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Die Schwächen des Mehrheitsprinzips

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Präsentation zum Thema: "Die Schwächen des Mehrheitsprinzips"—  Präsentation transkript:

1 Die Schwächen des Mehrheitsprinzips
Geschichte der Projektschule

2 Gescheitert … 1968er-Bewegung Projektschule
Kindergarten unter Elternselbstverwaltung Grüne Wikileaks? Vorstellung – warum ich hier vor Ihnen rede: überzeugter Basisdemokrat Systemanalytiker: überzeugt, dass Basisdemokratie mit den derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln nicht gelingen kann Scheitern, welches ich miterlebt habe: 1968 er-Bewegung Projektschule Kindergarten und Elternselbstverwaltung Streits im Elternverein Vorausgesagt: Grüne Piratenpartei hat Basisdemokratie als Ziel.

3 Das Mehrheitsprinzip verträgt keine Vielfalt
Termine 1 Montag 31% 2 Dienstag 22% 3 Mittwoch 8% 4 Donnerstag 10% 5 Freitag 11% 6 Samstag 18% 69% Verträgt keine Vielfalt

4 2-wertige Fragestellungen
Das österreichische Volksbefragungsgesetz In der Vollversammlung: Über jeden Antrag sofort abstimmen Zweiwertigen Fragestellungen; Folge: banales Scheitern

5 … die erstbeste Lösung …
>Folie: Zusammenfassung … wird angenommen  Qualität?

6 Das Gegeneinander - 1 Kritikerkriege … … sind unvermeidlich
… vergiften die Atmosphäre … erzeugen Aggressionen … sind nicht Zeichen einer mangelnden Diskussionskultur!

7 Die Gefahr des banalen Scheiterns durch 2-wertige Fragestellungen
… alle Anträge können abgelehnt werden Zweiwertigen Fragestellungen; Folge: banales Scheitern

8 Das Gegeneinander - 2 1 2 3 4 5 6 Termine Montag 10 Dienstag Mittwoch
Donnerstag 5 Freitag 6 Samstag Konfliktfördernde Wirkung des Mehrheitsprinzips

9 Das Gegeneinander - 2 1 2 3 4 5 6 Termine 11 Montag 10 Dienstag
Mittwoch 11 4 Donnerstag 5 Freitag 6 Samstag

10 Das Gegeneinander - 2 Wer nicht mein Freund ist, ist mein Feind
Bei der Mehrheitsabstimmung wirkt eine Stimme für eine Alternative wie eine Stimme gegen alle anderen Wer nicht für mich ist, ist gegen mich Falls vitale Interessen der Abstimmenden betroffen sind: Wer nicht mein Freund ist, ist mein Feind Das Mehrheitsprinzip spaltet die Gruppe in streng getrennte Lager >Folie:das Gegeneinander 2

11 Das Gegeneinander - 3 Ziel des Mehrheitsprinzips ist es, den anders Denkenden zu überstimmen Und der anders Denkende will mich überstimmen >Folie:Zusammenfassung 1 Es ist wie in einer Gruppe, in der jeder den anderen überschreien will: Da ist kein Platz für Gemeinsamkeit, jeder ist jedermanns Gegner

12 Die (Konflikt-) Fragen:
Das Gegeneinander - 4 Die (Konflikt-) Fragen: „Wer ist für den Antrag?“ „Wer ist gegen den Antrag?“ X dafür dagegen >Folie: die erstbeste Lösung

13 Das Gegeneinander - 5 Das Mehrheitsprinzip …
… zwingt dazu, Anhänger zu sammeln … spaltet die Gruppe in solche, die sich durchsetzen, und solche, die auf der Strecke bleiben … also in Sieger und Besiegte … verursacht dadurch Machtkämpfe Das banale Problem der Beginnzeiten des Plenums bei den Studentenprotesten (vor 19:00 Uhr unten nach 20:00 Uhr wurden ausgeschieden; 19:00 Uhr, 19:30 Uhr und 20:00 Uhr bei vielen Enthaltungen jeweils knapp abgelehnt; im Rehmann gegeneinander gewinnt 19:00 Uhr gegen 19:30 Uhr, 19:30 Uhr gegen 20:00 Uhr und 20:00 Uhr gegen 19:00 Uhr) Übung: Sozialarbeiten (Eine relative Mehrheit = Minderheit in der Gruppe entscheidet über die absolute Mehrheit): Das Mehrheitsprinzip arbeitet nur bei zweiwertigen Fragestellungen befriedigend Das österreichische Volksbefreiungsgesetz Manipulationsgefahr >Folie: die Konflikt-Frage

