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Universität Hannover Institut für Politische Wissenschaft Politische Soziologie der Parteien und Wähler Dozenten: Daniel Gardemin, Stephan Meise Dealignment.

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Präsentation zum Thema: "Universität Hannover Institut für Politische Wissenschaft Politische Soziologie der Parteien und Wähler Dozenten: Daniel Gardemin, Stephan Meise Dealignment."—  Präsentation transkript:

1 Universität Hannover Institut für Politische Wissenschaft Politische Soziologie der Parteien und Wähler Dozenten: Daniel Gardemin, Stephan Meise Dealignment und Erosion der politischen Lager? Referent: Sebastian Vahl Gliederung: 1. Ausmaß und Bedeutungen von Parteibindungen 2. Parteibindungen und Wahlverhalten 3. Stammwählerschaften im Vergleich 4. Schlussfolgerungen Eiths 5. Klassenstruktur und Parteiensystem 6. Zentrale Ergebnisse in Müllers Untersuchungen

2 Ausmaß und Bedeutungen von Parteibindungen Parteibindungen sind Teil eines sozialwissenschaftlichen Konzeptes zur Erklärung von Wählerverhalten Parteibindungen wirken als Filter bei der Aufnahme politischer Informationen psychologische Mitgliedschaft

3 Ausmaß und Bedeutungen von Parteibindungen Parteibindungen werden meist in der Familie erworben erst mit höherem Alter werden sie von eigenen politischen Wahrnehmungen und Erfahrungen beeinflusst schrittweise Auflösung in den letzten Jahrzehnten (Dealignment-Prozess)

4 Ausmaß und Bedeutungen von Parteibindungen Wahlentscheidung kann aber auch unabhängig von der Parteibindung sein Parteien müssen Stammwähler politisch überzeugen und bei Wahlen mobilisieren Parteibindungen werden gefestigt, wenn program- matische Positionierungen und Situationsdeutungen als konsistent und glaubwürdig angesehen werden

5 Parteibindungen und Wahlverhalten Frage nach der grundsätzlichen Partibindung gehört seit 20 Jahren zur politischen Umfrage- und Wahlforschung Viele Leute neigen in der Bundesrepublik längere Zeit einer bestimmten Partei zu, obwohl sie auch ab und zu eine andere Partei wählen. Wie ist das bei Ihnen: Neigen Sie – ganz allgemein gesprochen – einer bestimmten Partei zu? Wenn ja, welcher?

6 Parteibindungen und Wahlverhalten Ergebnisse aber unterschiedlich bei verschiedenen Meinungsforschungsinstituten Ausmaß der gemessenen Parteibindungen zum Zeitpunkt von Bundestagswahlen am größten weniger politisches Interesse in der Mitte der Legislaturperiode

7 Parteibindungen und Wahlverhalten

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10 Stammwählerschaften im Vergleich Sozialstrukturelle Profile: Berufsstatus, Bildungsabschluss, Konfessionszugehörigkeit, Kirchengangshäufigkeit, Gewerkschafts-/Berufsverbandsmitgliedschaft, Geschlecht, Durchschnittsalter (in Jahren), Ortsgröße Einstellungsprofile: politisch-ideologische Einstellungen mit Bezug zum Umfang staatlicher Lenkung und Verantwortung Einstellungen zum bevorzugten Gesellschaftsideal Bewertungen der Demokratie und der Gerechtigkeit der Gesellschaftsordnung Einschätzungen der ökonomischen Situation

11 Stammwählerschaften im Vergleich Union: hoher Anteil an Konfessionszugehörigen überdurchschnittliche Kirchenbindung überdurchschnittlich vertreten in ländlichen Gebieten oder Kleinstädten Ablehnung sozialistischer Ideen positivere Einstellung zur Leistungsgesellschaft Einschätzung der Gesellschaftsordnung als gerecht

12 Stammwählerschaften im Vergleich SPD: Schwerpunkt in statusniedriegeren Berufsgruppen Verstärktes Aufreten von Gewerkschaftsmitgliedern hohe grundsätzliche Zufriedenheit mit der Demokratie und der Gesellschaftsordnung Wirtschaftslage wird als optimistisch gesehen größere Aufgeschlossenheit gegenüber dem Sozialismus als Idee (Ostdeutschland)

13 Stammwählerschaften im Vergleich FDP: überdurschnittlich selbständig oder Freiberufler hohes Bildungsniveau Stärker in urbanen Zentren vertreten Gesellschaftsordnung sei gerecht Unterstützung der Leistungsgesellschaft Einschätzung der Gesellschaftsordnung als gerecht

14 Stammwählerschaften im Vergleich Grüne: gehobener beruflicher Status hohes Bildungsniveau stärker in urbanen Zentren vertreten überdurchschnittliche Zustimmung zur Demokratie ¾ sehen den Menschen vor dem Geld

15 Stammwählerschaften im Vergleich PDS: verstärkt in Städten hoher Frauenanteil 80% halten die Gesellschaftsordnung für ungerecht 50% sind für Verstaatlichungen Sympathisation mit sozialistischen Ideen Ungebundene: Schwerpunkte in statusniedrigeren Berufsgruppen stärkerer Pessimusmus der eigenen wirtschaftlichen Lage unterdurchschnittlich zufrieden mit Regierung, Demokratie und der Gerechtigkeit in der Gesellschaftsordnung

16 Schlussfolgerungen Eiths Parteibindungen beeinflussen Wahlentscheidungen nach wie vor in hohem Maße 2/3 (West) bzw. 1/2 (Ost) der Bürger verfügen über entsprechende Parteibindungen Parteibindungen fungieren als längerfristig wirksamer politischer Wahrnehmungsfilter und Bewertungsmaßstab

17 Schlussfolgerungen Eiths Klare idealtypische Konturen der Stammwählerschaften: Güne und FDP vor allem in gehobenen westdeutschen Mittelschichten PDS eher sozialistisch geprägtes, ostdeutsches Milieu mit gehobenem Status und weitverbreiteter Skepsis dem "westlichen" Gesellschafts- und Demokratiemodell CDU/CSU und SPD besetzen entgegengesetze Positionen und integrieren zudem auch größere Gruppen aus den unteren Mittelschichten.

18 Schlussfolgerungen Eiths CDU mit starker christlicher Grundorientierung, z.T. auch Kirchenbindung und Eintreten für Leistungsgedanken SPD eher für Solidarität und soziale Gerechtigkeit Ungebundene haben pessimistischere und unzufriedenere Grundstimmung Vieles spreche dafür, dass die Volksparteien diese dennoch erreichen könnten

19 Klassenstruktur und Parteiensystem Abbau der Erklärungskraft der Klassenzugehörigkeit wird infrage gestellt Alte Konfliktlinien der Klassenspaltung seien erhalten geblieben Sogenannte Neue Politik besitze in erheblichem Maße eine klassenstrukturelle Grundlage Differenzierte Erwerbs- und Sozialstruktur bedürfe angepasster Begriffe und Operationalisierungen

20 Differenzierungen im Neuen Mittelstand Aufteilung der Dienstklasse des Neuen Mittelstandes in drei Bereiche: administrative Dienstklasse Experten soziale und kulturelle Dienste Variablen: Religion Erwerbsstatus Bildung Gewerkschaftsmitgliedschaft Gechlecht Postmaterialismus

21 Zentrale Ergebnisse Kein signifikanter Wandel der Parteipräferenz 1976 bis 1994 Geschlecht, Erwerbsstatus und Religionsbindung erwiesen sich als langfristige Konstanten deutlicher Unterschied in den Parteipräferenzen der Fraktionen der Dienstklasse: Wahlpräferenzen korrespondieren mit der Lage in der Klassenstruktur und den an diese Position gebundenen Interessen

22 Thesen 1) Wähler würden aufgrund ihrer sozialstruk- turellen Position generell bestimmten Parteien zuneigen. 2) Klassenbezogene Wahlpräferenzen würden sich nicht signifikant verändern, lediglich an die programmatischen Positionierungen der Parteien angepasst.


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