Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 2 Nach DIN 69901 ist unter Projektorganisation die.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 2 Nach DIN 69901 ist unter Projektorganisation die."—  Präsentation transkript:

1

2 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 2 Nach DIN ist unter Projektorganisation die Gesamtheit der Organisationseinheiten und der aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen zur Abwicklung eines bestimmtes Projektes zu verstehen. Aus dem Praxisleitfaden des BMI, S. 11f.: Bei der Konzipierung einer Projektorganisation geht es darum, Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung zielgerichtet auf die Mitarbeiter zu verteilen. Die Wahl der zweckmäßigen Projektorganisation hat weitreichende Konsequenzen für die zukünftige Projektarbeit. Hier werden die Rollen und Handlungsspielräume sowie die Verfügbarkeit aller Projektbeteiligten definiert. Die Projektorganisation stellt eine für die Durchführung eines Projekts eingerichtete Sekundärorganisation dar, die in die bestehende Primärorganisation integriert werden muss.

3 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 3 In die Projektorganisation sind einige Instanzen direkt oder indirekt involviert: Der Auftraggeber (Projektträger) erteilt den Projektauftrag und sorgt für die Rahmenbedingungen für eine effektive Projektabwicklung. Der Projektleiter trägt die Gesamtverantwortung für das Projekt. Er ist für die Planung, die auftragsgerechte Durchführung, die Steuerung und Überwachung zuständig und verantwortlich. Er koordiniert, organisiert und kommuniziert die Projektarbeit. Das Projektteam ist für die operative Abwicklung der Projektarbeit zuständig. Häufig werden zur Überwachung und als Entscheidungsinstanz im Sinne einer Unterstützung des Auftraggebers ein Lenkungsausschuss (Steuerungsgremium) eingesetzt. Weiterhin sind die Betroffenen (Kunde, Vertreter der Fachabteilungen bzw. Benutzer, Betriebsrat, etc.) und Spezialisten, Gutachter, Berater, Datenschutzbeauftragte, etc. einzubeziehen.

4 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 4 Größe, Zeitrahmen und Arbeitsintensität bestimmen den Freistellungsgrad der involvierten Mitarbeiter. Mitarbeiter können vollständig oder zeitweise freigestellt werden. Die Kompetenzen der Linien- und Projektorganisation ergeben sich aus der gewählten Organisationsform. Durch die Organisationsform werden Weisungskompetenz, Handlungsspielräume für den Projektleiter und Verfügbarkeit der Projektmitarbeiter bestimmt. Für die Aufbauorganisation haben sich in der Praxis drei Organisationsformen herauskristallisiert: Reine Projektorganisation (Task Force) Einfluss-Projektorganisation (Stabs-Projektorganisation) Matrix-Projektorganisation

5 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 5 Reine Projektorganisation (Task Force) Es entsteht eine neue Organisationseinheit. Die Mitarbeiter werden aus der Linienorganisation freigestellt und externe werden direkt in die Projektorganisation eingeordnet. Der Projektleiter erhält die gesamte Weisungs- und Entscheidungsbefugnis und somit die Gesamtverantwortung. Der Projektleiter hat die Verfügungsgewalt über alle Ressourcen. Diese Organisationsform eignet sich für große und komplexe Projekte.

6 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 6 Vorteile: Volle Konzentration auf das Projekt Hohe Identifikation Eindeutige Weisungsbefugnis Schnelle Reaktion Nachteile: Starke Kapazitätsbindung Gefahr der Isolierung Gefahr der Spezialisierung Probleme bei der Wiedereingliederung Reine Projektorganisation

7 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 7 Einfluss-Projektorganisation (Stabs-Projektorganisation) Der Projektleiter hat eine Stabsstelle inne und die Rolle eines Projektkoordinators. Er hat kein Entscheidungs- und Weisungsrecht. Entscheidungen werden in der Linie getroffen. Er erstellt die Pläne für das Projekt. Er überwacht den Projektfortschritt, bestimmt die Art und Weise der Projektdurchführung, koordiniert die Projektarbeiten und hat die Berichtspflicht. Er sorgt für Akzeptanz bei den Instanzen. Er ist auf die Unterstützung der Linienmanager angewiesen. Diese Organisationsform ist nur für kleinere oder mittlere Projekte zu empfehlen.

8 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 8 Vorteile: Geringfügige Umstellungen Hohe Flexibilität kostengünstig Keine Wiedereingliederung Nachteile: Kompetenzschwierigkeiten Problem der aufgabenbezogenen Dezentralisierung Schwierige Kontrolle Geringere Identifikation Einfluss-Projektorganisation

9 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 9 Matrix-Projektorganisation Es handelt sich um eine Mischform aus Einfluss-Projektorganisation und reiner Projektorganisation. Es findet eine Kompetenzaufteilung zwischen Projektleiter und Linieninstanz statt (Mehrliniensystem). Die Projektmitarbeiter sind dem Projektleiter fachlich unterstellt und ihren Linienvorgesetzten disziplinarisch. Die Mitarbeiter arbeiten zeitanteilig an Projekt- und Abteilungstätigkeiten. Die Matrix-Projektorganisation wird empfohlen, wenn das Know- how mehrerer Mitarbeiter zeitlich begrenzt benötigt wird.