14 Abstimmungsniederlage
Kampfabstimmung Wahlsieger Wahlkampf Wahlsieg Abstimmungsniederlage >zweiwertigen Fragestellungen Wahlschlacht

15 Das Mehrheitsprinzip …
… verträgt keine Vielfalt … gibt Raum für manipulative Fragestellungen … scheitert bei banalen Problemen … liefert die erstbeste Lösung … ist ein Konflikt erzeugendes Prinzip

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17 Die Schulze-Methode Geschichte der Projektschule

18 Theorie kollektiver Entscheidungen
Eine alte Wissenschaft Jean Charles Chevalier de Borda, ; Marquis de Condorcet, 1743 – 1794 …hat Kriterien für gute Entscheidungsverfahren entwickelt

19 Mehrheitsprinzip Schulze-Methode
Kriterium M Sch Unabhängigkeit von Klon-Alternativen X Condorcet-Kriterium Condorcet-Verlierer-Kriterium Konsistenzkriterium Unabhängigkeit von irrelevanten Alt.

20 Ein Beispiel Unabhängigkeit von irrelevanten Alternativen: Die Reihung der besten Alternativen ändert sich nicht, wenn schlechtere Alternativen hinzugefügt werden

21 Mehrheitsprinzip Schulze-Methode
Kriterium M Sch Unabhängigkeit von Klon-Alternativen X Condorcet-Kriterium Condorcet-Verlierer-Kriterium Konsistenzkriterium Unabhängigkeit von irrelevanten Alt.

22 Schwächen der Schulze-Methode
Kein Minderheitenschutz Beachtet die Ablehnung nicht

23 Die Ablehnung der Gruppe bei Parlamentswahlen
Bei meiner letzten (Nationalrats-) Wahl habe ich die Partei bzw. Liste meiner Wahl gewählt: A weil ich mir gewünscht hatte, von dieser Partei vertreten zu werden B weil mich die Kandidaten oder der Wahlkampf dieser Partei besonders angesprochen haben C weil ich ein persönliches Nahverhältnis zu dieser Partei hatte D aus Tradition E weil sie für mich das geringste Übel unter den wählbaren Parteien war F aus anderen Gründen ~30% ~50%

24 Die Ablehnung der Gruppe bei Parlamentswahlen
Bei meiner letzten (Nationalrats-) Wahl habe ich die Partei bzw. Liste meiner Wahl gewählt: A weil ich mir gewünscht hatte, von dieser Partei vertreten zu werden B weil mich die Kandidaten oder der Wahlkampf dieser Partei besonders angesprochen haben C weil ich ein persönliches Nahverhältnis zu dieser Partei hatte D aus Tradition E weil sie für mich das geringste Übel unter den wählbaren Parteien war F aus anderen Gründen ~10% Die Chance, dass viele der Alternativen abgelehnt werden, ist groß ~70%

25 Die Prioritäten der Gruppe
45 Personen sollen unter 5 Kandidaten wählen Personen 5 8 3 7 2 Priorität 1 A B C D E Priorität 2 Priorität 3 Priorität 4 Priorität 5 Kandidat E ist Schulze-Sieger (siehe Wikipedia:http://de.wikipedia.org/wiki/Schulze-Methode)

26 Die Ablehnung der Gruppe
Unter den 40 ausgedrückten Präferenzen gibt es 18 mal Ablehnung Personen 5 8 3 7 2 Priorität 1 A B C D E Priorität 2 Priorität 3 Priorität 4 Priorität 5 Die Ablehnung der einzelnen Kandidaten: Sum-me A 8 7 B 5 C D 3 E 2 15 19 13 23 37 Kandidat E, der Schulze-Sieger, wird nur von 8 Personen gut geheißen, aber von 37 Personen abgelehnt! 37 Personen sind unzufrieden!

