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Wenn Paare in Ferien sind – ich rede von mir und von Arbeitern, die ich kenne –

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Präsentation zum Thema: "Wenn Paare in Ferien sind – ich rede von mir und von Arbeitern, die ich kenne –"—  Präsentation transkript:

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2 Wenn Paare in Ferien sind –

3

4 ich rede von mir und von Arbeitern, die ich kenne –

5

6 sie fahren einen Monat ans Meer, und es ist schon anders.

7

8 Der Mann hilft beim Einkauf und bei der Hausarbeit,

9

10 die Frau ist entspannter.

11

12 Der Urlaub der Arbeiterpaare ist zu Recht von Interesse –

13

14 der Sex ist besser,

15

16 die Beziehungen sind viel entspannter und die Kinder sind froh.

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18 Gut, man kann nicht immer in Ferien sein,

19

20 aber man kann die gleichen Situationen im Alltag suchen.

21

22 Diese Ruhe, die Freude zu Leben.

23

24 Und momentan haben wir keine Freude zu Leben.

25

26 Der Präsident der Republik hat bezüglich der Ferien erklärt,

27

28 dass Frankreich sich angesichts seines Klimas und seiner Küsten schuldig ist,

29

30 der Garten Europas zu sein.

31

32 Seitdem der Präsident gesagt hat:

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34 Es darf kein Film mehr über den Arbeitertourismus gemacht werden,

35

36 bei dem nicht jede Sequenz vom Präsidenten abgesegnet ist

37

38 – weswegen dieser Film nie auf den drei staatlichen Sendern laufen wird –

39

40 beugen wir uns diesen französischen Gepflogenheiten,

41

42 die von den Herren in den Sendern zum Dogma erhoben wurden.

43

44 Wir werden also einen Film über den Arbeiterinnentourismus machen,

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46 der begleitet ist von tiefschürfenden präsidialen Reflektionen.

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48 Das ist unser einziger Weg, das Fernsehpublikum zu erreichen,

49

50 vielleicht zaghaft für unsere Verhältnisse,

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52 indem wir eine Art von Gesangs-Dialog daraus machen,

53

54 ein kan ha diskan, wie man in der Bretagne sagt.

55

56 Es gibt Lieder, um die Kinder einzulullen,

57

58 Und andere wecken eine schlafende Revolte,

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60 Manche sind wie ein gefügiges Pferd,

61

62 Und andere sind gewaltig wie Mord und Blut.

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64 Besingt das Leben, die Liebe, den Tod,

65

66 Die Zeiten, die Träume, die Arbeit, der Streik

67

68 Auf die Äcker, die Städte! Besingt Eure Mühen

69

70 Die Lieder können alles sagen, das Gute wie das Schlechte.

71

72 Man möchte die Lieder nur zur Unterhaltung

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74 Man sagt, sie sollen uns Vergessen schenken

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76 Wem nützt es, wenn wir das Leben vergessen,

77

78 wenn wir träumen, bis wir bescheuert werden ?

79

80 Besingt das Leben, die Liebe, den Tod,

81

82 Die Zeiten, die Träume, die Arbeit, der Streik

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84 Auf die Äcker, die Städte! Besingt Eure Mühen

85

86 Die Lieder können alles sagen, das Gute wie das Schlechte.

87

88 Die Sänger sind keine besonderen Menschen

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90 Alles was sie machen, können alle machen

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92 Wenn ihr es nicht macht, hat man euch still gekriegt

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94 Um euch still zu kriegen, hat man euch Stars gegeben

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96 Besingt das Leben, die Liebe, den Tod,

97

98 Die Zeiten, die Träume, die Arbeit, der Streik

99

100 Auf die Äcker, die Städte! Besingt Eure Mühen

101

102 Die Lieder können alles sagen, das Gute wie das Schlechte.

103

104 Bewundert nicht das bürgerliche Individuum

105

106 Lasst seine Klasse nicht an eurer Stelle sprechen

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108 Nehmt euch die Tradition und lauft auf ihren Spuren

109

110 Es ist das Volk, das spricht, und zwar mit eurer Stimme

111

112 Besingt das Leben, die Liebe, den Tod,

113

114 Die Zeiten, die Träume, die Arbeit, der Streik

115

116 Auf die Äcker, die Städte! Besingt Eure Mühen

117

118 Die Lieder können alles sagen, das Gute wie das Schlechte.

119

120 Das ist keine Art!

121

122 Der Empfang war etwas unvorhergesehen

123

124 Ich wollte konkret sehen, wie es läuft in den Zentren der Camping-Dörfer.

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126 Wie wir Ihnen bereits mitgeteilt haben,

127

128 gab es diesen Morgen ein großes Treffen auf der Präfektur,

129

130 mit allen Verantwortlichen des Départements.

