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1 Teilhabe und Gerechtigkeit Armut hat viele Gesichter Demokratiekolleg 2013.

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Präsentation zum Thema: "1 Teilhabe und Gerechtigkeit Armut hat viele Gesichter Demokratiekolleg 2013."—  Präsentation transkript:

1 1 Teilhabe und Gerechtigkeit Armut hat viele Gesichter Demokratiekolleg 2013

2 2 Gliederung Armut in Deutschland: Zahlen – Daten – Fakten Gründe für Armut: Entwicklungen des Arbeitsmarktes Politik gegen Armut: Vorschläge

3 3 Einkommen

4 4 Ungleichheit 80 Jahre bis heute

5 5 Armut in Deutschland: Zahlen – Fakten - Daten

6 6 Entwicklung der Armut

7 7 Armutsrisiken

8 8 Kinderarmut

9 9 Altersarmut

10 10 Armut und Erwerbstätigkeit

11 11 Verdeckte Armut

12 12 Absolute Armut

13 13 SGB II

14 14 Sanktionen im SGB II

15 15 Aufstocker

16 16 Bildung 20% der Jugendlichen sind ohne Hauptschulabschluss

17 17 Gründe für Armut: Entwicklungen des Arbeitsmarktes

18 18 Langzeitarbeitslose

19 19 Niedriglohnbeschäftigung

20 20 Niedriglöhne

21 21 Armutsgefährdung Armutsgefährdung 2008: -Erwerbstätige insgesamt: 8,4% - NAV: 3,2% - Leiharbeitnehmer: 8,5% - Selbstständige ohne Mitarbeiter: 10,3 - atypisch Beschäftigte: 14,3% - befristet Beschäftigte: 16,5% - Geringfügig Beschäftigte: 23,2% Stundenlöhne Niedriglohn: West: 7,09 Euro, Ost: 5,38 Euro (2009 )

22 22 Niedriglohnbeschäftigte Struktur der Niedriglohnbeschäftigten (2009): -67,7 % der Betroffenen sind Frauen, 32,3 % Männer -69,6 % haben eine abgeschlossene Berufsausbildung (9,6% Universität / FH; 20,8%)

23 23 Der Trend zur Zunahme prekärer Beschäftigungen ist Teil einer Entwicklung, in der gesellschaftliche Risiken immer deutlicher auf die am Arbeitsmarkt Schwächsten umverteilt wurden. Verantwortlich ist der Staat, da er durch die Lockerung von Schutzregeln zu dieser Entwicklung beigetragen hat. Dann aber auch die Unternehmen, die sich der Verpflichtung entledigen, auch geringer Qualifizierte zu beschäftigen.

24 24 Politik gegen Armut: Vorschläge

25 25 Regulierung des Niedriglohnbereichs Grundsätzlich: Der gesamte Bereich der ungesicherten und schlecht bezahlten Beschäftigung muss in den Blick der politischen und auch unternehmerischen Gestaltung kommen. Es gilt ihn als ganzen zu stabilisieren und sozial zu gestalten. Dabei greifen verschiedene Maßnahmen ineinander. Dabei ist realistischerweise nicht zu erwarten, dass der Flexibilisierungsdruck geringer werden wird.

26 26 Solidarische Sicherungen -Gesellschaftlich erzeugte Risiken müssen solidarisch getragen werden. Sie können nicht den Schwächsten aufgeladen werden. -Sofern sich die Flexibilitätsanforderungen nicht verringern werden, muss deswegen für stärkere soziale Sicherheit gesorgt werden. -Es braucht deswegen den Übergang zu einer umfassenden Beschäftigungsversicherung (statt einer Arbeitslosen- versicherung). Sie würde sicherstellen, dass Übergänge sinn- voll genutzt werden können.