27 Es sind nicht unerfüllte Wünsche …
Menschen, deren Wünsche bei einem Entscheid nicht berücksichtigt werden… … die aber eine akzeptable Alternative angeboten bekommen, sind nicht unzufrieden. Sie sind nur dann frustriert und empört wenn sie die angebotene Alternative ablehnen Es ist die übergangene Ablehnung ... … die Unzufriedenheit hervorruft … … die der Partei schadet … die daher vermieden werden muss

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29 Die Ablehnung/Unzufriedenheit minimieren durch das SK-Prinzip
Ich möchte Ihnen im Folgenden ein neues Verfahren vorstellen, mit welchem Sie in beliebig großen Gruppen konfliktfrei zu Entscheidungen kommen. Doch wenn ich „neues Verfahren“ sage, so stimmt das eigentlich nicht. Denn das Verfahren, welches ich Ihnen vorstellen werde, ist ururalt, es existiert seit den Anfängen der Menschheitsgeschichte und hat sich schon dementsprechend schon milliardenfach bewährt. Auch Sie selbst haben es schon oft genug angewandt und es ist Ihnen so selbstverständlich, dass Sie nicht einmal einen eigenen Namen dafür haben.

30 Um Ihnen das zu demonstrieren lade ich Sie ein, mit mir vier Freunde zu beobachten, die gemeinsam in ein gutes Lokal essen gehen wollen

31 x x x x 1 2 1 Chinesisch Griechisch Italienisch Steirisch Rainer Aaron
Xaver Volker x x x x 1 2 1 Vier Lokale stehen zur Auswahl: ein Chinese, ein Grieche, ein italienisches und ein steirisches Restaurant. Wie unter guten Demokraten üblich, wird zuerst abgestimmt. Das griechische Restaurant hat mit zwei Stimmen eine relative Mehrheit erhalten und wäre somit die Wahl der Gruppe

32 x x x x 1 2 1 Chinesisch Griechisch Italienisch Steirisch Rainer Aaron
Xaver Volker x x x x 1 2 1 Leider meldet sich in dem Moment Rainer zu Wort: er hätte Probleme mit der Galle, griechisches Essen wäre ihm zu fett, zum Griechen könne er nicht mitgehen. Sie wissen alle, wie Freunde, die einander achten und Wert auf ihre Freundschaft legen, in einem solchen Fall reagieren. Sie werden nicht auf dem gefassten Entschluss bestehen: „Wir haben abgestimmt und das ist daher beschlossen“, sondern werden Rainers Einspruch ernst nehmen und den Griechen aus der Liste der möglichen Restaurants streichen. Doch nun äußern auch Aaron und Volker Einwände gegen chinesisches Essen, welches ihnen nicht so gut schmecken würde. Und schließlich berichtet Xaver, dass er letzthin im steirischen Restaurant nicht gut bedient worden wäre und daher nicht gerne essen dorthin ginge. Nur bei der Frage nach dem italienischen Restaurant hat niemand Einwände.

33 Sie wissen, wie die Freunde entscheiden werden: Sie werden zum Italiener gehen. Sie selbst hätten das nicht anders gemacht. Das hier gezeigte Verfahren hat natürlich seine Grenzen: die Zahl der beteiligten Personen muss klein sein, so dass sie sich miteinander verständigen können, und auch die Zahl der Alternativen muss sich in Grenzen halten. Diese beiden Einschränkungen aufzuheben ist das Ziel der Formalisierung, die ich Ihnen nun vorstellen werde. Im Übrigen handelt es sich genau um das eben geschilderte Verfahren.

34 Bewertung durch subjektiven Widerstand
Jeder Vorschlag wird von jeder Person mit Widerstandsstimmen (W-Stimmen) bewertet: 0 W-Stimmen: Kein Widerstand 10 W-Stimmen: Totale Ablehnung Zwischenwerte nach Gefühl Folie vorlesen

