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Lehrplan 21 – Willkommen zur Informationsveranstaltung!

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Präsentation zum Thema: "Lehrplan 21 – Willkommen zur Informationsveranstaltung!"—  Präsentation transkript:

1 Lehrplan 21 – Willkommen zur Informationsveranstaltung!
Veranstalter: Amt für Volksschule Kanton Thurgau Durchführungen: 2. Juli 2013 in Amriswil, 13. August 2013 in Frauenfeld, 20. August 2013 in Kreuzlingen, jeweils Uhr Total Anzahl Teilnehmer: ca. 950 Lehrpersonen, Behördenmitglieder und weitere Interessierte Referentin: Sandra Bachmann, Abteilungsleiterin Schulevaluation und Schulentwicklung, Gesamtprojektleiterin Einführung Lehrplan 21 im Thurgau

2 Ziele der Informationsveranstaltung für Lehrpersonen, Behörden und weitere Interessierte
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen, warum und wie der Lehrplan erarbeitet wurde; kennen die Ausrichtung und den Aufbau des Lehrplans 21; können sich kompetent an der Vernehmlassung beteiligen; fühlen sich gut informiert im Hinblick auf den Lehrplan 21. Zur Vertiefung: lehrplan.ch > Zur Konsultation (insb. «Rahmeninformationen») Im Lehrplan 21: «Überblick und Anleitung» und «Einleitung» Präsentation auf schuleTG «Startpaket»: Sie erhalten heute Abend die Grundlagen präsentiert, die man kennen muss, wenn man sich mit dem LP21 auseinandersetzt und mitreden will. Die nun folgenden Informationen können von der Website des Lehrplanprojekts lehrplan.ch heruntergeladen werden. Besonders empfohlen werden nebst den Fachbereichen die Kapitel «Überblick und Anleitung» sowie «Einleitung». Zudem kann die Präsentation mit Notizen von schuleTG heruntergeladen werden. Sie als Teilnehmer der Infoveranstaltungen werden per Mail benachrichtigt. > Filmsequenz 1: Was kannst du schon gut? Juli / August 2013 Informationsveranstaltungen LP21, S. Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung TG

3 Gut zu wissen – in aller Kürze
Kompetenzorientierung: Die Anwendbarkeit von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten steht im Vordergrund. Kompetenzaufbau über die ganze Volksschulzeit Drei Zyklen Fachbereichskonzept mit teilweise neuen Akzenten (NMG, WAH) Differenzierung - Mindestanspruch - weiterführende Kompetenzen «…und susch weiss i nix meh!» - dabei können die Kinder aus dem Film schon eine ganze Menge, einiges sogar besonders gut! Seien es fachliche Kompetenzen wie «gut rechnen können» / «ich bin stark im Voci-Test» oder überfachliche Kompetenzen wie «fair spielen» / «helfen beim Basteln» – all dies können die Kinder aus einer Thurgauer Volksschulgemeinde. Um das Beschreiben dieses «Könnens» geht es im Lehrplan 21. Hier die wichtigsten Begriffe und Neuerungen: «Kompetenzorientierung»: Anwendbarkeit von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten steht im Vordergrund Kompetenzaufbau über die ganze Volksschulzeit Drei Zyklen Fachbereichskonzept mit teilweise neuen Akzenten (NMG, WAH) Differenzierung - Mindestanspruch - weiterführende Kompetenzen Juli / August 2013 Informationsveranstaltungen LP21, S. Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung TG

4 Der Lehrplan 21 Wie ist der Lehrplan aufgebaut? Was ist seine Ausrichtung? Hinweis auf geändertes Logo (Thurgauer Logo – Produktelogo Lehrplan 21) Foto: Claudio Minutello

5 Fachbereiche Hier sehen Sie die Fachbereiche des Lehrplans 21. Der Lehrplan 21 wird für alle Pflicht- und Wahlpflichtbereiche entwickelt. Zusätzliche kantonale Bildungsangebote und/oder Freifächer (wie Chorsingen, zusätzliche Angebote in Gestalten oder Sport) sind nicht Bestandteil des Lehrplans 21. Der Fachbereich Sprachen umfasst Deutsch, die erste und zweite Fremdsprache sowie Italienisch. Dann folgt der Fachbereich Mathematik. Der Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft wird auf der Sekundarstufe I in vier Fachbereiche aufgeteilt: Natur und Technik (mit Biologie, Chemie und Physik), Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (mit Hauswirtschaft), Räume, Zeiten, Gesellschaften (mit Geschichte, Geografie), Ethik, Religionen, Gemeinschaft (mit Lebenskunde). Dann folgen die Fachbereiche Bildnerisches Gestalten sowie Textiles und technisches Gestalten / Musik / Bewegung und Sport Als Klammer sehen Sie die überfachlichen Kompetenzen und die fächerübergreifenden Themen, die in alle Fachbereiche einfliessen.

6 Drei Zyklen Einteilung der elf Schuljahre in drei Zyklen
Lehrplan ist in allen Schulstrukturen einsetzbar Die Grundkompetenzen sind auf das Ende der 2., 6. und 9. Klasse definiert worden. Der Lehrplan der Romandie ist ebenfalls in diese drei Zyklen eingeteilt. Der Lehrplan 21 umfasst insgesamt elf Schuljahre: Zwei Jahre Kindergarten, sechs Jahre Primarschule sowie drei Jahre Sekundarstufe I. Er unterteilt diese elf Jahre in drei Zyklen. Der erste Zyklus umfasst die beiden Kindergartenjahre sowie die 1. und 2. Klasse der zweite Zyklus die heutige 3. bis 6. Klasse und der 3. Zyklus die 7. bis 9. Klasse. Die Einteilung der elf Schuljahre in drei Zyklen ermöglicht, dass der Lehrplan 21 in den verschiedenen Schulstrukturen der Kantone einsetzbar ist (Kindergarten und Eingangsstufe im 1. Zyklus, unterschiedliche Schultypen im 3. Zyklus). Die Grundkompetenzen (nationale Bildungsziele in Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften) sind auf das Ende eines Zyklus, also das Ende der 2., 6. und 9. Klasse definiert worden. Der Lehrplan der Romandie (PER) ist ebenfalls in diese drei Zyklen eingeteilt.

