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07.03.2014© Burkhard Reutzel FFw Kefenrod1 Wetterhilfsmeldung.

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Präsentation zum Thema: "07.03.2014© Burkhard Reutzel FFw Kefenrod1 Wetterhilfsmeldung."—  Präsentation transkript:

1 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod1 Wetterhilfsmeldung

2 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod2 Was ist eine Wetterhilfsmeldung? Die Wetterhilfsmeldung ist das Ergebnis einer Wetterbeobachtung. Eine Wetterbeobachtung ist das Bestimmen ausgewählter bodennaher Parameter sowie das Beobachten des Himmels. Aus den korrekt ausgeführten Beobachtungen können Rückschlüsse auf das örtliche Wetter, und somit auf das örtliche Ausbreitungsverhalten von Dämpfen und Gasen oder Aerosolen, gezogen werden. Um das Ausbreitungsverhalten bestimmen zu können, müssen unter anderem Windrichtung, Windgeschwindigkeit, der Stabilitätsgrad der Luft sowie der Bodenzustand beachtet werden Eine relative genaue Aussage kann aber nur getroffen werden, wenn die Wetterhilfsbeobachtung (WHB) korrekt vorgenommen wurde. Allgemein kann man eine WHB in 3 Schritte einteilen: 1.Beobachtung 2.Protokollierung 3.Meldung

3 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod3 Beobachtung Die Beobachtung gliedert sich in: Sicht Bewölkung Windrichtung Windgeschwindigkeit Temperatur Wettererscheinung Bodenzustand

4 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod4 Sicht Die Sicht wird in Sichtweite angegeben. Theoretisch kann die max. Sichtweite 350 km betragen. Dann verhindert die Erdkrümmung einen direkten Blickkontakt. Praktisch bedeutet die Sichtweite bei Tage die größte horizontale Entfernung, bei der ein dunkles Objekt gerade noch zu erkennen ist. Die Sichtweite bei Nacht(Feuersicht) ist die größte horizontale Entfernung, bei der ein erleuchtetes Objekt gerade noch zu erkennen ist. Zur Bewertung der Sicht werden 4 Stufen angewendet. StufeSichtweiteEinschränkung durch 1Unter 1 kmz.B. bei Nebel, bodennahe Wolken, Smog 21 – 2 kmz.B. bei dunstigen, schwülen, warmen Wetter 32 – 4 kmz.B. bei warmen Wetter - Stadtnah 4Über 4 kmz.B. gute bis sehr gute Sicht Zur Festlegung der Sichtweite ist Kartenmaterial notwendig. Hier kann die Entfernung eines sichtbaren Objektes relativ genau bestimmt werden. Die Skaleneinteilung eines geeigneten Fernglases kann ebenfalls für die Bestimmung der Sichtweite genutzt werden. Die reine Schätzung der Sichtweite (ohne Hilfsmittel) ist sehr ungenau (reicht aber im allgemeinen aus).

5 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod5 Bewölkung 1 Die Bewölkung ist abhängig von der Wolkenart und der Wolkenmenge im Beobachtungsbereich. Wolken werden in Gattungen, Arten, Unterarten und Begleitformen unterschieden. Für die Wetterhilfsmeldung ist es nicht notwendig Wolkenarten zu unterscheiden. Für die Wertung sollten jedoch grundlegende Kenntnisse vorhanden sein. Zur Festlegung der Bewölkung wird eine 8/8 Einteilung verwendet. 1/8vereinzelte kleine Wölkchen am Himmel 2/8mehrere kleine Wölkchen oder einzelne große Wolken am Himmel 3/8Himmel etwas weniger als die Hälfte bedeckt 4/8Himmel zur Hälfte bedeckt 5/8Himmel etwas mehr als die Hälfte bedeckt 6/8einzelne große oder mehrere kleine Löcher in der Wolkendecke 7/8Der blaue Himmel ist nur noch an wenigen kleinen Wolkenlöchern zu erkennen. 8/8geschlossene Wolkendecke

6 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod6 Bewölkung 2 Für das Einschätzen der Bewölkungsdichte wird der sichtbare Himmel gedanklich in 8 Teile gegliedert. Die Wolkendichte muss an Hand der Einteilung geschätzt werden. Wenn mehrere unterschiedliche Wolkenarten in unterschiedlichen Luftschichten vorhanden sind, muss die Schätzung an der überwiegend bestehenden Wolkenart vorgenommen werden. Das Einschätzen der Wolkendichte erfolgt immer entgegen der Windrichtung. Achtung: Bei dichten Wolken wird der Bedeckungsgrad in der Regel überschätzt, bei geringer Bewölkung der Bedeckungsgrad unterschätzt. Einteilung in der Blickrichtung 3/8 Bewölkungsdichte 6/8 Bewölkungsdichte

7 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod7 Windrichtung - 1 Die Windrichtung ist immer die Richtung, aus welcher der Wind kommt. Die Zugrichtung ist die Richtung, in die z.B. Wolken, Aerosole oder Staubpartikel ziehen. Windrichtung und Zugrichtung unterscheiden sich um 180 °. Die bodennahe Windrichtung unterscheidet sich in der Regel zu den Windrichtungen in den oberen Luftschichten. Für die Wetterhilfsmeldung wird die bodennahe Windrichtung bestimmt. In bestimmten Einsatzsituationen muss auch, wenn möglich, die Windrichtung der oberen Luftschichten geschätzt werden. Für die Einschätzung der bodennahen Windrichtung muss sich die durchführende EK auf freien Gelände befinden. Bäume, hohe Sträucher oder Fahrzeuge behindern die Bestimmung der Windrichtung. Der Bestimmungspunkt sollte mind. 10 x die Höhe des in der Nähe stehenden Objektes entfernt sein. Die Bestimmung der Windrichtung/Stärke in Städten oder kleineren Gemeinden ist nicht möglich. Zur Bestimmung der bodennahen Windrichtung sind bestimmte Hilfsmittel sowie ein Kompass notwendig.

8 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod8 Windrichtung - 2 Z.B. kann ein ca. 1,5 m langes Trassierband in die Höhe gehalten werden. Auch das Beobachten von Fahnen oder ähnlichen Gegenständen ist möglich. Mit dem Kompass kann so die Zugrichtung bestimmt werden. Die Windrichtung ermittelt man, indem man zur Zugrichtung 180° addiert. Bei einer längeren Beobachtung der Wetterverhältnisse kann auch ein Windsack verwendet werden. Bei sehr geringen Windgeschwindigkeiten ist das Bestimmen der Windrichtung nur sehr schwer möglich. Man spricht von umlaufenden Winden. Bei geringen Höhenunterschieden im Gelände sollte möglichst der höchstgelegene Ort für die Bestimmung der Windrichtung genutzt werden.

9 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod9 Windgeschwindigkeit - Messen Die Windstärke wird in der Beaufort-Skala(1-12), in kn, m/s oder km/h angegeben. Für die Wetterhilfsmeldung muss ausschließlich die Einheit km/h verwendet werden. (In Ausnahmefällen m/s) Für den Bestimmungsort gelten die gleichen Regeln wie für die Bestimmung der Windrichtung. Zur Bestimmung der Windstärke wird ein Windgeschwindigkeitsmesser verwendet. Wenn kein derartiges Gerät vorhanden ist, muss die Windgeschwindigkeit durch Beobachtungen geschätzt werden. Die Windgeschwindigkeit sollte wie folgt ermittelt werden (mit Messgerät): 1. 5 Messungen in einem zeitlichen Abstand von 2 min. 2. Errechnung des Mittelwertes

10 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod10 Windgeschwindigkeit - Schätzen 1 Beaufort Skala Geschwindig- keit (km/h) WindstärkeBeaufort Skala Geschwindig -keit (km/h) Windstärke 00 – 2Still751 – 61Steifer Wind 12 – 6Leiser Zug Stürmischer Wind 27 – 11Leichte Brise975 – 87Sturm 312 – 19Schwache Brise1087 – 102Schwerer Sturm 420 – 30Mäßige Brise11103 – 117Orkanartiger Sturm 531 – 39Frische Brise12Über 118Orkan 640 – 50Starker Wind

11 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod11 Windgeschwindigkeit - Schätzen 2 Beaufort SkalaBeispiele 0Rauch steigt gerade empor 1Zugrichtung angezeigt durch den Zug des Rauches 2leichte Brise, am Gesicht fühlbar 3Blätter und dünne Zweige bewegen sich 4hebt Staub und lose Blätter, bewegt Zweige 5kleine Laubbäume beginnen zu schwanken 6starke Äste in Bewegung 7ganze Bäume in Bewegung, fühlbare Hemmung beim Gehen 8bricht Zweige von Bäumen 9kleinere Schäden an Häusern 10Sturmschäden an Häusern, entwurzelt Bäume 11massive Sturmschäden an Gebäuden 12verwüstende Wirkung

12 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod12 Bestimmung der Temperatur Die Temperatur wird mit dem zur Verfügung stehenden Thermometer bestimmt. Eine Schätzung ist nicht möglich. Der Bestimmungsort muss vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein und er darf nicht in der Nähe von Gebäuden liegen. Die Messung sollte in ca. 1-2m Höhe erfolgen. Das Ergebnis kann nach 5 min abgelesen werden. Wenn möglich ist eine zweite Messung in einer Höhe von 10 m durchzuführen. Die beiden Messergebnisse müssen unter Angabe der Messhöhe angegeben werden.

13 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod13 Beobachten von Wettererscheinungen Einschätzung von flüssigem Niederschlag (Regen): Schauer:kurzzeitiger Regenguss mit großen Tropfen Landregen:langer, gleichmäßiger Regen mit mittelgroßen Tropfen Sprühregen:feinste Tröpfchenbildung Nieselregen:kleine Tropfen über einen längeren Zeitraum Das Einschätzen von festem Niederschlag (Schnee, Hagel, Graupel) erfolgt, wie bei flüssigem Niederschlag, durch Beobachtung. Ab ca. 5 mm Durchmesser der Eiskörnchen spricht man von Hagel – kleinerer Durchmesser ist Graupel oder Reif.

14 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod14 Bestimmung Bodenzustand 1 Besonders bei der Einschätzung und Erkundung von chemischen Substanzen ist die Bestimmung des Bodenzustandes von Bedeutung. Trockener Boden:bis ca cm Tiefe keine Feuchtigkeit Feuchter Boden:erkennbare Feuchtigkeit des Bodens – keine Pfützen Nasser Boden:durchnässter Boden – kleine und große Pfützen Gefrorener Boden:lässt sich nicht aufkratzen

15 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod15 Bestimmung Bodenzustand 2 Von einer geschlossenen Schneedecke spricht man, wenn im Blickfeld kein Boden zu erkennen ist. Befinden sich im Blickfeld einige kleinere Stellen, die nicht vom Schnee bedeckt sind, spricht man von nicht ganz bedeckt. Bei größeren Stellen muss kleiner als halb eingeschätzt werden. geschlossenen Schneedecke nicht ganz bedeckt kleiner als halb

16 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod16 Ablauf Wetterbestimmung - 1 Windmessung I Anbringen des Thermometers Windmessung II Bestimmung der Sicht Windmessung III Bestimmung der Bewölkung Bestimmung der Temperatur, wenn möglich neues Anbringen am höheren Messpunkt Windmessung IV Bestimmung des Bodenzustandes Beobachtung Wettererscheinung Ermittlung des Mittelwertes der Windgeschwindigkeit Bestimmung der 2. Temperatur

17 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod17 Ablauf Wetterbestimmung - 2 Die Protokollierung der Wetterbeobachtung sollte in den vorgegebenen Wetterhilfs- meldeblätter erfolgen. Sollten keine derartigen Vordrucke vorhanden sein, muss eine behelfsmäßige Protokollierung erfolgen. Dabei sind folgende Angaben zu berücksichtigen: Kennung der Einheit, Name des Verantwortlichen Ziel der WHM (Anschrift ) Datum/Standort/Zeit (Standort in UTM Koordinaten) Sicht ( 4km) Gesamtbewölkung ( 1/8 – 8/8) Bodenzustand (trocken – nass, Bewuchs, Schnee, Graupel, Reif oder Eis) Windrichtung in Grad Windgeschwindigkeit in Beaufort-Skala oder km/h Wettererscheinung (Regenart, Nebel, starker oder schwacher Schneefall) Temperatur in 1-2 m Höhe, wenn möglich zusätzlich in > 10m Höhe

18 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod18 Formular 14-LZ FB MA X 3 X X X X 15 09:30 E.G. ZF UKB (S1) - FB

19 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod19 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

20 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod20 Quellen: Feuerwehr Kefenrod Feuerwehr Halle Internet Präsentation erstellt/geändert: März 2011 Burkhard Reutzel (WF) Layout: Feuerwehr Kefenrod

21 © Burkhard Reutzel FFw Kefenrod21 ! Hinweise zur Benutzung der Informationen dieser Präsentation ! Diese Präsentation ist nur für den dienstlichen Gebrauch der Feuerwehr bestimmt. Jede andere und insbesondere die gewerbliche Nutzung ist untersagt. Die Angaben und Informationen dieser Präsentation werden wie besehen erteilt, unter Ausschluss der Gewährleistung und Haftung jeder Art. Der Anwender übernimmt das gesamte Risiko hinsichtlich der Richtigkeit und der Verwendung dieser Präsentation sowie aller darin enthaltenen Informationen. Bei der Weitergabe der Informationen ist auf den Urheberrechtschutz zu achten. Auch nicht eigens gekennzeichnete oder hervorgehobene Markennamen können geschützte Warenzeichen darstellen. Die Wiedergabe von Gebrauchs- oder Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. berechtigt auch ohne spezielle Kennzeichnung nicht zu der Annahme, diese Namen dürften von jedermann frei benutzt werden. Die Daten in dieser Präsentation sind nach bestem Wissen zusammengestellt; die taktischen Hinweise zeigen Möglichkeiten für den Einsatz auf. Dennoch müssen die Herausgeber jegliche Haftung ausschließen und können keinerlei Verantwortung oder Haftung für etwaige inhaltliche oder sonstige Unrichtigkeiten der Präsentation übernehmen. Alle Angaben, Daten, Hinweise und Ratschläge sind deshalb mit keiner Verpflichtung oder Garantie des Herausgebers oder der Autoren verbunden. Die Einsatzempfehlungen wurden nach bestem Wissen auf Basis der derzeit vorliegenden Erkenntnisse erstellt. Die Anwendung bzw. Umsetzung erfolgt auf eigenes Risiko. Alle Angaben, Daten, Hinweise und Ratschläge sind mit keiner Verpflichtung oder Garantie des Herausgebers, der Autoren oder der Feuerwehr Kefenrod verbunden. Die genannten Organe und Personen haften nicht für Schäden, die aus der Anwendung bzw. Umsetzung der Präsentation und ihrer Informationen entstehen.


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