35 2 2 4 3 3 3 23 13 5 16 x 10 x 10 x 10 10 x Chinesisch Griechisch
Italienisch Steirisch Rainer Aaron Xaver Volker 2 2 x 10 4 x 10 3 3 x 10 3 10 x Gruppen- Widerstand 23 13 5 16 Hier sehen Sie die Bewertung durch unsere vier Freunde. Beachten Sie, dass überall dort, wo jetzt die traurigen Smileys stehen, 10 W-Stimmen für totale Ablehnung erscheinen … und wo bisher ein „X“ für den Wunsch gestanden ist, wo also kein Widerstand vorhanden ist, 0 W-Stimmen eingetragen wurden. Die übrigen Werte sind die erwähnten „Zwischenwerte nach Gefühl“ und entsprechend den Geschmäckern unserer vier Freunde. Wenn die Werte in den einzelnen Zellen den Widerstand der einzelnen Personen ausdrücken, so ist es klar, dass die Summe der einzelnen Spalten den Widerstand der gesamten Gruppe gegen das jeweilige Restaurant ausdrückt. Und es ist ebenfalls klar, dass das Restaurant mit dem geringsten Gruppenwiderstand dasjenige ist, in dem sich die Gruppe insgesamt am wohlsten fühlen würde.

36 Der Vorschlag mit dem geringsten Gruppenwiderstand
erzeugt die geringste Unzufriedenheit in der Gruppe … wird von allen gemeinsam am leichtesten angenommen … erzeugt das geringste Konfliktpotential … kommt daher als Problemlösung am ehesten in Frage … kommt dem Konsens am Nächsten Fassen wir zusammen (Folie vorlesen) Wir nennen ihn „konsensiert“

37 Die Bewährung www.sk-prinzip.net
Das Beispiel, welches ich Ihnen hier vorgeführt habe, ist zugegebenermaßen konstruiert. Daher möchte ich Ihnen nun einen realen Fall schildern, sozusagen den Härtetest für das Verfahren.

38 Neuordnung von Sprachlehrgängen
Universität Praxisbeispiel mit 36 am Konflikt beteiligten Instruktoren/Dozenten Es handelte sich um eine große deutschsprachige Universität und deren Angebot an Deutschkursen für ausländische Studenten. Dieses war mit den steigenden Anforderungen nicht mit gewachsen, und daher war eine Neuordnung des Lehrplanes dringend nötig. Gesucht wurden Anpassungsmöglichkeiten an Sprachtalent, Lerntempo, Eifer und Motivation der einzelnen Studenten. Die Lehrpläne sollten Begabte nicht behindern, sondern fördern, aber gleichzeitig die anderen nicht überfordern. Arbeitsgruppen suchten nach Lösungen. Die gesamte Kursstufeneinteilung, die Beurteilung der Vorkenntnisse und die individuelle Förderung mussten überarbeitet werden. Neuordnung von Sprachlehrgängen

39 Vorschläge V1 Kurse mit Schwerpunktsetzung (Grammatik, Lerntechniken, etc.) V2 Spezieller Modultag jede Woche nach Wahl des Studierenden (Grammatik, Lerntechniken, etc.) V3 Einstufung nach Fortschrittstest V4 Neue Einstufungskriterien V5 starke/schwache Studenten auf Kurse gleich verteilen V6 Spätere Einstufung nach Standardtest V7 Zwei Niveaus (Anfänger, Fortgeschrittene) Die Arbeitsgruppen hatten 7 Lösungsvorschläge ausgearbeitet. Ihr Inhalt ist für das Folgende ohne Bedeutung, Sie brauchen sich nicht mehr damit auseinander zusetzen. Da das Institut sehr demokratisch geführt war, hatte es eine demokratische Abstimmung gegeben

40 Mehrheitsabstimmung Blauer Balken: Stimmenzahl der Befürworter 5
Kurse mit Schwerpunktsetzung 1 9 Spezieller Modultag 3 Einstufung nach Fortschrittstest 5 Neue Einstufungskriterien 2 7 Gleichverteilung in Kursen 4 Spätere Einstufung Standardtest Man hatte versucht, mit Mehrheitsabstimmung zu entscheiden Die blauen Balken zeigen die Stimmenzahlen der Befürworter. Demnach hat Vorschlag V2 die meisten Befürworter und Vorschlag V5 liegt an zweiter Stelle. Wie man sieht, ist es eine sehr flache Verteilung der Befürworter. Eine große Mehrheit hatte sich für keinen der beiden Vorschläge ausgesprochen. 3 Zwei Niveaus Blauer Balken: Stimmenzahl der Befürworter

