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Caroline Gnirß Stefanie Alexander WS 2007/2008 Zoologisches Seminar - Evolution des Fluges - Flughörnchen.

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1 Caroline Gnirß Stefanie Alexander WS 2007/2008 Zoologisches Seminar - Evolution des Fluges - Flughörnchen

2 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Gliederung Systematik Systematik Merkmale Merkmale Ökologie und Lebensweise Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und der Mensch Flughörnchen und der Mensch Quellen Quellen Flughörnchen – Nager im Gleitflug

3 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Systematische Einordnung: Klasse: Mammalia (S ä ugetiere) Ü berordnung: Euarchontogilires Ordnung: Rodentia (Nagetiere) Unterordnung: Sciuromorpha (H ö rnchenverwandte) Familie: Sciuridae (H ö rnchen) Unterfamilie: Sciurinae (Baum- und Gleith ö rnchen) Tribus: Pteromyini (Gleith ö rnchen) Was ist ein Flughörnchen? Flughörnchen – Nager im Gleitflug Systematik

4 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Aufgrund ihrer Gleitmembranen wurden die Gleithörnchen in älteren Systematiken in einer eigenen Unterfamilie den „Erd- und Baumhörnchen“ gegenübergestellt. Diese Einteilung spiegelt jedoch nicht die tatsächlichen Abstammungsverhältnisse wider, da die Erd- und Baumhörnchen eine paraphyletische Gruppe bilden, das heißt sie umfassen nicht alle Nachkommen eines gemeinsamen Vorfahren. Durch genetische Studien (Steppan, Storz und Hoffmann, 2003) kam man zum Schluss, dass Gleithörnchen und Baumhörnchen eine gemeinsame Klade bilden; hierin sind die Gleithörnchen die Schwestergruppe der Baumhörnchen. Man findet bei neugeborenen Baumhörnchen (z.B. bei Eichhörnchen) kleine, rudimentäre flughautähnliche Hautfalten die später wieder verschwinden!  konnte der gemeinsame Vorfahre bereits Gleiten? Systematik Flughörnchen – Nager im Gleitflug Systematik

5 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Interne Systematik Die folgenden rezenten Gattungen werden unterschieden:  Riesengleithörnchen (Petaurista)  Namdapha-Gleithörnchen (Biswamoyopterus)  Schwarze Gleithörnchen (Aeromys)  Felsgleithörnchen (Eupetaurus)  Echte Gleithörnchen (Pteromys)  Neuweltliche Gleithörnchen (Glaucomys)  Kaschmir-Gleithörnchen (Eoglaucomys)  Pfeilschwanz-Gleithörnchen (Hylopetes)  Zwerggleithörnchen (Petinomys)  Furchenzahn-Gleithörnchen (Aeretes)  Komplexzahn-Gleithörnchen (Trogopterus)  Haarfuß-Gleithörnchen (Belomys)  Rauchgraues Gleithörnchen (Pteromyscus)  Kleinstgleithörnchen (Petaurillus)  Horsfield-Gleithörnchen (Iomys) Flughörnchen – Nager im Gleitflug Systematik Systematik

6 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Sein Körper ist cm lang, dazu kommen cm Schwanz Es wiegt g, ist also kleiner und zarter als ein Eichhörnchen runder Kopf mit kurzen Ohren große, an das nachtaktive Leben angepasste, dunkle Augen Rückenfell in Grau- und Brauntönen (im Winter silbrig), an der Unterseite weiß Buschiger, langer Schwanz 4 Zehen an den Vorderbeinen, 5 an den Hinterbeinen mit kräftigen Krallen zum sicheren Klettern und Landen dicht behaarte Flughaut von der Handwurzel bis zum Fußgelenk Flughörnchen – Nager im Gleitflug Merkmale Merkmale

7 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch kleinstes Gleithörnchen: Malaiisches Zwerggleithörnchen (Petaurillus kinlochii) Kopfrumpflänge: < 9 cm, Gewicht: < 50 g größtes Gleithörnchen: Taguan (Petaurista petaurista) in Südostasien Kopfrumpflänge : ca. 60 cm, Gewicht: bis zu 2,5 kg Flughörnchen – Nager im Gleitflug Merkmale Merkmale

8 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Lebensweise Flughörnchen – Nager im Gleitflug Waldbewohner  niemals in offenen Landschaften anzutreffen, da sie Bäume für Gleitflug brauchen dämmerungs- und nachtaktiv geschickte, schnelle Kletterer, am Boden wegen Gleithaut eher ungeschickt sehr verspielt: wenn sie nicht gerade der Nahrungssuche nachgehen, segeln sie von Baum zu Baum und jagen sich gegenseitig Nahrung: Nüsse und Samen, Früchte, Knospen, Blätter, Blüten, Vogeleier, Insekten, Schnecken, Pilze Ist im Winter (Gleithörnchen halten keinen Winterschlaf) die Nahrung knapp, nehmen sie auch mit Nadeln und Rinde vorlieb Lebensdauer: bei manchen Arten bis zu 13 Jahren, jedoch meist kürzer (4 -6) Ökologie und Lebensweise

9 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch komplexere Gesellschaftsstruktur als man dachte, muss noch weiter erforscht werden leben in hochwüchsigen, geschlossenen Wäldern Männchen und Weibchen treffen nur zur Paarungszeit (März bis Mai, September) aufeinander außerhalb der Fortpflanzungszeit leben auf einem Baum mehrere erwachsene Tiere eines Geschlechts zusammen im Winterhalbjahr wohnen sie paarweise in Baumhöhlen zusammen Reviere: Weibchen  4 – 9 ha Männchen  bis zu 60 ha Flughörnchen – Nager im Gleitflug Lebensweise Ökologie und Lebensweise

10 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Nest in Baumhöhlen oder Geäst, mit Flechten und Moos ausgepolstert Nistkästen, verlassene Eichhörnchenkobel oder Spechthöhlen Flughörnchen – Nager im Gleitflug Lebensweise Ökologie und Lebensweise

11 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Schlafen Aufzucht der Jungen Nahrungsvorräte Flughörnchen – Nager im Gleitflug Lebensweise Ökologie und Lebensweise

12 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Fortpflanzung Flughörnchen – Nager im Gleitflug Die Männchen hüllen während der Paarung die Weibchen mit ihrer Gleithaut wie in einer Decke ein Die Augen öffnen sich erst nach vier Wochen, zu diesem Zeitpunkt ist auch das Haarkleid entwickelt Bereits zwei Wochen später verlassen die Jungen erstmals das Nest Sie bleiben oft noch einige Monate bei der Mutter, manchmal auch den Winter hindurch Die Weibchen bringen nach einer Tragzeit von 4- 6 Wochen einmal im Jahr (Frühling) 2-4 Junge zur Welt Das Weibchen kümmert sich allein um die Aufzucht Die etwa 5 g leichten Jungtiere sind blind, taub und nackt (Flughaut bereits erkennbar) Ökologie und Lebensweise

13 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Baummarder (Martes martes) Zobel (Martes zibellina) Luchse Wiesel Hermeline (Mustela erminea) Greifvögel Eulen (Strix sp., Bubo sp., Asio spp., Otus spp.)  Maskeneule in Südostasien auf Gleithörnchen spezialisiert Wildkatzen (Felis silvestris) Waschbären (Procyon lotor) Schlangen (Elaphe spp., Crotalus spp., Sistrurus spp.) Flughörnchen – Nager im Gleitflug Feinde Ökologie und Lebensweise

14 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Verbreitung Flughörnchen – Nager im Gleitflug Hauptverbreitungsgebiet: Ost- und Südostasien (vor allem indonesische Inselwelt) Nordamerika Europa (Polen, Finnland, Russland…) Nordasien Ökologie und Lebensweise

15 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Die bekanntesten Vertreter Vertreter Flughörnchen – Nager im Gleitflug WichtigeVertreter

16 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Assapan oder Südliches Gleithörnchen (Glaucomys volans) Größe: Kopf-Rumpflänge cm, Schwanzlänge 9-18 cm Gewicht: 46 bis 85 Gramm Fell: oberseits grau oder hellbraun und unterseits weißlich Gleitflug: 10 bis 50 m Flughörnchen – Nager im Gleitflug Vertreter WichtigeVertreter

17 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Verbreitunsgebiet: südöstl. Kanada, östliche USA, Mexico, Guatemala, EL Salvator, Honduras Vorkommen: in allen Waldformen vom borealen Nadelwald bis zum tropischen Regenwald Flughörnchen – Nager im Gleitflug Vertreter WichtigeVertreter

18 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Nördliches Gleithörnchen (Glaucomys sabrinus) Verbreitungsgebiet: Alaska, Kanada, nördl. und westl. USA Größe: Körperlänge ~ 25 cm, Schwanzlänge cm Gewicht: 80 bis 110 g Fell: dorsal eine braune Grundfärbung, Flanken sind überwiegend gräulich, ventral weiß Flughörnchen – Nager im Gleitflug Vertreter WichtigeVertreter

19 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Europäisches oder Gewöhnliches Gleithörnchen (Pteromys volans) Größe: Kopf-Rumpf-Länge cm, Schwanzlänge 9-14 cm Gewicht: 90 bis 170 Gramm Fell: Oberseite gelbgrau, an der Unterseite weiß Gleitflug: bis zu 80 m weite Strecken Vorkommen: Mischwäldern mit Birken, Erlen und verschiedenen Nadelgehölzen Verbreitungsgebiet: hauptsächlich Asien; in Europa noch in Finnland, Estland, Weißrussland und im Norden Russlands anzutreffen Flughörnchen – Nager im Gleitflug Vertreter WichtigeVertreter

20 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Flughörnchen – Nager im Gleitflug Vertreter WichtigeVertreter Taguan oder Riesengleithörnchen (Petaurista petaurista) Größe: Kopfrumpflänge von fast 60 cm, hinzu kommt noch ein 65 cm langer Schwanz Gleitflug: Strecken von 60 bis zu 450 m von den Ureinwohnern Taiwans in hohem Maße gejagt und als Nahrungsquelle geschätzt Verbreitungsgebiete: Himalaya, Yunnan, Festland Südostasiens, Sumatra, Java, Borneo

21 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Der Schwanz ist immer lang, breit und buschig und dient als Steuer Fluganatomie Flughörnchen – Nager im Gleitflug Die behaarte Gleithaut wird an der Handwurzel von einem sichelförmigen Knorpel gespannt und reicht seitlich am Körper bis zum Fußgelenk des Hinterbeins Flug

22 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Flughörnchen – Nager im Gleitflug Fluganatomie Flug

23 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Flughörnchen – Nager im Gleitflug Flughaut = Patagium  flächige Hautfalte zwischen den Gliedmaßen von Wirbeltieren, die ausgespannt zu aktivem Flug oder Gleiten befähigt Propatagium  zwischen Hals und Vorderextremität Plagiopatagium  entlang der Körperseite, zwischen Vorder- und Hinterextremität Uropatagium  zwischen Schwanz und Hinterextremität Fluganatomie Flug

24 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Flughörnchen – Nager im Gleitflug Fluganatomie Flug

25 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Wirkt das Gleithörnchen mit angelegter Flughaut ziemlich rundlich, so wird es beim Absprung so zu sagen zu einem „fliegenden Teppich“ Flughörnchen – Nager im Gleitflug „Wie ein fliegender Teppich“ 80 m Gleithörnchen können mit Hilfe des Gleitfluges Strecken von bis zu 80 m zurücklegen (Bei Riesengleithörnchen wurden sogar schon 450 m gemessen) Das Gleithörnchen kann bis zu dreimal so weit horizontal gleiten, wie es an Höhe verliert Flug

26 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch 1.möglichst große Fläche  um das eigene Gewicht in der Luft zu halten und gleiten zu können  Fläche, die in schrägem Winkel in einen Luftstrom gerät erzeugt Auftrieb  weil die schnell strömende Luft, die oberhalb durch wirbelnde Luftbewegungen entsteht, einen Unterdruck erzeugt, kommt unterhalb des Flügels ein Aufwärtstrieb zustande 2.gute Muskelkontrolle über die Gleitfläche  Flächen müssen leicht beweglich sein und schnelle Bewegungen für das Manövrieren ermöglichen  müssen sie im Gleitflug starr ausgestreckt werden können. 3.leistungsfähige Sinnesorgane  vor allem ein sehr gutes Sehvermögen um Geschwindigkeiten und Entfernungen während des Fluges gut einschätzen zu können Flughörnchen – Nager im Gleitflug „Gleiten und Segeln: Nur Fliegen ist schöner“ Voraussetzungen Flug

27 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Flughörnchen – Nager im Gleitflug Alle Voraussetzungen sind erfüllt! 1.Große Fläche durch Flughaut 3. Gutes Sehen dank großer Augen 2.verschiedene Muskelgruppen machen Flughaut gut beweglich, sehr elastisch (Muskelgruppe für Spannen, Richtungsänderung und Fixierung während Fortbewegung am Boden) „Gleiten und Segeln: Nur Fliegen ist schöner“ Flug

28 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Phasen des Gleitfluges Absprung Beim kletternden oder sitzenden Gleithörnchen sieht man die Flughaut kaum, sie liegt entspannt den Flanken an Will es jedoch einen Baum erreichen, der außerhalb seiner üblichen Sprungweite liegt, so klettert es an eine höher gelegene Stelle und wirft sich mit einem kräftigen Satz, die Vorderbeine voraus, in die Luft, wobei es Vorder- und Hinterbeine weit von sich streckt Dadurch breitet es seine Flughaut aus und segelt zielsicher durch die Luft zum angepeilten Baum Dort angekommen, klettert es sofort wieder am Stamm empor und verschwindet im Geäst. Flughörnchen – Nager im Gleitflug Flug

29 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Durch geschickte Positionsverlagerungen der Gliedmaßen können Form und Neigungswinkel der Flughaut genauestens verändert und damit ein sehr kontrollierter Gleitflug erreicht werden und schnelle Manöver ausgeführt werden Mit Hilfe ihres Schwanzes wird die Richtung geändert Das Gleithörnchen kann somit Kurven fliegen, Hindernissen ausweichen… Flughörnchen – Nager im Gleitflug Phasen des Gleitfluges Gleiten Flug

30 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Vor der Landung drehen Gleithörnchen ihre Körperachse, so dass sie senkrecht zum Boden stehen und mit Hilfe der weit gespreizten Gleithaut abbremsen Mit weit gekrümmtem Körper (Körper und Schwanz abgeflacht, Kopf nach hinten) und abstehendem Schwanz (parallel zum Boden) landen die Gleithörnchen mit allen Vieren auf der Unterlage, die ihr Ziel ist Flughörnchen – Nager im Gleitflug Phasen des Gleitfluges Landung Flug

31 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Flughörnchen – Nager im Gleitflug Phasen des Gleitfluges Flug

32 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Problem: von den meisten fossilen Arten sind nur die Zähne bekannt Die älteste der heute lebenden Gattungen scheint Hylopetes zu sein, die seit dem Miozän (5,3-23 Millionen Jahre) in Asien nachgewiesen ist Die Gattung der Echten Gleithörnchen ist fossil seit dem Pliozän (1,8- 5,3 Millionen Jahre) bekannt 1996 wurde im 26 Millionen Jahre alten Ölschiefer bei Enspel ein gut erhaltenes Flughörnchen aus der Familie der Eomyiden gefunden, die vierzig Millionen Jahre lang zahlreich die Erde bevölkerten (seit dem Eozän), bevor sie vor etwa zwei Millionen Jahren ausstarben. Bis vor wenigen Jahren galten sie als die ältesten nachgewiesenen Flughörnchen bis 2006! Fossilgeschichte Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolution

33 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Säugetiere vor Vögeln in der Luft? Eine vor rund 51 Millionen lebende Fledermaus galt bisher als ältestes fliegendes Säugetier. Der Urvogel Gansus yumenensis lebte schon vor 105 bis 115 Millionen Jahren. In Daohugou (Mongolei) wurde ein fossiles Ur- Flughörnchen gefunden. Das auf den Namen Volaticotherium antiquus (=„antikes Flugtier“) getaufte Säugetier wird auf mindestens 125 Millionen Jahre datiert. Flughörnchen – Nager im Gleitflug Fossilgeschichte Evolution

34 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Volaticotherium antiquus hatte außerdem scharfe Zähne. Vermutlich ernährte es sich von Insekten. Im Flug konnte es seine Beute jedoch nicht fangen, dass es nicht so wendig war wie Fledermäuse. Der Gleitflieger aus dem Mesozoikum war perfekt für den Flug von Baum zu Baum ausgestattet. Wie heutige Flughörnchen hatte das Tier lange, schmale Gliedmaßen und eine Flughaut, mit der es horizontal durch die Luft segeln konnte. Sein langer, kräftiger Schwanz diente während des Fluges als Steuer. Flughörnchen – Nager im Gleitflug Fossilgeschichte Evolution

35 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Leben in der Kreidezeit ( ,5 Ma) die meisten modernen B ä ume entstehen (wie Ahorn, Eiche, Walnuss, die nun eine harte Konkurrenz zu den Nadelb ä umen geworden sind) Dinosaurier dominieren anfangs noch die Erde Mit der Entstehung des Tethysmeeres zu Beginn des Mesozoikums wurde das Klima bald feuchter. Das Klima wurde insgesamt tropisch und ähnelte sich weltweit sehr stark. Erschließung des Luftraumes als ökologische Nische! Flughörnchen – Nager im Gleitflug Fossilgeschichte Evolution

36 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Der Gleitflug hat sich bei S ä ugetieren gleich mehrfach entwickelt.... Gleith ö rnchen Dornschwanzh ö rnchen Gleitbeutler Zwerggleitbeutler Riesengleitbeutler Riesengleiter Evolution Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolution

37 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch... unabh ä ngig voneinander durch eine konvergente Evolution! Unter Konvergenz versteht man die Entwicklung von ähnlichen Merkmalen bei miteinander nicht verwandten Arten, die im Lauf der Evolution durch Anpassung an eine ähnliche Funktion und ähnliche Umweltbedingungen ausgebildet wurden. Konvergente Evolution Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolution

38 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Die kleinen Unterschiede... Dornschwanzh ö rnchen (Anomaluridae)  Ordnung: Rodentia Während bei den Gleithörnchen ein sichelförmiger Knochen an der Handwurzel die Gleithaut spannt, haben Dornschwanzhörnchen eine verbreiterte Elle, auf der ein knorpeliger Stab sitzt, der diese Funktion übernimmt. Evolutionäre Unterschiede Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolution

39 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Gleitbeutler (Petauridae)  Ordnung: Diprotodontia Die Gleitmembranen reichen von den Handgelenken bis zu den Knöcheln und werden durch Ausstrecken der Gliedmaßen entfaltet. Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolutionäre Unterschiede Evolution

40 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Zwerggleitbeutler (Acrobatidae)  Ordnung: Diprotodontia Zwischen den Gliedmaßen erstreckt sich eine eher schmale Gleitmembran, die an den Rändern mit fransenartigen Haaren versehen ist. Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolutionäre Unterschiede Evolution

41 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Riesengleitbeutler  Ordnung: Diprotodontia Die Flughäute erstrecken sich von den Ellbogen bis zu den Knien, während des Gleitfluges winkelt der Riesengleitbeutler die Arme an den Ellbogen ab und legt die Hände unter der Brust zusammen. Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolutionäre Unterschiede Evolution

42 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Riesengleiter  Ordnung: Dermoptera Die Flughaut besteht aus einer Hautmembran, die zwischen Hals- und Vordergliedmaßen, Vorder- und Hintergliedmaßen und Schwanz und Hintergliedmaßen gespannt ist. Die Gliedmaßen und der Schwanz werden vollständig in die Flughaut einbezogen. Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolutionäre Unterschiede Evolution

43 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Fragen: 1) Warum hat sich ü berhaupt ein Gleitflug entwickelt? 2) Wie ist der Gleitflug entstanden? Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolution Evolution

44 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch 4 Hypothesen ü ber die Artentstehung von Flugh ö rnchen 1. Reduzierung des Energieaufwandes bei der Futtersuche 2. Erschlie ß ung gr öß erer Jagdgebiete in k ü rzerer Zeit 3. Gleiten als Fluchtmechanismus 4. Entstehung der Flugmembran zur kontrollierten Landung und zum Abfedern des Aufpralls bei weiten Spr ü ngen  keine der Hypothesen schlie ß t sich gegenseitig aus Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolution Evolution

45 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Meist vertretene Hypothese: Gleiten als Fluchtmechanismus! Tiere die nicht schnell genug fliehen konnten wurden gefressen Vorteil derjeniger mit mehr Haut zwischen den Vorder- und Hinterextremit ä ten (bessere Chancen sich zu reproduzieren) nat ü rlicher Mutationsprozess: je schneller und wendiger die Beute, um so besser mussten auch die J ä ger werden, usw... Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolution Evolution

46 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Doch wie kam es zur Entstehung einer Gleitmembran? Sprungmechanismus von Baumh ö rnchen: Bei weiten Spr ü ngen strecken sie die Arme und Beine weit aus und steuern den Sprung geschickt mit dem Schwanz. Erst bei der Landung werden die Beine wieder angezogen. Eichh ö rnchen (Sciurus vulgaris) Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolution Evolution

47 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolution Evolution Im Vergleich zu anderen S ä ugetieren: Lemur im Sprung Beine werden kurz nach dem Absprung wieder angezogen, zum K ö rperschwerpunkt. Ausbildung einer Gleithaut ist nicht m ö glich!

48 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch mit dem allm ä hlichen Entstehen der Gleithaut konnten die Oberfl ä chen fallschirmartig vergr öß ert und somit die Spr ü nge mehr und mehr verl ä ngert werden aus reinem Springen wurde ein Sprung- Segeln rasche und wirkungsvolle Flucht vor Feinden! Flughörnchen – Nager im Gleitflug Evolution Evolution

49 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch  Ihr Lebensraum wird durch den Menschen immer mehr eingeengt  Planmäßiges Durchforsten zerstört Lebensraum alte Bäume, nur noch Nutzholzplantagen  Vor allem in Russland werden Gleithörnchen wegen ihres Fells gejagt, das unter Namen wie "Molenda" oder "Fliegender Hund" in den Handel kommt  das Fell wird gefärbt und als Pelzbesatz verwendet Das Gleithörnchen und der Mensch Flughörnchen – Nager im Gleitflug Beispiel : Europäisches oder Gewöhnliches Gleithörnchen Pteromys volans  Gab es früher auch in Deutschland  Bestand global gesehen nicht gefährdet wegen großem Verbreitungsgebiet  Regional jedoch bedroht: in Finnland und Estland auf roter Liste  in Estland das Symboltier des Naturschutzfonds  Nach neusten Zählungen gibt es in Finnland ca weibliche Tiere  Der Bestand ist in den letzten 20 Jahren dramatisch gesunken.  Von den Gleithörnchen der Europäischen Union leben weit über 90 % in Finnland. In Lettland gilt das Gleithörnchen als ausgestorben. Flughörnchen und Mensch

50 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Bd 11. Säugetiere 2. Zürich 1969 Hildebrand, Goslow: Vergleichende und funktionelle Anatomie der Wirbeltiere Heidelberg, 2004 Paskins, Bowyer, Megill, Scheibe: Take-off and landing forces and the evolution of controlled gliding in northern flying squirrels Glaucomys sabrinus The Journal of Experimental Biology 210, Thorington, Darrow: Anatomy of the Squirrel Wrist: Bones, Ligaments and Muscles Journal of morphology 246:85– Internetquellen: Quellen Flughörnchen – Nager im Gleitflug

51 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch Titelbild: University of New Hampshire Sciurinae.html Becker: Handbuch der Säugetiere Europas Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Bd 11. Säugetiere 2, Zürich 1969 Paskins, Bowyer, Megill, Scheibe: Take-off and landing forces and the evolution of controlled gliding in northern flying squirrels Glaucomys sabrinus The Journal of Experimental Biology 210, , 2007 Bildquellen Flughörnchen – Nager im Gleitflug

52 Systematik SystematikMerkmale Ökologie und Lebensweise Wichtige Vertreter Flug Flug Evolution Evolution Flughörnchen und Mensch Flughörnchen und Mensch 52 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!


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