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Selbst ständig lernen Hirnforschung und Schulpraxis Michael Fritz Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen Universität Ulm.

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Präsentation zum Thema: "Selbst ständig lernen Hirnforschung und Schulpraxis Michael Fritz Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen Universität Ulm."—  Präsentation transkript:

1 selbst ständig lernen Hirnforschung und Schulpraxis Michael Fritz Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen Universität Ulm

2 Der Rahmen Arrangements Evaluation Verstehen Orientierung Interaktion Lernorte Rollenverständnis Funktionsverständnis Lernverständnis Menschenbild

3 Man wird, was man tut. Teil 1: Der Rahmen Teil 2: Wie funktioniert Lernen?

4 Der Bleistift-Test

5 Penfields Homunculus

6 Kortikale Karten

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8 Jenkins et al., J Neurophysiol 1990 Veränderung kortikaler Karten

9 Das Gehirn ist plastisch Übung / Erfahrung / Umwelt verändern das Gehirn Wir machen Erfahrungen und die Erfahrungen machen uns. Man wird, was man tut. Neuroplastizität

10 Was ist lernen? Wortherkunft lais~ (indogermanisch) : Spur, Bahn, Furche

11 Plastizität ist die Grundlage für individuelle Gehirne. Menschen sind unterschiedlich

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13 Wenn man keinen Grund hat etwas zu tun, hat man einen etwas nicht zu tun. Teil 1: Der Rahmen Teil 2: Wie funktioniert Lernen? Teil 3: Was beeinflusst lernen?

14 Was beeinflusst das Lernen im Hirn? Neurowissenschaftliche Binsenweisheiten: Grundprinzipien des Lernens aus der Perspektive des Gehirns

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16 Der Kühlschrank in Hinterindien Kühlschrank in Hinterindien explodiert Kühlschrank in Hinterindien explodiert: 2 Tote Kühlschrank in Hinterindien explodiert: 2 tote Deutsche Kühlschrank in Hinterindien explodiert: 2 tote deutsche Geografie- und Geschichtslehrer

17 Das Panini-Prinzip

18 Gesagt ist noch nicht gehört, gehört ist noch nicht verstanden. Zu Lernendes muss bedeutsam sein => Reizdarbietung allein reicht nicht Neurowissenschaftliche Binsenweisheit

19 Arrangements Evaluation Verstehen Orientierung Interaktion Lernorte Rollenverständnis Funktionsverständnis Lernverständnis Menschenbild Durch die Orientierung, die wir geben Wodurch können wir das Lernen der Lerner beeinflussen?

20 Komische Gesichter Lernen Sie die Gesichter mit dem grauen Hintergrund von denen mit dem rosa Hintergrund zu unterscheiden. Ein Lernexperiment

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31 Test Zu welcher Gruppe gehören die folgenden Gesichter?

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52 Auswertung

53 Sigala & Logothetis, Nature 2002 Kriterien: Gesichter unterscheiden Augenhöhe Augenabstand

54 das Gehirn ist ein schneller und effizienter Regel-Extraktor: es lernt aus konkreter Erfahrung Neurowissenschaftliche Binsenweisheit

55 Explizites / Implizites Lernen Explizites Lernen (planmässig) Bewusste Lernprozesse unter Anwendung von Lernstrategien Implizites Lernen (beiläufig) Vom Lerner nicht beabsichtigter Erwerb von Wissen und Fähigkeiten

56 Formelles / Informelles Lernen Formelles Lernen Bildungsmaßnahmen, die von Institutionen (Schulen, Universitäten Unternehmen …) organisiert werden. Informelles Lernen Aktivitäten, außerhalb formaler Lernsettings, die zum Erwerb von Wissen, Fähigkeiten oder Haltungen führen.

57 75 25 Lernen en passant explizit implizit formellinformell Englisch-Grammatik: go/went/gone Hörbuch: Advanced English Native Speaker / Englisch sprechende Tutoren Musik Top 10

58 Arrangements Evaluation Verstehen Orientierung Interaktion Lernorte Rollenverständnis Funktionsverständnis Lernverständnis Menschenbild Durch die Lernarrangements, die wir gestalten Wodurch können wir das Lernen der Lerner beeinflussen?

59 Wörterexperiment 3 Gruppen A – B – C

60 Wörterexperiment Gruppe A LAMPE Ist das Wort mit Großbuchstaben geschrieben? Ja oder Nein? essen

61 Wörterexperiment Gruppe B LAMPE Ist das Wort ein Verb? Ja oder Nein? essen

62 Wörterexperiment Gruppe C LAMPE Stellt das Wort etwas Belebtes dar? Ja oder Nein? essen

63 Auf die Plätze, fertig …

64 auto

65 LAUFEN

66 STUHL

67 katze

68 regnen

69 TRINKEN

70 buch

71 HÖREN

72 rose

73 erwärmen

74 SPIEGEL

75 VOGEL

76 leuchten

77 SPRECHEN

78 Ende des Experiments Teil 1

79 Auto laufen Stuhl Katze regnen trinken Buch hören Rose erwärmen Spiegel Vogel leuchten sprechen Alle Wörter des Experiments

80 Verarbeitungstiefe bewirkt nachhaltiges Lernen Lernen ist Spinnerei – das Weben von Netzen und Knüpfen von Zusammenhängen Wer hat, dem wird gegeben. Bedeutung von Vorwissen Neurowissenschaftliche Binsenweisheit

81 Vernetztes Denken durch aktives Handeln

82 Arrangements Evaluation Verstehen Orientierung Interaktion Lernorte Rollenverständnis Funktionsverständnis Lernverständnis Menschenbild Durch die Art der Auseinandersetzung, die wir mit unseren Aufgabenstellungen anregen Wodurch können wir das Lernen der Lerner beeinflussen?

83 Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun. (Marie von Ebner-Eschenbach) verstehen memorieren fremd- bestimmt selbst- bestimmt

84 2 Gruppen (Gruppe 1, Gruppe 2) Papier und Stift Ein Experiment

85 Ein Junge fährt mit seiner Mutter durch die Stadt und wird bei einem Autounfall schwer verletzt. Er wird rasch ins Krankenhaus gebracht, wo eine Reihe medizinischer Verfahren durchgeführt wird. Geschichte Nr. 1

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87 Ein Junge fährt mit seiner Mutter durch die Stadt, um den Vater, der im Krankenhaus arbeitet, zu besuchen. Dort zeigt man dem Jungen eine Reihe medizinischer Verfahren. Geschichte Nr. 2

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89 Zuerst geht es um Röntgenaufnahmen und Blutdruckmessung. Währenddessen telefoniert die Mutter mit der älteren Tochter. Nach den Bluttests bei der Lungenfunktionsprüfung ist sie wieder bei dem Jungen. Dann sind EKG, EEG und Computertomographie dran. Zum Schluss geht es zu den Ultraschalluntersuchungen. Fortsetzung

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91 Röntgenaufnahmen Blutdruckmessung Bluttests Lungenfunktionsprüfung EKG EEG Computertomographie Ultraschalluntersuchungen Die medizinischen Verfahren

92 Ein Junge fährt mit seiner Mutter durch die Stadt und wird bei einem Autounfall schwer verletzt. Er wird rasch ins Krankenhaus gebracht, wo eine Reihe medizinischer Verfahren durchgeführt wird. Ein Junge fährt mit seiner Mutter durch die Stadt, um den Vater, der im Krankenhaus arbeitet, zu besuchen. Dort zeigt man dem Jungen eine Reihe medizinischer Verfahren. Geschichten 1 und 2

93 Aktivierung und Lernen Performance / Leistung Arousal / Aktivierung

94 Cahill et al. 1994, Nature Aktivierung und Lernen

95 Lernen braucht Aktivierung, z.B. durch emotionale Beteiligung Neurowissenschaftliche Binsenweisheit

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102 Erk et al. Neuroimage 2003 Positive und negative Emotionen

103 Erk et al. Neuroimage 2003 Positive und negative Emotionen

104 Angst im Gehirn

105 Lernen braucht Aktivierung, z.B. emotionale Beteiligung durch positive Emotionen Neurowissenschaftliche Binsenweisheit

106 Arrangements Evaluation Verstehen Orientierung Interaktion Lernorte Rollenverständnis Funktionsverständnis Lernverständnis Menschenbild Durch die Interaktionen, die wir gestalten Wodurch können wir das Lernen der Lerner beeinflussen?

107 Der Lernturbo Besser als erwartet! Dies ist interessant, da musst Du drauf achten!

108 Wachsen kann man nur an der Herausforderung. Anforderungen Fähigkeiten Überforderung Herausforderung Unterforderung Machbarkeit Verstehbarkeit Sinn/Bedeutung Persönliche Ziele

109 Erfolgserlebnisse werfen den Lernturbo an durch Besser als erwartet Neurowissenschaftliche Binsenweisheit

110 Arrangements Evaluation Verstehen Orientierung Interaktion Lernorte Rollenverständnis Funktionsverständnis Lernverständnis Menschenbild Durch das Feedback, das wir geben und durch den (Miss)Erfolg im Umgang mit den Sachen Wodurch können wir das Lernen der Lerner beeinflussen?

111 Das visuelle System

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113 MT Kitzeln

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120 Aufmerksamkeit aktiviert OCraven et al. 1997, Nature

121 Zählen Sie die Pässe im Basketballvideo Gruppe 1: Hochpässe Gruppe 2: Bodenpässe Zähl-Experiment

122 Aufmerksamkeit ist eine zeitlich und örtlich begrenzte, aber wichtige Ressource gelenkte Aufmerksamkeit ist zugleich Freund und Feind Neurowissenschaftliche Binsenweisheit

123 Neurowissenschaftliche Binsenweisheiten

124 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit (auch wenn man dadurch Gorillas übersieht)


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