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Bilanz und GuV am Beispiel einer AG (in sehr vereinfachter Form) Ausgangspunkt: § 238 HGB 1. Bei Neugründung einer Aktiengesellschaft: Erstellung einer.

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Präsentation zum Thema: "Bilanz und GuV am Beispiel einer AG (in sehr vereinfachter Form) Ausgangspunkt: § 238 HGB 1. Bei Neugründung einer Aktiengesellschaft: Erstellung einer."—  Präsentation transkript:

1 Bilanz und GuV am Beispiel einer AG (in sehr vereinfachter Form) Ausgangspunkt: § 238 HGB 1. Bei Neugründung einer Aktiengesellschaft: Erstellung einer Eröffnungsbilanz §§ 240 Abs. 1, 242 HGB 2. Erfassung von Geschäftsvorgängen während eines Geschäftsjahres: GuV-Rechnung §§ 242 Abs. 2, 275 Abs. 2, Abs. 3 HGB 3. Am Ende des Geschäftsjahres: Erstellung einer Bilanz §§ 240 Abs. 2, 242 HGB.

2 Eröffnungsbilanz (Zahlenangaben immer in Tausend Euro) AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Gezeichnetes Kapital 100 2. Langfristige Beteiligungen 502. Kapitalrücklagen 0 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 0 1. Forderungen aLuL 504. Gewinn-/Verlustvortrag 0 2. Kasse 05. Jahresüberschuß/-fehlbetrag 0 ______II. Fremdkapital 50 150

3 GuV (nach Umsatzkostenverfahren in Listenform § 275 Abs. 3 HGB) Bezeichnung des PostensBetrag Umsatzerlös verkaufte Produktmenge1000 - Umsatzaufwand (Produktionskosten,…)400 = Bruttoergebnis vom Umsatz600 […] + Erträge aus Beteiligungen200 - Abschreibungen auf Beteiligungen100 […] = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 700 […] - Steuern200 = Jahresüberschuss/-fehlbetrag+ 500

4 Bilanzierung vor Ergebnisverwendung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501.Gezeichnetes Kapital 100 2. Langfristige Beteiligungen 1502. Kapitalrücklagen 0 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 0 1. Forderungen aLuL 1504. Gewinn-/Verlustvortrag 0 2. Kasse 3005. Jahresüberschuß 500 ______II. Fremdkapital 50 650 Erläuterung: Langfristige Beteiligungen und Forderungen je + 100; Kasse + 300 = 500 Erläuterung: Jahresüberschuss aus GuV ist Eigenkapital.

5 Bereinigung des Jahresüberschusses gem. § 158 Abs. 1 AktG zur Ermittlung des Bilanzgewinns Bezeichnung des PostensBetrag Jahresüberschuss500 +/- Gewinnvortrag/Verlustvortrag0 + Entnahmen aus Kapitalrücklagen0 + Entnahmen aus Gewinnrücklagen0 - Einstellungen in Gewinnrücklagen (z.B. § 150 Abs. 2 HGB)25 = Bilanzgewinn475 Eine Bilanz nach Bereinigung des Jahresüberschusses wird als Bilanz nach teilweiser Ergebnisverwendung bezeichnet. Über die Verwendung des Bilanzgewinns entscheidet Hauptversammlung gem. § 174 AktG (  Bilanz nach vollständiger Ergebnisverwendung).

6 Bilanz nach teilweiser Ergebnisverwendung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501.Gezeichnetes Kapital 100 2. Langfristige Beteiligungen 1502. Kapitalrücklagen 0 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 25 1. Forderungen aLuL 1504. Gewinn-/Verlustvortrag 0 2. Kasse 3005. Bilanzgewinn 475 ______II. Fremdkapital 50 650 Erläuterung: Jahresüberschuss wird Bilanzgewinn. Passivtausch (Bilanzgewinn an Gewinnrücklagen 25). Beispiel: Die Aktionäre beschließen nunmehr, sich in Höhe von 300 den Bilanzgewinn ausschütten zu lassen §§ 58 Abs. 4, 174 Abs. 2 Nr. 2 AktG. Über den Rest von 175 beschließen sie nicht.

