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Internationale und deutsche Standards der Informationskompetenz

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Präsentation zum Thema: "Internationale und deutsche Standards der Informationskompetenz"—  Präsentation transkript:

1 Internationale und deutsche Standards der Informationskompetenz
Roundtable des DBV zum Thema „Informationskompetenz – Nationale Standards“ am , Universitäts-/Stadtbibliothek Köln Internationale und deutsche Standards der Informationskompetenz Referent: Benno Homann Universitätsbibliothek Heidelberg

2 Inhalte Entwicklung der anglo-amerikanischen / internationalen IK-Standards Kompetenzproblematik für IK-Aktivitäten Nutzen der BW-Standards für Schulungsaktivitäten an der UB Heidelberg Thesen:

3 Entwicklung IK-Standards
International: 2000: USA – ACRL-Standards 2001: Australien – CAUL-Standards 2004: Australien/Neuseeland – ANZIIL-Standards 2004: GB: SCONUL-IL-Outcomes 2006: ILFA – Standards Deutschland: 2002: Übersetzung - ACRL-Standards (BD) 2002: EDBI-Workshop (Bib-Tag Augsburg) 2003: AGIK-NRW – Standards zur Vermittlung von IK 2004: UB-Freiburg – Standards Informationskompetenz 2005: UB-Heidelberg – Standards Informationskompetenz (intern) 2005: BW-Workshop Informationskompetenz 2006: BW Standards Informationskompetenz

4 Angloamerikanische / internationale Standards im Überblick
ACRL (2000) CAUL (2001) IFLA (2006) 1) Bestimmung Informationsbedarf 2) Zugang zu den Informationen effektiv und effizient 2) Zugang zu Informationen 2) Lokalisierung der Informationen 3) Evaluierung und Wissensintegration 3) Evaluierung und Integration von Wissen 3) Beurteilung der Information 4) Bearbeitung von Informationen 4) Organisation der Informationen 4) Effektive Nutzung der Information 5) Kreierung und Integration von Wissen 5) Nutzung der Information für neues Wissen 5) Einhaltung rechtlicher Regeln und Bewusststein der Kontextbedingungen 6) Einhaltung rechtlicher Regeln und Bewusststein der Kontextbedingungen 6) Einhaltung rechtlicher und ethischer Regeln bei der Informationskommunikation 7) Erkenntnis der IK für lebenslanges Lernen Aufgeführt werden hier die Standards der Association of College und Research Libraries, publiziert im Jahr 2000; die Standards des Council of Australian Universtity Libraries, die im Jahr 2001 publiziert und im Jahr 2004 überarbeitet von dem Australian and New Zealand Institut for Information Literacy publiziert wurden. Als dritter internationaler Standard wird hier der Standard der IFLA Information Literacy Section aufgeführt, die noch nicht allgemein zugänglich sind und Bestandteil der Guidelines on Information Literacy for Lifelong Learning sind, die Jesus Lau publizierte. Die ACRL-Standards fungierten als Orientierung bei der Erstellung der anderen Standards wurden jedoch einigen Punkten modifiziert. Besonders auffällig, sind die Änderungen und die dynamische Entwicklung bei den australischen Standards. In der ersten Auflage – kenntlich gemacht mit (1) - wurden im Vergleich zu den ACRL-Standards 2 Standards ergänzt: „Bearbeitung von Informationen“ und „lebenslanges Lernen“ . Die Bearbeitung von Informationen ist bei den ACRL Standards nur ein Indikator des Standards 2. Diese Ausdifferenzierung wurde auch von den IFLA-Standards übernommen. Die Dynamik des Normierungsprozesses bei den australischen Bibliotheken zeigt sich in der Überarbeitung der Standards innerhalb von 3 Jahren. Die wichtigsten Änderungen waren der Wegfall des Standards „lebenslanges Lernen“, dies wird nun als ein allgemeines Prinzip vorangestellt. Weitere Änderungen wurden in den Standard 2 bis 4 vorgenommen. Sie sind mit (2) gekennzeichnet. Mit den Aspekten „Konstruktion neuer Konzepte“ „Reflektion des Informationsprozesses“ und „Management von Informationen“ werden die Standards anspruchsvoller in Richtung auf metakognitive Kompetenzen formuliert.