10 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 10 Vorteile: Optimale Kapazitätsauslastung Definierte Zuständigkeit Stärkung der Verantwortlichkeit Keine volle Herauslösung der Mitarbeiter Nachteile: Konfliktpotential Trennung der Weisungsbefugnis Höhere Qualifikation der Mitarbeiter erforderlich großer Kommunikationsbedarf Matrix-Projektorganisation

11 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 11 Kriterien für die Wahl der Projektorganisation KriterienReine POEinfluss-POMatrix-PO Bedeutung für das Unternehmen sehr großgeringgroß Größe des Projektssehr großklein/mittelgroß Risiko der Zielerreichung hochgeringmittel TechnologieanspruchneuStandardhoch Projektdauerlangkurzmittel/lang Komplexitätsgradhochgeringmittel MitarbeitereinsatzpermanentnebenamtlichTeilzeit Es kann sinnvoll sein, im Projektverlauf die Form zu wechseln.

12 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 12 Instanzen und Rollen Bei der Bildung von Stellen für eine Projektorganisation sind eindeutig festzulegen: Aufgaben Kompetenz Verantwortung Dabei gilt der Grundsatz von Einheit und Kongruenz. Rollen: Projektträger (Auftraggeber) Projektleiter Mitarbeiter in der Projektgruppe Fachmitarbeiter (Anwender)

13 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 13 Projektträger (Auftraggeber) Aufgaben Projektauftrag Zielvorgabe Vorgabe von Budget und Zeit Ernennung des Projektleiters Durchsetzung der Unternehmensinteressen gegenüber dem Projektleiter Abstimmung mit dem Lenkungsausschuss Überwachung des Projektfortschritts Meilensteinentscheide und Entscheidung in Ausnahmefällen Kontrolle und Abnahme der Projektergebnisse Verantwortung für die Ergebnisse, also Finanz-, Sach- und Terminverantwortung Kompetenz zur Gänze

14 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 14 Der Projektleiter Aufgaben Initialisierung und Definition des Projekts Entwicklung der Arbeitspakete und der Aufgabenprozesse Planung, Steuerung und Kontrolle der einzelnen Projekttätigkeiten Überwachung der Termine und des Budgets fachliche und evtl. disziplinarische Führung der Projektmitarbeiter Qualitätskontrolle Arbeits-, Ergebnis- und Informationskoordination Schaffung der Voraussetzung für die Projektdurchführung Information des Auftragsgebers bzw. Lenkungsausschusses Gewährleistung des Projektabschlusses Vertretung des Projekts nach außen Verantwortung für die Ergebnisse (s.o.), Führung des Projekts Kompetenz abgeleitete Entscheidungsbefugnisse Arbeitsauftragsvergabe an Teammitglieder Disposition über Projekt-Ressourcen

15 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 15 Mitarbeiter in der Projektgruppe Aufgaben Ausarbeitung von Lösungsentwürfen Durchführung der Arbeitspakete Test und Qualitätskontrolle für seine Tätigkeiten Unterstützung bei der Einführung Berichtspflicht Verantwortung Durchführung und Dokumentation der eigenen Arbeiten persönliche Ergebnisverantwortung Kompetenz für die Durchführung der Teilaufgaben notwendige und aus der des Projektleiters abgeleitete Kompetenz persönliche Ergebnisverantwortung Information und Kommunikation mit anderen Teammitgliedern und ggfs. den Anwendern

16 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 16 Fachmitarbeiter (Anwender) Aufgaben Unterstützung bei der Istanalyse Darstellung der Geschäftsprozesse Bereitstellung von Formularen und Dokumenten Formulierung der Anforderungen Überprüfung der Resultate Meldung von Fehlern Freigabe der Ergebnisse Kooperation Verantwortung Korrektheit und Vollständigkeit der Anforderungen Abnahme der Ergebnisse Wahrung der Interessen der Fachabteilung Kompetenz für die Freigabe für die Mitarbeit (Freistellung) Veranlassung von Mängelbeseitigung

17 IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 17 Gremien: Übergreifende oder projektbegleitende Gruppen, in Form von Ausschüssen (dauerhaft) oder Kollegien (zeitlich befristet) zur Unterstützung bei der strategischen Planung und Steuerung eines Projekts zur Sicherstellung eines umfassenden Informationsflusses Arten: Planungs- und Kontrollgremium Steuerungsgremium Entscheidungsgremium Kommunikationsgremium Beratungsgremium In der Praxis werden die Gremien häufig zu einem IT-Lenkungsausschuss zusammengefasst. Als Praxisbeispiel folgt die Regelung bei sd&m (Grün, Vortrag vom ):

18

19

20

21

22


Herunterladen ppt "IT-Projektmanagement, Vorlesung Sommersemester 2013 Prof. Dr. Herrad Schmidt SS 13 Kapitel 4 Folie 2 Nach DIN 69901 ist unter Projektorganisation die."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen