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Homocystein - Gefahr für die Blutgefäße ? M. Geisler – Klinikum Bergmannstrost.

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Präsentation zum Thema: "Homocystein - Gefahr für die Blutgefäße ? M. Geisler – Klinikum Bergmannstrost."—  Präsentation transkript:

1 Homocystein - Gefahr für die Blutgefäße ? M. Geisler – Klinikum Bergmannstrost

2 Wie entsteht Homocystein im Körper? schwefelhaltige, nicht in der Nahrung vorkommende Aminosäure entsteht durch Umwandlung aus Methionin (essentielle Aminosäure für Eiweißsynthese und DNA-Synthese) Normalwert im Serum: µmol/l in Methionin zurückverwandelt (Folsäure und Vitamin B12 notwendig) oder in Cystein verstoffwechselt (Vitamin B6 notwendig) danach über Niere ausgeschieden

3 Wie entsteht Homocystein im Körper?

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6 Welche Rolle spielt Homocystein? bei Patienten mit Gefäßerkrankung erhöht kardiovaskulärer Risikofaktor? Metabolisches Syndrom abdominelle Adipositas Insulinresistenz/Diabetes mellitus Bluthochdruck Fettstoffwechselstörung andere Tabakkonsum familiäre Veranlagung, Geschlecht, Alter Stress Depression

7 Homocystein als Risikofaktor toxische Schädigung der Gefäßwand freie Radikale gefördert erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes (?)

8 Homocystein als Risikofaktor hoher Homocystein-Spiegel = erhöhtes Risiko für koronare Herzerkrankungen (KHK) erhöhter Homocystein-Spiegel nach einer Manifestation der KHK (z.B. Herzinfarkt) erhöhte Sterblichkeit moderat erhöhter Spiegel ohne Gefäßerkrankung keine erhöhte Sterblichkeit vermutlich nicht Ursache, sondern Risikomarker der koronaren Herzerkrankungen bei sonst gesunden Menschen erst über 15 µmol/l erhöhtes Risiko

9 Homocystein als Risikofaktor Gesunde Patienten ohne bekannte KHK

10 Homocystein als Risikofaktor Patienten mit KHK/Myokardinfarkt

11 Homocystein als Risikofaktor Patienten mit schwerer KHK (Bypass-OP)

12 Homocystein als Risikofaktor Patienten ohne manifeste KHK

13 Homocystein als Risikofaktor Bei Herzinsuffizienz Homocystein-Spiegel meist erhöht Je kränker der Patient desto höher Marker der Erkrankung ? Risikofaktor der Erkrankung ?

14 Homocystein als Risikofaktor Altersdemenz / M. Alzheimer Makuladegeneration Hirninfarkten Osteoporose (Gleichgewicht zwischen Osteoklasten und Osteoblasten gestört) Thromboserisiko

15 Wie entsteht ein erhöhter Homocysteinspiegel? Vitaminmangel Alkoholkonsum Rauchen häufigem Genuss von Kaffee Bewegungsarmut Übergewicht Medikamente zu hohe Aufnahme der Aminosäure Methionin genetische Defekte Homocystein-Werte steigen mit dem Alter bedingt durch eingeschränkte Nierenfunktion Östrogenmangel nach Menopause

16 Wie entsteht ein erhöhter Homocysteinspiegel?

17 Vitaminmangel (z.T. autoimmune Gastritis) Alkoholkonsum Rauchen häufiger Genuss von Kaffee Bewegungsarmut Übergewicht Medikamente zu hohe Aufnahme der Aminosäure Methionin genetische Defekte Homocystein-Werte steigen mit dem Alter bedingt durch eingeschränkte Nierenfunktion Östrogenmangel nach Menopause

18 Wie entsteht ein erhöhter Homocysteinspiegel? Folsäureaufnahme mit der Nahrung

19 Wie entsteht ein erhöhter Homocysteinspiegel? Folsäure B-Vitamin hitzeempfindlich Großteil bei der Zubereitung von Mahlzeiten zerstört die Deutschen nehmen ca. 240 µg Folat täglich auf empfohlene Menge 400 µg

