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1. Einleitung Sometimes I feel I´m gonna break down and cry Nowhere to go nothing to do with my time I get lonely……….so lonely Living on my own So sang.

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1 1. Einleitung Sometimes I feel I´m gonna break down and cry Nowhere to go nothing to do with my time I get lonely……….so lonely Living on my own So sang Freddy Mercury vor ca. 10 Jahren und sprach damals wie heute wohl vielen Singles aus der Seele. Dem entgegen steht die Individualisierung des Einzelnen. Der Drang nach Selbstständigkeit und Selbstentfaltung modifiziert sowohl die Ansprüche an einen Partner oder eine Partnerin, als auch an die Beziehung selbst. Die Kommerzialisierung der Partnersuche via Gameshows, Chatlines im Internet oder mondäner Veranstaltungen in Diskotheken lässt den Handel mit dem Herzen nicht reibungsloser werden. Auch die Kontaktaufnahme auf dem normalen Weg ist nicht immer erfolgreich. So greifen Menschen auf der Suche nach ihrem passenden Gegenstück wieder auf eine traditionelle Methode zurück: die Kontaktanzeige – Partnersuche per Inserat. Doch was passiert am Ende der Suche? Studien haben gezeigt, dass frühkindliche Bindungserfahrungen prägend für das weitere Leben sind, insbesondere für Partnerschaften. Theorien besagen, dass Menschen aufgrund dessen einen bestimmten Bindungsstil entwickeln. Gleichen sich die Partner im Bindungsstil oder weichen sie von einander ab? Was wird von den Eltern übernommen? Wer sucht wen? In unserer Untersuchung wollen wir u.a. auf diese Fragen eine Antwort finden. 1.1 Theoretischer Hintergrund Ausgehend von der Bindungstheorie nach B OWLBY (1975), der sich primär mit der Interaktion zwischen Kleinkindern und deren Bezugspersonen beschäftigt hat, ist Bindung eine Art Primärtrieb, der als prägungsähnlicher Prozess verstanden wird und dessen Anpassungswert die Suche nach Schutz in der Nähe der Mutter ist. Diese in der frühen Kindheit gesammelten Erfahrungen haben eine Bedeutung für das spätere Verhalten und Erleben in der Beziehung Erwachsener (Paarbeziehung). Anlehnend an die Bindungstheorie von B OWLBY haben A INSWORTH und Mitarbeiter (1978) sich mit der Qualität der Bindung beschäftigt. Diese lässt sich bei Kindern anhand ihres Verhaltens bei der Wiedervereinigung nach einer Trennung (Fremdsituationstest) beobachten und in drei Bindungstypen einteilen. Diese von A INSWORTH herausgearbeiteten Bindungstypen wurden von H AZAN & S HAVER (1987) bearbeitet und den erwachsenen Beziehungen angepasst. Ausgehend von den Untersuchungen der Mutter-Kind-Beziehung wurden im Laufe der Jahre diese Bindungstypen von B ARTHOLOMEW (1990) verfeinert und im Hinblick auf das Beziehungsverhalten, mit Augenmerk auf die romantische Bindung Erwachsener, um einen vierten Bindungstypen ergänzt, der aber für unsere Untersuchung nicht relevant war. Bindungsstile 1. Sicher: entstammt einem sicheren, unterstützenden Elternhaus vertrauensfähig sicheres soziales Umfeld Nähe und Intimität in der Partnerschaft konstruktive Konfliktbewältigung ist der Glücklichste und Zufriedenste 2. Ambivalent: inkonsistente Bindungserfahrungen wenig Vertrauen in ständiger Angst, zu wenig Aufmerksamkeit zu erhalten besitzergreifende Liebe und erlebt Abhängigkeit starke Eifersucht 3. Vermeidend: kaum Vertrauen durch starke Verletzung des Bindungsverhaltens ständiger Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt gesteht sich Bedürfnis nach Nähe und Intimität nicht ein starkes Autonomiebedürfnis soziale Unterstützung wirkt sich negativ für ihn aus ist nicht eifersüchtig 2. Hypothesen Unsere Hypothesen basieren auf den Forschungen von B OWLBY und K IRKPATRIK & D AVIS (1994). Letztere zeigten, dass bei Paaren bestimmte Kombinationen von Bindungsstilen überzufällig häufig vorkommen. Demnach lautet unsere erste Hypothese: I. Wenn beim Entscheidungsprozeß zur Wahl eines (potentiellen) Partners mittels einer Kontaktanzeige ein bestimmter Bindungsstil dargeboten wird, dann bevorzugen Personen überzufällig die Anzeige, die zu ihrem eigenen erworbenen Bindungsstil adäquat ist. Demzufolge sucht sich überzufällig häufig: Sicher Ambivalent Vermeidend Vermeidend Vermeidend Insbesondere die Bindungstheorie von B OWLBY (1975) betont die Bedeutung von Erfahrungen in der frühen Kindheit bezüglich des Bindungsverhaltens an die primäre Bezugsperson für das Verhalten und Erleben in der Beziehung Erwachsener. Daher konstatieren wir in der zweiten Hypothese: II. Das Herkunftssystem beeinflusst den eigenen Bindungsstil. 3. Methoden 3.1 Interview Als Erhebungsmethode diente ein ca. 20 Minuten dauerndes, halbstrukturiertes Einzelinterview, gekoppelt mit einem separaten Fragebogen zur Erfassung der demographischen Daten. Zur Validierung des geplanten Interviews wurden vor Beginn des Hauptinterviews Probeinterviews durchgeführt, die der Überprüfung des erstellten Interviewleitfadens dienten. (vgl. Anhang A) 3.2 Kontaktanzeige Eigens für die Untersuchung wurden drei Kontaktanzeigen erstellt, die dem jeweiligen Bindungstypen zugeordnet wurden. Als Quelle für die ausgewählten Wörter der Anzeige erwies sich die Befragung mehrere Personen, die wir zu einem Expertenteam machten, als sehr sinnvoll. Dabei wurden Adjektive, die auf die Beschreibung des Bindungstypen passten, gesammelt und in Orientierung an einem Buch selektiert und zu einer Anzeige verarbeitet. (vgl. Anhang B) 3.3 Qualitative Inhaltsanalyse Die in den Hypothesen enthaltenen Fragestellungen wurden operationalisiert und als Oberkategorien des Kategoriensystems wurden Soziale Integration, Bindungsstil und Herkunftssystem definiert. Bei der Analysemethode orientierten wir uns an der Inhaltsanalyse nach R USTEMEYER (1992). Es wurden 19 Unterkategorien gebildet, die in der Kategorien- explikation (vgl. Anhang C) dargestellt und erklärt wurden. Das bedeutet, dass die jeweilige Oberkategorie sich über ihre Unterkategorien definiert. Um eine zureichende Kodiererübereinstimmung zu gewährleisten, wurden die Unterkategorien nochmals explizit definiert und durch konkrete Beispiele voneinander abgegrenzt. 4. Hauptuntersuchung 4.1 Stichprobe Die Stichprobe der Untersuchung umfasste 10 Probanden. Bei den Untersuchungsteilnehmern handelte es sich ausschließlich um ledige Frauen im Alter von Jahren (M=29,9), die aus dem Freundes- und Bekanntenkreis der jeweiligen Mitglieder der Empiriepraktikum- gruppe rekrutiert wurden. 4.2 Datenaufbereitung Auf der Basis der authentisch erfassten und transkribierten Interviews wurden durch drei Mitglieder der Empiriepraktikumgruppe insgesamt 410 Analyseeinheiten festgelegt und zugeteilt. M-Kappa wurde berechnet und daraus ein Mittelwert erstellt, der bei 0.70 (= Substantial) lag. Daraus ersichtlich wurden die Bindungsstile der einzelnen Probanden, differenziert nach dem aktuellen Bindungsstil und dem durch das Herkunftssystem erworbenen. Diese wurden in Zusammenhang gesetzt mit der jeweils gewählten Kontaktanzeige. 5. Interpretation und Diskussion der Ergebnisse 5.1 Hypothesen 1. Hypothese Da keiner der 10 Probanden dem dritten Bindungsstil (vermeidend) zuzuordnen war, wurde zum Berechnen des Zusammenhangs zwischen den Variablen Bindungsstil und Kontaktanzeige letztere zweifach gestuft, d.h. die für den ambivalenten und den vermeidenden Bindungsstil repräsentativen Anzeigen wurden zu einer (unsicher) zusammengefasst. Dabei ergab sich, dass nur vier der insgesamt sieben als sicher eingestuften Probanden die den sicheren Bindungsstil repräsentierende Anzeige 1 wählten, von den drei als ambivalent klassifizierten jedoch ebenfalls einer sich für Anzeige 1 entschied. In der statistischen Auswertung wurde der Zusammenhang zwischen den beiden Variablen mit dem Phi-Koeffizienten berechnet. Es ergab sich ein Wert von 0,39, der als nicht signifikant eingestuft wurde und somit die erste Hypothese nicht stützt. Eine Auswertung der Daten mittels des Chi-Quadrat-Tests konnte nicht als repräsentativ angesehen werden, da aufgrund der kleinen Stichprobe von n=10 wesentliche Voraussetzungen für dieses testverfahren nicht gegeben waren. Alle vie Zellen der Tabelle wiesen eine erwartete Häufigkeit kleiner als 5 auf. 2. Hypothese Auch bei dem durch das Herkunftssystem erworbenen Bindungsstil kam der vermeidende nicht vor. Daher wurde auch hier mit der zweifach gestuften Variable Kontaktanzeige gearbeitet. Von den hier insgesamt fünf als sicher klassifizierten Probanden wählte lediglich einer Anzeige 1, die anderen vier entschieden sich für eine sogenannte unsichere Anzeige. Bei den fünf als ambivalent eingestuften Untersuchungspartnern verhielt es sich ebenfalls gegenläufig. Hier präferierten vier die sichere Anzeige 1 und nur einer die unsichere. Der ebenfalls mit dem phi-Koeffizienten errechnete Zusammenhang erwies sich mit einem Wert von 0.25 als nicht signifikant. Bezüglich einer Auswertung durch den Chi-Quadrat-Test trat wieder das Problem der zu kleinen Stichprobe auf, indem die erwarteten Häufigkeiten pro Zelle unter 5 lagen. So kann eine auf der Gegenläufigkeit basierende Annahme, dass eine Änderung eines ursprünglich durch das Herkunftssystem erworbenen Bindungsstils durch bestimmte Erfahrungen und/ oder Ereignisse stattgefunden hat, nicht verifiziert werden. Somit gilt auch unsere zweite Hypothese als nicht gestützt. 5.2 Diskussion und Kritik Aufgrund der Ergebnisse können unsere Ausgangshypothesen nicht beibehalten werden. In der folgenden Diskussion sollen einige kritische Aspekte der Untersuchung beleuchtet werden, die zu o.g Ergebnissen beigetragen haben. Als erstes ist zu konstatieren, dass der Stichprobenumfang mit N = 10 zu gering war. Daraus ergab sich eine Verletzung der Voraussetzungen für den Chi–Quadrat-Test, bei dem die erwartete Häufigkeit in maximal 20 % der Zellen der Tabelle kleiner als 5 sein darf. Bei uns ergab sich ein Maximalwert von 2,5 in 100 % der Zellen. Dies hätte bereits bei der Operationalisierung der Untersuchung berücksichtigt werden müssen. Als große Schwierigkeit stellte sich die Undifferenziertheit des Interviewleitfadens und somit die des Kategoriensystems dar. Dies wirkte sich negativ auf die Konstruktvalidität aus und durch die mangelnde Elaborierung des Datenerhebungsmaterials war die Variablenvalidität ebenfalls fraglich. Besonders problematisch erwies sich das für die Kategorie des Herkunftssystems, die für die zweite Hypothesenentscheidung relevant gewesen wäre. Es wäre förderlich gewesen, nach Durchführung der Probeinterviews und exakter Erstellung der Kategorienexplikation den Interviewleitfaden nochmals zu überarbeiten und zu verbessern. Zur Kontaktanzeige als Datenerhebungsmethode ist anzumerken, dass sie durch ihren experimentellen Charakter an einer repräsentativen Stichprobe hätte erhoben werden müssen, um standardisiert Störeffekte der Probandenmerkmale kontrollieren zu können. Dies ist aus organisatorischen Gründen nicht geschehen und wirkt sich ebenfalls negativ auf die Konstrukt- wie implizite Variablenvalidität aus. Die Reinform eines Bindungsstils war nicht anzutreffen. Es handelte sich eher um Mischformen mit Schwerpunkt auf einem Typus, aber mit Tendenz zu einem anderen. So zeigten beispielsweise Probanden ein durchaus sicheres Bindungsverhalten den Freunden gegenüber, wiesen jedoch bei den partnerschaftlichen Gesichtspunkten einen eher unsicheren Bindungsstil auf. Auch die entgegengesetzte Kombination kam vor. Denn: Es ist was es ist!...sagt die Liebe Literatur Bierhoff, H.W & Grau, I. (1999). Romantische Beziehungen. Bindung, Liebe, Partnerschaft. Bern, Göttingen; Toronto; Seattle: Huber Verlag Drenk, L. & Drenk, R. (1985). Aktive Partnersuche per Inserat. Reinbeck bei Hamburg: Rowolth Verlag Rustemeyer, R. (1992). Praktisch-methodische Schritte der Inhaltsanalyse. München: Aschendorff Bortz, J., Lienert, G. & Boehnke, K. (1990). Verteilungsfreie Verfahren in der Biostatistik. Berlin: Springer. Kontaktanzeige zweifach gestuft 2,001,00 Absolute Werte 4,5 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0,5 BIND_H 1,00 2,00 Kontaktanzeige zweifach gestuft 2,001,00 Absolute Werte 4,5 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0,5 BIND_STI 1,00 2,00 Es ist was es ist!...sagt die Liebe Der Einfluss von Bindungsstilen bei der Suche eines Partners L. Grewe, S. Mpangara, O. Richter, K. Siefen, D. Stuplich Psychologisches Institut der Universität zu Köln 2003


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