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Lehrstuhl für Schulpädagogik 19.05.08 Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Gruppendiskussionsverfahren und Dokumentarische Methode Potentiale qualitativ-rekonstruktiver.

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Präsentation zum Thema: "Lehrstuhl für Schulpädagogik 19.05.08 Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Gruppendiskussionsverfahren und Dokumentarische Methode Potentiale qualitativ-rekonstruktiver."—  Präsentation transkript:

1 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Gruppendiskussionsverfahren und Dokumentarische Methode Potentiale qualitativ-rekonstruktiver Untersuchungen

2 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Überblick Grundlegendes zum Gruppendiskussionsverfahren und zur dokumentarischen Methode (Loos/Schäffer 2001; Bohnsack 2003) Forschung zu Steuergruppen: Qualitativ- rekonstruktive Untersuchung zu Orientierungen von Steuergruppen in Schulentwicklungsprozessen (Schröck 2008) Diskussion und Perspektiven

3 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Leistung des Gruppendiskussionsverfahrens als Erhebungsmethode Erfassung kollektiver Phänomene in erziehungs- und sozialwissenschaftlichen Feldern Erschließung konjunktiver, nicht unmittelbar zugänglicher Erfahrungsräume Rekonstruktion kollektiver Orientierungen

4 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Ausgangspunkt ist die Annahme, dass der kollektiv geteilte Erfahrungshintergrund, der konjunktive Erfahrungsraum einer Realgruppe, in der Situation der Gruppendiskussion, also in der Handlungspraxis des Redens und Diskutierens aktualisiert und in der dokumentarischen Interpretation des Diskurses rekonstruiert werden kann. (Schröck 2008)

5 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Ansatzpunkte Mitglieder bringen die für sie relevanten Themen zur Sprache Diskussion in der eigenen Ausdrucksweise Ziel: selbstläufige Diskussion; weitgehende Enthaltsamkeit des Interviewers/der Interviewerin Offene, vage gehaltene Eingangsfrage Immanente Nachfragen zielen auf die Generierung von Beschreibungen und Erzählungen

6 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Prinzipien der Durchführung (nach Bohnsack 2003) Gesamte Gruppe Adressat der Intervention Vorschlag von Themen statt Vorgabe von Propositionen Demonstrative Vagheit Kein Eingriff in die Verteilung der Redebeiträge Generierung detaillierter Darstellungen Immanente Nachfragen Exmanente Nachfragen nach Höhepunkt der Diskussion Direktive Phase: Thematisierung von Widersprüchen und Auffälligkeiten

7 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Der Forschungsprozess Erhebung durch Gruppendiskussionen Auswertung mit Hilfe der dokumentarischen Methode (Bohnsack 2006) Methodologische Aspekte Leitdifferenz zwischen kommunikativ-generalisierendem (immanentem) und dem konjunktiven (dokumentarischen) Sinngehalt (programmatisches versus atheoretisches handlungspraktisches Wissen) Arbeitsschritte: formulierende Interpretation und reflektierende Interpretation

8 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Vorgehen gemäß der Dokumentarischen Methode (Bohnsack 2006 ) 1. Audioaufzeichnung und wörtliche Transkription 2. Thematischer Verlauf Überblick über von der Gruppe angesprochene Themen. 3. Formulierende Interpretation Detaillierte Paraphrase dessen, WAS die Gruppe sagt. 4. Reflektierende Interpretation Wechsel der Analyseeinstellung: vom WAS zum WIE. Analyse des Diskursverlaufs. 5. Typenbildung Entwicklung einer empirisch begründeten Typologie. (Zeitler 2008)

9 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Beispiel aus der Forschung zu Steuergruppen Forschungskontext Fragestellung Forschungsdesign Vergleichshorizonte Ausgewählte Ergebnisse

10 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Forschungskontext: Steuergruppen als Vorwegnahme eines mittleren Managements (Altrichter et al ) Change agents in Schulentwicklungsprozessen Initiierung, Koordination und Management von Qualitätsentwicklungsprojekten Leitung von Evaluationen Bindeglied zwischen Schulleitung und Kollegium Aufbau eines transparenten und verlässlichen Informationsflusses Übernahme von Verantwortung (Rahm 2005)

11 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Forschungsdesign: Die Fragestellung Welche Orientierungen bestimmen die Handlungspraxis von Steuergruppen? Wie verorten sich Steuergruppen in schulischen Strukturen?