5 Angloamerikanische / internationale Standards im Überblick (SCONUL-Modell)
2007

6 Gemeinsame Merkmale der IK-Standards
Fachübergreifende Relevanz Subjektive Handlungs- bzw. Problemorientierung Relativität der Handlungsalternativen Hohes Abstraktionsniveau Großer Konkretisierungsbedarf Kompetenzorientierung

7 Kompetenz – Definition
„Kompetenzen sind in Entwicklungsprozessen entstandene, generalisierte Selbstorganisationsdispositionen komplexer, adaptiver Systeme – insbesondere menschlicher Individuen – zu reflexivem, kreativem Problemlösungshandeln in Hinblick auf allgemeine Klassen von komplexen, selektiv bedeutsamen Situationen (Pfade).“ Erpenbeck/Rosenstiel (2007): Handbuch Kompetenzmessung, X Merkmale: Entscheidung über Anwendung und Kombination von Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnissen, Qualifikationen Ständige Kreativität Subjektorientierung Situationsorientiert Handlungsorientierung Akzeptanz von Komplexität, Chaos / Leben in ständiger Unsicherheit = Merkmal der Informations-/Wissensgesellschaft

8 Bibliotheksspezifische Herausforderungen durch Kompetenzorientierung
Diskrepanz zwischen traditioneller Orientierung Objektorientierung (Buch, Zeitschrift, Katalog, Recherchefunktionen, etc.) Dauerhafte Regelanwendung (RWSK = Selbstzweck) Eindeutige Zuständigkeiten (z.B. Informationsbereitstellung) neuen Anforderungen Subjektorientierung (Perspektive Benutzer, situationsabhängige Relevanz von Kenntnissen, Fertigkeiten) Pragmatische Regelorientierung (Nutzen von RSWK oder RVK oder DDC für Informationssuchende) Unklare Zuständigkeiten z. B. bei der Vermittlung von Informationskompetenz – Abgrenzung von Dozenten/Inhalten der Fächer  Erforderlich: Prozess-Perspektive ( Standards als Grundlage für Weiterentwicklungen und Nachnutzung )

9 Entwicklungen / Arbeiten basierend auf ACRL- Standards
Konkretisierung der Standards Objectives for Information Literacy Instruction (2001) z.B. Outcomes include: 1.1.c. Describes the difference between general and subject-specific information sources. Fachorientierung der Standards Research Competency Guidelines for Literatures in English (2007) Literacy Standards for Science and Technology (2006) Information Literacy Standards for Anthropology/Sociology (2008) Empfehlungen zur Realisierung bzw. institutionellen Verankerung Guidelines for Instructional Programs in Academic Libraries (2003) Quelle: Integration in Akkreditierungsverfahren z.B. der Middle States Region Quelle: Ratteray,O. (2002): Information Literacy in Self-Study and Accreditation , in: Journal of Academic Librarianship,

10 Ergänzungen bei den anderen anglo-amerikanischen IK-Standard-Aktivitäten
Australien: CAUL-Standards zu ANZIL-Standards (2004) – Ausklammerung Lebenslanges Lernen als Standard, Ergänzung um Realisierungsempfehlungen und –berichte Großbritannien: Erläuterung von „Learning Outcome“ und 6 Fallstudien zur Realisierung IFLA: Integration in „Guidelines on Information Literacy for Lifelong Learning“ (http://www.ifla.org/VII/s42/pub/IL-Guidelines2006.pdf) mit Integration in z.B. Theorien des lebenslangen Lernens Ergänzung um Strategieempfehlungen zur institutionellen und didaktisch-methodischen Verankerung

11 Standards der Informationskompetenz für Studierende (NIK-BW)
Deutsche Standards Die informationskompetenten Studierenden erkennen und formulieren ihren Informationsbedarf und bestimmen Art und Umfang der benötigten Informationen. Die informationskompetenten Studierenden verschaffen sich effizient Zugang zu den benötigten Informationen. Die informationskompetenten Studierenden bewerten die gefundenen Informationen und Quellen und wählen sie für ihren Bedarf aus. Die informationskompetenten Studierenden verarbeiten die gewonnenen Erkenntnisse effektiv und vermitteln sie angepasst an die jeweilige Zielgruppe und mit geeigneten technischen Mitteln. Die informationskompetenten Studierenden sind sich ihrer Verantwortung bei der Informationsnutzung und -weitergabe bewusst. Online-Quelle: Stärkste Abweichung von ARCL-Standards

12 Beurteilung der NIK-IK-Standards
Reichweite: Starke Beschränkung auf bibliothekarisches Aufgabenfeld Weitgehende Beschränkung auf wissenschaftliche Bibliotheken Punktueller Einfluss auf Fächer und andere Schulungseinrichtungen Grenzen: Keine Berücksichtigung fachspezifischer Eigenheiten (Naturwissenschaften, Geistes-/Sozialwissenschaften) Keine Hilfen für didaktisch-methodische Konkretisierungen (Outcome) Keine Hilfen zur Niveaudifferenzierung Nutzen: Gemeinsames Verständnisses von Informationskompetenz Klärung von Begrifflichkeiten (z.B. Informationsquellen, Medientypen) Einigung auf eine didaktische Grundlagenkonzept (Handlungsorientierung, selbständiges Lernen) Strukturierungsgrundlage für weitere Konkretisierung Transparenz der Inhalte für Lehrende und Studierende

13 Erfahrungen mit den BW-Standards an der UB Heidelberg
Didaktisch-konzeptionelle Entwicklung Modularisierung des Schulungsangebots in 4 Module (E-UB, R1=Katalog, R2=Datenbanken, R3=Fachportale, EndNote, Gymnasien) Einsatz aktivierender Methoden in den Veranstaltungen Einbindung von Schulungsaktivitäten der Institutsbibliotheken (E-IB) Erstellung von Online-Angeboten (z.B. FIT, Moodle-Kurse) Bibliothekarisch-organisatorische Verankerung Konkretisierung von Aufgaben (Umfang) Didaktisch-methodische Fortbildung von Bibliothekaren Institutionelle Verankerung von Schulungen Kommunikation von Inhalten der Informationskompetenz in die Fächer (Public Relation) Abstimmung von Angeboten in Curricula und einzelne Veranstaltungen Probleme: Konkretisierung der Standards durch Beispiele zur Abgrenzung (aber: Sensibilisierung für Umfang und durch Diskussion)

14 Thesen zum Nutzen nationaler Standards
Politisch: Profilierung der Bibliotheken als Bildungseinrichtung Legitimierung der Bibliotheken mit veränderten Aufgaben Entwicklung von Strategien zur Profilierung Organisatorisch: Abstimmungen mit Fachwissenschaften - Abstimmungen mit anderen zentralen Einrichtungen (RZ, übergreifende Kompetenzen) Konkretisierung von IK-Aufgaben und Ressourcenbedarf in Bibliotheken Entwicklung von Strategien zur Realisierung (Projektorientierung) Didaktisch-Methodisch: Erstellung von fachorientierten Standards Konkretisierung der Kompetenzen mit konkreten „Outcomes“ Erstellung von Kompetenzmodellen mit Niveauebenen Erstellung von Evaluations-/Assessment-Verfahren Erstellung von generischen Online-Medien Vorteilhaft wäre die Kooperation mit Hochschulverbänden schon bei der Entwicklung / Verabschiedung.

15 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit


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