7 Bilanz nach vollständiger Ergebnisverwendung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501.Gezeichnetes Kapital 100 2. Langfristige Beteiligungen 1502. Kapitalrücklagen 0 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 25 1. Forderungen aLuL 1504. Gewinnvortrag 175 2. Kasse 3005. Bilanzgewinn 0 II. Fremdkapital 1. Verbindlichkeiten Gesellschafter 300 _____2. Sonstige Verbindlichkeiten 50 650 Erläuterung: 1. Passivtausch (Bilanzgewinn an Verbindlichkeiten Gesellschafter 300). Sonstige Verbindlichkeiten sind die bereits anfänglich vorhandenen 50. 2. Passivtausch (Bilanzgewinn an Gewinnvortrag 175)

8 Bilanz nach erfolgter Ausschüttung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501.Gezeichnetes Kapital 100 2. Langfristige Beteiligungen 1502. Kapitalrücklagen 0 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 25 1. Forderungen aLuL 1504. Gewinn-/Verlustvortrag 175 2. Kasse 05. Bilanzgewinn 0 II. Fremdkapital 1. Verbindlichkeiten Gesellschafter 0 ____2. Sonstige Verbindlichkeiten 50 350 Erläuterung: Auszahlungsbuchung: Verbindlichkeiten Gesellschafter an Kasse 300 ist Bilanzverkürzung (Aktiv-Passiv-Minderung).

9 Bilanz und GuV am Beispiel einer GmbH (in sehr vereinfachter Form) Ausgangspunkt: § 238 HGB 1. Bei Neugründung einer GmbH: Erstellung einer Eröffnungsbilanz §§ 240 Abs. 1, 242 HGB, 42 GmbHG 2. Erfassung von Geschäftsvorgängen während eines Geschäftsjahres: GuV-Rechnung §§ 242 Abs. 2, 275 Abs. 2, Abs. 3 HGB 3. Am Ende des Geschäftsjahres: Erstellung einer Bilanz §§ 240 Abs. 2, 242 HGB, 42 GmbHG.

10 Eröffnungsbilanz (Zahlenangaben immer in Tausend Euro) AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Stammkapital* 25 2. Langfristige Beteiligungen 502. Kapitalrücklagen 75 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 0 1. Forderungen aLuL 504. Gewinn-/Verlustvortrag 0 2. Kasse 05. Jahresüberschuß/-fehlbetrag 0 ______II. Fremdkapital 50 150 Erläuterung: Das in der Satzung festgesetzte Stammkapital ist 25. *Im Jahresabschluss wird dieser Posten als „gezeichnetes Kapital“ ausgewiesen (§ 42 Abs. 1 GmbHG).

11 GuV (nach Umsatzkostenverfahren in Listenform § 275 Abs. 3 HGB) Bezeichnung des PostensBetrag Umsatzerlös verkaufte Produktmenge450 - Umsatzaufwand (Produktionskosten,…)500 = Bruttoergebnis vom Umsatz-50 […] + Erträge aus Beteiligungen100 - Abschreibungen auf Beteiligungen100 […] = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -50 […]______ = Jahresüberschuss/-fehlbetrag-50

12 Bilanzierung vor Ergebnisverwendung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Stammkapital 25 2. Langfristige Beteiligungen 502. Kapitalrücklagen 75 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 0 1. Forderungen aLuL 04. Gewinn-/Verlustvortrag 0 2. Kasse 05. Jahresfehlbetrag -50 ______II. Fremdkapital 50 100 Erläuterung: Forderungsausfall in Höhe von 50 führt zu Jahresfehlbetrag. Erläuterung: Jahresfehlbetrag ist negatives Eigenkapital. Die Gesellschafter entscheiden sich nunmehr, durch teilweise Auflösung der Kapitalrücklage den Jahresfehlbetrag auszugleichen.

13 Bilanzierung nach Ergebnisverwendung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Stammkapital 25 2. Langfristige Beteiligungen 502. Kapitalrücklagen 25 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 0 1. Forderungen aLuL 04. Gewinn-/Verlustvortrag 0 2. Kasse 05. Jahresfehlbetrag 0 ____II. Fremdkapital 50 100 Erläuterung: Passivtausch (Kapitalrücklagen an Jahresfehlbetrag 50). Die Gesellschafter entscheiden sich nun, die Kapitalrücklage ganz aufzulösen und den Betrag an sich auszuschütten. Im Gegensatz zur Aktiengesellschaft (§ 150 Abs. 3 und 4 AktG) ist das auch zulässig.

14 Bilanzierung nach Auflösung, aber vor Ausschüttung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Stammkapital 25 2. Langfristige Beteiligungen 252. Kapitalrücklagen 0 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 0 1. Forderungen aLuL 04. Gewinn-/Verlustvortrag 0 2. Kasse 255. Jahresfehlbetrag 0 II. Fremdkapital 1. Verbindlichkeiten Gesellschafter 25 ____2. Sonstige Verbindlichkeiten 50 100 Erläuterung: Verkauf langfristiger Beteiligungen zu Ausschüttungszwecken unter Auflösung der Kapitalrücklage. 1. Aktivtausch (Kasse an Langfristige Beteiligungen 25); 2. Passivtausch (Kapitalrücklagen an Verbindlichkeiten Gesellschafter 25).

15 Bilanzierung nach Ausschüttung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 501. Stammkapital 25 2. Langfristige Beteiligungen 252. Kapitalrücklagen 0 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 0 1. Forderungen aLuL 04. Gewinn-/Verlustvortrag 0 2. Kasse 05. Jahresfehlbetrag 0 II. Fremdkapital 1. Verbindlichkeiten Gesellschafter 0 ____2. Sonstige Verbindlichkeiten 50 75 Erläuterung: Ausschüttungsbuchung: Verbindlichkeiten Gesellschafter an Kasse 25. Weitere Ausschüttung sind aufgrund § 30 GmbHG nicht mehr möglich, da sonst Stammkapital unterschritten würde.  siehe nächste Folie

16 Bilanzierung nach unzulässiger Ausschüttung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 251. Stammkapital 0 2. Langfristige Beteiligungen 252. Kapitalrücklagen 0 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 0 1. Forderungen aLuL 04. Gewinn-/Verlustvortrag 0 2. Kasse 255. Jahresfehlbetrag 0 II. Fremdkapital 1. Verbindlichkeiten Gesellschafter 25 ____2. Sonstige Verbindlichkeiten 50 75 Erläuterung: Verkauf von Grundstücken (Kasse an Grundstücke 25) und Beschluss Kapital an Gesellschafter auszuschütten (Stammkapital an Verbindlichkeiten Gesellschafter 25)

17 Bilanzierung nach unzulässiger Ausschüttung AktivaPassiva I. AnlagevermögenI. Eigenkapital 1. Grundstücke 251. Stammkapital 0 2. Langfristige Beteiligungen 252. Kapitalrücklagen 0 II. Umlaufvermögen3. Gewinnrücklagen 0 1. Forderungen aLuL 04. Gewinn-/Verlustvortrag 0 2. Kasse 05. Jahresfehlbetrag 0 II. Fremdkapital 1. Verbindlichkeiten Gesellschafter 0 ____2. Sonstige Verbindlichkeiten 50 50 Erläuterung: Ausschüttung (Verbindlichkeiten Gesellschafter an Kasse 25)  würde zu unzulässiger Unterbilanz führen!


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