41 Stichwahl Vorschlag 12 1 10 2 Stimmen Rang V2 Spezieller Modultag
V5 Gleichverteilung in Kursen 10 2 Enthaltungen 14 1 Wegen der flachen Stimmenverteilung versuchte man nun zwischen diesen beiden „relativ besten“ Vorschlägen eine Stichwahl 14 Personen enthielten sich der Stimme, weil sie sich weder für den einen noch für den anderen entscheiden wollten. Daran war der schwere Konflikt zu erkennen, den diese beiden Vorschläge auslösten. Sie enthielten viel Sprengstoff, da sie eine Veränderung der Lehrtätigkeit mit teilweise erheblichen Zusatzbelastungen bedeuteten. Die dadurch losbrechende Diskussion verursachte eine unübersichtliche Vielfalt an kontroversen Meinungen und Spannungen im Lehrkörper. Das komplexe Gewirr des Für und Wider versetzte alle in Verwirrung und Aufruhr. Daher entschloss sich die Direktion zu einer Moderation des Konflikts mithilfe des SK-Prinzips. Das war vor den Sommerferien und ein Seminartermin im Herbst wurde fixiert. Knapp vor dem vereinbarten Termin kam ein Anruf und der Termin sollte storniert werden. Die Stimmung sei so explosiv, dass jede Behandlung der Problematik das Fass zum Überlaufen bringen würde statt zur Schlichtung beizutragen. Mit dem Verweis auf die konfliktlösende Wirkung des Konsensierens konnte ein Storno jedoch vermieden werden. Am Seminartag lag Spannung in der Luft.

42 Null-Lösung V8 NULL-LÖSUNG: „Alles soll so bleiben wie es ist“
5 Kurse mit Schwerpunktsetzung 1 9 Spezieller Modultag 3 Einstufung nach Fortschrittstest 5 Neue Einstufungskriterien 2 7 Gleichverteilung in Kursen 4 Spätere Einstufung Standardtest Das Seminar selbst begann mit dem kurzen Einführungsvortrag über die vier Freunde, den Sie eben gesehen haben. Sodann wurde vom SK-Moderator (der kein Experte in der Sacheproblematik war und es auch nicht zu sein braucht) ein achter Vorschlag, die Nulllösung eingebracht: „Alles soll so bleiben wie es ist.“ 3 Zwei Niveaus V8 NULL-LÖSUNG: „Alles soll so bleiben wie es ist“ Blauer Balken: Stimmenzahl der Befürworter

43 Gruppenwiderstand Blau:Zahl der Befürworter in% Weiß:Keine Ablehnung
5 Kurse mit Schwerpunktsetzung 1 9 Spezieller Modultag 3 Einstufung nach Fortschrittstest 5 Neue Einstufungskriterien 2 7 Gleichverteilung in Kursen 4 Spätere Einstufung Standardtest 3 Zwei Niveaus Danach wurden die W-Stimmen abgegeben, die Gruppenwiderstände zu den einzelnen Vorschlägen errechnet und im hier gezeigten Diagramm dargestellt. Zum Verständnis: Hätten alle Teilnehmer einen Vorschlag mit den maximal möglichen zehn W-Stimmen bewertet, dann hätte sich der rote Balken bis ganz nach links erstreckt. Die tatsächliche Länge des roten Balkens zeigt dem Prozentsatz der Widerstandstimmen an, der für den jeweiligen Vorschlag tatsächlich vergeben worden ist. In dieser Darstellung ist das Diagramm nicht besonders eindrucksvoll. Das ändert sich sofort, wenn man die Vorschläge nach den Gruppenwiderständen aufsteigend geordnet. NULLLÖSUNG Alles bleibt wie bisher Blau:Zahl der Befürworter in% Weiß:Keine Ablehnung Rot:Gruppenwiderstand in%

