Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht 17.3.2003 IG Metall Bayern.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht 17.3.2003 IG Metall Bayern."—  Präsentation transkript:

1 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 1 Abbau von Rechten bringt keine Arbeitsplätze Dichtung und Wahrheit nach der Kanzlerrede am

2 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 2 Tarifverträge u Der Kanzler will: rIn Tarifverträgen Optionen schaffen für Betriebsver- einbarungen zur Beschäftigungsförderung/ -sicherung u Was er nicht sagt: rUnsere Tarifverträge enthalten schon jetzt solche Optionen, z.B. zur Flexibilisierung der Arbeitszeit oder zur Änderung von Leistungslohn und Leistungszulage. rDer Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung in der Metall- und Elektroindustrie ermöglicht Absenkung der Arbeitszeit um bis zu 6 Stunden bei Auftragsmangel.

3 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 3 Tarifverträge u Der Kanzler will: rDeutlich mehr betriebliche Bündnisse für Arbeit durch die Tarifvertragsparteien. rWenn nicht, droht er mit gesetzlicher Regelung. u Was er nicht sagt: rAllein die IG Metall Bayern hat im Bereich der Metall- und Elektroindustrie weit über 30 Sanierungstarifverträge abgeschlossen. rIn den Branchen Textil und Holz+Kunststoff ist das Bild ähnlich.

4 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 4 Kündigungsschutz u Der Kanzler will: rPsychologische Schwelle vor Neueinstellungen für Kleinbetriebe (mehr als 5 AN) überwinden u Was er nicht sagt: rWährend der Geltung des KSchG erst ab 10 AN in den Jahren 1996 bis 1998 war kein Nettobeschäftigungseffekt feststellbar. r1996 bis 2001 blieb Zahl der AG-Kündigungen in etwa gleich. rOECD-Studie 1999: Trotz gleichbleibenden Niveaus des Kündigungsschutzes Ende 80er/ Ende 90er Jahre entwickelte sich Arbeitsmarktsituation unterschiedlich. rEinstellungsquote ist auch in Betrieben mit 6-9 AN wesentlich höher als in größeren Betrieben.

5 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 5 Kündigungsschutz u Der Kanzler will: rKündigungsschutz besser handhabbar machen u Was er nicht sagt: rTrotz KSchG enden 32% aller Arbeitsverhältnisse aufgrund einer AG-Kündigung (ca. 1Mio / Jahr!). rVon den betroffenen AN klagen jedoch nur ca. 11% (d.h. ca / Jahr) gegen die Kündigung. rBei betriebsbedingten Kündigungen klagen sogar nur 8% der Gekündigten.

6 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 6 Kündigungsschutz u Der Kanzler will: rWahlrecht zwischen Klage auf Weiterbeschäftigung und Abfindung bei betriebsbedingten Kündigungen u Was er nicht sagt: rHeute erhalten nur rund 10% aller AN, deren Arbeitsverhältnis endet, eine Abfindung. rVon den 32%, die vom AG gekündigt werden (s.o.), bekommen nur 15% (= ca ) eine Abfindung. rVon den 11% der Gekündigten, die gegen die Kündigung geklagt haben, erhalten nur ca. 50% eine Abfindung, d.h. ca AN im Jahr bundesweit.

7 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 7 Kündigungsschutz u Der Kanzler will: rSozialauswahl nicht nur nach Alter oder Dauer der Betriebszugehörigkeit, sondern Festlegung der Prioritäten durch Betriebsparteien u Was er nicht sagt: rIn ca. 90% aller Betriebe in Deutschland gibt es keinen Betriebsrat. Dort arbeiten ca. 50% aller AN. rIn Betrieben mit BR wurde dieser zu 60% informiert. rBR widerspricht im Durchschnitt gerechnet nicht mehr als 10% aller AG-Kündigungen (bezogen auf Fälle, in denen Klage erhoben wurde, sind es 44%).

8 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 8 Kündigungsschutz u Der Kanzler will: rSozialauswahl so gestalten, dass Leistungsträger im Unternehmen bleiben können u Was er nicht sagt: rEine objektive Definition von Leistungsträgern ist unmöglich. rRegelung nützt nicht Kleinbetrieben, sondern vor allem Großunternehmen, die systematisch ältere und sozial besonders schutzwürdige Arbeitnehmer loszuwerden versuchten. rIst hier eine Lex Siemens geplant?

9 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 9 Kündigungsschutz u Quellen für Angaben zum Kündigungsschutz: rBielenski, Hartmann, Pfarr, Seifert: Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen: Wahrnehmung und Wirklichkeit – Neue empirische Befunde (Darstellung und Ergebnisse in AuR 2003, S. 81 bis 91) rBMA: Statistik der Arbeitsgerichtsbarkeit (einsehbar über rOECD-Studie 1999, Employment Outlook 1999 (Ergebnisse in AuR 1999, S. 437)

10 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 10 Arbeitslosengeld u Der Kanzler will: rArbeitslosengeld für maximal 12 Monate, ab 55 für maximal 18 Monate u Was er nicht sagt: rFür einen Facharbeiter, der nach 40 Jahren arbeitslos wird, wurden bei durchschnittlich € Bruttomonatseinkommen ca Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt (Basis: 6,5%). rGeplantes AloG (Basis: € Monatsentgelt = 635 € Bemessungsentgelt / Woche, Steuerkl. III, ohne Kind): 54 Jahre und jünger: (12 Monate) 55 Jahre und älter: (18 Monate)

11 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 11 Arbeitslosengeld u Der Kanzler will: rArbeitslosengeld für maximal 12 Monate, ab 55 für maximal 18 Monate u Was er nicht sagt: rDer nach drei Jahren angeblich erreichte Spareffekt von Mrd. Euro jährlich (Quelle: Bundesanstalt für Arbeit, SZ vom , S.19), kann nur dann zu einer Senkung des Beitragssatzes von 6,5% auf 4,6% führen, wenn das eingesparte Geld nicht für andere Zwecke verwendet wird.

12 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 12 Arbeitslosenhilfe u Der Kanzler will: rZusammenlegen von Arbeitslosen- und Sozialhilfe auf dem Niveau der Sozialhilfe u Was er nicht sagt: rZusammen mit der Verkürzung der Bezugsdauer des AloG werden dadurch die Ausgaben für Sozialhilfe insgesamt erheblich steigen, d.h. die Belastung wird nicht geringer, sondern auf andere Kassen verteilt. rDie originäre Alohi z.B. nach Wehr- oder Zivildienst gibt es schon seit nicht mehr.

13 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 13 Vergleich Arbeitslosen- /Sozialhilfe u Facharbeiter in Bayern, 36 Jahre, verheiratet, 2 Kinder im Alter von 6 und 9 Jahren, Steuerkl. III, Bruttomonatseinkommen (= 765 € Bemessungsentgelt / Woche), Ehefrau ohne Einkommen: rArbeitslosenhilfe 1.431,60 Arbeitslosenhilfe (= 57% des Leistungsentgelts wegen der Kinder) Anspruch auf aufstockende Sozialhilfe bis Gesamtbedarf (s.u.) rSozialhilfe (Basis Bayern = die niedrigste): Bedarf: (Regelsätze für Ehepaar mit 2 Kindern plus Kaltmiete plus Heizkosten plus einmalige Leistungen)

14 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 14 Vergleich Arbeitslosen- /Sozialhilfe u Montagehelferin in Bayern, 40 Jahre, alleinerziehend, 2 Kinder im Alter von 12 und 15 Jahren, Steuerkl. II, Bruttomonatseinkommen (= 460 € Bemessungsentelt / Woche): rArbeitslosenhilfe 741,60 Arbeitslosenhilfe (= 57% des Leistungsentgelts wegen der Kinder) Anspruch auf aufstockende Sozialhilfe bis Gesamtbedarf (s.u.) rSozialhilfe (Basis Bayern = die niedrigste): Bedarf: (Regelsätze für Alleinerziehende mit 2 Kindern unter 16 plus Kaltmiete plus Heizkosten plus einmalige Leistungen)

15 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 15 Vergleich Arbeitslosen-/Sozialhilfe u Ingenieur in Bayern, 45 Jahre, alleinstehend, keine Kinder, Steuerkl. I, Bruttomonatseinkommen (= € Bemessungsentgelt / Woche): rArbeitslosenhilfe: 1.161,60 (= 53% des Leistungsentgelts) rSozialhilfe (Basis Bayern = die niedrigste): 632 (Regelsatz für Alleinstehenden plus Kaltmiete plus Heizkosten plus einmalige Leistungen)

16 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 16 Erläuterungen zur Berechnung u Zur Berechnung des Bemessungsentgelts für AloG und Alohi wurde das jeweilige Monatsentgelt mit 13,25 multipliziert (entsprechend MTV M+E-Industrie). u Um bei AloG und Alohi einen Monatsbetrag zu erhalten, wurde das eigentlich wöchentlich zu zahlende Leistungsentgelt durch 7 dividiert und mit 30 multipliziert. u Für die Berechnung der Sozialhilfe wurden die bayer. Mindestregelsätze (Höhe bestimmt örtlicher Träger) und bei Miete, Heizkosten und einmaligen Leistungen der Bundesdurchschnitt herangezogen.

17 IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht IG Metall Bayern Folie 17 Krankengeld u Der Kanzler will: rKrankengeld aus der gesetzlichen KV herausnehmen rDifferenzierte Praxisgebühren und Selbstbehalte u Was er nicht sagt: rKrankengeld ist eine mit 0,8% des Beitragssatzes vorfinanzierte Versicherungsleistung. rPrivate Vorsorge oder Zuzahlung kann sich ein AN mit durchschnittlichem Einkommen nicht mehr leisten. rKrankengeld sichert das Existenzminimum während der Krankheit: Bei Wegfall steigen Sozialhilfekosten!


Herunterladen ppt "IG Metall Bayern gegen Sozialabbau © IG Metall Bayern/ sw/Praesent/030317Dichtung-Wahrheit/Verwendung mit Quellenangabe erwünscht 17.3.2003 IG Metall Bayern."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen