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1 Vor- und Nachteile der staatlich geförderten Altersvorsorge Michael Santak.

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Präsentation zum Thema: "1 Vor- und Nachteile der staatlich geförderten Altersvorsorge Michael Santak."—  Präsentation transkript:

1 1 Vor- und Nachteile der staatlich geförderten Altersvorsorge Michael Santak

2 2 Altersvorsorge tut not Die gesetzlichen Renten und Pensionen sinken. Das wissen 90 % der Bevölkerung, doch nur 40 % handeln auch danach. Dieses Phänomen wird als »Vorsorgeparadoxon« bezeichnet. Besserverdiener haben große Versorgungslücke auszugleichen (Differenz zwischen dem letzten Nettogehalt und der monatlichen Nettorente). Eine private Altersvorsorge kann die Anhebung des Renteneintrittsalters ausgleichen. Jeder Vorsorge-Euro kann nur einmal ausgegeben, aber die geförderten Vorsorgeformen kumuliert werden.

3 3 Privat-Rente Sie zahlen beliebig große Teile Ihres Nettoeinkommens in eine private Rentenversicherung ein. Bei Auszahlung der Rente wird nur der Ertragsanteil besteuert (z.B. 18 % bei Renteneintritt mit 65 oder 66 Jahren). Vorteile der Privat-Rente Jeder kann sie abschließen, die Beitragshöhe ist unbegrenzt, das angesparte Kapital ist beleihbar, das Kapital kann ausgezahlt werden (ab 60. Lebensjahr), im Todesfall vor Rentenbeginn bleiben die Beiträge für die Erben erhalten (Beitragsrückgewähr), es kann eine Rentengarantiezeit (Erben) sowie eine Hinterbliebenenrente vereinbart werden.

4 4 Riester-Rente Alle rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und deren Ehepartner sowie alle Beamten und deren Ehepartner haben Anspruch auf Förderung. Zulagen: für jeden Erwachsenen 114 p. a. (ab 2008: 154 p. a.) und für jedes Kind 138 p. a. (ab 2008: 185 p. a.). Die volle Zulage erhält, wer 3 % (ab 2008: 4 %) seines rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens (max , ab 2008: ) abzüglich der Zulagen in einen zertifizierten Vorsorgevertrag einzahlt. Vorteile der Riester-Rente Neben Rentenversicherungen auch Fonds- und Banksparpläne gefördert, die Beiträge sind in jedem Fall steuerfrei, evtl. erhöhen zusätzliche Zulagen bspw. für Familien mit mehreren Kindern die Förderquote, Frauen erhalten für den gleichen Beitrag die gleiche Rente wie Männer, obwohl sie durchschnittlich länger leben und die Rente länger beziehen (Unisex-Tarif wie in der GRV), das Kapital ist pfändungssicher und wird bei Hartz IV nicht berücksichtigt, 30 % des angesparten Kapitals können bei Beginn der Rente ohne Verlust der Förderung entnommen werden, vorher leihweise bis , das eingezahlte Kapital kann vererbt werden, allerdings muss die Förderung zurückgezahlt werden, es sei denn, das Kapital wird auf einen Riester-Vertrag des Ehepartners übertragen.

5 5 Rürup-Rente Sie zahlen in eine private Rentenversicherung ein, die nicht beliehen, nicht verpfändet, nicht kapitalisiert, nicht übertragen und nicht vererbt werden kann. Beiträge bis (Verheiratete bis ) teilweise (ab 2025 vollständig) als Sonderausgaben absetzbar. Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und zu berufsständischen Versorgungswerken verringern dieses Vorsorgevolumen. 100 % steuerpflichtig erst bei Antritt ab Vorteile der Rürup-Rente Steuerbegünstigt einschließbar sind auch Berufsunfähigkeitsrente und Hinterbliebenenrente (Bezüge voll steuerpflichtig). Hohe Steuerersparnisse möglich, insbesondere für Selbstständige. Eine Rürup-Sofortrente bietet rentennahen Jahrgängen und steuerbelasteten Ruheständlern ein attraktives Steuerschlupfloch. Hartz-IV-sicher, unpfändbar. Nachteile der Rürup-Rente Die Ansprüche dürfen nicht vererbbar, übertragbar, veräußerbar, beleihbar oder kapitalisierbar sein (auf Vertrag achten, da nicht amtlich zertifiziert, sonst kein Sonderausgabenabzug). Im Todesfall ist das einzahlte Kapital unwiderruflich verloren (es sei denn, Sie haben eine Hinterbliebenenrente vereinbart).

6 6 Betriebs-Rente Sie vereinbaren mit Ihrem Arbeitgeber, Teile Ihres Gehalts (bis zu 4 % der GRV-BBG) in eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds einzuzahlen (2007: ). Dadurch sparen Sie Steuern und Sozialabgaben. Ein zusätzlicher Beitrag von bis zu kann steuerfrei angelegt werden. Nachteile der Arbeitnehmerfinanzierung Auszahlungen KV/PV-beitragspflichtig (ausgenommen PKV-Mitglieder) Die Senkung der Sozialversicherungsbeiträge verringert auch die Ansprüche an die Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Sie verzichten auf den Arbeitgeberanteil und die Steuerzuschüsse zu Ihren Beiträgen zur GRV. Bei Wechsel des Arbeitgebers drohen Verluste (Probleme bei der Portabilität). Das Kapital darf nicht vererbt werden (Ausnahme: Abschluss einer Hinterbliebenenrente).

7 7 Staatlich geförderte Altersvorsorge Privat-Rente: Auszahlungen nur mit dem Ertragswert zu versteuern Riester-Rente:bei Einzahlung Zulagen und Steuerersparnisse Rürup-Rente: b. EZ Steuerersparnisse Betriebs-Rente: b. EZ Ersparnis an Steuern und Sozialabgaben Alle bieten: hohe Sicherheit, lebenslange Zahlung Zum Vergleich: ungeförderte Kapitalanlage Auszahlplan: liquide, aber unsicher und endlich

8 8 Förderung im Vergleich Rentenartbei Einzahlungbei Auszahlung Privat-Rentekeine Begrenzung, aber aus dem Netto geringer steuerpfl. Anteil (altersabh.) Riester-Rentebegrenzt, steuerfrei (evtl. höhere Zulage) voll zu versteuern Rürup-Rentebegrenzt, bis 2025 zunehmend steuerfrei bis 2040 zunehmend besteuert Betriebs-Rentebis steuer-, bis abgaben- frei voll zu versteuern und zu verbeitragen in GKV und GPV

9 9 Vgl. Steuern und Sozialabgaben Rentenartbei Einzahlungbei Auszahlung Privat-Rentesteuerpflichtig abgabenpflichtig fast steuerfrei abgabenfrei Riester-Rentesteuerfrei abgabenpflichtig steuerpflichtig abgabenfrei Rürup-Renteteilweise steuerfrei abgabenpflichtig teilw. steuerpflichtig abgabenfrei Betriebs-Rentesteuerfrei abgabenfrei steuerpflichtig abgabenpflichtig in GKV und GPV

10 10 Vererbbarkeit im Vergleich RentenartEinzahlungsphaseAuszahlungsphase Privat-RenteBeitragsrückgewähr, Hinterbliebenenrente Rentengarantiezeit, Hinterbliebenenrente Riester-RenteÜbertragung auf Ehepartner, vererbbar ohne Förderung Übertragung auf Ehepartner, Rentengarantiezeit Rürup-Rentenicht vererbbar, Hinterbliebenenrente Betriebs-Rentenicht vererbbar, Hinterbliebenenrente

11 11 Annahmen für die Beispielrechnungen 1 Mann, geboren 1978, Beginn der Altersvorsorge: 2008 (mit 30 Jahren), Anspardauer: 37 Jahre, EZ: 200 p. M., Renteneintritt 2045 (67 Jahre), Rentenbezugsdauer 18 Jahre (bis 2063 = 85 J.) Bruttojahresverdienst: p.a. (mtl ) verheiratet, ein Kind, Steuerklasse 3, Grenzsteuer- satz 28 % (= geringeres Steuersparpotenzial) Beitrag: 1) Eigenaufwand: p. a. x 37 a = ) die jeweilige Förderung

12 12 Privat-Rente AnsparphaseMonatsbeitrag x 37 J Kapital AuszahlphaseMonatsrente996 Jahresrente Steuer (Ertragsanteil 17%, Grenzsteuersatz 25%) 508 Nettorente954 x 12 x

13 13 Riester-Rente AnsparphaseMonatsbeitrag x 28 % x 37 J AuszahlphaseMonatsrente1.724 Jahresrente Steuer (Grenzsteuersatz 25 %) Nettorente1.293 x12 x

14 14 Rürup-Rente AnsparphaseMonatsbeitrag251 (durchschnittliche Förderung 91 %) x 28 % x 37 J AuszahlphaseMonatsrente1.253 Jahresrente Steuer (Grenzsteuersatz 25 %) Nettorente940 x12 x

15 15 Betriebs-Rente AnsparphaseMonatsbeitrag x 28 % Steuer x 37 J x 21 % Abgaben x 37 J Förderung AuszahlphaseMonatsrente2.238 Jahresrente Steuer (Grenzsteuersatz 25 %) Abgaben (GKV + GPV = 16 %) Nettorente1.320 x12 x

16 16 Vergleich: ungefördertes Investment AnsparphaseMonatsbeitrag x 37 J Kapital Rendite 4 % p. a AuszahlphaseEntnahme p. M Jahresentnahme Steuer (Abgeltungssteuer 25%) Nettorente1.005 x12 x

17 17 Vergleich der Vorsorgeformen 4. Privat-Rente: 954 p.M. = Riester-Rente: p.M. = Rürup-Rente: 940 p.M. = Betriebs-Rente: p.M. = Fondssparplan: p.M. =

18 18 Annahmen für die Beispielrechnungen 2 Mann, geboren 1958, Beginn der Altersvorsorge: 2008 (mit 50 Jahren), Anspardauer: 16 Jahre, EZ: 200 p. M., Renteneintritt 2024 (66 J.), Rentenbezugsdauer 19 Jahre (bis 2043 = 85 J.) Bruttojahresverdienst: p.a. (mtl ) ledig, kein Kind, Steuerklasse 1, Grenzsteuer- satz 37 % (= höheres Steuersparpotenzial) Beitrag: 1) Eigenaufwand: p.a. x 16 a = ) die jeweilige Förderung

19 19 Privat-Rente AnsparphaseMonatsbeitrag x 16 J Kapital AuszahlphaseMonatsrente238 Jahresrente2.856 Steuer (Ertragsanteil 18 %, Grenzsteuersatz 25 %) 129 Nettorente227 x 12 x

20 20 Riester-Rente AnsparphaseMonatsbeitrag x 37 % x 37 J AuszahlphaseMonatsrente433 Jahresrente5.196 Steuer (Grenzsteuersatz 25 %) Nettorente325 x 12 x

21 21 Rürup-Rente AnsparphaseMonatsbeitrag260 (durchschnittliche Förderung 81 %) x 37 % x 16 J AuszahlphaseMonatsrente311 Jahresrente3.732 Steuer (steuerpflichtiger Anteil 84 %, Grenzsteuersatz 25 %) 784 Nettorente246 x 12 x

22 22 Betriebs-Rente AnsparphaseMonatsbeitrag x 37 % Steuer x 16 J x 21 % Abgaben x 16 J Förderung AuszahlphaseMonatsrente519 Jahresrente6.228 Steuer (Grenzsteuersatz 25 %) Abgaben (GKV + GPV = 16 %) Nettorente306 x 12 x

23 23 Vergleich: ungefördertes Investment AnsparphaseMonatsbeitrag x 16 J Kapital Rendite 4 % p.a AuszahlphaseEntnahme p. M.342 Jahresentnahme4.104 Steuer (Abgeltungssteuer 25%) Nettorente257 x 12 x

24 24 Vergleich der Vorsorgeformen 5. Privat-Rente: 227 p.M. = Riester-Rente: 325 p.M. = Rürup-Rente: 246 p.M. = Betriebs-Rente: 306 p.M. = Fondssparplan: 257 p.M. =

25 25 Netto-Rentabilität nach Steuern Fall 1Fall 2 EZ: , 55 J. EZ: , 35 J. 4. Platz: Privat- Rente p.M. 954 FS ,2 % p.a p.M. 227 FS 257 3,9 % p.a. 2. Platz: Riester- Rente p.M ,7 % p.a p.M ,5 % p.a. 3. Platz: Rürup- Rente p.M ,2 % p.a p.M ,2 % p.a. 1. Platz: Betriebs- Rente p.M ,8 % p.a p.M ,2 % p.a.

26 26 Sieger der Vorsorgeformen für Männer Betriebs-Rente bringt langfristig die höchste Nettoauszahlung. Kurzfristig und für kinderreiche Familien ist jedoch meist die Riester-Rente besser. Fondssparplan ist keine Altersvorsorge. Risiken: unsicher, ungeschützt, endlich.

27 27 Welche Vorsorge für wen? Privat-Rente: Sparer mit hohen steuerpflichtigen Einkünften im Ruhestand (Beamte) Riester-Rente:Frauen und Familien mit vielen Kindern Rürup-Rente: Selbstständige, Rentennahe, Rentner mit hohen steuerpflichtigen Einkünften Betriebs-Rente: Arbeitnehmer Fondssparplan: Für diejenigen, die bereits 10 % in ihre zusätzliche Altersvorsorge investieren.


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