131

132 Wir haben die Entscheidung getroffen, nicht nur um ein Jahr zu verlängern,

133

134 sondern auch, die Sache etwas landeinwärts zu verlagern.

135

136 Aber werden sie den Standpunkt der lokalen Vertreter mit einbeziehen?

137

138 Mir scheint das nicht so…

139

140 Herr Soisson, Herr Tourismusminister.

141

142 Wir sind als Delegation der Camper des Arbeitertourismus hier,

143

144 um Ihnen einige Fragen zu stellen.

145

146 Wir möchten wissen, was sie tatsächlich vorhaben

147

148 in der Sache des Campings an der Küste von Var.

149

150 Wir warten schon lange auf eine Antwort

151

152 zu den Subventionen von Yotel de Cogolin,

153

154 zu den Subventionen für das Camping in dieser Region.

155

156 Sie werden eine Subvention erhalten – das versichere ich Ihnen.

157

158 Ich habe das vermerkt.

159

160 In welcher Größenordnung, wenn ich fragen darf?

161

162 Das weiß ich nicht mehr genau.

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164 Außerdem wird das ja gerade aufgezeichnet...

165

166 Ich kann Ihnen keine genaue Summe nennen.

167

168 Ich weiß, dass Sie viel investieren müssen.

169

170 Wie viel kostet Ihre Sache?

171

172 45 Millionen.

173

174 45 Millionen. Wie soll ich sagen?

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176 Ich fürchte, wir können Ihnen vor 1980 nichts geben,

177

178 aber mir scheint nach Unser Budget ist festgeschrieben.

179

180 Wir müssen eine gewisse Summe bis zum 1. Oktober ausgeben,

181

182 und den Rest danach.

183

184 Das wird uns also erlauben, einen bestimmten Teil freizugeben –

185

186 ich denke, eine gewisse Summe und den Rest später,

187

188 wohl gegen Jahresende 1980,

189

190 und wenn die Zahlen nächstes Jahr besser sind als erwartet,

191

192 gäbe es noch eine zweite Summe

193

194 nächstes Jahr und das Jahr danach.

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196 Wir können also nur hoffen?

197

198 Nein, sie können durchaus hoffen.

199

200 Schlussendlich kann ich Ihnen nicht versichern,

201

202 dass es bedeutende Beträge sein werden.

203

204 Aber vom Prinzip her wird es eine Beteiligung geben.

205

206 Für dieses Projekt von Cogolin

207

208 haben wir die Entscheidung gemeinsam gefällt –

209

210 es durchzuführen und es zu finanzieren.

211

212 Außerdem gab es heute morgen ein Treffen von über 2 Stunden,

213

214 bei dem alle Delegierten frei reden konnten.

215

216 Sie konnten sich also auf diesem Treffen durchaus Gehör verschaffen.

217

218 Und schließlich habe ich auch den Herrn Präfekten gefragt,

219

220 ob es ein Problem gäbe Sie zu empfangen. Sehen sie ?

221

222 Ja, aber… Wir sind jetzt schon drei Wochen entlang der Küste unterwegs,

223

224 sprechen mit den Urlaubern, den Campern und wir haben festgestellt,

225

226 dass die Situation verheerend ist.

227

228 Wir haben Unterschriften gesammelt, die wir Ihnen übergeben werden.

229

230 Wir haben uns heute morgen auf die Richtung geeinigt,

231

232 dass wir neue Plätze schaffen wollen, im Landesinneren. Im Hinterland.

233

234 Wir machen es nicht mehr an der Küste,

235

236 sondern schaffen Campingplätze im Hinterland von Var.

237

238 Das erste Ziel ist es, die Franzosen zu den Eigentümern Frankreichs zu machen.

239

240 Nein, nicht kollektive Eigentümer mittels noch mehr Bürokratie

241

242 und in den Krakenarmen des Staats,

243

244 sondern individuelle Eigentümer Frankreichs – indem sie ihr Eigenheim besitzen,

245

246 gegebenenfalls ihre Produktionsmittel besitzen,

247

248 und durch eine größere Streuung der Anteile an den großen Unternehmen.

249

250 Unserem französischen Volk,

251

252 bestehend aus Landwirten, die oft entwurzelt sind,

253

254 gilt es wieder Wurzeln zu geben.

255

256 Und gibt es tiefere Wurzeln als jene,

257

258 die uns an unser Haus,

259

260 unsere Erde, unsere Arbeitsinstrumente binden?

261

262 Ja, wir müssen die Franzosen zu den individuellen Eigentümern Frankreichs machen!

263

264 Es ist offensichtlich, dass es sich hier um einen Provence-Stil handelt –

265

266 mit alten Ziegeldächern, oder vielmehr neugekauften alten Ziegeln,

267

268 mit bestimmtem Hölzern, Schmiedearbeiten, Sonnenblenden –

269

270 kurz, der Eindruck eines authentischen Provence-Stils,

271

272 der gerade noch so durchgeht bei den Ortsansässigen verschiedener Generation.

273

274 Dieses Bauprojekt ist also nicht an den Einheimischen ausgerichtet?

275

276 Nein, vielmehr sollen sie Leuten zu Gute kommen,

277

278 die nicht aus der Region kommen

279

280 und sich hier niederlassen wollen oder etwas Zeit verbringen.

281

282 Es richtet sich also an einen Zweitwohnungsmarkt,

283

284 also entweder an ausländische Investoren,

285

286 die hierher in Urlaub kommen möchten,

287

288 oder andere Personen, die von diesem Produkt als Mieter profitieren.

289

290 Die kommen vielleicht von weniger weit her,

291

292 möchten aber für zwei Wochen oder einen Monat hier wie in der Provence

293

294 ganz im provençalischen Stil leben.

295

296 Port Grimaud ist in der Provence, das stimmt,

297

298 aber Port Grimaud, das ist Europa.

299

300 Hier haben sich Menschen aus allen Ländern Europas

301

302 und aus weiteren Ländern der Welt Häuser gekauft.

303

304 Häuser, die mit Landungsstegen für Yachten verkauft werden.

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306 Du legst mit deiner Yacht an, machst drei Schritte

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308 und bist in deinem Wohnzimmer und trinkst einen Whisky.

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310 Die Bauart ist die gleiche wie die Häuser der Fischer der Provence.

311

312 Well, nur die Mauern und die Fassade,

313

314 denn im Inneren hat es jeder, wie er es möchte.

315

316 Ist das teuer?

317

318 Nun ja, teuer genug, dass nicht jeder Erstbeste hier wohnen kann.

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320 So kommt es, dass man sich hier unter Leuten der Society wiederfindet.

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322 Französische Minister haben hier gekauft –

323

324 gekauft, oder es wurde ihnen gegeben,

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326 bei den Ministern Frankreichs kann man ja nie wissen.

327

328 Man kommt übers Meer mit seiner Yacht an.

329

330 Kein Jam, kein Stau.

331

332 Es ist, als hätten die Franzosen uns ihre Sonne und ihr Meer verkauft.

333

334 Das ist ein Leben, wie in Venedig,

335

336 das heißt, sogar noch besser als in Venedig,

337

338 denn es ist Venedig ohne die Venezier,

339

340 die das Wasser mit ihren Sauereien verschmutzen.

341

342 Mir macht es Freude,

343

344 all diese Fahnen aus ganz Europa auf den Yachten zu sehen.

345

346 Und die anderen Leute können gucken kommen mit ihren kleinen Booten –

347

348 man lässt sie gewähren, das ist das Europa ohne Grenzen.

349

350 Sehen Sie, das ist Port Grimaud in der Provence.

351

352 Wie man in Frankreich sagt, das ist einen Blick wert.

353

354 Right?

355

356 Über das Meer ist der Zugang frei,

357

358 aber der Zugang über Land ist stärker kontrolliert,

359

360 im Interesse der Ruhe und der Eigentümer von Port Grimaud.

361

362 Diese Kontrolle wird durch den Burg-Charakter hergestellt.

363

364 Jeder Eigentümer kann sich als Burgherr fühlen,

365

366 geschützt durch seine eigene Polizei – die private Truppe, die Wächter.

367

368 Eine Besonderheit von Port Grimaud offenbart sich beim Lesen dieser Schilder.

369

370 Auf dem linken steht, dass Port Grimaud Privateigentum ist,

371

372 auf dem rechten,

373

374 dass sich im Inneren dieses Privateigentums alle öffentlichen Dienste befinden.

375

376 Wir wünschen uns mit unseren Mitgliedern einen Dialog –

377

378 und wie können wir ihnen besser begegnen

379

380 als während der Ferien, in unseren eigenen Feriensiedlungen.

381

382 Wir wünschen uns einen beständigen Austausch,

383

384 um ihre Beobachtungen in Betracht zu ziehen,

385

386 ihre Kritik zu hören,

387

388 ihnen genauso auch unsere Bedenken und Probleme mitzuteilen,

389

390 und um uns dadurch möglichst dauernd zu verbessern;

391

392 und um an ihre Unterstützung zu appellieren

393

394 für die Aktionen von Tourismus und Arbeit,

395

396 damit wir unser Ziel erreichen,

397

398 Freizeiteinrichtungen mit sozialem Charakter zu entwickeln

399

400 und den sozialen Tourismus weiter zu entwickeln.

401

402 Seitdem wir aufgebrochen sind, konnten wir selbst sehen,

403

404 dass die Situation der Campingplätze in unserem Land

405

406 nicht nur beklagenswert ist – das wissen wir ohnehin –

407

408 sondern dass sie sich Jahr für Jahr noch verschlechtern wird.

409

410 Die Verantwortung hierfür liegt beim ersten Verantwortlichen,

411

412 das heißt jenem, der die politischen Entscheidungen

413

414 im Bereich des Tourismus in unserem Land trifft,

415

416 und das ist der Staat.

417

418 Für ihn ist der Tourismus eine wichtige Aktivität,

419

420 eine der Hauptaktivitäten in unserem Land, das blaue Öl unseres Landes,

421

422 das 40% unserer Ölimporte ausgleichen kann –

423

424 aber tatsächlich wird nichts für den Arbeiterinnentourismus getan,

425

426 der den Großteil unserer Mitbürger betrifft.

427

428 Dem gegenüber wird viel – manchmal zu viel – für den Luxustourismus getan,

429

430 den Tourismus der Marinas, den Tourismus der Millardäre.

431

432 Gerade hat der Genosse das Problem angesprochen,

433

434 dass einer von zwei Franzosen nicht in Urlaub fährt.

435

436 Das ist wahr, wir sind uns dessen bewusst.

437

438 Ich finde, die oberste Zielsetzung von Tourismus und Arbeit sollte sein,

439

440 den am stärksten Benachteiligten die Fahrt zu ermöglichen.

441

442 Und natürlich hat Tourismus und Arbeit die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen,

443

444 wir sind nicht dafür da, um…

445

446 Es war eine dezidierte Politik in Frankreich, die uns in die aktuelle Situation gebracht hat.

447

448 Davon bin ich Überzeugt, ich bin ein Aktivist, ich bin davon überzeugt.

449

450 Aber ich glaube, wir dürfen nicht aus den Augen verlieren,

451

452 Dass die größte Anstrengung den am meisten Benachteiligten gelten soll.

453

454 Bei Caterpillar haben wir es geschafft, Familien zu schicken,

455

456 wir haben Kinder geschickt, die noch nie das Meer gesehen hatten,

457

458 und Leute, die noch nie in Urlaub waren.

459

460 Dieses Modell ist hart, denn mit den Anlagen hier bedeutet das,

461

462 Dass die Mutter ihre Mittage damit verbringt,

463

464 das Essen für ihre Familie zu machen, das ist nicht lustig.

465

466 Vor allem weil das meistens Familien sind,

467

468 in denen die Mutter 11 Monate im Jahr arbeitet,

469

470 und dann während dem 12ten den Haushalt zu schmeißen, das nervt.

471

472 Aber statt das ganze Jahr in ihrer Sozialwohnung zu bleiben –

473

474 kommen natürlich viele lieber ins Yotel kochen halt am Mittag,

475

476 und die Kinder sind am Meer.

477

478 Daher nochmal mein Appell:

479

480 Tourismus und Arbeit sollte auch für die am stärksten Benachteiligten da sein –

481

482 auch bei Caterpillar, wo man sie nicht vermutet,

483

484 aber gibt es auch welche die noch schlechter als wir untergebracht sind.

485

486 Wir versammeln 1% der Einkommen auf uns.

487

488 Und bei uns gibt es immerhin auch ein Budget für den Urlaub,

489

490 das gibt es bei anderen Unternehmen auch nicht.

491

492 Das ist also mein Appell:

493

494 die am stärksten Benachteiligten sollten höchste Priorität haben.

495

496 So dass wir weiter die Familien und die Kinder schicken können,

497

498 die noch nie das Meer gesehen haben.

499

500 Ich bin da leidenschaftlich, aber glaubt mir,

501

502 in meinem Unternehmen gibt es mehrheitlich Facharbeiter.

503

504 Was wir wollen, sind bescheidenere Anlagen,

505

506 die eine größere Zahl von Menschen aufnehmen können.

507

508 Und das ist das erste Ziel von Tourismus und Arbeit.

509

510 Wenn Sie sagen, wir wenden uns an Tourismus und Arbeit

511

512 um von Ihnen den Erhalt dieses Geländes zu fordern,

513

514 und seinen Charakter als Campingplatz –

515

516 aber nicht Tourismus und Arbeit entscheidet das,

517

518 sondern die Ausschüsse der besitzenden Betriebe.

519

520 Tourismus und Arbeit steuert sein technisches Wissen für das Management bei

521

522 und bringt die Animation, den Inhalt, der in den Urlaub gebracht werden soll –

523

524 und auch hier wieder:

525

526 zusammen mit den Ausschüssen der Betriebe.

527

528 Es ist so, dass Tourismus und Arbeit Leute zusammenbringt,

529

530 die aus allen sozialen und beruflichen Bereichen kommen,

531

532 und alle haben ihre spezifischen Bedürfnisse.

533

534 Tourismus und Arbeit bemüht sich zusammen mit den Betriebsausschüssen,

535

536 seine Anlagen zu diversifiieren,

537

538 so dass auch Frauen, die gerne Urlaub ohne Abwasch machen möchten –

539

540 und das sind viele –

541

542 Zugang zu Feriendörfern haben, die das bieten können.

543

544 Ich muss zugeben, bei zwei Kindern: Vollpension wäre ein Traum –

545

546 da hätte meine Frau praktisch nichts zu tun…

547

548 Für die Verantwortlichen des Verbandstourismus ist es wichtig,

549

550 die Meinungen der Mitglieder direkt vor Ort zu erfragen.

551

552 Deswegen organisieren sie Diskussionen, damit die Mitglieder das Wort ergreifen,

553

554 damit ein Dialog entsteht zwischen ihren Erfahrungen

555

556 und den Schwierigkeiten des Managements,

557

558 die Machthabenden geschuldet sind, die kein Interesse an devisenarmem Tourismus haben.

559

560 Das begeistert natürlich nicht alle Urlauber,

561

562 da gibt es einige die lieber Boule spielen –

563

564 ganz klar, sie sind im Urlaub, also eigentlich sozial demobilisiert.

565

566 Aber die Frage ist, wie lange die Arbeiter noch weiter Boule spielen können

567

568 entlang der Côte dAzur und der Küste von Var –

569

570 denn der Minister hat bereits entschieden:

571

572 Weg mit den Campern von der Küste, weiter ins Hinterland.

573

574 Und die Feriendörfer werden durch Gebäude für Luxustouristen ersetzt.

575

576 Es gilt einen ständigen Kampf auszufechten

577

578 um die Errungenschaften der Arbeiter zu verteidigen, die Feriendörfer,

579

580 die sie seit 1936 ertrotzt haben,

581

582 ihren Platz an der Sonne.

583

584 … wenn die Arbeiter das nicht vereiteln,

585

586 wenn es nicht eine Aktion gibt,

587

588 dann wird die Regierung in diese Richtung gehen, sicherlich…

589

590 Hier die Bauten für die Leute, die Campingplätze.

591

592 Dort die Yachten in den Vergnügungshäfen, den Marinas.

593

594 Der Platzbedarf der Marinas ist vierzig mal größer als von Campingplätzen,

595

596 und hinter den Erbauern der Marinas steht die Macht des Geldes.

597

598 Im Schnitt repräsentiert jede dieser Yachten mehr,

599

600 als ein Arbeiter oder ein kleiner Angestellter

601

602 während seines ganzen Lebens an Einkommen hat.

603

604 Eine davon kostet gebraucht 800 Millionen Centimes,

605

606 das entspricht 222 kompletten Jahreseinkommen einer Arbeitskraft.

607

608 Der Besitzer hat sie an 6 Tagen des Jahres genutzt.

609

610 … denn man muss wissen,

611

612 dass es so viel Ungerechtigkeit im Zugang zur Lebensqualität gibt,

613

614 ebenso wie in der Verteilung der Ressourcen,

615

616 der Transportmittel, des Verzichts, des Kampfs gegen den Lärm,

617

618 dem Zugang zu Ferien,

619

620 der Verteilung der Grünflächen und der sozialen Einrichtungen…

621

622 Man könnte den Präsidenten der Republik, Valéry Giscard dEstaing,

623

624 als Grünflächen-Experten bezeichnen.

625

626 Wenn man alle Anwesen seiner Familie zusammenrechnet,

627

628 die Rasenflächen und Wälder des Schlosses des Geschlechts von Giscard,

629

630 so verfügt jedes Mitglied der Familie unseres Präsidenten über Grünflächen,

631

632 die jene eines Pariser Einwohners 4000 Mal übertreffen,

633

634 und 7000 Mal größer sind als die eines Marseillers.

635

636 Transkription : Elsa de Seynes Übersetzung : Sebastian Bodirsky

637


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