7 Überfachliche kompetenzen
Überfachliche Kompetenzen sind für eine erfolgreiche Lebensbewältigung zentral. Mit überfachlichen Kompetenzen ist jenes Wissen und Können gemeint, das über alle Fachbereiche hinweg für das Lernen eine wichtige Rolle spielt. Dazu zählen soziale, personale und methodische Kompetenzen. Sie werden über die gesamte Volksschulzeit und in allen Fachbereichen ausgebildet. Der Aufbau von Kompetenzen zur Selbstreflexion, Selbstständigkeit und Eigenständigkeit gehören zu den personalen Kompetenzen. Kooperationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt gehören zu den sozialen Kompetenzen. Die Fähigkeit sich sprachlich auszudrücken, Informationen zu nutzen und Aufgaben respektive Probleme zu lösen gehört zu den methodischen Kompetenzen. Die überfachlichen Kompetenzen sind in den heutigen Lehrplänen ebenfalls vorhanden. In den Thurgauer Lehrplänen (1996, 2002) heissen sie Selbst- und Sozialkompetenz, die Methodenkompetenz erscheint nur am Rande und wird nicht als solche ausgewiesen.

8 fächerübergreifende Themen
Viele Bildungsanliegen lassen sich nicht einem einzelnen Fachbereich zuordnen. Sie werden im Lehrplan als fächerübergreifende Themen behandelt. Als fächerübergreifende Themen gelten im Lehrplan 21 Berufliche Orientierung, ICT und Medien sowie die Fächerübergreifenden Themen unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung. Darunter versteht man: Politik, Demokratie und Menschenrechte; Natürliche Umwelt und Ressourcen; Gender und Gleichstellung; Gesundheit; Globale Entwicklung und Frieden; Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung; Wirtschaft und Konsum. In den Fachbereichslehrplänen sind Bezüge zu den fächerübergreifenden Themen mit Querverweisen gekennzeichnet.

9 FAchbereichslehrpläne
Jeder Fachbereichslehrplan besteht aus den einleitenden Kapiteln (schwarz eingerahmt): «Bedeutung und Zielsetzung», «Didaktische Hinweise» sowie «Strukturelle und inhaltliche Hinweise». Zudem zeigt jeder Fachbereichslehrplan die Kompetenzbereiche und darin wiederum für jede einzelne Kompetenz deren Kompetenzaufbau während der ganzen Volksschulzeit. Alle sechs Fachbereichslehrpläne sind identisch nach diesem Schema aufgebaut – wie auch die beiden fächerübergreifenden Themenlehrpläne ICT & Medien sowie BO. Soweit zum schematischen Aufbau der einzelnen Fachbereichslehrpläne. Aus der Praxis wissen wir, dass Lernprozesse nicht linear nach diesem Modell verlaufen. In einer Unterrichtseinheit arbeiten die Schülerinnen und Schüler immer an verschiedenen Kompetenzbereichen und damit an verschiedenen Kompetenzen gleichzeitig. Auch zeigt die Realität, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler zur gleichen Zeit an der gleichen Kompetenzstufe einer Kompetenz arbeiten. Hier setzt wie bis anhin die Differenzierung des Unterrichts durch die Lehrperson ein: Ein unterschiedlicher Lernstand verlangt nach unterschiedlichen Lernangeboten. In diesem Zusammenhang werden sicherlich weiterhin das Können der Lehrperson und die Lehrmittel eine entscheidende Rolle spielen.

10 Der Kompetenzaufbau Kompetenzbereich Handlungs-/Themenaspekt Kompetenz
Kompetenzstufe Auf der ersten Gliederungsebene sind die Inhalte der Fachbereiche in Kompetenzbereiche aufgeteilt. Die Kompetenzbereiche orientieren sich an Fähigkeiten/Fertigkeiten (z.B. Hören, Lesen, Sprechen, Schreiben in den Sprachen) oder an Themen/Kenntnissen (z.B. Zahl und Variable in der Mathematik). Auf der nächsten Gliederungsebene werden die Kompetenzbereiche in Handlungs- bzw. Themenaspekte strukturiert. Nicht alle Fachbereichslehrpläne enthalten diese Gliederungsebene. Zu jedem Kompetenzbereich bzw. jedem Handlungs- oder Themenaspekt werden Kompetenzen formuliert . In den Kompetenzbeschreibungen wird in den Blick genommen, was Schülerinnen und Schüler am Ende der Volksschule können müssen. Für jede Kompetenz wird der erwartete Kompetenzerwerb in mehreren Kompetenzstufen pro Zyklus beschrieben. In der einzelnen Kompetenzstufe wird formuliert, was Schülerinnen und Schüler auf dieser Stufe können bzw. welche Ausprägung eine Kompetenz hat. Die Kompetenzstufen unterscheiden sich durch die Zunahme von Fakten-, Konzept- und Prozesswissen oder auch durch die höhere Komplexität der Anwendungssituation oder den Grad der Selbstständigkeit. Die Stufenabfolge kann sich aus der fachlichen Logik ergeben. Das bedeutet, dass alles in der vorgängig erworbenen Kompetenzstufe zwingend die Grundlage für die nachfolgenden Kompetenzstufen bildet. Gibt es keine solche fachliche Logik, ist die Reihenfolge der Kompetenzstufen eine Setzung, die der Lehrplan vornimmt. Der Kompetenzaufbau weist unterschiedlich viele Kompetenzstufen auf – je nachdem was für den jeweiligen Kompetenzaufbau fachlich sinnvoll ist.

11 Der Kompetenzaufbau 1. Zyklus 2. Zyklus 3. Zyklus
Die Kompetenzstufen sind den drei Zyklen zugeordnet. An den meisten Kompetenzen wird über alle drei Zyklen hinweg gearbeitet. Einige Kompetenzaufbauten beginnen allerdings nicht zu Beginn des 1. Zyklus sondern zu einem späteren Zeitpunkt, da für ihren Aufbau bestimmte Voraussetzungen in der Entwicklung und im Lernen der Kinder erfüllt sein müssen (=eine leere Zeile am Anfang eines Kompetenzaufbaus). Andere Kompetenzaufbauten werden vor Ende des 3. Zyklus abgeschlossen. 3. Zyklus

12 Verbindlichkeiten Mindestanspruch Orientierungspunkt Mindestanspruch
Auftrag des 1. Zyklus Mindestanspruch Orientierungspunkt Auftrag des 2. Zyklus Mindestanspruch Pro Zyklus ist der Mindestanspruch bezeichnet. Der Mindestanspruch ist diejenige Kompetenzstufe, die spätestens bis zum Ende des jeweiligen Zyklus von allen Schülerinnen und Schülern erreicht wird. Davon ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler mit angepassten Lernzielen. Die Beschreibungen der vorangehenden Kompetenzstufen werden im Text des Mindestanspruchs nicht wiederholt. Sie gehören aber zum Mindestanspruch, und dieser ist nur dann erreicht, wenn auch die Kompetenzstufen vor dem Mindestanspruch erfüllt werden. Die Schülerinnen und Schüler erreichen die Mindestansprüche im Laufe des Zyklus zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Der Auftrag des Zyklus definiert, an welchen Kompetenzstufen in diesem Zyklus verbindlich gearbeitet werden muss. Die Schülerinnen und Schüler müssen im Unterricht die Möglichkeit erhalten, an den Kompetenzstufen, die über den Mindestanspruch hinaus zum Auftrag des Zyklus gehören, zu arbeiten. Damit gehen die Vorgaben des Lehrplans über die Mindestansprüche hinaus. Zusätzlich definiert der Auftrag des Zyklus zuhanden der Lehrmittelschaffenden, für welche Stufen des Kompetenzaufbaus ein Lehrmittel die nötigen Materialien bereitstellen muss. In der Mitte des 2. und 3. Zyklus ist zusätzlich je ein Orientierungspunkt gesetzt. Die Orientierungspunkte legen fest, welche Kompetenzstufen bis zum Ende der 4. Klasse sowie bis zur Mitte der 8. Klasse bearbeitet werden müssen. Sie dienen den Lehrpersonen als Planungs- und Orientierungshilfe. Übergang Primarschule – Sekundarstufe I: Der Unterricht im grundlegenden Niveau zu Beginn der Sek I kann an die Mindestansprüche des 2. Zyklus anschliessen, erweiterte Anforderungen an die Kompetenzstufen des Auftrags. Differenzierungen und Festlegungen für ein mittleres Anforderungsniveau macht der LP21 nicht – hier treffen die Kantone entsprechende Festlegungen. Übergang zur beruflichen Grundbildung und zu weiterführenden Schulen (Sekundarstufe II): Für eine Berufslehre im Anschluss an die obligatorische Schulzeit kann auf die als Mindestansprüche des dritten Zyklus bezeichneten Kompetenzstufen aufgebaut werden (Berufsfachschulunterricht). Schulen mit erweiterten Anforderungen (BMS, FMS und Gymnasien) schliessen an die Kompetenzstufen an, welche als Auftrag des 3. Zyklus bezeichnet werden. Der LP21 enthält aber keine Aussagen zu den Selektionskriterien für den Übertritt in weiterführende Schulen mit erweiterten Anforedrungen – die Kantone definieren auch hier weiterhin die Selektionsverfahren und –kriterien. Auftrag des 3. Zyklus Orientierungspunkt

13 Fachbereich Sprachen – Deutsch
Beispiel eines Kompetenzaufbaus über elf Schuljahre hinweg Beispiel eines Kompetenzaufbaus über elf Schuljahre hinweg: Deutsch > Kompetenzbereich 4 «Schreiben» > Handlungs-/Themenaspekt F «Schreibprozess sprachformal überarbeiten» > Kompetenz «Die Schülerinnen und Schüler können ihren Text in Bezug auf Rechtschreibung und Grammatik überarbeiten.» > Kompetenzstufen mit jeweiligen Mindestansprüchen  Querverweise  Zyklenfilter  Im Downloadbereich können Sie alle Dokumente als PDF herunterladen und bei Bedarf ausdrucken. Bei den Fachbereichen können Sie sich auch nur einzelne Teile ausdrucken lassen, z.B. nur ein Kompetenzaufbau über die ganze Volksschule hinweg, die Kompetenzstufen eines Zyklus, einen Kompetenzbereich, etc. oder nur die einleitenden Kapitel.

14 Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft
Beispiel einer Kompetenzbeschreibung aus dem Fachbereich NMG mit den entsprechenden Querverweisen Beispiel einer aufbauenden Kompetenzbeschreibung aus dem Fachbereich NMG, 1. und 2. Zyklus mit den entsprechenden Querverweisen NMG > Kompetenzbereich 3 «Stoffe, Energie und Bewegungen beschreiben, untersuchen und nutzen.» > Kompetenz 2 «Die Schülerinnen und Schüler können die Bedeutung von Energie und Energieumwandlungen im Alltag erkennen, beschreiben und reflektiert handeln.» > Die Arbeit an dieser Kompetenz beginnt bereits in einer ganz basalen Form im Kindergarten («Arten der Energieumwandlung wahrnehmen und angeleitet darüber sprechen») und setzt sich über den Mindestanspruch Ende der 6. Klasse («können energiebewusst handeln und dies begründen») in der Sekundarschule fort. >> Verweis auf nachfolgende Kompetenzen Querverweise: BNE / TTG Die beiden Beispiele verdeutlichen: Der Lehrplan 21 ist für alle Lehrpersonen, welche im Laufe der elf Schuljahre mit einem Kind oder Jugendlichen arbeiten, eine Orientierungshilfe wo der Lernende steht. Auf welchen Kompetenzstufen kann aufgebaut werden? Woran muss noch gearbeitet werden? Ein solch aufbauender und auch komplexer Kompetenzerwerb erfordert eine kontinuierliche Bearbeitung im Sinne des aufbauenden Lernens – von allen beteiligten Lehrpersonen in gemeinsamer Verantwortung. Dazu braucht es eine langfristige Planung, die Beobachtung und Überprüfung der Zielerreichung im Unterricht und vor allem an den Übergängen die Zusammenarbeit unter den Lehrpersonen. Je nachdem, auf welchem methodisch-didaktischen Repertoire der Lehrpersonen aufgebaut werden kann und je nachdem, wie weit sich eine Schule schon gewohnt ist, gemeinsam an Themen des Unterrichts wie beispielsweise der Differenzierung zu arbeiten, wird das Unterrichten mit dem LP21 eine grössere oder kleinere Herausforderung sein.

15 Kompetenzerwerb: «Das Können Lernen»
Der Lehrplan 21 stellt transparent, verständlich und nachvollziehbar dar, was die Schülerinnen und Schüler wissen und können. Die Kompetenzorientierung signalisiert: Der Lehrplan ist nicht erfüllt, wenn der im Lehrplan aufgelistete Stoff behandelt wurde, sondern erst dann, wenn die Schülerinnen und über das nötige Wissen verfügen und dieses anwenden können. Fachlicher Exkurs zum Thema «Kompetenzerwerb» und der Bedeutung der Kompetenzorienteriung Der Titel der begleitenden Ausstellung des Amtes für Volksschule lautet «Das Können lernen». Moderne Bildungssysteme und neue Lehrpläne orientieren sich an Kompetenzen, so auch der LP21. Das heisst, die Kompetenzen beschreiben, was alle Schülerinnen und Schüler können müssen. Kompetenzorientierung bedeutet, dass das Können im Vordergrund steht. Nach dem Pädagogen Franz E. Weinert ist ein Schüler kompetent, wenn er/sie über Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen, aber auch Bereitschaften, Haltungen und Einstellungen verfügt um in neuen Anforderungssituationen bestehen zu können. Die Kompetenzorientierung signalisiert: Der Lehrplan ist nicht erfüllt, wenn der im Lehrplan aufgelistete Stoff behandelt wurde, sondern erst dann, wenn die Schülerinnen und Schüler über das nötige Wissen verfügen und dieses anwenden können = das «Können lernen». Eine Kompetenz setzt sich sowohl aus fachlichen wie auch überfachlichen Kompetenzen zusammen. Fachliche Kompetenzen beschreiben fachspezifisches Wissen und die damit verbundenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Mit überfachlichen Kompetenzen ist jenes Wissen und Können gemeint, das über alle Fachbereiche hinweg für das Lernen eine wichtige Rolle spielt. Dazu zählen soziale, personale und methodische Kompetenzen. An der Entwicklung dieser überfachlichen Kompetenzen sind alle Fachbereiche beteiligt. Das heisst konkret: Über die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lerngegenständen und Problemlösungen erwerben Schülerinnen und Schüler nicht nur fachbedeutsames Wissen, sondern sie machen auch Lernerfahrungen und erwerben Sach-, Methoden- und Strategiewissen, das sich auf neue Lernzusammenhänge und Anforderungen übertragen lässt. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit Fachinhalten bedeutet somit immer auch ein Lernen, das über das Fachliche hinausgeht. In diesem Zusammenspiel entstehen Kompetenzen. Ein kompetenzorientierter Unterricht gibt den SuS also die Chance, beweglich nutzbare Kompetenzen und nicht nur «träges Wissen» aufzubauen. Die SuS erproben und reflektieren den Nutzen ihres Wissens und Könnens in unterschiedlichen, realitätsnahen Anwendungssituationen. Ob und in welcher Qualität der Kompetenzaufbau gelingt, hängt vom Gehalt der gestellten Aufgaben und der Qualität der Unterstützung bei ihrer Bearbeitung ab.

16 Bedeutung der Kompetenzorientierung
Ein Lern- und Unterrichtsverständnis, das in der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen seit längerem vermittelt wird. Neuere Lehrmittel basieren auf diesem Prinzip. Mit der Orientierung an Kompetenzen ist für die Thurgauer Lehrpersonen kein Paradigmenwechsel verbunden – in unseren heutigen Thurgauer Lehrplänen sind Teile des Unterrichtsprinzips «Kompetenzorientierung» bereits angelegt, zB in der Handlungsorientierung. Allerdings fokussieren die allermeisten der heutigen Lehrpläne noch zu stark auf Inhalte anstelle der Kompetenzen. Das Prinzip der Kompetenzorientierung liegt neueren Lehrmitteln zugrunde.

