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Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 1 Im Fall des Falles Pflege von Angehörigen Rostock, 24.06.2011.

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1 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 1 Im Fall des Falles Pflege von Angehörigen Rostock, 24.06.2011

2 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 2 Informationen zu Aspekten von Vereinbarkeit und Pflege Der Pflegefall tritt ein Wenn die Pflegesituation anhält Unterstützung organisieren Inhalte

3 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 3 (17 024) Pflegebedürftige in MV 2009 61 441 Personen waren pflegebedürftig (Dtl.: 2,34 Mio.) 72 % wurden zu Hause versorgt (Dtl.: 69%) Quelle: Statistisches Bundesamt: Pflegestatistik 2009. Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung 2. Bericht: Ländervergleich – Pflegebedürftige, 2011

4 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 4 Ulrich Schneekloth,

5 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 5 Erwerbstätigkeit trotz Pflege kann … Normalität im Alltag bieten einen Ausgleich zur Pflegetätigkeit darstellen Zufriedenheit durch Erfolgserlebnisse schaffen geistige Herausforderung bieten soziale Unterstützung bieten finanziell erforderlich sein …. Quelle: Prof. Dr. Monika Reichert, TU Dortmund

6 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 6 Mangelnde Vereinbarkeit führt für Betroffene im Berufsleben zu Fehlzeiten Leistungseinbußen verringerten Karrierechancen Schwierigkeiten mit KollegInnen und Vorgesetzten Arbeitsreduzierung, Aufgabe des Arbeitsplatzes …. Quelle: Prof. Dr. Monika Reichert, TU Dortmund

7 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 7 Vorsicht! Überlastung

8 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 8 Mangelnde Vereinbarkeit birgt erhebliche betriebliche Folgekosten in sich … erhöhte Absentismusrate verminderte Produktivität verminderte Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmoral vorzeitigen Ausstieg qualifizierter Arbeitskräfte Zusatzkosten für Einstellung und Einarbeitung neuer Arbeitskräfte Quelle: Prof. Dr. Monika Reichert, TU Dortmund

9 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 9 ist eine Versicherung, in die alle einzahlen soll die finanziellen Belastungen der Pflege mildern wird von Arbeitgebenden und Beschäftigten bezahlt ist voraussichtlich bis 2014/15 gesichert Die Soziale Pflegeversicherung … ist verankert im Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)

10 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 10 Pflegebedürftig ist, wer wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen im täglichen Leben voraussichtlich für mindestens sechs Monate in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedarf. (nach § 14 SGB XI)

11 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 11 sind Grundlage für die Höhe der bewilligten Leistungen orientieren sich vor allem an der für die Pflege benötigten Zeit (siehe § 15 SGB XI) Pflegestufen Pflegestufe I Pflege mind. 90 min. davon Grundpflege mehr als 45 min. Pflegestufe II Pflege: mind. 3 Stunden davon Grundpflege: mind. 2 Stunden Pflegestufe III Pflege rund um die Uhr : mind. 5 Stunden davon Grundpflege: mind. 4 Stunden Härtefälle Pflege: mind. 7 Stunden davon Grundpflege: mind. 6 Std., davon 3x nachts mit mehreren Personen Pflegestufe 0 Zusatzangebote (bis zu 2400 jährl.) für De- menzkranke u.a.

12 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 12 Pflegeheim (stationäre Pflege) Pflegeorte und Pflegeleistungen zu Hause durch Familie, Bekannte Pflegegeld => Angehörige, Ehrenamtliche zu Hause durch ambulante Pflegedienste Sachleistungen => ambulante Dienste Kombinationsleistung => Pflegegeld + Sachleistungen

13 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 13 Beruf / Karriere Familie Pflegeaufgabe Erholung Alltag Freunde … etc.

14 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 14 Der Pflegefall tritt ein Und nun?

15 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 15 Erste Schritte Kontakt zur Pflegekasse der pflegebedürftigen Person aufnehmen Antrag auf Pflegebedürftigkeit stellen Voraussetzung für eine Begutachtung zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) Führen Sie ein Pflegetagebuch und seien Sie beim Hausbesuch des MDK anwesend. Sie können bis zu 10 Tage frei nehmen, um die Pflege zu organisieren bzw. sicherzustellen.

16 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 16 Erlauben Sie sich Fragen wie: Kann ich die Person wirklich jeden Tag pflegen bzw. was kann/will ich und was kann/will ich nicht leisten? Wenn ich mich für eine Pflege zu Hause entscheide, wo liegen meine Grenzen und was mache ich dann? Welche Unterstützung erwarte ich von wem und wie teile ich dies am besten mit? Was muss ich vielleicht (teilweise) aufgeben und bin ich bereit dazu - Hobbys, Wohnung, Gewohnheiten, …? Welche Erwartungen spüre ich und bin ich bereit, diese zu erfüllen?

17 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 17 Empfehlungen Prüfen Sie, ob für Sie eine Familienkonferenz sinnvoll ist. - Wie stehen die Beteiligten zur Situation? - Wer kann was leisten (Besuche, finanz. Unterstützung)? - Was will die pflegebedürftige Person? Besuchen Sie einen der kostenlosen Pflegekurse. Nehmen Sie die Ihnen gesetzlich zustehende Pflegeberatung in Anspruch.

18 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 18 Wenn die Pflegesituation anhält

19 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 19 Pflegezeit: Job und Pflege – was nun? Kurzzeitige Arbeitsverhinderung: max. 10 Tage, um Pflege zu organisieren Arbeitgeber/-in sofort informieren keine Pflegestufe notwendig (voraussichtlich genügt) Lohnfortzahlung laut Gesetzen/Vereinbarungen Pflegezeit: max. 6 Monate weiterhin sozialversichert i.d.R. keine Gehaltsfortzahlung nur in Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten Arbeitgeber/-in schriftlich zehn Tage vorher informieren! ab Ankündigung der PZ besteht Kündigungsschutz (siehe Gesetz über die Pflegezeit)

20 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 20 Pflegezeit: Job und Pflege – was nun? Familienpflegezeitgesetz: soll am 1.1.2012 in Kraft treten Vertrag zwischen Beschäftigten und Arbeitgebenden Verringerung der AZ für max. 24 Monate auf bis zu 15 Std. Gehaltsvorschuss während der Pflegezeit, der danach wieder abgearbeitet werden muss keine finanzielle Belastung für Arbeitgebende Arbeitnehmende müssen voraussichtlich Versicherung abschließen 10-15 Euro im Monat

21 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 21 pflegt nicht erwerbsmäßig eine/-n Pflegebedürftige/-n […] in der häuslichen Umgebung. erhält Leistungen zur sozialen Sicherung, wenn sie [...] wenigstens 14 Stunden wöchentlich pflegt. (§ 19 SGB XI) ist gesetzlich renten- und unfallversichert, wenn sie regelmäßig weniger als 30 h/Woche erwerbstätig ist. die nach der Pflegetätigkeit in das Erwerbsleben zurückkehren will, kann bei beruflicher Weiterbildung gefördert werden. (§ 44 SGB XI) Pflege zu Hause Eine Pflegeperson

22 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 22 Entlastungsmöglichkeiten Tages- und Nachtpflege zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege (§ 41 SGB XI) Kurzzeitpflege im Pflegeheim Bis zu 4 Wochen im Jahr - bei Krisensituationen oder nach einer stationären Behandlung (§ 42 SGB XI) Verhinderungspflege – zu Hause bis zu 4 Wochen bezahlt bei Urlaub oder Krankheit

23 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 23 Wer kann noch unterstützen?

24 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 24 Was können Arbeitgebende tun? Flexible Arbeitszeit ermöglichen Arbeitszeitkonten Gleitzeitmodelle Teilzeitmodelle Komprimierte Arbeitszeit Sonderurlaub/Freistellung

25 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 25 Arbeitsorganisation Alternierende Heim- und Telearbeit Was können Arbeitgebende tun? Teamarbeit Rücksichtnahme bei Überstunden und Geschäftsreisen Service für Pflegende Informationsveranstaltungen, Seminare Gesprächskreise ermöglichen und kommunizieren

26 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 26 Was können Arbeitgebende tun? Kommunikation Bereitstellung von Informationsmaterial/ Notfallmappe Sensibilisierung der Belegschaft Ansprechperson Pflege als Bestandteil von Mitarbeitendengesprächen Kontakthalteangebot in Freistellungsphasen

27 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 27 Bundeministerium für Gesundheit Ratgeber Pflege – alles was Sie zur Pflege wissen müssen. Pflegen zu Hause – Ratgeber für die häusliche Pflege Wenn das Gedächtnis nachlässt. Ein Ratgeber für die häusliche Betreuung demenzkranker älterer Menschen. www.bundesgesundheitsministerium.de - Pflege www.gesetze-im-internet.de/sgb_11/ Zur Sozialen Pflegeversicherung (SGB XI) Informationen zu Pflege und Dienstleistenden in MV www.aok-gesundheitsnavi.de/ Informationen und Kontakte Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Auf der Suche nach der passenden Wohn- und Betreuungsform. Ein Wegweiser für ältere Menschen

28 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 28 Pflegestützpunkte der Kranken- und Pflegekassen in MV (im Aufbau) www.PflegestuetzpunkteMV.de Informationen und Kontakte Allgemeine Informationen und Austauschmöglichkeiten www.pflege-deutschland.de www.pflegeverantwortung.de Angebote für Angehörige Demenzkranker www.deutsche-alzheimer.de Selbsthilfekontaktstelle Rostock: Goerdelerstr. 50, T: 800 82 20 Vermittlung von 24-h-Pflegekräften www.pflege-zu-hause.net www.bb-seniorenbetreuung.de

29 Gefördert aus Mitteln des ESF und des Landes MVRostock, 24.06.2011 29 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Kompetenzzentrum Vereinbarkeit Leben in MV Heiligengeisthof 3 18055 Rostock www.vereinbarkeit-leben-mv.de info@vereinbarkeit-leben-mv.de


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