20 Wie entsteht ein erhöhter Homocysteinspiegel? Vitamin B12 im Serum

21 Wie entsteht ein erhöhter Homocysteinspiegel? Wechselwirkung Medikamente

22 Wer sollte Homocystein bestimmen lassen? Patienten mit arteriosklerotischer Gefäßerkrankung besonders wenn keine relevanten anderen Risikofaktoren bekannt bei eingeschränkter Nierenfunktion nicht sinnvoll

23 Wer bestimmt mein Homocystein? EDTA-Blut Homocystein von roten Blutkörperchen freigesetzt wird, kommt es ohne Zusatz von Hemmstoffen (Spezialröhrchen) zu einem Anstieg von ca. 10% pro Stunde. patientennahe Messung möglich (Point-of-Care-Testing) noch während des Arztbesuches Ergebnis fertig bei kardiovaskulärer Erkrankung von Krankenkassen übernommen wenn keine Vorerkrankung, muss der Test meist selbst getragen werden, IGeL-Leistung Kosten ca. 20 bis 30

24 Welche Möglichkeiten gibt es Homocystein zu senken? Therapie bei Werten über 15 µmol/l empfohlen senkende Effekte Vitamin B12 Folsäure auch Vitamin B6, Effekt jedoch geringer Senkung von ca % erreichbar

25 Homocystein als Risikofaktor Nahrungsanreicherung mit Folsäure Sterblichkeit an Herzinfarkt und Schlaganfall

26 Effekt der Therapie positive therapeutische Effekte durch Vitamin-Therapie nicht sicher nachgewiesen Senkung des Herzinfarktrisikos (wahrscheinlich) Senkung des Schlaganfallrisikos bis zu 25 % (wahrscheinlich) Risiko einer Makuladegeneration um 34% vermindert Prävention von Herz-Krankheiten möglich ???

27 Welche Möglichkeiten gibt es Homocystein zu senken? Vitaminmangel ausgleichen durch gesunde Lebensmittel oft nicht ausreichend Folsäure-Quellen sind grünes Gemüse (z.B. Spinat), Erbsen und Bohnen Vitamin B12 in tierischen Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch oder Eier (nicht übertreiben) Vitamin B6 in Gemüse und Vollkornprodukten, auch in Fleisch Vitamin-B-Komplex (Vitamin B6 - Pyridoxin, Vitamin B9 - Folsäure und Vitamin B12 - Cyancobalamin in niedriger Dosis) senkt Homocystein effektiv

28 Risiken der Therapie NORVIT-Studie (Norwegian Vitamin Trial) Kombination aus Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 (Hochdosis) gegen Placebo Homocystein-Spiegel um 28 Prozent gesenkt Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt Placebogruppe 18% Vitamin B6 –Gruppe 18 % Folsäure/Vitamin B12 -Gruppe 18 % Folsäure/Vitamin B12/Vitamin B6 23 % Mechanismus unklar Fazit: keine hohen Vitamin B Dosen einnehmen

29 Risiken der Therapie NORVIT-Studie (Norwegian Vitamin Trial) Trend zu mehr Krebserkrankungen bei hohen Folsäuredosen erhöhtes Risiko einer Restenose nach Koronar-Stenting (wachstumsfördernde Wirkung ?)

30 Risiken der Therapie HOPE-2-Studie (Heart Outcomes Prevention Evaluation Study) täglich 2,5 mg Folsäure, 1 mg Vitamin B12 und 50 mg Vitamin B6, also normale Dosis fünf Jahre Schlaganfallrisiko sank um 24 Prozent

31 Sinnvolle Therapie D.A.C.H.-Liga Homocystein Empfehlungen gelten als ausreichend und sicher bei mild erhöhtem Homocystein-Wert etwa 0,2 bis 0,8 mg Folsäure, 3 bis 30 µg Vitamin B12 2 bis 20 mg Vitamin B6 Einstellung der Risikofaktoren soweit möglich (Gewichtsnormalisierung, Blutdrucksenkung, Blutzuckereinstellung, Cholesterinsenkung)

32 Sinnvolle Therapie

33 Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit !


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