17 Lehrmittel Die Interkantonale Lehrmittelzentral (ilz) hat eine Grobbeurteilung der Lehrmittelsituation vorgenommen. In den meisten Fachbereichen stehen bereits geeignete Lehrmittel zur Verfügung (insbesondere Deutsch und Mathematik).  Bis zur Einführung des Lehrplans 21 entwickelt sich die Lehrmittelsituation weiter. Überarbeitungen und Neuentwicklungen sind in Arbeit. Die Interkantonale Lehrmittelzentral (ilz) hat eine Grobbeurteilung der Lehrmittelsituation vorgenommen (vgl. dazu > Konsultation > Hintergrund > Lehrmittelbericht) In den meisten Fachbereichen ist die Lehrmittelsituation relativ günstig. In anderen Fachbereichen stehen grössere Anpassungen an. Natur und Technik (Sekundarstufe I) Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (Sekundarstufe I) Räume, Zeiten, Gesellschaft (Sekundarstufe I) Ethik, Religionen, Gemeinschaft (Sekundarstufe I) Musik (alle Stufen) Bis zur Einführung des Lehrplans 21 wird sich die Lehrmittelsituation weiter verbessern. Überarbeitungen und Neuentwicklungen sind in Arbeit.

18 Bedeutung der Kompetenzorientierung
Ein Lern- und Unterrichtsverständnis, das in der Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen seit längerem vermittelt wird. Neuere Lehrmittel basieren auf diesem Prinzip. Die Methodenfreiheit bleibt gewahrt. Neuere Verordnungen und Bildungspläne der Berufsbildung orientieren sich an Kompetenzen  dieses Konzept ist breit akzeptiert und hat sich bewährt. Auch mit der konsequenten Ausrichtung auf Kompetenzen im Lehrplan 21 bleibt die Methodenfreiheit erhalten – hier macht der neue Lehrplan ebenso wenige Vorschriften wie der heute geltende. Und ebenso bleibt die Freiheit der Lehrpersonen, eigene Ideen, Projekte und Spezialwochen durchzuführen mit dem neuen Lehrplan möglich. In der Berufsbildung orientieren sich die neueren Verordnungen und Bildungspläne an Kompetenzen; dieses Konzept ist dort breit akzeptiert und hat sich bewährt. Nach diesem Blick auf die Sekundarstufe II hören wir nochmals den Schülerinnen und Schülern zu, wenn sie darüber sprechen wo sie noch besser werden möchten. Anschliessend machen wir eine kurze Murmelpause. > Filmsequenz 2: «Was möchtest du noch lernen? Wo möchtest du dich verbessern?» Nach den Einblicken, welche uns diese Schülerinnen und Schüler in ihr Verständnis von «Können/Kompetenzen» gegeben haben, darf ich Sie nun zu einer ganz besonderen Innensicht einladen. Aus dem Kanton Thurgau haben zwei Lehrpersonen an der Erarbeitung des Lehrplans 21 tatkräftig mitgewirkt. Es sind dies…

19 Einblicke in den Lehrplan 21 von Lehrpersonen
Silvia Boxler-Güttinger, Schulische Heilpädagogin, VSG Bischofszell Fachbereichteam NMG (1. / 2. Zyklus) Erich Seeger, Sekundarlehrer, VSG Bürglen Fachbereichteam Sprachen (Fremdsprachen) Interview: Xavier Monn, Fachexperte Schulentwicklung, AV Silvia Boxler-Güttinger, Schulische Heilpädagogin, VSG Bischofszell Fachbereichteam NMG (1. / 2. Zyklus) Erich Seeger, Sekundarlehrer, VSG Bürglen Fachbereichteam Sprachen (Fremdsprachen) Ich freue mich sehr, dass Ihr heute hier seid und uns im Interview mit Xavier Monn in der nächsten halben Stunde einige Einblicke gewähren werdet! Juli / August 2013 Informationsveranstaltungen LP21, S. Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung TG

20 Informationen zur Konsultation
Nun kommen wir zu Informationen, die die Konsultation betreffen. Foto: Iwan Raschle

21 Konsultation Ziel der Konsultation ist es, Rückmeldungen zum vorliegenden Lehrplanentwurf einzuholen und den gesellschaftlichen Konsens darüber, was Schülerinnen und Schüler in der Volksschule lernen sollen, zu stärken. Gegenstand der Konsultation ist der ganze Lehrplan 21. Zweigleisiges Verfahren Adressaten D-EDK (gesamtschweizerische oder sprachregionale) Kantone Die gesamtschweizerische Konsultation zum Lehrplan 21 wird von Juli bis Dezember 2013 durchgeführt. Das Ziel der Konsultation ist, Rückmeldungen zum vorliegenden Lehrplanentwurf einzuholen. Zudem geht es darum, den gesellschaftlichen Konsens darüber, was Schülerinnen und Schüler in der Volksschule lernen sollen, zu stärken. Gegenstand der Konsultation ist der ganze Lehrplan 21, so wie er unter zu finden ist. Dabei gibt es ein zweigleisiges Verfahren Zum Einen hat die D-EDK gemäss einer öffentlichen Adressatenliste Verbände, Institutionen und Organisationen auf gesamtschweizerischer oder sprachregionaler Ebene zur Konsultation eingeladen, beispielsweise auch den Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer LCH und den Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz VSLCH. Zum Anderen sind die Kantone zur Stellungnahme eingeladen. Diese Stellungnahme der Kantone wird aufgrund eines spezifischen, kantonsinternen Meinungsbildungsprozesses erarbeitet. Wie dieser im Thurgau abläuft, werde ich Ihnen kurz erläutern.

22 Vernehmlassung im Kanton Thurgau
Alle Unterlagen bei den Vorständen, Präsidien 1. Juli bis 31. Oktober 2013 Eingeladen sind: VTGS, VSLTG, Bildung Thurgau Sonder-, Privat- und Musikschulen Berufsfach- und Mittelschulen, PHTG, Kanton Logopädie, Psychomotoriktherapie, Perspektive Thurgau, TAGEO Landeskirchen, Kommission für Jugendfragen Wirtschaft und Politik: IHK, TGV, TGGB, VTL, Parteien Eine gesamthafte Stellungnahme je Verband, Partei oder Institution, wenn möglich elektronisch! Im Kanton Thurgau dauert die Vernehmlassung vom 1. Juli bis 31. Oktober 2013. Wer ist im Thurgau zur Vernehmlassung eingeladen? Wir halten uns an die gesetzlichen Grundlagen und bewährten Verfahren. Zur Vernehmlassung sind alle Departemente des Kantons Thurgau, die PHTG und die Berufs- und Interessenverbände aus dem Bildungsbereich, der Wirtschaft und der Politik eingeladen. Die Lehrpersonen und Schulleitungen haben so gleich doppelt die Möglichkeit, ihre Anliegen einzubringen: Kantonal über Bildung Thurgau resp. den Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Thurgau sowie auf gesamtschweizerischer Ebene über ihre Dachverbände LCH / VPOD und VSLCH. Somit werden zwei wichtige Stimmen gebührend beachtet. Jeder dieser Vernehmlassungspartner ist eingeladen, bis Ende Oktober eine Stellungnahme abzugeben. Wir haben dazu einen Fragebogen verschickt, der zur Rückmeldung verwendet werden muss. Es würde uns die Arbeit erleichtern, wenn wir die Fragebogen in elektronischer Form zurück erhalten würden. Ich bin sicher, dass die eingeladenen Partnerinnen und Partner die Gelegenheit wahrnehmen und den Lehrplan aus ihrer Position heraus beurteilen werden. Diese breite Sichtweise wird entscheidend zur Qualität des Lehrplans beitragen. Juli / August 2013 Informationsveranstaltungen LP21, S. Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung TG

23 Kann und soll ich an der Vernehmlassung teilnehmen?
Rückmeldungen über Verband, Partei oder Institution; keine Einzelrückmeldungen (ausser Briefkasten  Unterlagen: Fragebogen (Word), Konzept zur Vernehmlassung (www.schuletg.ch), FAQ, Rahmeninformationen zum Lehrplan 21 Möglichkeit zur Mitgestaltung nutzen Interesse des Kantons und des Projekts LP21 – eingeplante Überarbeitungsphase Sie fragen sich vielleicht, wie Sie an der VNL teilnehmen können und wie die Rückmeldung erfolgen soll? Es gibt die Möglichkeit, sich über den Verband, die Partei oder Institution vernehmen zu lassen, Einzelrückmeldungen sind nicht möglich. Um trotzdem Ihre persönliche Meinung, Ihren Kommentare und Hinweis zu erhalten, haben wir auf einen Briefkasten eingerichtet. Die zur Vernehmlassung Eingeladenen haben anfangs Juli alle Unterlagen erhalten, es sind dies: Ein Fragebogen (Word), ein Konzept zur Vernehmlassung ( Fragen und Antworten sowie die Rahmeninformationen zum Lehrplan 21. Wenn Sie sich einbringen möchten, bisher aber noch keine Einladung erhalten haben, so setzen Sie sich mit Ihrem Präsidium oder Ihrer Geschäftsstelle in Verbindung. Bei Fragen können Sie sich gerne an mich wenden (Kontaktangaben im Vernehmlassungskonzept auf schuleTG)- Soll ich an der VNL teilnehmen, lohnt es sich überhaupt? Ich finde, es gibt zwei Gründe sich einzubringen: Mitgestaltung. Der Lehrplan 21 betrifft alle Lehrpersonen in ihrem Kerngeschäft, dem Unterricht! Da lohnt es sich, schon heute diesen Auftrag genauer anzuschauen, ihn kennen zu lernen und die eigene Meinung über den Berufsverband einzubringen. Es ist aber schon so, dass der Einfluss der einzelnen Person – als Teil der Verbandsantwort, welche wiederum Teil einer der 21 Kantonsantworten ist – bescheiden erscheint. Die Kraft der Rückmeldungen entsteht erst durch die Menge. Das Ganze ist keine Alibiübung. Wir vom Kanton und das gesamtschweizerische Projekt sind an Rückmeldungen interessiert. Ich erhoffe mir für den Kanton Thurgau Hinweise auf spezifische Inhalte, die vielleicht noch fehlen oder für die Umsetzungsphase. Das Projekt LP21 führt mit dem detaillierten Fragebogen eine sehr tiefgehende Konsultation durch, welcher 2014 eine Überarbeitungsphase folgt. Was passiert mit den Rückmeldungen der Vernehmlassungspartner im Kanton Thurgau? Am 31. Oktober endet die Vernehmlassungsfrist zum Lehrplan 21 im Kanton Thurgau. Die ausgewerteten Stellungnahmen werden dem Regierungsrat im Dezember zur Verabschiedung unterbreitet und dem Projekt Lehrplan 21 (D-EDK) bis 31. Dezember 2013 zugestellt. Juli / August 2013 Informationsveranstaltungen LP21, S. Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung TG

24 Was will das Projekt von seinen Vernehmlassungspartnern genau wissen
Was will das Projekt von seinen Vernehmlassungspartnern genau wissen? (Aufbau des Fragebogens) Beispiel «Fachbereich Sprachen» – Aufbau des Fragebogens ist für alle Fachbereiche identisch Auch die «Einleitung zum Lehrplan 21, die Überfachlichen Kompetenzen und die Fächerübergreifenden Themen» werden abgefragt Jeweils Auswählen einer Antwort und / oder Bemerkungen setzen. Wichtig ist generell, dass genau angegeben wird, zu welchem Teil des Lehrplans eine Rückmeldung gegeben wird (Marginalien oder die Codes der Kompetenzstufen verwenden). Wir erwarten von unseren Vernehmlassungspartnern, dass sie aus ihrem Blickwinkel eine Rückmeldung zu den Fragen geben, zu denen sie Stellung beziehen können. Vollständigkeit ist also nicht oberstes Ziel. Zu «Lehrplan 21 im Überblick: Haben Sie allgemeine Bemerkungen zum Lehrplan 21?» können allgemeine und formale Rückmeldungen gegeben werden, z.B. zur Benutzerfreundlichkeit der Online-Version oder zum Layout. Nicht zur Diskussion steht der Aufbau des Lehrplans mit den drei Zyklen und der Fachbereichsstruktur, der Einarbeitung der nationalen Bildungsstandards (Mindestansprüche) und des Sprachenmodells der EDK, da diese bereits durch die Vernehmlassung 2009 abgestützt sind (Grundlagenbericht). Wie eine Stellungnahme zustande kommt, überlassen wir unseren Vernehmlassungspartnern im Kanton: Dies kann mit einem Hearing, einer Delegiertenversammlung oder unter Einbezug jedes Einzelnen erfolgen. Wichtig ist am Schluss die Bündelung zu einer Stellungnahme bis 31. Oktober zuhanden von mir. Juli / August 2013 Informationsveranstaltungen LP21, S. Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung TG

25 Nächste Schritte Auswertung der Konsultation (ab Januar 2014)
Überarbeitung des Lehrplans 21 Freigabe des Lehrplans 21 durch die Deutschschweizer Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (Herbst 2014)  Einführung und Umsetzung des Lehrplans in den Kantonen Ab Januar 2014 wird die Konsultation von der D-EDK Geschäftsstelle ausgewertet. Anschliessend beraten und beschliessen die Projektgremien den Überarbeitungsbedarf. Danach wird der Lehrplan 21 überarbeitet. Voraussichtlich im Herbst 2014 wird der Lehrplan 21 durch die Deutschschweizer Erziehungsdirektorinnen und –direktoren freigegeben. Anschliessend entscheidet jeder Kanton gemäss den eigenen Rechtsgrundlagen und Planungen über die Einführung und die hierfür nötigen kantonalen Ergänzungen und Anpassungen. Im Kanton Thurgau sieht das wie folgt aus:

26 Erarbeitung – Einführung – Umsetzung
Der Lehrplan 21 wird voraussichtlich per 1. August 2016 erlassen, danach folgt die lokale Umsetzungsphase. In diesen vier Jahren haben die Lehrpersonen und Schulen Zeit, sich mit Hilfe von individuellen oder kollektiven Weiterbildungen zunehmend mit dem LP21 vertraut zu machen und immer kompetenzorientierter zu unterrichten. Dieser Phase gehen intensive kantonale Vorbereitungsarbeiten voraus: Die Arbeiten des Kernteams und der bestehenden AG Lehrmittel, welche die Situation im Kanton Thrugau untersucht und Anpassungen resp. Optimierungen einleitet. Beispielsweise erarbeitet das AV im Fachbereich NMG eine Unterrichtshilfe, welche die typisch thurgauischen Themen und Inhalte mit den Kompetenzbereichen des LP21 in Einklang bringen wird (Phase I). Phase II ist angelaufen: Die Entwicklung des Supports durch die PHTG, Schulberatung und Schulentwicklung. In der Phase III folgen kurze, obligatorische kantonale Einführungsblöcke Ende 2015 für die Lehrpersonen. Die Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Behörden werden bereits ab diesem Jahr vorbereitet und weitergebildet, da sie Vorlaufzeit brauchen (Planung der Umsetzungsphase). Lassen Sie mich das Kernteam Lehrplan 21 vorstellen. Juli / August 2013 Informationsveranstaltungen LP21, S. Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung TG

27 Kernteam an der Arbeit seit März 2013
Stehend von links: Roland Kreis, Sekundarlehrer; Xavier Monn, Schulentwicklung AV; Christoph Goetsch, Schulleiter; Stephan Nänny, Fachdidaktiker PHTG; Karin König, Schulpräsidentin; Thomas Minder, Schulleiter; Kurt Zwicker, Schulberatung AV; Sandra Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung LP21 Thurgau, AV; Kniend von links: Carole Stebler, Sekretariat AV (ab August: Pierina Lüthi, AV); Kurt Kneubühler, Aufsicht AV; Tanja Kroha, Kindergartenlehrerin; Sabina Stöckli, Mittelstufenlehrerin; Markus Mendelin, Schulpräsident. Juli / August 2013 Informationsveranstaltungen LP21, S. Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung TG

28 In Bearbeitung: Arbeitsfelder mit (Teil-)Aufträgen
Typen und Niveaus der Sekundarstufe I Beurteilung Fachbereichslehrpläne, fächerübergreifende Themenlehrpläne und überfachliche Kompetenzen Querschnittthemen: Supportangebote, Lehrmittel, Verordnungs-anpassungen später: Sonderpädagogik, Stundentafeln, Einleitende Kapitel, Schnittstellen und Übergänge Der Auftrag des Regierungsrates für die kantonalen Vorbereitungsarbeiten erfolgte im Dezember 2012 (vgl. dazu RRB Nr vom 12. Dezember 2012). Das Kernteam bearbeitet im Moment (August 2013) folgende Fragestellungen: Typen und Niveaus der Sekundarstufe I: Wie kompatibel ist die Durchlässige Sekundarschule DLS mit den Ansprüchen und Absichten des Lehrplans 21? Gibt es Handlungsbedarf und wie / womit gehen wir diesen an? Beurteilung: Wie kann ein produktives Zusammenspiel zwischen formativer und summativer Beurteilung der fachlichen und überfachlichen Kompetenzen auf der Grundlage von Kompetenzbeschreibungen erreicht werden? Fachbereichslehrpläne, fächerübergreifende Themenlehrpläne und überfachliche Kompetenzen: Sind kantonsspezifischen Ergänzungen sind in den Lehrplan einzufügen? Wenn ja, welche? Haben die fächerübergreifenden Themenlehrpläne «ICT und Medien» und «Berufliche Orientierung» einen zusätzlichen Zeitbedarf? Querschnittthemen: Supportangebote, Lehrmittel, Verordnungsanpassungen später: Sonderpädagogik, Stundentafeln, Einleitende Kapitel, Schnittstellen und Übergänge Die Arbeiten des Kernteams stellen sicher, dass der LP21 auf das Thurgauer Volksschulwesen passen wird.  À jour sein zu diesen (Vor-)Arbeiten: Jeden zweiten Monat erscheinen die LP21-Doppelseiten im Schulblatt oder Informationen auf der Website schuletg.ch. Juli / August 2013 Informationsveranstaltungen LP21, S. Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung TG

29 2016 schuleTG.ch Arbeiten Kernteam Schulblatt PHTG Lokale Umsetzung
Thementagung 2014 2015 Schulentwicklung 2016 schuleTG.ch Arbeiten Kernteam Schulblatt PHTG Schulleitertagung Lokale Umsetzung Schulberatung AV-Behördeninfo Stufenkonferenz Vernehmlassung Infoveranstaltung Sie haben erfahren, an welchen Themen in nächster Zeit gesamtschweizerisch und bei uns im Kanton gearbeitet wird. Schon heute, drei Jahre vor der Einführung im Kanton Thurgau, werden die wichtigsten Herausforderungen bearbeitet, damit der Lehrplan in den Thurgauer Schulen ankommen kann: Die Einführung eines Lehrplans muss geleitet und koordiniert werden (AV), die Umsetzungsverantwortung liegt dann aber in den Händen der Schulen (Behörden, Schulleitungen und vor allem der Lehrpersonen). Diese lokale Umsetzung braucht Ressourcen, nämlich Zeit und Geld für Weiterbildungen, für das Anwenden, Reflektieren und Weiterentwickeln des Unterrichts nach dem LP21. Sie haben heute ein Startpaket (grüne Puzzelteile) erhalten – es ist nur für den Anfang gedacht. Mit folgenden Themen werden Sie sich später beschäftigen: Eine vertiefte Einführung in das Lern- und Unterrichtsverständnis, welches dem LP21 zugrunde liegt, werden Sie in den Einführungsveranstaltungen 2015/2016 erhalten. Die detaillierten Kenntnisse des Kompetenzaufbaus in allen Fachbereichen erwerben Sie sich mit dem Gebrauch des Lehrplans: Ich habe für Sie heute Abend nur einige «Müsterchen» herausgepickt. … und was das Prinzip der Kompetenzorientierung für den Unterricht bedeutet, werden Sie als Lehrperson an den Thementagungen , in Weiterbildungen und dann in der Umsetzung des Lehrplans in Ihrem Unterricht erfahren. So fügt sich Stück für Stück ein, bis ein Ganzes entsteht – nämlich die Arbeit mit dem Lehrplan 21 in den Schulen. Wir sind auf dem Weg miteinander. Hören wir zum Schluss nochmals den Kindern und Jugendlichen zu, was Sie uns über ihren Weg zu sagen haben, wenn sie nach ihren Zielen, Motiven oder Berufswünschen gefragt werden. >Filmsequenz 3: «Wozu möchtest du dich noch verbessern (Ziele, Motive, Berufswünsche...)?» Informationsveranstaltungen LP21, S. Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung TG 29

30 Wir sind auf dem Weg… Ob Malerin, Polizist, Schreinerin, Lehrerin oder Klapperschlangenjäger – es ist faszinierend, wie genau die Kinder und Jugendlichen wissen, worauf es später ankommt: Sie sehen, dass einerseits das Wissen und das Beherrschen der grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten in Fachbereichen (bsw. Sprachen, Mathematik, Werken) eine zentrale Rolle spielt. Ebenso wichtig sind ihnen aber auch die überfachlichen Kompetenzen (zB einen guten Eindruck hinterlassen), sowie das Interesse und die Leidenschaft für ihre spätere Tätigkeit. Kinder erfassen intuitiv, worum es beim Kompetenzerwerb geht…nämlich dass es darauf ankommt, das gelernte Können in immer wieder neuen Situationen anwenden zu können und zu wollen. Mit dem kompetenzorientierten Lehrplan 21 erhalten die Schulen und die Lehrpersonen aller Zyklen ein Werkzeug, um die Kinder und Jugendlichen auf diesem Weg während ihrer elf Schuljahre zu begleiten. Juli / August 2013 Informationsveranstaltungen LP21, S. Bachmann, Gesamtprojektleiterin Einführung TG


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