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Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 1 Macht und Gleichgewicht: Die Zukunft der internationalen Beziehungen.

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Präsentation zum Thema: "Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 1 Macht und Gleichgewicht: Die Zukunft der internationalen Beziehungen."—  Präsentation transkript:

1 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 1 Macht und Gleichgewicht: Die Zukunft der internationalen Beziehungen

2 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 2 Weltordnung an der Schwelle zum 20.Jhdt. Mit Ende des Ost- West- Konfliktes fiel die ideologische, Gewalt fördernde Aufladung von Konflikten Andererseits schuf der Zerfall des sowjetischen Imperiums neue Unsicherheiten Ende der Gleichgewichtspolitik zwischen Ost und West

3 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 3 Weltordnung an der Schwelle zum 20.Jhdt. Ende des Ost- West- Konfliktes bedeutete eine Zunahme des Konfliktpotentials Ließ die USA als einzige verbliebene Supermacht bestehen Weltordnung im 20. Jhdt. zwischen Machtpolitik und Gleichgewichtspolitik

4 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 4 Macht – Max Weber Macht ist jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht. (Wirtschaft und Gesellschaft)

5 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 5 Macht -Morgenthau Hans Morgenthau sieht Macht als zentrales Ziel der Staaten in den internationalen Beziehungen. In Politics among nations schrieb er, jeder Staat handele nach einem im Sinne von Macht verstandenen Begriff von Interesse. Macht ist bei Morgenthau Selbstzweck und kann erworben, vergrößert und demonstriert werden.Hans Morgenthau internationalen BeziehungenPolitics among nations

6 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 6 Macht - Nye Joseph Nye: Modell der weichen Macht (soft power). Dieses Konzept bezeichnet die Fähigkeit, einen Akteur durch bestimmte (meist immaterielle) Mittel dahingehend zu beeinflussen, dass er identische Ziele und Bestrebungen entwickelt, wie der handelnde Akteur sie selbst besitzt. Die Mittel, einen anderen Akteur dazu zu bewegen dasselbe zu wollen, was man selbst will, wird als Soft power ressources bezeichnet. Sie sind die Quelle der Macht. (vgl. Wen man nicht zum Feinde haben will, den soll man sich zum Freunde machen, auch wenn der Spruch etwas abgewandelt ist).Joseph Nyeweichen Macht

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8 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 8 Elemente der Macht 1.Politische Faktoren geographische Lage Ausdehnung des Staates Zahl und Dichte der Bevölkerung, Geschicklichkeit zur Organisation und kulturelles Niveau Typen der Grenzen und Haltung der benachbarten Länder

9 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 9 Elemente der Macht 2.Psychologische Faktoren Wirtschaftliche Flexibilität und Geschicklichkeit im Erfinden Ausdauer und Anpassungsfähigkeit 3.Wirtschaftliche Faktoren Fruchtbarkeit des Bodens und Bodenschätze Industrielle Organisation und technologisches Niveau Entwicklung von Handel und Verkehr Finanzkraft

10 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 10 Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt in Millionen US-Dollar im Jahr USA Japan Deutschland Vereinigtes-Königreich Volksrepublik China Frankreich Italien Spanien Kanada Russland Indien

11 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 11 Anteil des Verteidigungsetat am BIP China4,30% (ca.37 Mrd.$) 2.USA 4,06%(ca.426 Mrd.$) 3.Frankreich 2,60% (ca.35Mrd.$) 4.Indien 2,50% 5.Vereinigtes Königreich 2,40%(ca.37 Mrd) 6.Italien1,80% 7.Deutschland 1,70% (ca.27 Mrd.$) 8.Spanien1,20% 9.Kanada 1,10% 10. Japan 1,00%

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14 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 14 Struktur des internationalen Systems Mit der Diskreditierung und dem Scheitern des kommunistischen Gegenkonzeptes die konkurrenzlose universale Gültigkeit des demokratischen und kapitalistischen Ordnungskonzeptes erwiesen Demokratische Klasse setzt sich gegenüber dem Nationalstaat durch Staatenwelt wird durch die Gesellschaftswelt ersetzt (Czempiel) Westliche Zivilisation wird zur Weltzivilisation

15 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 15 Struktur des internationalen Systems Machtverteilung gravierend geändert 2-1=1. Das System ist unipolar Millitärische Potential der USA nach Qualität und Quantität überragend Aufgrund ihrer Truppenstationierung und Allianzen auch eine asiatische und europäische Macht Mittels ihrer territorialen Stützpunkte und ihrer Flottenpräsenz die Möglichkeit, auf allen Weltmeeren weltweit Machtprojektionen vornehmen zu können und auch tatsächlich vornehmen

16 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 16 Struktur des internationalen Systems Existenz der anderen Atommächte ( Russland, GB, Frankreich, China, Indien, Pakistan und informell Israel) beschränken die alleinige Macht der USA Gesamtpolitisch bilden USA, Russland, China, Japan, und die EU – mit den Führungsmächten Deutschland, Großbritannien und Frankreich- die machtpolitische Spitzengruppe mit deutlichem Abstand gegenüber anderen Staaten Dabei USA herausragende Zentralmacht; Position jedoch relativiert durch die politische und ökonomische Multipolarität

17 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 17 Tendenzen amerikanischer Hegemonialpolitik Herausragende Stellung der USA in der weltpolitischen Spitzengruppe entspricht dem weltpolitischen Führungsanspruch der USA 2/3 der politischen Eliten der USA favorisieren eine assertive leadership role abroad (Richmann 2000) NSS unter Clinton Führungsanspruch von Georg W. Bush jun. auch national unilateral

18 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 18 Tendenzen der Balance- Politik im neuen internationalen System Hegemoniale Konstellation wie im heutigen internationalen System fordert die Tendenz zur Gegengewichten/Balance-Politik China Chinas Anti- Hegemonial- Politik konzentriert sich auf interne Machtsteigerung und deren Abschirmung Gleichberechtigte Macht im VN- Sicherheitsrat Russland Unipolare Welt als unannehmbar angesehen Gleichberechtigte Macht im VN- Sicherheitsrat

19 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 19 Tendenzen der Balance- Politik im neuen internationalen System Russia and China agree: Washington is too bossy (1997) Europäische Union Reagiert auf die Unipolarität durch die Vertiefung und Erweiterung des regionalen Integrationsverbundes und durch interregionale Kooperation Nur im ökonomischen Beziehungszusammenhang eine globale Großmacht Weitere Entwicklung durch Erweiterung ist offen (Verfassungskrise) Im Kosovo- Krieg wurde die Abhängigkeit der EU von der USA deutlich

20 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 20 Europäische Union – ein Zukunftsmodell? Regionalisierung Regionalismus Messbare Verdichtung bzw. Konzentration internationaler Transaktionen zwischen nationalen Einheiten EU, Mercosur, NAFTA Theoriestreit Realismus – Liberalismus

21 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 21 Theoriestreit Realismus – Liberalismus Liberalismus das Handeln der Akteure als rationales Handeln, im Hinblick auf ihre Wohlfahrtsinteressen zu betrachten ist. die wirtschaftliche Tätigkeit und der Marktmechanismus zu Interdependenzen (wechselseitige! Abhängigkeit) führen das internationale System durch Strukturen der Interdependenz geprägt ist. die Wirkung des Rechtes nicht nur in den einzelnen Staaten, sondern auch in den internationalen Beziehungen von großem Wert ist das bürgerliche Individuum, Freiheit und Partizipation, Wohlstand, Glück und Frieden für möglichst viele Menschen im Zentrum der Zielsetzungen stehen. (Krell 2004:183)

22 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Prof. Dr. W. Woyke 22 Theoriestreit Realismus – Liberalismus Realismus Pessimistisches Weltbild und pessimistische Sichtweise der Natur des Menschen Staaten sind zentrale Akteure im internationalen System Internationale Politik ist in anarchische, unveränderbare Struktur eingebettet Streben der Staaten nach Macht


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