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Karl Kuhn Alternsgerechte Arbeitsgestaltung und Personalpolitik Karl Kuhn, Dortmund www.baua.de www.inqa.de.

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Präsentation zum Thema: "Karl Kuhn Alternsgerechte Arbeitsgestaltung und Personalpolitik Karl Kuhn, Dortmund www.baua.de www.inqa.de."—  Präsentation transkript:

1 Karl Kuhn Alternsgerechte Arbeitsgestaltung und Personalpolitik Karl Kuhn, Dortmund

2 Karl Kuhn 2 Wo sind die Älteren? Fast 60% der deutschen Betriebe haben keine Beschäftigte mehr über 50 Jahre!!!!!!! Quelle: IAB Materialien 2/2001, S.7 Das durchschnittliche Renteneintrittsalter in Deutschland liegt bei 60,5 Jahre. (Zum Vergleich: S: 63,3 Jahre, GB: 62,7Jahre, DK: 62,7 Jahre)

3 Karl Kuhn 3 Demographischer Wandel und Beschäftigung - Prognosen der nahen Zukunft: 2005: > 50-Jährige als < 30-Jährige Erwerbspersonen 2010: deutlicher Rückgang des Mittelalters 2010: massive Zunahme der > 50-jährigen Erwerbstätigen 2020: Höhepunkt der Zunahme, langsamer Abfall 2035: stark beschleunigter Rückgang des Nachwuchses 2040: Altersscheitelpunkt bei 50 Jahren

4 Karl Kuhn 4

5 5 Älterwerden im Betrieb Älterwerden bei Menschen ist nicht bestimmt durch einen biologischen, zeitlich definierten Lebensabschnitt, sondern durch die materiellen, sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen, deren Verlauf das Älterwerden und das Schicksal des Alternden bestimmt. Entscheidend dabei ist, dass dieser Prozess in einem Lebensabschnitt fortschreitet, indem der Mensch berufstätig ist.

6 Karl Kuhn 6 Unterschiede zwischen Jüngeren und Älteren wurzeln in: den unterschiedlichen Erfahrungen (insbesondere aus vorherigen Veränderungsprozessen), im unterschiedlichem (Erfahrungs-)Wissen, den unterschiedlichen und unterschiedlich langen Prägungen durch betriebliche Strukturen und Prozesse und im erreichten (und zu verteidigendem) sozialen Status.

7 Karl Kuhn 7 Älterwerden bedeutet für den einen eine Zunahme an Achtung, Prestige und Anerkennung, eine Zunahme von Wissen und Erfahrung in bezug auf innerbetriebliche Organisation und außerbetriebliche Verknüpfungen, ein daraus resultierendes wachsendes Geschick im Umgang mit Kollegen, Mitarbeitern, Vorgesetzten und Geschäftspartnern, zunehmende spezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten, wachsenden Überblick und Organisationstalent, zunehmende Betriebsverbundenheit, Zuverlässigkeit, Betriebstreue und Einsatzbereitschaft für den Betrieb.

8 Karl Kuhn 8 Älterwerden bedeutet für viele anderen einen Verlust an Ansehen und Wertschätzung, in die Gruppe der Minder-Leistungsfähigen und der besonders "Schutzbedürftigen" eingestuft zu werden, mit dem Vorurteil konfrontiert zu werden, ständig kränker zu werden, körperliche und geistige Fähigkeiten einzubüßen, sich nicht mehr umorientieren zu können, konservativ am Veralteten kleben zu bleiben, Veränderungen zu scheuen, somit zunächst aufgrund der Erwartungen der Umwelt, die sich dann im Sinne einer self - fulfilling prophecy in der Realität einstellen, zu einer Problemgruppe zu gehören, als Last angesehen zu werden, der man sich bald entledigen möchte.

9 Karl Kuhn 9 Betriebliche Fehlreaktionen Reaktionen Vorurteile über Leistungsdefizite Älterer Frühverrentung als typische Strategie der Personalpolitik Weiterbildung vorrangig für Jüngere Wechselseitige Vorurteile zwischen Jüngeren und Älteren Jugendzentrierte Innovationspolitik Konsequenzen Ältere werden nicht entsprechend ihrer realen Stärken und Schwächen eingesetzt Unternehmen verlieren wertvolles Know-How und Erfahrung Wissen und Qualifikation Älterer stagnieren oder veralten Fehlende Zusammenarbeit, behinderter Wissenstransfer, sinkende Einsatzflexibilität Kompetenz und Kreativität älterer Mitarbeiter wird für Innovationen zu selten genutzt

10 Karl Kuhn 10 Fehlreaktion Unzureichende Sensibilisierung und Aktivierung für das Thema Langfristig wirksame Personalstrategien werden nicht verfolgt

11 Karl Kuhn 11 Betriebliche Barrieren der Gestaltung Qualifikationsbarriere: Mangel an qualifizierten Einsatzfeldern Tradierte Muster der Stellenbesetzung: langfristige Personalentwicklung hat eher Seltenheitswert Finanzielle Barrieren: Altersbezogene Positionswechsel bedeuten oft Einbußen Tätigkeitsdauer mit hoher Arbeitsbelastung: zahlreiche betrieblichen Gegebenheiten fördern eher den Verbleib in ihren Arbeitsbereichen

12 Karl Kuhn 12 TIK plus, Älterwerden in Beschäftigung Ziele: è nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit älter werdender Arbeitnehmer fördern è zielgruppenspezifische Botschaften etablieren è Beispiele guter Praxis, Instrumente und Maßnahmen verfügbar machen è Netzwerke proaktiver Personen und Einrichtungen betreiben è etabliertes Consultancy Netzwerk mit derzeit 45 aktiven TIK-Akteuren und 15 assoziierten Akteuren organisieren

13 Karl Kuhn 13 Einstieg durch Altersstrukturanalyse Besteht die Gefahr des personellen Ausblutens? Können Personalabgänge und Fluktuation nicht mehr durch Personalzugänge ersetzt werden? Ist die Arbeitsfähigkeit für alle Arbeitsgruppen bis zur Rente gewährleistet? Wird in die Mitarbeiter investiert? Ist der betriebsinterne Wissenstransfer organisiert? Ist die Unternehmenskultur an einem Miteinander der Generationen orientiert? Befasst sich die Personalarbeit mit der altersstrukturellen Praxis?

14 Karl Kuhn 14 Memorandum: Plädoyer für neue Unternehmensstrategien Handlungsfelder: – Gesundheit –Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung –Qualifikation, Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen –Führung –Demographiegerechte Personal- und Rekrutierungspolitik

15 Karl Kuhn 15 Handlungsfeld Gesundheit Gesundheitsförderung, individuelle Gestaltung von Karrieren und Erwerbsbiographien, Gesundheitsmanagement

16 Karl Kuhn 16 Auswirkungen einseitiger Anforderungen Anforderungen Einfache Tätigkeiten mit niedrigen qualifikatorischen und hohen körperlichen Anforderungen Komplexe Tätigkeiten mit hohen qualifikatorischen und niedrigen körperlichen Anforderungen Auswirkungen Erhalt oder Aufbau körperlicher Voraussetzungen Bei körperlicher Überforderung Verschleiß Abbau der Ausgangsqualifikation Sinkende geistige Flexibilität Sinkende Lernfähigkeit Erhalt oder Aufbau von Qualifikation Erhalt oder Aufbau geistiger Flexibilität Erhalt der Lernfähigkeit Bei Überforderung Stress Abbau der körperlichen Leistungsfähigkeit

17 Karl Kuhn 17 Lösungswege bei drohender Minderung der Belastbarkeit Arbeitsmedizinische Früherkennung drohender Defizite ab ca.35 Jahre Sekundärprävention –Arbeit optimieren –Körperliche Fitness pflegen –Lebensweise ändern Rechtzeitige Weichenstellung –Qualifizierung im Beruf oder Wechsel in alternative Tätigkeiten Teilzeit

18 Karl Kuhn 18 Handlungsfeld Qualifikation, Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen Lernfördernde Arbeitsgestaltung Altersgemischte Teams Betriebliche Qualifizierungspläne für alle Altersgruppen Betriebsinterne Weiterbildungsberatung Weiterbildung speziell für Ältere

19 Karl Kuhn 19 Sechs falsche Weichenstellungen Fehler 1: Keine rechtzeitige Mischung von Tätigkeiten Fehler 2: Virtuose Spezialisierung in veralteten Wissensbeständen Fehler 3: Zu wenig Absehbarkeit horizontaler Laufbahnen Fehler 4: Zu wenig Neueinstellungen Älterer (un- ausgewogene Altersstrukturen) Fehler 5: Fortbildung und Arbeit in ungünstig zusammengesetzten Teams Fehler 6: Zu wenig flankierende Strategien im Marketing

20 Karl Kuhn 20 Handlungsfeld Führung Realistische und vorurteilfreie Einschätzung des Leistungsvermögens Älterer Förderung des Erfahrungsaustausches zwischen Jüngeren und Älteren Kooperativer Führungsstil Rücksicht auf die individuelle Arbeitsplanung Älterer Anerkennung der Leistung Älterer, aber auch Thematisierung von Leistungsdefiziten

21 Karl Kuhn 21 Negative Zuschreibungsmuster Ältere haben ein veraltetes Wissen, ihre Qualifikationen entsprechen nicht den Anforderungen im Einsatzbereich, ihnen mangelt es an Kreativität; Ältere fehlen häufiger, sind häufiger krank Sind gesundheitlich eingeschränkt und damit weniger leistungsfähig Ältere sind nicht flexibel; sie haben Angst vor Veränderungen und Neuerungen; Sie haben eine geringere Neigung, sich weiterzubilden; Sie sind letztlich teurer als Jüngere.

22 Karl Kuhn 22 Positive Zuschreibungsmuster Ältere haben Routine, Lebens- und Berufserfahrungen; Sie kennen die betrieblichen Zusammenhänge, haben praktisches Urteilsvermögen, können Situationen realistischer einschätzen; Sie haben eine positive Einstellung zur Arbeit, sind zuverlässig, ruhig und gelassen, haben Qualitätsbewusstsein.

23 Karl Kuhn 23 Handlungsfeld Demographiegerechte Personal- und Rekrutierungspolitik Die Weichen heute für morgen stellen! Heute die 30-Jährigen für Morgen fit machen

24 Karl Kuhn 24 Altersangepasste Konzepte Dazu zählen: alternsintegrierende Karriere- und Laufbahnplanung Arbeitszeitgestaltung Lebenslanges Lernen, berufliche Qualifizierung, Qualifikationsanpassung Arbeitsanforderungsgestaltung, Arbeitsplatzgestaltung Gesundheitsförderungskonzepte Vorsorge Berufliche und medizinische Rehabilitation Zweite und dritte Karrieren Modelle guter Praxis

25 Karl Kuhn 25 Wiedereinstieg in den Pflegeberuf (Leitfaden) Unternehmenskultur, in der ein gesunder Wiedereinstieg selbstverständlich ist. Flexible Arbeitszeitangebote und Schichtmodelle Weiterbildungsmöglichkeiten und Grundsätze für die (Wieder-) Einarbeitungsphase Karrierechancen auch für Teilzeitkräfte Führungsleitlinien Unterstützungsangebote niedrigschwellige Angebote der BGF

26 Karl Kuhn 26 Älterwerden und Handlungsmöglichkeiten, Individuum Funktionelle Kapazität Gesundheit Kompetenz Motivation Arbeitsfähigkeit Erschöpfung Arbeitslosigkeit Probleme/Möglichkeiten Entwicklung physischer,mentaler und sozialer Ressourcen Verbesserung der Gesundheit Kompetenzentwicklung Bewältigung von Veränderungen Partizipation Mittel/Lösungen Bessere funktionelle Kapazitäten Bessere Gesundheit Bessere Kompetenz Bessere Arbeitsfähigkeit Geringere Erschöpfung Geringeres Arbeitslosigkeitsrisiko Bessere Lebensqualität Resultate/Ziele

27 Karl Kuhn 27 Älterwerden und Handlungsmöglichkeiten, Unternehmen Produktivität Wettbewerbsfähigkeit Fehlzeiten Toleranz gegenüber Veränderungen Arbeitsorganisation Arbeitsumgebung Rekrutierung Arbeitsmittel Probleme/Möglichkeiten Altersmanagement Individuelle Lösungen Intergenerative Kooperation Altersgerechte Ergonomie und Arbeitsmittel Pausenpläne Flexible Arbeitszeiten Teilzeit Training von Kompetenzen Mittel/Lösungen Bessere Gesamtproduktivität Bessere Wettbewerbsfähigkeit Weniger krankheitsbedingte Kündigungen Besseres Management Kompetente Manpower Besseres Image Geringere Kosten durch Arbeitsunfähigkeit Resultate/Ziele

28 Karl Kuhn 28 max. O -Aufnahme max. Atemzeitvolumen renaler Plasmafluß Vitalkapazität Muskelkraft/ Herzminutenvolumen Nervenleitgeschwindigkeit 2 Alter (in Jahren) Maximalkapazität (in%) Altersgang physiologischer Parameter nach Schmidt/Thews

29 Karl Kuhn 29 BAuA, AM ,527,532,537,542,547,552,557,562,5Alter Männer Prävalenz chronischer Störungen (AMV 1986/1987) kardiovaskulär muskuloskeletal Verdauungstrakt Atemwege Prävalenz (%)

30 Karl Kuhn 30 Schematische Darstellung der heterochronen biosozialen Dynamik des menschlichen Alterns ( nach Hofecker et al., 1979 ) Erfahrungswissen

31 Karl Kuhn 31 Studie zum Einfluss von Faktoren, die die Arbeitsfähigkeit verbessern oder verschlechtern (Quelle: Ilmarinen und Louhevaara, 1999) â Verbesserte Einstellung OR der Vorgesetzten 3.6 â Verringerung einseitiger Bewegungen am Arbeitsplatz 2.1 â Verstärkte körperliche Aktivität in der Freizeit 1.8 â Abnahme der Anerken- OR nung und Wertschätzung 2.4 der Arbeit â Verringerte körperliche Aktivität in der Freizeit 1.8 â Vermehrtes Stehen am Arbeitsplatz 1.7 â Verschlechterung von Arbeitsräumen 1.6 Positive WirkungNegative Wirkung

32 Karl Kuhn 32 Alternsgerechte, flexible Arbeit im Handwerk Projekt ALFIH: Weiterer INTERNET Adresse:


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