27 27 Mindestlöhne Allgemeine gesetzliche Mindestlöhne würden das Einkommensgefälle nach unten deutlich stabilisieren. Das ist nötig, um den gesamten Bereich zu stabilisieren. Das Gegenargument, dass dadurch die Beschäftigungschancen für falsch Qualifizierte geringer werden würden, greift nicht, da dieser Kreis schon jetzt keine Chancen hat. Gleichwohl schützen Mindestlöhne nicht allein vor Armut. Es braucht zudem ein funktionierendes Tarifgefüge.

28 28 Leiharbeit, Befristete Arbeit Beschäftigungsverhältnisse, die besonderen Risiken ausgesetzt sind (Leiharbeiter, befristete Arbeitsverhältnisse) sollten für den Arbeitgeber teurer sein als NAVs. (Beispiel: Zeitarbeitskräfte in Frankreich) Zumindest muss aber der Grundsatz gelten: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

29 29 Prekär Beschäftigte Prekär Beschäftigte müssen ein ausübbares Recht auf Teilnahme an betrieblicher oder sonstiger Weiterbildung bekommen. Sie müssen zur Teilnahme hieran auch ermutigt werden. Keine befristete Beschäftigung ohne eine zusätzliche Qualifikationschance auf oder neben der Arbeit! Hier braucht es eine neue Unternehmenskultur der Förderung.

30 30 Befristungen Die Möglichkeit zu Befristungen ist jüngst noch einmal ausgedehnt worden. An ihr bestehen große Flexilibitätsinteressen seitens der Wirtschaft. Möglichkeiten der Regulierung wären: Entweder die generelle Abschaffung der sachgrundlosen Befristung oder aber die Pflicht der Umwandlung nach einer bestimmten Zeit an Jahren.

31 31 Minijobs Die Minijobs stellen eine gut zugängliche Möglichkeit der flexiblen Beschäftigung dar. Sie waren einmal als Möglichkeit für Zusatzverdienste gedacht, sind aber heute für nicht wenige Menschen von grundlegender Bedeutung. Grundsätzlich muss gelten: Alle Beschäftigungsformen sollten hinsichtlich ihrer Sozialversicherungs- und Steuerpflicht gleich behandelt werden.

32 32 Förderung von Langzeitarbeitslosen Für einen nicht kleinen Teil der betroffenen Menschen ist der Zugang zum ersten Arbeitsmarkt so gut wie unmöglich geworden. Hier braucht es eine tatkräftige ermutigende Unterstützung und die Teilhabe an sinnvollen Beschäftigungsformen. Das Ziel der Integration darf nicht aus dem Blick geraten, aber der Fokus muss stärker auf die Stabilisierung gelegt werden.

33 33 Bildung Wir brauchen ein wirklich inklusives Bildungssystem für alle!

34 34 Fazit: Ermutigung I Statt Hartz IV! Wenn es denn so ist, dass nur über den Weg durch den Niedriglohnsektor überhaupt ein Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt für viele möglich ist, dann muss nun alles daran gesetzt werden, bessere Löhne, bessere Aufstiegsmöglichkeiten und einfache aber gute Arbeit zu schaffen. Denkschrift der EKD von 2006: Ein Niedriglohnsektor darf kein Bereich werden, in dem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch eine sich stets nach unten bewegende Lohnspirale ausgebeutet werden. In einem reichen Land wie Deutschland sollte es Ziel sein, den Niedriglohnsektor so klein wie möglich zu halten.

35 35 Fazit Es ist also nicht richtig, dass Menschen mit größeren natürlichen Gaben und dem überlegenen Charakter, der ihre Entwicklung ermöglichte, ein Recht auf ein System der Zusammenarbeit hätten, das ihnen die Erlangung weiterer Vorteile auf Weisen gestattet, die anderen keine Vorteile bringen. Man hat seinen Platz in der Verteilung der natürlichen Gaben ebenso wenig verdient wie seine Ausgangsposition in der Gesellschaft. … Der Begriff des Verdienstes ist hier nicht am Platze. (J. Rawls: Gerechtigkeit als Fairness )

36 36 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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