44 Rangordnung 1 2 3 4 5 6 7 8 Blau:Zahl der Befürworter in%
Kurse mit Schwerpunktsetzung 1 5 Neue Einstufungskriterien 2 NULLLÖSUNG Alles bleibt wie bisher 3 3 Zwei Niveaus 4 4 Spätere Einstufung Standardtest 5 2 7 Gleichverteilung in Kursen 6 3 Einstufung nach Fortschrittstest 7 Man erhält die Rangordnung der Vorschläge hinsichtlich des erzielten Konsenses. Als dieses Ergebnis auf die Leinwand projiziert wurde, brandete tatsächlich Jubel auf. Allen Teilnehmern war klar, dass es völlig sinnlos war, Vorschläge, die tiefer als die Nulllösung lagen, überhaupt in Betracht zu ziehen. Die ungeliebten Vorschläge, V2 und V5 waren vom Tisch. Mit diesem Diagramm wurde auch der Grund für die Spannungen offenbar, welche die Gruppe zuvor so sehr gespalten hatten: Die beiden „siegreichen“ Vorschläge V2 und V5 hatten stark polarisiert, sie hatten neben der Zustimmung auch sehr viel Ablehnung erzeugt. V2 war sogar von einer absoluten Mehrheit der Teilnehmer abgelehnt worden. Ab diesem Moment entspannte sich die Situation spürbar 1 9 Spezieller Modultag 8 Blau:Zahl der Befürworter in% Weiß:Keine Ablehnung Rot:Gruppenwiderstand in%

45 Akzeptanz Blau:Zahl der Befürworter in% Weiß:Keine Ablehnung
5 Kurse mit Schwerpunktsetzung 5 Neue Einstufungskriterien NULLLÖSUNG Alles bleibt wie bisher 3 Zwei Niveaus 4 Spätere Einstufung Standardtest 7 Gleichverteilung in Kursen 3 Einstufung nach Fortschrittstest Wie wir sehen, wurde der nunmehr bestgereihte Vorschlag nur von etwa 23 % der Beteiligten abgelehnt, sprich, er wurde von etwa 77 % der Beteiligten akzeptiert. Das sind die Befürworter und zusätzlich jene, die nichts dagegen haben. Das Bild zeigt auch, dass die Stimmenzahl der Befürworter als Machtfaktor keine Bedeutung mehr hat. Die Dozentin, die das Seminar organisiert hatte, erhielt von ihren Kollegen einem Blumenstrauß und eine Woche später erhielt der Moderator von der Direktion ein Dankschreiben, in dem betont wurde, wie sehr sich die Stimmung im Lehrkörper zum Besseren gewendet habe. 9 Spezieller Modultag Blau:Zahl der Befürworter in% Weiß:Keine Ablehnung Rot:Gruppenwiderstand in%

46 Die Bewertung des Gruppenwiderstandes
liefert eine Lösung… … welche in der Gruppe die größtmögliche Akzeptanz erhalten hat liefert tragfähige Lösungen … und zwar bei beliebig vielen Alternativen … … und beliebig vielen Beteiligten Folie vorlesen Eignet sich daher zur Entscheidungsfindung in der Gruppe

47 Die Lösungssuche www.sk-prinzip.net
Das bisher gezeigte Beispiel ist nicht vollständig, wenn es darum geht einen Entscheidungsprozess zu beschreiben. Denn ein Entscheidungsprozess besteht aus mindestens zwei Elementen: der Lösungssuche, die dem eigentlichen Entscheid vorgelagert ist, und dem abschließenden Entscheid selbst. Wir werden im folgenden den Einfluss des abschließenden Entscheidungsverfahrens auf die Lösungssuche genauer untersuchen.

48 Systemisches Konsensieren
Das SK-Prinzip “Systemisches Konsensprinzip” Es wird nicht einfach nur das beschlossen, was die Mehrheit will, sondern die Gruppe entwickelt möglichst viele Vorschläge und wählt dann jenen aus, der dem KONSENS am nächsten kommt Hinter diesem Vorschlag steht dann die größtmögliche Akzeptanz-Mehrheit Das SK-Prinzip vorlesen. Der vorgelagerte Prozess der Lösungssuche heißt Systemisches Konsensieren Systemisches Konsensieren

