLL-Vergleiche der laufenden Projekte bilden zusammengefaßt den Statusbericht zur Umsetzung des IS- Entwicklungsplans; Rückkopplung in das Projektportfolio Projekt-Nachkontrolle: direkter IST-SOLL-Vergleich bzgl.: Entwicklungskosten, Wirtschaftlichkeit, Projektdauer.

24 UKPA 24 Informationssystem-Projekt Projektebene der IS-Pyramide: IS-Projekte werden gemäß dem IS-Entwicklungsplan zusammengestellt. (Jenny, Abb.1.32, S.43)

25 UKPA 25 Informationssystem-Projekt Komponenten der Projektabwicklung im IS-Projektbereich (Jenny, Abb. 1.33, S.44)

26 UKPA 26 Informationssystem-Projekt Standards und Richtlinien der Informatik-Abteilung Quellen 1) IS-Architektur: Hardware, zentrale SW, Konzeption,…; Ausrichtung auf Daten-, Prozeß-, Systemmodell 2) Organisationshandbuch: - wird auf die Informatik-Abteilung spezialisiert; - enthält betriebliche Regelungen und Vorschriften als Umsetzung des Leitbildes des Unternehmens Leitbild: umfasst –Unternehmensgrundsätze: Verhalten der Unternehmung gegenüber Umwelt, Kunden, Staat, etc. –Führungsgrundsätze: Verhalten von Vorgesetzten zu Untergebenen (wird hier nicht behandelt)

27 UKPA 27 Informationssystem-Projekt Gliederung des Standards und Richtlinien Handbuches: (Jenny, Abb. 1.35, S. 47)

28 UKPA 28 Informationssystem-Projekt Richtlinien für die Projektabwicklung Projekthandbuch (PHB): beinhaltet organisatorische Regelungen für die Projektorganisation und -durchführung PHB ist ggf. Teil des S&R Handbuches *Ziele: Grundlagen der Abwicklungsziele festlegen Arbeitsweise im Projekt festlegen Verbindliche Richtlinie für die Zusammenarbeit Zuweisung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen an beteiligte Stellen Festlegung der Projektorganisation

29 UKPA 29 Informationssystem-Projekt Richtlinien für die Projektabwicklung Grundlage zur Erteilung detaillierter Aufträge im Rahmen des Projektes Unterstützung bei der Erstellung und Ausarbeitung notwendiger Verträge Festlegung des obligatorischen Outputs der aus den im PHB angeführten Tätigkeiten *Kommentar: es ist sehr wichtig, daß die Richtlinien für die Projektabwicklung offen gehalten werden, um das Projekt- team nicht zu behindern, sondern zu unterstützen. dazu dient: Tailoring: Mit dem Tailoring werden die nichtrelevanten Tätigkeiten, die im PHB angeführt sind, gestrichen. Damit wird gewährleistet, daß der Aufwand für jedes Projekt situationsgerecht ist.

30 UKPA 30 Informationssystem-Projekt Richtlinien für die Projektabwicklung Metamodell eines Projekthandbuches: (Jenny, Abb1.36, S. 49)

31 UKPA 31 Key-PHB Übergreifende Standards, Organisationsübersichten und Projektqualifikationswerte etc. werden im Key-PHB aufgeführt. Literaturverzeichnis, Glossar, Definitionen Den Benutzer unterstützende Schriften sind in diesem Modul aufgeführt, so dass er diese in der Bibliothek einfach finden kann. Auch das Glossar und die Definitionen werden in dem Grad aufgebührt, dass es für den Anwender unterstützend ist. Projektmanagement Das Modul Projektmanagement enthält die allgemeingültigen Projektleiter-Aufgaben sowie die Vorgaben des Problem- und Änderungsmanagements, des Konfigurationsmanagements, des Risikomanagements sowie des Qualitätsmanagements. Informationssystem-Projekt Gliederungsschema für ein Projekthandbuch

32 UKPA 32 Vorgehensmethode Hier werden die in einer Firma angewandten Vorgehensmodelle und ihre Anwendungsberechtigungen erläutert. Projektorganisation Hier werden die Gremien (Stellen und Instanzen) und Organisationsformen, die innerhalb einer Firma für ein Projekt gebildet werden müssen oder können, aufgeführt. Im weiteren können weitere zusätzliche institutionelle Werte (z.B. Informationssystem etc.) aufgeführt werden, die in den Projekten ihre Anwendung finden. Dokumentation Hier werden alle notwendigen Vorgaben (Schlüsselwerte, Strukturen etc.) bezüglich der zu erstellenden Dokumentation aufgefiihrt. So auch die Strukturen der externen Projektsicht, z.B. Verträge, Pflichtenhefte etc. Informationssystem-Projekt Gliederungsschema für ein Projekthandbuch

33 UKPA 33 Phasenmodell und Problemlösungszyklus Hier werden alle Tätigkeiten und Ergebnisse, die in einer Phase oder in einem Phasenzyklus durchgefiihrt respektive erstellt werden können, aufgeführt. Qualitätssicherungssystem In diesem Modul sind die Vorgaben bezüglich des gewünschten Qualitätsstandards aufgeführt. Checklisten In diesem Modul werden Checklisten definiert, die bei einem Review oder Audit von Ergebnissen zur Anwendung gelangen. Methoden/Techniken Hier werden die Methoden/Techniken beschrieben, die in einem Projekt zur Anwendung gelangen sollen. Instrumente/Tools Abgestimmt auf die Methoden erfolgen hier Beschreibungen über die einzusetzenden Tools. Informationssystem-Projekt Gliederungsschema für ein Projekthandbuch

34 UKPA 34 Informationssystem-Projekt Gliederungsschema für ein Projekthandbuch Musterergebnisse Aufgrund von Aktivitäten und dem Ergebnismodell aus dem Modul "Phasenmodell" werden hier Musterergebnisse als Richtgrössen aufgeführt. Organisationsentwicklungskonzept Insbesondere bei Informatikprojekten ist es wichtig, daß das Organisationsentwicklungskonzept mit berücksichtigt wird. Das heißt, daß neben den funktionalen auch die sozio-psychologischen Veränderungen zum richtigen Zeitpunkt vorgenommen werden sollten. Konfigurationsmanagement Um sicherzustellen, daß ein Produkt bezüglich seiner funktionellen wie auch seiner äußeren Merkmale eindeutig identifizierbar ist, wird das Konfigurationsmanagement im PHB ausführlich beschrieben. Innerhalb des Konfigurationsmanagements muß auch das Change- /Änderungsmanagement beschrieben werden.

35 UKPA 35 Informationssystem-Projekt Projektabwicklung Gliederung des Projektmanagements: (Jenny, Abb. 1.40, S. 62)

36 UKPA 36 Vorgehensmodelle, Lebenszyklus-Modelle Informationssystem-Projekt Projektabwicklung Projektdurchführung : ProjektphasenProblemlösungszyklus Projektdurchführungstechniken, z.B.: Requirements Engineering, UML, Risikoanalyse, Entscheidungsbaum,... Vorgehensmodelle, Lebenszyklus-Modelle

37 UKPA 37 IS-Projekt Vorgehensmodelle, SW-Lebenszyklus verschiedene Vorgehensmodelle zur Entwicklung/Wartung von Software SW-Lebenszyklus: beschreibt die Phasen, die ein SW- Projekt durchlebt; jede Phase ist mit spezifischen Aktivitäten sowie der Erstellung/Ergänzung vordefinierter Dokumente verbunden; die Vorphasen: Zielanalyse und Planung sind nicht in allen Modellen berücksichtigt

38 UKPA 38 IS-Projekt Vorgehensmodelle, SW-Lebenszyklus *Überblick über Lebenszyklus-Modelle: reines Wasserfallmodell und Wasserfallmodell mit Rückkopplung/Validierung Wasserfallmodell mit Rapid Prototyping in Analysephase evolutionäres/inkrementelles Vorgehensmodell exploratory Programming operationales Modell mit formalen Transformationen: formale Anforderungsspezifikation wird schrittweise durch automatisations-unterstützte Transformationen in ein exkutierbares Programm übergeführt Spiralenmodell

