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1414 13.11.2001 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Vorlesung Software Architektur-Modelle Modelle 1 Dr. Harald Störrle Ludwig-Maximilians-Universität.

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1 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Vorlesung Software Architektur-Modelle Modelle 1 Dr. Harald Störrle Ludwig-Maximilians-Universität München Wintersemester 2001

2 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Ziele für heute (& nächstes Mal) ·Analyse-Phase für große Systeme –Vision, Kontext, Geschäftsprozesse –Funktionale und nicht-funktionale Anforderungen –Domänenmodelle ·große Modelle –Organisation –Konsistenzen –Qualitätskriterien für Diagramme ·Vertiefung Notationen –Details, Lücken, und Probleme –Erweiterungen

3 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Organisatorisches Waren Sie letztes Mal unterfordert?! Soll nicht wieder vorkommen. => Feedback ist wichtig! Handouts? WWW-Angebot Interesse an Exkursion? Interesse an J2EE-Gastvortrag? Aufgaben vom letzen Mal

4 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Was für Notationen haben Sie verwendet? –Klassen-, Paket-, Interaktions-, Zustandsdiagramme? Welche Elemente gibt es in Ihrem Modell? Wie sind Sie vorgegangen? Erkenntnisse? Wie umfangreich ist Ihr Modell? Ist es konsistent? Wie detailliert ist ihr Modell? –Können Sie zu implementieren anfangen? –...können Sie eine Aufwandsschätzung abgeben? Aufgabe vom letzten Mal: Domänenmodell einer Bibliothek

5 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Aufgabe vom letzten Mal Beabsichtigte Lerneffekte Function Points, Object Points Standardprobleme beim Modellieren –Unklare Vorgaben eröffnen Interpretationsspielraum. –Nicht-Aufhören-können führt zu uneinheitlichem Detaillierungsgrad. –Es gibt meist keine einheitlichen Sprachregelungen. –Wann ist ein Diagramm „gut“? Was heißt das? –Wann/Wofür setze ich welche Notation ein? –Wie gehe ich von einem Diagramm zu einem anderen über? Diese Fragen beantworten (hoffentlich) Methodiken.

6 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Vergleiche Inhalt & Ziel vom letzten Mal ·Letztes Mal „nackte“ Notation, keine Methodik kaum Semantik ·Heute (und nächstes Mal) Architektur-zentrierte Methodik (informelle) Vertiefung der Semantik (informelle) Konsistenzbedingungen für Modelle...am Bibliotheksbeispiel

7 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Methodik Definition ·Was ist eine Methodik? Ein Ensemble von Methoden (also Notationen und Techniken). Methodology vs. Method: Methodologie ist die Lehre von den Methoden, nicht eine spezielle Methodik (aber: fließender Übergang). ·Was leistet eine Methodik idealerweise? Konkrete Handlungsanleitung beim Modellieren, aber nicht auf der Kochbuch-Ebene. => „Wie schlage ich einen Pfad durch den Dschungel“

8 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Methodik Terminologie Diagramm Eine Instanz eines Diagramm (oder Formular-)typs. Dokument Ein Schema, das eine Reihe von Diagrammen, Formularen und Freitexten enthält. Modell Zusammengehörige Menge von Dokumenten (auch ein- elementige Mengen). Sicht Ausschnitt eines Modells.

9 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Details Nutzfall Methodik Terminologie: Dokument „Nutzfall“ Interaktionen Übersicht Kontext Abläufe

10 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Methodik Terminologie Diagramm Eine Instanz eines Diagramm (oder Formular-)typs. Dokument Ein Schema, das eine Reihe von Diagrammen, Formularen und Freitexten enthält. Modell Zusammengehörige Menge von Dokumenten (auch ein- elementige Mengen). Sicht Ausschnitt eines Modells.

11 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Methodik Terminologie: Modell „Fachkonzept“ Fachkonzept (auch: Analysemodell)

12 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Methodik Terminologie: Sichten des Modells Fachkonzept (auch: Analysemodell) Anforderungen Facharchitektur Domänenmodell Konzept Geschäftsprozesse Systemkontext

13 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Methodik Terminologie: Vorgehen für das Modell Fachkonzept (auch: Analysemodell) Anforderungen Facharchitektur Domänenmodell Konzept Geschäftsprozesse Systemkontext

14 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Methodik Terminologie: System ·System Das ganze zu entwickelnde Ding. Steht in einem Kontext. ·Subsystem Ein statischer Teil davon. Selber wieder ein System, also insbesondere wieder bestehend aus Subsystemen.

15 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Methodik Terminologie: Ebene Ebene 0: Gesamtsystem und Kontext Ebene 4: Systemkomponenten Ebene 3: Technische Subsysteme Ebene 2: Architektonische Subsysteme Ebene 1: Fachliche Subsysteme Fachkonzept (auch: Analysemodell) Anforderungen Facharchitektur Domänenmodell Konzept Geschäftsprozesse Systemkontext

16 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Laufendes Beispiel „Bibliothek“ ·Neue Probleme mit echtem Beispiel Durchgängigkeit Reinheit / Didaktik Freigabe Daher „akademisches“ Beispiel Bibliothek. ·Aber direkt übertragbar ergänzend immer wieder Ausschnitte aus echten Systemen.

17 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel ·Der übliche Bibliotheksbetrieb: kennt jeder benutzt jeder täglich (mehr oder weniger) vergleichsweise einfach und abgrenzbar teilweise automatisierbar, in vielen Fällen aber immer noch weitgehend manuell ·Aber wie gehe ich vor? ·Was sind meine Ansatzpunkte?

18 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Szenario ·Die bisherige Kultur-Stadträtin Juliane Nie-Da wird vom Parteivorsitzenden auf einen wichtigen Bundesposten berufen. Der neue Kultur-Stadtrat steht vor einem Scherbenhaufen. Eines der ärgsten Problemfelder ist die Stadtbibliothek. ·Lustlos verrichten dort Kohorten ergrauter Bibliothekarinnen und Bibliothekare ihren Dienst. Die Leser sind hochgradig unzufrieden mit den Öffnungszeiten und den angebotenen Dienstleistungen. Gleichzeitig sind die Kosten des städtischen Bibliothekswesens enorm. Der Spitzenkandidat der Opposition, Heribert Rotkäppchen, fordert bereits, das Bibliotheksbudget in den sozialen Wohnungsbau oder die Terrorismusbekämpfung umzuleiten. ·Der Bürgermeister Udo Christian, auf seine Wiederwahl erpicht, erwägt, dieser Forderungen der Opposition nachzukommen, wenn die Bibliotheken nicht schlagartig zum Aktivposten der bürgermeisterlichen Bilanz werden. Das ist die Stunde des neuen Stadtrates für Kultur!

19 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Szenario ·Und was geht das uns an? Die Problemlösung liegt in der technischen Unterstützung der Geschäftsprozesse, das erfordert aber ein Bibliotheks-Informationssystem. Aber Vorsicht: Schlechte Geschäftsprozesse werden durch Automatisierung nich besser, nur schneller! Vollautomatisierung wäre tödlich! –Kundenbeziehung –Diebstähle –Mitarbeiterzufriedenheit

20 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Szenario ·Was ist also zu tun? Akquisephase –Bestandsaufnahme –Wie ist der Ist-Zustand? –Konzept –Wie kann die Vision realisiert werden? –Angebot –Was ist zu tun? –Grober Zeitplan –Budget-Vorschlag „die eigentliche Arbeit“ fließender Übergang

21 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Elemente eines Fachkonzepts Konzept Fachkonzept (auch: Analysemodell) Anforderungen Facharchitektur Domänenmodell Konzept Geschäftsprozesse Systemkontext

22 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Realisierungsfahrplan (Zeit, Meilensteine) Konzept Was gehört zu einem Konzept? Architekturstudie (technische & sw. Architektur) Bestandsaufnahme Vision Budgetplan Machbarkeitsstudie

23 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Vision ·Konzept, Machbarkeitsstudie Was soll getan werden, ist es durchführbar, wer kann es umsetzen? ·Kosten/Nutzen-Abwägung Was kostet welcher Leistungsumfang, wo ist das Kosten/Nutzen-Maximum? ·Zeitplan In welchem Zeithorizont soll die Realisierung erfolgen (Basis-Releaseplan) ? ·flankierende Maßnahmen Was ist an Schulungen, Werbung usw. zu planen, wer organisiert das,...? Also, mehr oder weniger, ein Business-Plan.

24 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Vision ·Effizienzsteigerung Die Effizienz muß erhöht werde, um so Personal einsparen zu können und somit die Kosten zu reduzieren. ·Kundenzufriedenheit Gleichzeitig muß die Kundenzufriedenheit drastisch erhöht werden. Mittel dazu könnten sein: erweiterte Öffnungszeiten benutzerfreundlichere Systeme, menschliche Ansprache und Hilfe Mehrwertdienste (Internet-Zugang, Diskussionsforen) Online-Zugriff (Katalog, Benutzerkonto, Newsletter) ·Synergie Die Stadtbibliothek als Verbund muß ihre Synergiepotentiale ausnutzen, um durch bessere Vernetzung das dichte Filialnetz auszudünnen, ohne schlechteren Service zu bieten.

25 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Bestandsaufnahme Ein Besuch in der Stadtbibliothek zeigt schnell die entscheidenden Ansatzpunkte. 1) Das Ausleihsystem bereitet offensichtlich die größten Probleme: es hat nie richtig funktioniert, und ist extrem schlecht zu bedienen, weswegen überforderte Sachbearbeiter teilweise unter der Hand auf Zettelkastenlösungen ausgewichen sind, mit den zu erwartenden Folgen: überzogene Bücher können nicht gemahnt werden und verschwinden aus dem Bestand. 2) Das Katalogsystem ist zur Zeit auf Zettelkastenbasis, zur großen Unzufriedenheit der Leser. 3) Es gibt 3 fachliche Systeme, die nicht integriert sind: für den Leihverkehr, die Bestandspflege, und die Leserverwaltung

26 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Bestandsaufnahme ·Es wird also 4 Subsysteme geben: Katalog Leihverkehr Bestandsführung Leserverwaltung ·Diese Subsysteme sollen teils eng, teils lose integriert werden. ·Sie sollen teils neu erstellt, teils zugekauft, und teils wiederverwendet werden, mit gewissen Anpassungen. Ziel ist es, möglichst billig zufriedenstellende Qualität zu liefern. ·Das wichtigste aber ist, daß die Lösung schnell verfügbar wird.

27 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Bestandsaufnahme Katalogsystem ·bislang:Zettelkasten ·künftig:PC-Anwendung ·Realisierung:Zukaufen - es gibt entsprechende Systeme am Markt. Die Anwendung soll lokal auf PCs laufen, und auf den lokalen Katalog zugreifen, aber auch den Zugriff auf den Verbundkatalog zulassen. Die PCs sollen Netzanschluß haben, um den Lesern zusätzliche Dienste (z.B. Foren, Buchkauf, ) anbieten zu können, und Gebühreneinnahen zu generieren. Es wird vorgeschlagen dies in Kooperation mit einem Free- Mail-Provider zu realisieren.

28 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Bestandsaufnahme Bestandsdatensystem ·bislang:Host-Lösung mit zentralen 3270-Terminals ·künftig:3-tier Client/Server-Lösung ·Realisierung:neues Front-End auf Basis von Web-Technologie Bislang mußten alle neuen Bücher zentral erfaßt werden. Dadurch war der Beschaffungsprozeß langwierig und teuer. Künftig soll jede Filiale eigene Beschaffungen durchführen können, um auf die Wünsche der Kunden unmittelbar eingehen zu können, bzw. um inhaltliche Schwerpunkte bilden zu können. Dies ist nicht zuletzt ein Mittel der Mitarbeitermotivation. Das Kernsystem soll aus Kosten- und Zeitgründen allerdings erhalten bleiben. Da 3270-Terminals große konzeptuelle Ähnlichkeiten zu Web- Clients aufweisen, ist der Aufwand dieser Lösung gering.

29 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Bestandsaufnahme Ausleihsystem ·bislang:Stand-alone Desktop-Lösung ·künftig:vernetzte Desktop-Lösung ·Realisierung:komplett neu herstellen Beim Ausleihsystem ist nichts mehr zu retten, es muß umweltschonend entsorgt werden.

30 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Bestandsaufnahme Leserverwaltung ·bislang:dezentrale PC-Anwendung ·künftig:dito, aber vernetzt & integriert mit den anderen Systemen ·Realisierung:Überarbeitung/Wiederverwendung, Migration Die Leserverwaltung funktioniert einigermaßen zufriedenstellend, und soll weiterverwendet werden. Allerdings ist sie eng verknüpft mit dem Ausleihsystem, daher müssen die Schnittstellen angepaßt werden. Außerdem sollen einige zusätzliche Funktionalitäten eingefügt werden. Aus technischen Gründen wird es auch notwendig, eine neue Datenbank zu verwenden - die alte wird vom Hersteller nicht mehr unterstützt. Daher müssen die wertvollen Daten migriert werden.

31 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: technische Arch. (Ist) Katalog (Zettelkasten) Leihverkehr, Leserverwaltung (Sachbearbeiter-PC) Bestandsverwaltung (IBM S/390) Filiale Zentrale Bestandsführungs-GUI (3270) Bestandsführungs-GUI (3270) Bestellung

32 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Zentrale Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Sw. Architektur (Ist) Sachbearbeiter-PC IBM S/390 Filiale Leihverkehr Leserverwaltung DB/2 Bestands- führung Bestandsführungs-GUI

33 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: technische Arch. (Soll) Katalog (Leser-PC= alte Sb.-PCs) Leihverkehr, Leserverwaltung (Sachbearbeiter-PC) Bestandsverwaltung (IBM S/390) Filiale Zentrale Andere Filialen Internet VPN (TCP/IP) VPN (TCP/IP) Sicherheit: Trennung der Netze VPNs Katalog muß zyklisch aktualisiert werden Perforance: alte Sachbearbeiter-PCs für Leser neue Sachbearbeiter-PCs beschaffen

34 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Zentrale Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Sw. Architektur (Soll) Sachbearbeiter-PC IBM S/390 Filiale Leihverkehr Leserverwaltung Bestands- führungs GUI DB/2 Bestands- führung DB/2 GUI Logik DB/2 GUI Logik Andere Filialen

35 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel...was kommt da alles auf uns zu? Beschaffung –Evaluierung von Kandidaten Wiederverwendung –Reengineering –Architecture Recovery –Redocumentation –Migration Weiterentwicklung Wartung Neuentwicklung Verhandlung Organisation Koordination Administration

36 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Gütekriterien für ein Konzept ·Mehr oder eniger informelles Dokument, also nur teilweise formale Qualitätskriterien. ·Oft gibt es Firmen-spezifische Richtlinien. ·Solche Konzepte werden in der Regel federführend von Vorständen (bzw. deren Stäben) erstellt, Architekten sind „nur“ Zulieferer. ·Siehe einschlägig Literatur zur Erstellung von Businessplänen (z.B. den Münchener Business-Plan Wettbewerb,

37 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Elemente eines Fachkonzepts Systemkontext Fachkonzept (auch: Analysemodell) Anforderungen Facharchitektur Domänenmodell Geschäftsprozesse Systemkontext Konzept

38 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Kontext Bestandsverwaltung Katalogsystem Leihverkehr Leseverwaltung AusleiherBibliothekar Bücherei Was ist schlecht? Überschneidungen Akteure Anordnung vollständig? Namen „Leser“ statt „Ausleiher“ Bücherei Bücherei vs. Bibliothek

39 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: Kontext Bestandsverwaltung Katalogsystem Leihverkehr Leseverwaltung LeserBibliothekar Unterstützungssysteme Was ist mit Systemen wie Drucker und Scanner? Bibliothek

40 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Notation „Kontextdiagramme“ ·Ursprung ·UML-Bezug ·Elemente ·Verbreitung ·Zweck ·Vorteil ·Nachteil ·Verwendung ·Medien ·Tools Strukturierte Methoden (SADT) Vereinfachung von Nutzfalldiagrammen Aktor, Einheit, (verallgemeinerte) Assoziation, Generalisierung informell: groß; formell: gering Definition des Systemkontextes (Aktoren, Nachbarsysteme) sehr intuitiv, sehr einfach zu verstehen sehr beschränkte Aussagekraft, erscheint Vielen als trivial Grobentwurf Folien, Tafel, Skizzenblöcke Malwerkzeuge

41 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Gütekriterien „Kontextdiagramme“ ·Richtige Namen, konsistente & korrekte Terminologie ·Akteure thematisch angeordnet, z.B. Kunden links, Mitarbeiter rechts, Umsysteme unten (oder eingereiht) ·Alle Systeme beschriftet ·Generalisierung von links oben nach rechts unten ·einfach, übersichtlich, schön ·weitere?

42 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Exkurs: Glossar Aufbau ·Ist von Anfang an zu führen, zu pflegen und zu verwenden! ·In Excel, Word o.ä. -> Sortierung der Einträge ·Sollte zentral gepflegt werden z.B. über einheitlich 4-Augen-Prinzip (QS) verfügbar im Intranet (-> Knowledge Management) BegriffSynonymeErklärung(en)Status Leser-Störrle Verantw. ok Natürliche Person, die mit Namen, Geburtsdatum und Adresse im Leser- verwaltungssystem erfaßt ist.

43 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Exkurs: Glossar Zweck ·Standardisiert die Sprache -> technische Prosa darf nicht nur „langweilig“ sein, sie muß es! ·Erhöht Konsistenz ·Hilft Mißverständnisse vermeiden ·und bitte: kein Denglisch! ·Man darf in dieser Hinsicht ruhig etwas „verklemmt“ sein (engl.: anal retentive)...

44 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Exkurs: Glossar...über die Macht des Wortes

45 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Elemente eines Fachkonzeptes Geschäftsprozesse Fachkonzept (auch: Analysemodell) Anforderungen Facharchitektur Domänenmodell Geschäftsprozesse Systemkontext Konzept

46 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle GePro-Tabelle Geschäftsprozeß Was gehört zu einem Geschäftsprozeß? GePro-Diagramme (Details) GePro-Diagramm (Übersicht) Kontext-Diagramm Zustands-/ Aktivitäts- Diagramme

47 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: GP-Übersicht E 0 Fehler: Layout Fehler? Auslassungen? versch. Sprachregelungen versch. Abstraktionsebenen Systemgrenze Begrifflichkeit (Ausleiher)

48 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: GP-Übersicht E 0 Besser: Vollständig: Kassation übersichtlicher Kamm-Notation Knickpunkte Spracheregelung Abstraktionsebene Fehler: Reihenfolge Systemgrenze Glossar?

49 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: GP-Übersicht E 0 Besser: Reihenfolge nach Fachlichkeit Fehler: Systemgrenze Subsysteme

50 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Fachkonzept: GP-Übersicht E 0 Besser: Gruppierung nach Fachlichkeit Fehler: Systemgrenze Subsysteme

51 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Struktur E 0-2, GP-Übersicht E 0 -E 2 Besser: Systemgrenze Subsysteme Fehler: wieder unübersichtlich geworden

52 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Bibliotheksbeispiel Struktur E 0-2, GP-Übersicht E 0 -E 2 Besser: übersichtlich inverse GePros horizontal zugeordnet Jetzt erst kann man inhaltlich anfangen: Was ist mit Verlängerung? Sollte Mahnung nicht bei Leserverwaltung sein?

53 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Gütekriterien Geschäftsprozeß-Diagramm (einfach) ·Richtige Namen, konsistente & korrekte Terminologie ·GePros und Akteure thematisch angeordnet, ggf. (teilweise) sequentiell sortiert, sowie inverse, symmetrische oder duale Gepros horizontal zugeordnet ·Generalisierung von unten nach oben ·Kanten zusammenfassen ·Alle Systeme beschriftet ·weitere?

54 Modelle 1 VL Software Architektur-Modelle  Dr. Harald Störrle Aufgabe zum nächsten Mal ·Untersuchen Sie mein Bibliotheksmodell auf Inkonsistenzen. ·Wird ab morgen abend als ppt oder pdf im WWW-verfügbar sein.


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