49 Das Verhalten der Menschen folgt aus den Erfolgskriterien
Wir können davon ausgehen, dass das Verhalten der Menschen von ihrem persönlichen Erfolg angetrieben wird. Daher ist auch jeder gruppendynamische Prozess geprägt von den Kriterien, die über den Erfolg entscheiden. Der Fußballspieler im Bild links will Tore schießen. Er legt keinen Wert darauf, dabei zu lächeln oder elegant zu erscheinen. Er spuckt vielleicht sogar auf den Rasen. Ganz anders das Paar im rechten Bild: sie würden nie aufs Parkett spuken, für sie ist es wichtig, zu lächeln und elegant zu erscheinen. Aber nicht nur der Wettkampf selbst ist geprägt von den unterschiedlichen Erfolgskriterien, sondern auch das Training schon lange vor dem Wettkampf: der Fußballspieler wird anders trainieren als der Turniertänzer. So ist auch der Prozess der Lösungssuche geprägt von den Gesetzmäßigkeiten des finalen Entscheidungsverfahrens.

50 Die neuen Erfolgskriterien
Es wird derjenige Vorschlag konsensiert, der in der Gruppe den geringsten Widerstand erweckt Wer mit seinen Vorschlägen Erfolg haben will, muss Lösungen anbieten, die zwar die eigenen Interessen wahren, aber trotzdem die Ablehnung aller Beteiligten gering halten oder ganz vermeiden. Er muss … versuchen, die anderen zu verstehen die Bedürfnisse der anderen erkunden möglichst viele dieser Bedürfnisse berücksichtigen Entgegenkommen zeigen Die neuen Erfolgskriterien vorlesen. Und die Schlussfolgerungen daraus

51 Das Machtparadoxon Wer Macht auszuüben versucht …
… wird Widerstand ernten … wird seine Vorschläge nicht konsensiert erhalten … und ist daher zu Erfolglosigkeit verurteilt Aufgrund der neuen Erfolgskriterien gilt das so genannte „Machtparadoxon“

52 Das Machtparadoxon Wer Macht auszuüben versucht …
Verhaltens- umkehr Machtorientiertes Verhalten Rücksichtsvolles Verhalten Wer Macht auszuüben versucht … … ist bei Systemischem Konsensieren … zu Erfolglosigkeit verurteilt Hier sehen Sie zuerst die wesentlichen Aussagen des Machtparadoxons. In Gruppen, die nach dem SK-Prinzip entscheiden, bewirkt es eine totale Verhaltensumkehr von heute üblichen hemdsärmeligen, machtorientierten zu einem rücksichtsvollen und entgegenkommenden Verhalten

53 Die Lernfähigkeit des Menschen…
Das Machtparadoxon Menschen vermeiden Verhaltensmuster, die zu frustrierenden Misserfolgen führen Menschen, die das Machtparadoxon nicht verstanden haben und noch immer versuchen, mittels Machteinsatz mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, werden dann bald so ausschauen. Sie werden derartige Versuche schnell unterlassen.

54 Gruppenstimmung … streiten nicht … bleiben beisammen
Gruppen, deren Mitglieder rücksichtsvoll miteinander umgehen … … zeichnen sich durch ein hohes Gemeinschaftsgefühl aus … ihre Mitglieder behindern sich nicht gegenseitig … sind teamfähig … arbeiten zusammen bei der gemeinsamen Suche nach für alle tragfähige Lösungen … streiten nicht … bleiben beisammen Folie vorlesen Das SK-Prinzip liefert tragfähige Gruppenentscheidungen: schnell, einfach, konfliktfrei. Und es bewirkt eine angenehme, friedliche Gruppenatmosphäre

55 Seminar-Erfahrungen Einige hundert Teilnehmer haben unsere SK-Seminare bisher besucht Über 90 % davon waren vom SK-Prinzip begeistert und würden sich seinen Einsatz in der Politik wünschen … und würden wahrscheinlich ihre Stimme einer Partei geben, die das SK-Prinzip in ihrem Programm vertritt

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57 Andere Wahlverfahren Vorschläge werden auf einer Skala <+1, 0, -1> bewertet Arithmetische Summe wird gebildet Alternative mit höchstem Wert ist gewählt starke Ablehnung kann durch starke Zustimmung kompensiert werden: Konfliktpotenzial wird nicht erkannt Gefahr von Streit in der Gruppe, von Spaltung Große Unzufriedenheit kann bestehen bleiben


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