39 UKPA 39 IS-Projekt das Wasserfall-Modell Wasserfallmodell [Boehm, 1981]mit Rückkopplung

40 UKPA 40 IS-Projekt das Wasserfall-Modell *Charakteristika des Wasserfallmodells: Phasen werden strikt sequentiell abgearbeitet und abgeschlossen; Ergebisse einer späteren Phase fleßen nur sehr beschränkt in die Überarbeitung einer früheren Phase ein; konstruktivistisches Vorgehen im Gesamtsystem Aufbau auf validierten Dokumenten als Zwischenergebnisse starres Modell, Abweichungen vom ursprünglichen Plan nicht vorgesehen; unterstützt jedoch kompakte, zielstrebige Projektentwicklung; zeiteffizient, jedoch hoch riskant bei neuartigen Anwendungen Anwendung: bei gut bekannten Vorhaben mit wenig Neuigkeitsgrad

41 UKPA 41 IS-Projekt - das Wasserfall-Modell mit Rapid Prototyping Modell zur Erweiterung des Wasserfallmodells um die Erstellung eines Prototyps in der Analysephase: Prototyp dient lediglich der Klärung der Anforderungen, er fließt nicht in das endgültige System ein; Nachteil: Kosten; Vorteil: fundiertere Anforderungsspezifikation möglich, verkleinert das Risiko, ein unbrauchbares System zu entwickeln (Sommerville Abb. 6.2, S. 107)

42 UKPA 42 IS-Projekt - Exploratory Programming Vorgehen: Entwicklung eines Prototyps aus der (groben) Anforderungsspezifikation; schrittweise Verfeinerung/ Modifikation dieses Prototyp-Systems bis das gewünschte Verhalten erzielt wird Vorteil: System weist gewünschte Funktionalität auf Nachteile: durch die zahlreichen Änderungen bei der Entwicklung, hat das System keine stabile Struktur; System ist nicht oder nur sehr schwer wartbar Anwendung: bei AI-Anwendungen, z.B. bei Expertensystemen, für die vhll-Entwicklungsumgebungen existieren und das Funktionieren des Systems vorrangig ist.

43 UKPA 43 IS-Projekt - das evolutionäre/ inkrementelle Vorgehensmodell Ziel: Vereinigung der Vorteile des explorativen Programmierens mit jenen des disziplinieten Verfolgens des Wasserfallmodells Vorgehen: frühes Festlegen der Systemarchitektur als Rahmen; Zerlegung des Systems in Teilsysteme, die inkrementell entwickelt werden; jedes Teilsystem wird entsprechend des Wasserfallmodells entwickelt, so daß entsprechende Dokumente erstellt und validiert werden; Teilsysteme werden inkrementell ausgeliefert;

44 UKPA 44 IS-Projekt - das evolutionäre/ inkrementelle Vorgehensmodell das Feedback der Benutzer zu früheren Teilsystemen kann bei der Entwicklung der weiteren Teilsysteme berücksichtigt werden Vorteile: - Pläne und Dokumentation werden für jedes Teilsystem erzeugt: erleichtert das Management des Projektes; - übliche Software-Prozeß-Standards können eingehalten werden: erleichtert die Wartbarkeit, Qualitätssicherung; - Teilergebnisse liegen früh vor: das Risiko einer Gesamt- fehlentwicklung wird minimiert ; - Auftraggeber haben wichtige Teilsysteme früh verfügbar; die frühe praktische Erfahrung wirkt sich positiv auf die weiteren Planungsschritte aus;

45 UKPA 45 IS-Projekt - das evolutionäre/ inkrementelle Vorgehensmodell - kleine Teilprojekte sind für Auftraggeber, Entwickler und Anwender handhabbarer und führen zu schnellem Feedback bzw. Korrekturmöglichkeiten; - Einsparung beim Auftraggeber durch frühe Einführung; - Auftraggeber haben wichtige Teilsysteme früh verfügbar; die frühe praktische Erfahrung wirkt sich positiv auf die weiteren Planungsschritte aus; Nachteile: - führt gelegentlich zu Problemen bei Verträgen; - Zerlegung in abgegrenzte Teilsysteme nicht bei jeder Aufgabenstellung sinnvoll durchführbar.