12 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Forschungsdesign: Das Sample Steuergruppen 12 Gruppen Die Zusammensetzung des Samples erfolgt nicht nach statistischer Repräsentativität, sondern nach Maßgabe theoretischer Überlegungen (theoretical sampling). Schul- leiter(innen) 1 Gruppe

13 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Forschungsdesign: Vergleichshorizonte Erfahrung mit SEwenig/kaum Erfahrung mit SE z.B. Hauptschule Gymnasium SteuergruppenSchulleiter(innen) Bayernaußerhalb Bayerns

14 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Ausgewählte Ergebnisse: Rahmenorientierungen: Hierarchieakzeptanz Beispiel Gruppe Weizen: Kirchliches Gymnasium Preisträger (Erfahrung mit SE) Kleinstadt im ländlichen Raum

15 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Dm Wir könnten das doch auch mit Jahreszahlen versehen also ein- neunzig Einstieg eh ABC-Projekt als eine von sieben Schulen wir ham dran teilgenommen und dann hat sich Bw drei Jahre später- Dm drei Jahre später hat sich doch dann- Bwham wir den pädagogischen Studien gemacht Dmham wir den pädagischen Studientag gemacht zum Thema Schul- programm und ham uns da auf den Weg gemacht Schulprogramm Bw Schulprogramm genau. Dmentwickelt und das war dann n Jahr später Bwham wirs auch nochmal gehabt als Thema - Dm In Umrissen fertig und seitdem ham wir doch Elemente eines Schulprogramm und des war Bw Genau. Dmin der zeitlichen Abfolge und dann war kam der Innovationspreis ?mJa des war sechsundneunzig. DmDer Innovationspreis und dann hat uns der Preis des Kultus- ministeriums gelockt. hat uns BwGenau. Und darauf haben wir uns auch vorbereitet und das ham wir auch beim Studientag gemacht. Stimmt des stand im Zentrum. Dmund das war ja der Höhepunkt dann siebenundneunzig. ?wsieben. ( ) DmSiebenundneunzig. Das ist die Chronologie jetzt.

16 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Ausgewählte Ergebnisse: Rahmenorientierungen: Hierarchieakzeptanz Autonomiestreben Beispiel Gruppe Weizen: Kirchliches Gymnasium Preisträger (Erfahrung mit SE) Kleinstadt im ländlichen Raum Gruppe Gerste: Gymnasium Preisträger (Erfahrung mit SE) Kleinstadt ländlicher Raum

17 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Y Des Einfachste ist wenn sie so beginnen und erzählen was so alles passiert ist im Laufe ihrer Schulentwicklung. DwMhm.(.) °Dann müssten wir erst a mal wissen wann sie angefangen hat?° CwNa vor 7 Jahren ham wir festgestellt. War so a des was wir als letztes Mal zusammengestellt ham mit dem Chef war so die letzte Zeit ab 7. Als er begonnen hat mit dem Seminar und ne, Dwι Ja und diese allererste große Konferenz die mir moderieren ham lassen. CwDie erste Umfrage ja. BmNa ja des sieht er so. Cwι Des sieht er so. BmDass die Schulentwicklung damit begonnen hat dass er Gut. Gut wir waren vorher da BmIch denk da da hat sich vorher schon a was getan ne, da gab es diesen diesen pädagogischen Arbeitskreis aus dem dann die Freiarbeit hervorgegangen ist, zum Beispiel DwDes war eigentlich des war sowas wo s wirklich was sich gebündelt hat. Cw°War des vorher schon?°

18 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Ausgewählte Ergebnisse: Rahmenorientierungen: Hierarchieakzeptanz Autonomiestreben Mitbestimmungsanspruch Beispiel Gruppe Weizen: Kirchliches Gymnasium Preisträger (Erfahrung mit SE) Gruppe Gerste: Gymnasium Preisträger (Erfahrung mit SE) Gruppe Mais: Hauptschule Erfahrung mit SE

19 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien CmAlso einer der wesentlichen Erfolge der ganzen Geschichte ist dass natürlich diese Koordinierungsgruppe diese Steuergruppe äh Entscheidungen der Schulleitung transparenter macht. Dass des net immer diese diese in vier Wänden hinter verschlossenen Türen Entscheidungen sind sondern dass viele Sachen hier vordiskutiert werden und sogar schon vor entschieden werden. Und des find ich halt von beiden Seiten her gesehen früher als Lehrer und jetzt in der Schulleitung sehr wichtig. Dass dass net von oben herab was kommt sondern dass hier bereits Entscheidungen fallen. Die dann schon von einer größeren Basis aus getragen werden. Und es vielleicht dann leichter is so was dann auch im Kollegium zu vermitteln. Weil des net nur von der Schulleitung nach unten delegiert wird sondern im Kollegium vielleicht schon diskutiert und transparent gemacht wird. Des is für mich einer der wesentlichen äh Punkte hier.(.) Dw… Und des hier vorher zu diskutieren und dann auch hinterher im Kollegium wirklich zu sagen Nein die Koordinierungsgruppe hat des eigentlich so wir ham des durch diskutiert und sind der Meinung ehm des und des is vielleicht des Beste. Und des find ich eigentlich schon sehr positiv.(4)

20 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Ausgewählte Ergebnisse: Rahmenorientierungen: Hierarchieakzeptanz Autonomiestreben Mitbestimmungsanspruch Steuergruppe als Instrument Beispiel Gruppe Weizen: Kirchliches Gymnasium Preisträger (Erfahrung mit SE) Gruppe Gerste: Gymnasium Preisträger (Erfahrung mit SE) Gruppe Mais: Hauptschule Erfahrung mit SE Gruppe Roggen: Schulleiter(innen) aus Gymnasien und Realschulen

21 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Bm:Also (.) die Steuergruppe hat ne unheimlich wichtige Funktion (.) äh eben die Schulentwicklung zu organisieren; sie übernimmt eigentlich selbständig relativ viel Konflikte kann ich mich nicht entsinnen weil des eigentlich n ständiges Gespräch is wo automatisch ausgetauscht wird; wie machen wir weiter, was ist zweckmäßig, ähm (.) und sie hat, um auf die Rolle von vorhin wieder zurück zukommen auch ne wichtige Funktion in dem Sinne Dw: Ja Bm:dass die Steuergruppe von sich aus bestimmte Dinge vorantreiben kann die ich nicht direkt vorantreiben kann; also sozusagen als (.) indirekter Motor von mir; dass man da was reinbringt (.) macht ihr doch mal (.) oder wie seht ihr des, ob ihr des könnt? so dass die Steuergruppe an manchen Dingen sehr viel effektiv weiter kommt als ich des direkt machen könnte. Am:Wenn man so nen Impuls als Schulleiter gibt wirds oft (zum Zwang) Cm:Die Widerstände gegen den Zwang sind weg Bm:Ja ja klar (.) also es is ne andere Diskussion wenn des Kollegen aus dem Kollegium machen (.) und äh diese Impulse geben als wenn ich die von außen gebe (.) ganz klar. 4)

22 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Ausgewählte Ergebnisse: Rahmenorientierungen: Hierarchieakzeptanz Autonomiestreben Mitbestimmungsanspruch Steuergruppe als Instrument Distanz zur Unterrichtsentwicklung (ohne Beispiel)

23 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Typenbildung (Nentwig-Gesemann 2001) Sinngenetische Typenbildung Gemeinsamkeit der Fälle (thematisch vergleichbare Passagen; gleiche Orientierungsmuster) – generelle Basistypik, zum Beispiel: Hierarchie Spezifizierung der Basistypik a. fallübergreifend (Basistypik als tertium comparationis) b. fallintern (Validierung) Voraussetzung: Rekonstruktion der Orientierungsrahmen der Gruppen

24 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Typenbildung Soziogenetische Typenbildung Verortung innerhalb einer Typologie Untersuchung der Typen: Erfahrungsräume? Sozialisationsgeschichte? Herausarbeitung von Generationstypik, Geschlechtstypik, Organisationstypik o.ä.

25 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Forschung zum Musterwechsel (Systemdenken) im erziehungswissenschaftlichen Sektor Dokumentation von Prozessen Erforschung von Orientierungsrahmen Empirisch fundierte Typenbildung

26 Lehrstuhl für Schulpädagogik Prof. Dr. Sibylle Rahm BMUKK Wien Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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