46 UKPA 46 IS-Projekt - das evolutionäre/ inkrementelle Vorgehensmodell Graph zum Vorgehen im Rahmen des evolutionären/ inkrementellen Modells: (Sommerville, Abb. 6.3, S. 109)

47 UKPA 47 IS-Projekt das Spiralenmodell [Boehm, 1986] mächtigste Erweiterung des Wasserfallmodells: basiert auf der Integration verschiedener Ansätze wie z. B. Prototyping, evolutionäre Etwicklung, Einbeziehung von Validierungsschritten beinhaltet auch Software-Management Aspekte wie Phasenplanung, Risikoanalyse, Wirtschaftlichkeitserwägungen, etc. grundlegende Ideen: - Phasen werden zyklisch aneinandergereiht; - in jeder Phase werden die gleichen Schritte verfolgt: * Bestimmung von Zielen und Alternativen; * Evaluierung; * Durchführung u. Validierung; * Planung der folgenden Phase.

48 UKPA 48 IS-Projekt das Spiralenmodell Anmerkungen zur Graphik: Beginn: im Koordinatenursprung die radiale Dimension repräsentiert die kummulativen Kosten aller vorangehenden Schritte; der Winkel repräsentiert den Fortschritt, der innerhalb jedes Zyklus der Spirale erzielt wurde; in jedem Zyklus werden die gleichen Schritte durchlaufen: für jedes Subsystem sowie für jede Entwicklungsphase; Beginn: Planungsphase; Ende: Kodierung/Inbetriebnahme

49 UKPA 49 IS-Projekt das Spiralenmodell *Beispiel zu einem typischen Zyklus der Spirale: Beginn: Identifikation der Ziele der Phase des (Teil)produktes, welches im Entwicklungsprozeß steht Identifikation der alternativen Mittel zur Realisierung obiger Ziele (z.B. Design A, Design B, reuse, Ankauf) Identifikation der Randbedingungen auf die Anwendung obiger Alternativen (z.B. Kosten, Termine, Personal) Evaluierung der Alternativen hinsichtlich Unsicherheiten und somit Risiken der Entwicklung; Formulierung einer kosteneffektiven Strategie zur Minimierung der Risiken, z.B. Benutzerbefragung, Prototyping, Simulation,

50 UKPA 50 IS-Projekt das Spiralenmodell Feststellung des Restrisikos: falls gering, dann - Beschreiten der nächsten Phase des Wasserfallmodells, ggf. mit Einbeziehung der inkrementellen Entwicklung - falls groß, dann weiteres Prototyping; Fortsetzung der Risiko-Resolution; Review und Validierung des Zyklus, inklusive des groben Plans für den nächsten Zyklus; Detailplan für den folgenden Zyklus: dieser kann z.B. die Partitionierung des Produktes in inkremenelle Teilprodukte für ein evolutionäres Vorgehen enthalten; Teilprodukte können für die Entwicklung durch andere Organisationen bestimmt werden.

51 UKPA 51 IS-Projekt - Umsysteme der Projektabwicklung andere Projekte; Beziehungen/Abhängigkeiten zwischen Projekten müssen klar geregelt werden Unternehmensführung und Auftraggeber; liefern Mittel/Unterstützung für das Projekt Beziehungen zum bearbeiteten System; wichtigstes Umsystem, das selbst verändert wird - diese Veränderungen sollten (dynamisch) berücksichtigt werden! intensive Zusammenarbeit zwischen Projektleiter und Leiter des zu verändernden Systems sind für Erfolg erforderlich.

52 UKPA 52 IS-Projekt - Einflußgrößen Rahmenbedingungen Entwicklungsbezogene Rahmenbedingungen: Häufigkeit von Änderungen auf der Entwicklungsbasis Nutzung der Entwicklungsmethoden und Tools Bearbeitungszyklus Unterstützung durch Test- und Prüfverfahren Qualitätssicherung Projektbezogene Rahmenbedingungen: Entwicklungszeit Entscheidungskraft der Leitung Arbeitsaufteilung, Projektstruktur Qualität des Projektmanagements Einsatz von Projekt management-Techniken

53 UKPA 53 IS-Projekt - Einflussgrößen Rahmenbedingungen Firmenbezogene Rahmenbedingungen: Leitbild/Unternehmensphilosophie Standards und Richtlinien Entwicklungsstand des Produktes Wirtschaftlichkeitsvorgaben Personal- und Anwendungsbezogene Rahmenbedingungen: Betroffene Gruppen, Mentalität, Ausbildungsgrad Verfügbarkeit des Personals, Leistungswille Produktbezogene Rahmenbedingungen: Größe des Entwicklungsbereichs (Konzern, Abteilung…) Modularität und Komplexität Wiederholungshäufigkeit des Prozesses

54 UKPA 54 IS-Projekt - Einflußgrößen Restriktionen Umweltbezogene Restriktionen: Technologie Computerrestriktionen (z.B. Prozessorart) Verordnungen (ein Hersteller schreibt etwas vor) Internationale Übermittlungsprotokolle Firmenbezogene Restriktionen: werden bei der Projektinitialisierung definiert: Vorgehensvorgaben Vorgaben bzgl. der elaubten Konsequenzen Termine, Kosten, eingesetztes Personal Veränderungserlaubnis Beispiel: das Projekt muß mit dem Tool X entwickelt werden

55 UKPA 55 IS-Projekt - Einflußgrößen Restriktionen Risikobezogene Restriktionen Managementrisiko Technisches Risiko Soziales Risiko Systembezogene Restriktionen: vor- oder nachgelagerte Stellen/Prozesse geben Größen vor, die eingehalten werden müssen; Beispiel: Das System muß einem vorgegebenen Standard entsprechen Die Durchlaufgeschwindigkeit eines Geschäftsprozesses darf eine Maximaldauer nicht überschreiten Der Geschäftsprozeß darf maximal n Arbeitsstellen durchlaufen,...

56 UKPA 56 IS-Projekt - Erfolgsfaktoren Definition: Ein Projekterfolg liegt vor, wenn die vom Auftraggeber gewünschten Resultate mit den vorgesehenen Mitteln innerhalb der vorgesehenen Zeit in der geforderten Qualität vorliegen. Projekterfolg ist primär abhängig von: System der Projektabwicklung (Development World) System, das entwickelt wird (System World) Definition: Unter Erfolgsfaktoren in einem Projekt versteht man die Voraussetzungen, die wesentlich zur Erreichung der Merkmale erfolgreicher Projekte beitragen.

57 UKPA 57 IS-Projekt - Erfolgsfaktoren Die fünf Erfolgsfaktoren-Gruppen: (Jenny, Abb.1.57, S. 85)

58 UKPA 58 IS-Projekt - Erfolgsfaktoren PM-Funktionen: Zielsetzungen genau definieren und Projektmitarbeitern mitteilen; ausreichender, angepaßter Detaillierungsgrad der Planung; geordnetes Berichtswesen, Dokumentation, Kontrollen,… Projekteam-Umwelt: umfaßt: Auftraggeber, Sponsoren, Benutzer stetiges Involvieren des Auftraggebers; Benutzer ins Projekt integrieren; rechtzeitige Information und Koordination aller Betroffenen;...

59 UKPA 59 IS-Projekt - Erfolgsfaktoren Projektabwicklungs-Instrumente: umfassen: eingesetzte Methoden, Techniken, Tools; Instrumente sollen situationsgerecht eingesetzt werden; Gliederung von Projekten in Phasen entsprechend Gesamtkonzept; eingesetzte Hilfsmittel müssen einwandfrei funktionieren u. Benutzer müssen mit ihnen professionell umgehen können; … Personen: qualifiziertes Team erforderlich; Teamfähigkeit, Erfahrung,… Organisation: Aufgrund der Einmaligkeit jedes Projektes sollte die Organisation unbürokratisch und flexibel sein.

60 UKPA 60 IS-Projekt - Risiken Definition: Projektrisiko: Höhe des Schadens, den ein Unternehmen erleidet, wenn die Projektziele nicht erreicht werden. Risikoentschärfung: permanenter Gebrauch von Erfolgsfaktoren; wiederholte Risikoanalyse, z.B. gemäß Spiralenmodell; Einsatz entsprechender Unterstützungsverfahren Risiken während des Projektablaufs können aufgedeckt werden durch: Projektplanung überprüfen, Durchführen von Reviews, Einbringen von Erfahrungen aus früheren Projekten,...


Herunterladen ppt "UKPA 1 II Das Unternehmen als Kontext der Projektabwicklung Produktionsfaktor: Information (vgl. Systemwürfel) soll in geeigneter Form entsprechend definierter."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen