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Europa im Zeitalter der Revolutionen: einzelstaatliche Besonderheiten und transnationale Zusammenhänge Vorlesung im Sommersemester 2007 von Norbert Franz.

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Präsentation zum Thema: "Europa im Zeitalter der Revolutionen: einzelstaatliche Besonderheiten und transnationale Zusammenhänge Vorlesung im Sommersemester 2007 von Norbert Franz."—  Präsentation transkript:

1 Europa im Zeitalter der Revolutionen: einzelstaatliche Besonderheiten und transnationale Zusammenhänge Vorlesung im Sommersemester 2007 von Norbert Franz Universität Luxemburg Geschichte der frühen Neuzeit Raum BC 208

2 2 Anschluss an die erste Vorlesungsstunde Gegenstand der ersten Vorlesungsstunde waren drei wichtige Elemente der Grundstruktur der europäischen Gesellschaften, die langfristig zur Herausbildung der politischen, ökonomischen und kulturellen Dynamik Europas im Zeitalter der Revolutionen beitrugen. 1. Die politisch-ökonomische Grundstruktur der ländlichen Gesellschaft Die Agrarrevolution des frühen Mittelalters schuf die materielle Grundlage für Bevölkerungsvermehrung und Landesausbau des Mittelalters. Die Agrarrevolution des frühen Mittelalters schuf die materielle Grundlage für Bevölkerungsvermehrung und Landesausbau des Mittelalters. Die Grundherrschaft bildete hierzu die komplementäre Form der Agrarverfassung, mit wesentlichen Bezügen zur Militärverfassung, die über Jahrhunderte von der Dominanz schwer bewaffneter Kavallerie (Ritter) gekennzeichnet war. Die Grundherrschaft bildete hierzu die komplementäre Form der Agrarverfassung, mit wesentlichen Bezügen zur Militärverfassung, die über Jahrhunderte von der Dominanz schwer bewaffneter Kavallerie (Ritter) gekennzeichnet war. In den Zusammenhängen der Grundherrschaft entwickelten sich auch jene Formen kommunaler Selbstverwaltung, die für die Verfassungsgeschichte vieler Regionen Europas typisch waren. In den Zusammenhängen der Grundherrschaft entwickelten sich auch jene Formen kommunaler Selbstverwaltung, die für die Verfassungsgeschichte vieler Regionen Europas typisch waren.

3 3 2. Die römisch-katholische Prägung des europäischen Westens Für den Westen des Subkontinents ist darüber hinaus die langfristig wirksame Prägung durch Papstkirche und religiöse Orden als hoch organisierte Gemeinschaften von besonderem Gewicht. Für den Westen des Subkontinents ist darüber hinaus die langfristig wirksame Prägung durch Papstkirche und religiöse Orden als hoch organisierte Gemeinschaften von besonderem Gewicht. Das gesamte geistige Leben der mittelalterlichen Hoch- und Alltagskultur, aber auch der Staatsverwaltungen der Machtsysteme des Mittelalters, waren in höchsten Grade kirchlich geprägt. Das gesamte geistige Leben der mittelalterlichen Hoch- und Alltagskultur, aber auch der Staatsverwaltungen der Machtsysteme des Mittelalters, waren in höchsten Grade kirchlich geprägt. In Deutschland und in Italien existierten sogar geistliche Fürstentümer, angefangen bei dem Kirchenstaat selbst, bis hin zu den geistlichen Kurfürstümern und sonstigen kirchlichen Herrschaften in Deutschland. In Deutschland und in Italien existierten sogar geistliche Fürstentümer, angefangen bei dem Kirchenstaat selbst, bis hin zu den geistlichen Kurfürstümern und sonstigen kirchlichen Herrschaften in Deutschland. Wir werden im weiteren Verlauf der Vorlesung sehen, dass ein Großteil der Geschichte Europas nur in der Auseinandersetzung mit dem universellen Anspruch der Papstkirche und ihrer wirkungsvollen monastischen Akteure zu verstehen ist. Wir werden im weiteren Verlauf der Vorlesung sehen, dass ein Großteil der Geschichte Europas nur in der Auseinandersetzung mit dem universellen Anspruch der Papstkirche und ihrer wirkungsvollen monastischen Akteure zu verstehen ist.

4 4 3. Die Stärkung der Staatsgewalt nach innen und außen Die Entwicklungsdynamik der europäischen Gesellschaften in den drei Jahrhunderten der Frühen Neuzeit (ca bis 1800) führte zu einer Verdichtung und Stärkung der Staatsmacht nach innen und außen. Die Entwicklungsdynamik der europäischen Gesellschaften in den drei Jahrhunderten der Frühen Neuzeit (ca bis 1800) führte zu einer Verdichtung und Stärkung der Staatsmacht nach innen und außen. Nach innen entwickelten sich zum einen Vorformen des Rechts- und Verwaltungsstaates, mit einer juristisch ausgebildeten Beamten- und Richterschaft. Nach innen entwickelten sich zum einen Vorformen des Rechts- und Verwaltungsstaates, mit einer juristisch ausgebildeten Beamten- und Richterschaft. Auf der militärischen Seite des Machtstaates gingen die europäischen Staaten von dem Prinzip temporär angeworbener Söldnerheere ab und schufen stehende Marinen und Landstreitkräfte, die sich auf immer stärkere Landfestungen stützten und immer effizienter ausgebildet und ausgerüstet wurden. Auf der militärischen Seite des Machtstaates gingen die europäischen Staaten von dem Prinzip temporär angeworbener Söldnerheere ab und schufen stehende Marinen und Landstreitkräfte, die sich auf immer stärkere Landfestungen stützten und immer effizienter ausgebildet und ausgerüstet wurden. Nach außen expandierten in mehreren Kolonialisierungswellen zunächst die iberischen, dann weitere westeuropäische Staaten über den gesamten Globus. Diese so genannte „Europäisierung“ der Erde wird im Zeitalter des Imperialismus ihren Höhepunkt erreichen. Nach außen expandierten in mehreren Kolonialisierungswellen zunächst die iberischen, dann weitere westeuropäische Staaten über den gesamten Globus. Diese so genannte „Europäisierung“ der Erde wird im Zeitalter des Imperialismus ihren Höhepunkt erreichen. Hierzu Fragen und Diskussionsbeiträge der Studierenden Hierzu Fragen und Diskussionsbeiträge der Studierenden

5 5 Europa im Zeitalter der Aufklärung (um 1740)

6 6 Die europäische Expansion bis zum Ende des Siebenjährigen Krieges (um 1763)

7 7 2. Sitzung Ideengeschichtliche Ausgangsbedingungen des gesellschaftlichen Wandels im Zeitalter der Revolutionen Ideengeschichtliche Ausgangsbedingungen des gesellschaftlichen Wandels im Zeitalter der Revolutionen 9. März 2007

8 8 Relevanz Gesellschaftlicher Wandel – und dies in besonderen Maße für politische, wirtschaftliche und kulturelle Revolutionen – vollzieht sich nicht allein auf der Ebene praktischen Handelns. Er wird durch den Wandel der Vorstellungen und Ideen der Menschen nicht nur begleitet und vollzogen, sondern auch ganz wesentlich vorbereitet. Der Wandel der Ideen bewirkt schließlich im Verein mit seiner politisch-ökonomisch-kulturellen Umsetzung in gesellschaftliche Praxis einen Wandel der Mentalitäten, der charakteristisch ist für nachhaltige Verhaltensänderungen der Menschen über längere Zeiträume hinweg. In der hier untersuchten Epoche entstanden jene geistig- ideellen Konstrukte, die bis in unsere Gegenwart hinein wirkungsmächtig blieben.

9 9 Fragestellung Im Zentrum der zweiten Vorlesungsstunde steht daher die Entwicklung der religiösen und philosophischen Elemente gesellschaftlichen Wandels in der frühen Neuzeit, die entscheidend zu den beschleunigten Veränderungen im Zeitalter der Revolutionen beitrugen. Die Vorlesung organisiert sich anhand der folgenden Leitfragen: 1. Welche inner- wie außerkirchlichen Reformbewegungen und Denkrichtungen brachen das religiös-politische Weltdeutungsmonopol der Papstkirche auf und bereiteten den Boden für die Abkehr von einer religiösen Begründung politischer Herrschaft? 2. Wie vollzog sich die vorrevolutionäre Umsetzung dieses Deutungswandels in politische Praxis?

10 10 Übersicht I. Religiöse und politisch-kulturelle Strömungen vor der Aufklärung 1. Renaissance und Humanismus 2. Religiöse Reformbewegungen a) Reformatorische Richtungen b) Orthodoxe und heterodoxe Reformbewegungen in der Papstkirche 3. Politisch-integrative Denkschulen der frühen Neuzeit bis zum Vorabend der Aufklärung a) Italienische Denker b) Die französischen „politiques“ c) Deutsche Denkrichtungen d) Niederländische Denker e) Englische Entwicklungen II. Die Aufklärung als säkulare, transnationale geistige Bewegung 1. Allgemeines a) Grundpositionen und Ziele b) Wichtige Persönlichkeiten 2. „Nationale“ Denkrichtungen a) Die englisch-schottische Aufklärung b) Die deutsche Aufklärung c) Englische und schottische Strömungen der Aufklärung 3. Aufklärung und Politik a) Der „aufgeklärte“ Absolutismus b) Die vorrevolutionäre Aufklärung in den britischen Kolonien Nordamerikas

11 11 I. Religiöse und politisch-kulturelle Strömungen vor der Aufklärung 1. Renaissance und Humanismus a) Allgemeines Humanismus als Kern der Renaissance Ursprünge im Italien des 13. Jahrhunderts, Weiterentwicklung im 14. Jahrhundert Lehre der Fächer Grammatik, Rhetorik und Poetik an höheren Schulen Belebung des klassischen (antiken) Lateins (v. a. Ciceros) und des Griechischen Statt an der Logik Ausrichtung an moralisch-praktischen Wissenschaften (Ethik und Politik) Petrarca ( ) Erasmus von Rotterdam ( ) Europäische Bewegung Starke Impulse durch griechische Flüchtlinge nach dem Untergang des Byzantinischen Reiches (1453) Bis zum 16. Jahrhundert europäisches Phänomen, bei starken nationalen Unterschieden Zentrale Grundsätze Willensfreiheit und Würde des Menschen Pico della Mirandola (1486) Rationalistische Grundhaltung

12 12 2. Religiöse Reformbewegungen a) Reformatorische Bewegungen Staatstragende Richtungen Lutheraner Große Teile Nord- und Südwestdeutschlands, ganz Skandinavien, Baltikum Calvinisten (in England: Puritaner) Große Anteile in Frankreich (Hugenotten), Teile Deutschlands (Rheinpfalz und der Schweiz (Genf), der Niederlande („Generalstaaten“) sowie Teile Englands und Schottlands, Polens und Ungarns (hier teilweise diskriminiert) Zwinglianer Teile der Schweiz (v. a. Zürich) Anglikaner Englische Staatskirche Kaum reformiert: große kultische Nähe zur Papstkirche Pietisten Gegenbewegung sowohl zur lutherischen Orthodoxie wie auch zum Rationalismus Ausbreitung im „Deutschen Reich“, Skandinavien, Südosteuropa, Russland, Nordamerika Sonderform: Herrnhuter Brüdergemeinde (Zinzendorff) In Preußen starke Ausrichtung auf erzieherische, ökonomische und soziale Praxis Anstalten des August Hermann Francke in Halle

13 13 Verfolgte und diskriminierte Richtungen (Wieder-)Täufer Schwärmerische, sozialrevolutionäre, chiliastische Richtungen Terrorherrschaft in Münster (1534/35) Starker Verfolgungsdruck Böhmische Brüder Frühe tschechische religiös-nationale Bewegung Tradition der Husiten Jansenisten Benannt nach: Corneliusz Jansen ( ), Bischof von Ypern Antiaufklärerischer Ansatz: gegen Vernunftreligion Strenge Moral Starkes soziales Engagement Frage nach dem Zusammenhang zwischen göttlicher Gnade und freiem Willen des Menschen Wirkungsmächtig vor allem in Frankreich Als „Ketzerei“ verdammt (1713) Methodisten Religiöse Reformbewegung in England Gegen „Vernunftchristentum“ Für die innere Erneuerung der Anglikanischen Kirche Ziel einer Wiedervereinigung der christlichen Kirchen In der Liturgie deutliche Gegensätze zur Anglikanischen und zur Katholischen Kirche

14 14 b) Orthodoxe und heterodoxe Reformbewegungen in der Papstkirche Katholische Reform Der „Reformstau“ der Papstkirche Das Konzil von Trient ( ) Die Jesuiten als Wegbereiter der Rekatholisierung Die Jansenisten als heterodoxe innerkatholische Bewegung benannt nach: Corneliusz Jansen ( ), Bischof von Ypern Antiaufklärerischer Ansatz: gegen Vernunftreligion Strenge Moral Starkes soziales Engagement Frage nach dem Zusammenhang zwischen göttlicher Gnade und freiem Willen des Menschen Wirkungsmächtig vor allem in Frankreich Als „Ketzerei“ verdammt (1713) Wichtig wird die Auseinandersetzung um die Jansenisten in der vorrevolutionären Phase gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich

15 15 3. Politisch-integrative Denkschulen der frühen Neuzeit bis zum Vorabend der Aufklärung a) Italienische Denker Niccolò Machiavelli ( Hoher Beamter der Republik Florenz, dann Anhänger der Medici Hauptwerke: Discorsi ( ), Il Principe (1513), Arte della Guerra (1520) Am Machterhalt orientierte Verhaltensregeln für den Fürsten Republik als ideale, weil freiheitliche Verfassung Francesco Guicciardini ( ) Mitarbeiter der Medici im Kirchenstaat und in Florenz Hauptwerke: Dialogo del reggimento di Firenze ( ); Storia d´Italia ( ) Im Zentrum des Interesses: Rolle der Aristokratie zwischen Volk und Fürsten Der Fürst „im Dienst“ der Untertanen Freiheit als Freiheit vor Unterdrückung Bei gerechter Herrschaft von Monarchen und Oligarchen keine politische Freiheit erforderlich

16 16 b) Die französischen „politiques “ „politique“: Bezeichnung für primär politisch denkende Menschen In Frankreich bis ins 17. Jahrhundert hinein ein Schimpfwort! Michel de l´Hospital ( ) Gefolgsmann der katholischen Guise und Berater Katharina von Medicis Eintreten für eine Einigung mit den Hugenotten Z. B. „Traité de la réformation de la justice“ Dem König stehe es frei, das Recht den gewandelten Umständen anzupassen Korrektur des reinen Legitimitätsprinzips auf der Grundlage einer unwandelbaren und religiös begründeten Verfassung Jean Bodin ( ) Politiker, umfassend gebildeter humanistischer Gelehrter; Jurist im Dienste der Krone; gegen Veräußerung von Domänen zur Finanzierung des Bürgerkriegs Verfasser einer historischen Methodenlehre (1566), einer Analyse der Inflation (1568), eines Handbuchs für hexenprozesse (1580) Hauptwerk: „Les six livres de la Pépublique“ (1585): erste wissenschaftliche Verfassungstheorie

17 17 Bodins Staatsphilosophie Definition des Staates „Der Staat ist die dem Recht gemäß geführte und mit souveräner Gewalt ausgestattete Regierung einer Vielzahl von Familien und dessen, was ihnen gemeinsam ist“ (Buch I, Kapitel I, Seite 1 der Ausgabe von 1585/1961) Rechtmäßigkeit der Regierung in Übereinstimmung mit dem Naturrecht. Oberster Staatszweck: nicht äußere Wohlfahrt, sondern das „wahre“ Glück der Menschen Auf der Grundlage der Erkenntnis Gottes, der Menschen und der Natur (I1,10) Trennung von privatem und öffentlichem Eigentum Konsequenz: Steuererhebung nur in Ausnahmefällen Steuerbewilligungsrecht der Parlamente und Ständeversammlungan als „Normalfall“ Neudefinition von „Souveränität“ als höchste Qualität von Herrschaft „Die Souveränität ist die absoluten und dauernde Gewalt eines Gemeinwesens..., das heißt, die höchste Befehlsgewalt.“ (I8, 122) Deutung der traditionellen Formel „Princeps legibus solutus“ als „absolute“ Gewalt Gesetzgebungshoheit als Inbegriff der Souvernänität Folge: Einheitliche und eindeutige Staatsgewalt und nicht mehr Aufsummierung hoheitlicher Rechte

18 18 c) Deutsche Denkrichtungen Johannes Althusius (Johannes Althaus, ) Calvinist, Jurist, Professor in Herborn, Stadtsyndikus in Emden Gegen Bodin gerichtete Staatsphilosophie („Politica“ Ausgabe 1614/1961) Definition von Politik jals „... die Kunst, die die Menschen zur Einrichtung, Pflege und Bewahrung ihres Gemeinschaftslebens zusammenführt“ (P1, 1). Das Zusammenleben ist ein gleichsam naturgegebener Zustand Regelung dieses Zusammenlebens durch eine „lex commuiis“ auf der Grundlage der Volkssouveränität im Interesse des Gemeinwohls Trennung von Obrigkeit und Untertanen Erbmonarchie möglich, jedoch keine absolute Gewalt (P 19-20) Dietrich Reinking ( ), ähnlich Veit Ludwig von Senckendorff ( ) Kaiser als Haupt des „vierten Weltreichs“ souverän, gebunden an Gottes Recht und die Grundgesetze des Reiches, Macht der Fürsten von seiner Macht abgeleitet

19 19 d) Niederländische Denker Justus Lipsius (Joost Lips, ) „De constantia libri duo“ (1585 und „Politicorum seu civilis doctrinae libri sex (1589): Von der Stoa beeinflusste elitäre Tugendlehre: Lehre von der Anwendung der Klugheit als wichtigster Herrschertugend Harte Willensphilosophie moralisch begründeter Leistungssteigerung und Pflichterfüllung Großer Einfluss auf die preußischen Führungsgruppen Hugo Grotius (Huigh de Groot, ) Theologe; Jurist bei der Ostindischen Kompanie Ziel einer Wiedervereinigung der Konfessionen Spezialist für das Prisenrecht Begründer eines Völkerrechts Begründung des Rechts durch natürliche Vernunft und den Willen Gottes Hauptanliegen: Vermeidung des Krieges und seine Humanisierung durch rechtliche Regulierung Gerechter Kriegsgrund: Rechtsverletzung nach Scheitern aller friedlichen Regelungsversuche Baruch de Spinoza ( ) Rein säkulare Begründung des Gemeinwesens im Anschluss an Thomas Hobbes Wichtigster Staatszweck: Ordnung der Verhältnisse zur Ermöglichung freier Selbstverwirklichung der Menschen Hauptwerk: Tractatus Theologico Politicus (1670): gegen intolerante calvinistische Richtungen

20 20 e) Englische Entwicklungen „Tuder-Commonwealth“: Souveränität im Sinne Bodins als Zusammenwirken des Monarchen mit dem Parlament als der Vertretung aller Engländer Vertreter: Thomas Smith ( ) oder Richard Hookers ( ) Souveränität des „King-in-Parliament erstreckt sich auch auf die Kirche (Hookers) Thomas Hobbes ( ) Hauptwerk: „Leviathan or the Matter, Forme and Power of a Commonwealth Ecclesiastical and Civil (1651, 1658) Wert des Menschen auf der Grundlage seiner Einschätzung durch andere: „soviel wie für den Gebrauch seiner Macht gegeben wird...“ (L I 10) Stärkste Leidenschaften: Streben nach Macht; die Furcht. Religion und Staat als Antworten auf menschliches Machtstreben und Furcht Andernfalls „Kriegszustand“ aller gegen alle (in Ur-Naturzustand, Bürgerkrieg und Krieg zwischen Staaten) Naturrecht und Naturgesetz Naturrecht als Freiheit, alles zu tun, was der Selbsterhaltung dient Naturgesetz als allgemeine Vernunftregel, das eigene Leben zu erhalten Der Staat als Ergebnis eines Vertrages der einzelnen Gesellschaftsmitglieder zum Zweck der Selbsterhaltung Herrschaftsübertragung auf einen einzelnen oder eine Versammlung Widerstandsrecht bei offensichtlich nichtigen Befehlen des Souveräns Z. B. wenn sie gegen das Selbsterhaltungsgebot gerichtet sind Z. B. wenn sie gegen das Selbsterhaltungsgebot gerichtet sind Weitgehende Rechtssicherheit durch positives Recht (L II 21)

21 21 II. Die Aufklärung als säkulare und transnationale geistige Bewegung 1. Allgemeines a) Grundpositionen und Ziele Die Aufklärung: eine „europäische Denkbewegung“ (Rudolf Vierhaus) PositionenVernunftglaubenFortschrittsdenkenMenschenwürdeReligionsfreiheit Ziele aufklärerischer Kritik religiöse Orthodoxie religiöse Kultformen wie der Marienverehrung religiöse Begründung von Herrschaft kirchlicher Prunk und Reichtum Aberglauben

22 22 b) Wichtige Persönlichkeiten Der große Vorläufer der Aufklärung: René Descartes ( ) Methodischer Zweifel und systematische Kritik Samuel Pufendorf ( ) Systematisierung des Naturrechts und des Völkerrechts John Locke ( ) Begründer des englischen Empirismus Für Schutz des Privateigentums und Volkssouveränität Pierre Bayle ( ) Gegen Dogmatismus, für Unvereinbarkeit von Vernunft und Religion, Glaubensfreiheit, Trennung von Kirche und Staat François-Marie Arouet („Voltaire“) ( ) Für Gewissensfreiheit, religiöse Toleranz und politische Gleichheit; Kirchenkritik Denis Diderot ( ) Mitherausgeber (neben D´Alembert) und Mitautor der „Encyclopédie“: Empirist, Skeptiker, Materialist, Atheist Moses Mendelssohn ( ) Maßgeblicher Vertreter der jüdischen Aufklärungsbewegung „Haskala“ Immanuel Kant ( ) Für republikanischen Rechtsstaat und Weltbürgertum

23 23 2. „Nationale“ Denkrichtungen a) Die französische Aufklärung Charles-Louis de Secondat de Montesquieu ( ) Angehöriger des Amtsadels (Parlamentsjurist), Literat, Wissenschaftller Hauptwerk: „De l´Esprit des lois (1848) Ableitung menschlicher Sitten und Gesetze aus dem Wirken bestimmter Prinzipien Unterscheidung zwischen naturwissenschaftlichen (Naturzustand) und menschlichen Naturgesetzen (Nahrungssuche und Fortpflanzung) und den positiven Gesetzen der Menschen (Vergesellschaftung) Vergesellschaftung Ursache für Machttrieb und Kampf Zur Konfliktbewältigung: Völkerrecht, Staatsrecht, Bürgerrecht Unterscheidung zwischen gesetzgebender, richterlicher und vollziehender Gewalt Für religiöse Toleranz François-Marie Arouet, genannt Voltaire ( ) Forderung praktischer Reformen: Gedankenfreiheit, Toleranz, faire Strafverfahren, Abschaffung der Folter Für Absolutismus bei Abschaffung des Adels durch eine moderne Bürokratie Gegen Gleichheit und Volkserziehung Jean-Jacques Rousseau ( ) Hauptwerke: Discours (I, II, III, 1750, 1754, 1755, Emile und Contrat social (1761) Gemeinwille - im Interesse des Gemeinwohls: Träger der Souveränität, „Macht, die die Tugend regiert“ (Économie politique II) Gesamtwille: Summe der Einzelinteressen: kann auch gegen das Gemeinwohl gerichtet sein Regierung als Mittelinstanz zwischen Gesamtheit der Bürger als Souverän und dem Einzelnen Für direkte Demokratie und einheitliche (Minimal-)Religion in einem Staatswesen

24 24 b) Die deutsche Aufklärung Samuel Pufendorf ( ) Anhänger des Absolutismus Das „Reich“ zwangsläufig auf dem Weg zu einem Staatenbund Der Staat als höchste Form menschlicher Gemeinschaft Gesellschaftsvertrag zum gegenseitigen Schutz, Beschluss über Regierungsform, Errichtung einer Obrigkeit durch Unterwerfungsvertrag Widerstandsrecht bei Rechtsverletzung der Obrigkeit Gottfried Wilhelm Leibnitz ( ) Das „Reich“ als Bundesstaat mit gestufter Souveränität U. a. Vorschläge zu Sozialversicherungen, Zuwendungen an Witwen und Waisen aus Steuermitteln, Arbeitsbeschaffung Christian Thomasius ( ) Professor an der Universität Halle Propagandist des preußischen Absolutismus Vernunft als Mittel gegen Affekte des Menschen Erster Staatszweck: menschliches Glück, nachgeordnet Ruhe und Ordnung Unumschränkte Souveränität des Monarchen Christian Wolff ( ) Mathematiker, Naturwissenschaftler, Philosoph rationalistischer Richtung 1723 von der Universität Halle vertrieben, von Friedrich II zurückgerufen Grundformel: Wille Gottes = Naturrecht = Moral = Wahrheit

25 25 c) Die englisch-schottische Aufklärung John Locke ( ) Politische Gewalt als „ein Recht, für die Regelung und Erhaltung des Eigentums Gesetze [...] zu schaffen [und] die Gewalt der Gemeinschaft zu gebrauchen, um diese Gesetze zu vollstrecken und den Staat gegen fremdes Unrecht zu schützen, aber nur zugunsten des Gemeinwohls.“(Essay concerning the True Original..., I, 3) Naturzustand völliger Gleichheit und Freiheit, letztere im Rahmen des Naturgesetzes, das nicht nur auf Selbsterhaltung sondern auf Erhaltung der Art zielt. Mensch bereits im Naturzustand Eigentümer, in Gestalt der Aneignung von Allgemeingut mittels Arbeit. Staatszweck: Erhaltung des Lebens, der Freiheiten und des Vermögens der Menschen. Entstehung des Staates durch einstimmigen Gesellschaftsvertrag (VIII 99), danach gilt das Mehrheitsprinzip: Herrschaftslegitimation durch Konsensprinzip; daraus abgeleitet Widerstandsrecht Ausschlaggebend für den Charakter des politischen Systems ist die Frage, in wessen Händen dieLegislative liegt (X 132) Gewaltenteilung zwischen Legislative, Exekutive und Föderative (für äußere Sicherheit verantwortlich) Religiöse Toleranz (ausgenommen staatsgefährdende Richtungen)

26 26 David Hume ( ) David Hume ( ) Hauptwerk: A Treatise of Human Nature (1740) Ethik der Aktivität: Müßiggang als Laster Empirist: weder göttliches noch natürliches Recht; kein Gesellschaftsvertrag Gehorsam der Untertanen beruht auf Nutzen und Legitimität der Staatsgewalt Adam Smith ( ) Definition der „Politischen Ökonomie“: Sie „verfolgt als Zweig der Wissenschaft, die eine Lehre für den Staatsmann und Gesetzgeber entwickeln will, zwei unterschiedliche Ziele.Einmal untersucht sie, wie ein reichliches Einkommen zu erzielen oder der Lebensunterhalt für die Bevöllkerung zu verbesserni ist [...] und ferner erklärt sie, wie der Staat oder das Gemeinwesen Einnahmen erhalten können, mit deren Hilfe sie öffentliche Aufgaben durchführen [...]“ (Wealth of Nations, Buch IV, Einleitung) Theorie der Marktwirtschaft Funktionieren der Marktwirtschaft abhängig von der Wahrnehmung der „klassischen“ Staatsaufgaben: Landesverteidigung, Justiz und Polizei, Infrastruktur (Verkehrswesen, Bildung und Gesundheitswesen)

27 27 3. Aufklärung und Politik a) Der „aufgeklärte“ Absolutismus Allgemeines Wirtschaftsföderung Unterstützung und Förderung eines möglichst starken, selbstbewussten Bürgertums und eines starken Bauerntums Gewandelte Herrscherauffassung Monarch als „erster Diener“ des Staates: am Staatswohl orientiertes Herrschaftsverständnis Ambivalenz des aufgeklärten Absolutismus Zustimmung von Teilen der Untertanen (u. a. aufgeklärter Adel) zu den aufklärerischen Reformen einerseits Möglichkeit der Kritik und Frage nach dem Sinn der Erbmonarchie andererseits Gegenströmungen „Kräfte des status quo“ Adel, Geistlichkeit, Zünfte, Opposition gegen Judentoleranz Aufgeklärter Absolutismus als „Torso“ Strukturelle Reformhindernisse und geringe Zeit für Reformen Keine hinreichende Förderung der bürgerlichen Kräfte gegenüber den Vorrechten von Adel und Geistlichkeit

28 28 Preußen Friedrich II., König Politische Instrumentalisierung Friedrichs „des Großen“ Borussische, antiborussische und nationalsozialistische Propaganda NS-Propagandafilm „Der große König“ Bis heute gültige Forschungslinie Meinecke/Schieder Friedrich II. zwischen Staatsraison und Aufklärung Friedrich Meinecke, Idee der Staatsraison in der neueren Geschichte, 1924 Unauflösliches Spannungsverhältnis zwischen Aufklärung und Machtstaatsdenken Im Anschluss an Meinecke: Theodor Schieder Friedrich der Große, ein Königtum der Widersprüche, 1986: Der König als Philosoph Teilnahme an den Debatten der Aufklärer Der König als Reformer Justizreformen „Coccejische Reformen“: vor allem Rechtsvereinheitlichung Bildungsreformen Generallandschulreglement (1763) Ansätze zu Reformen der Armenfürsorge Problem der „unversorgten Kinder

29 29 Russland Katharina II., Kaiserin Intensiver geistiger Austausch Katharinas mit Voltaire, Diderot und d´Alembert Kenntnis der britischen Verfassung und der Werke der deutschen Kameralisten Erste Reformschritte „Große Instruktion“ als gemäßigtes Reformkonzept Erarbeitung eines neuen Gesetzbuches Justiz- und Verwaltungsreformen Mehr Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit Effizientere Staatsverwaltung Wirtschaftsreformen Aufhebung der Monopole Handelsfreiheit Freiheit der städtischen Gewerbe „Verstaatlichung“ der Russisch orthodoxen Kirche Säkularisierung der Kirchengüter De facto Beamtenstaatus der orthodoxen Geistlichkeit Bildungsreformen Einführung der allgemeinen Schulbildung Förderung und Neugründung von Akademien

30 30 Spanien Karl III., König ) Reformen Als erstes Land Europas Ausweisung der Jesuiten Engere Bindung der Kirche an die Krone: königliche Genehmigung päpstlicher Bullen Agrarreformversuche: Anlage von Stauseen und Bewässerungskanälen, Peuplierungen Kodifizierung des Rechts (erst 1805 vollendet) Vermessung des Landes Grundschulpflicht in Navarra Universitätsreformen Verstärkung der Staatsaufsicht Einführung praxisorientierter Fächer (spanisches Recht, Medizin, Biologie) Insgesamt: reduziertes aufklärerisches Reformprogramm und unvollkommene Reformansätze Keine Verankerung des Toleranzgedankens Keine Instrumentalisierung des Adels für das Staatswohl Keine konsequente Agrarreform Lediglich Großgrundbesitz Nutznießer der Verkäufe von Gemeindeland Beharren der Kirche als größtem Grundbesitzer auf Unveräußerlichkeit ihres Eigentums

31 31 Der österreichische aufgeklärte Absolutismus Joseph II., Kaiser ; Leopold II., Kaiser Der Josephinismus: Aufklärerisches Reformkonzept mit dem Ziel einer radikalen reformerischen Umgestaltung der Habsburger Monarchie sowie einer Homogenisierung und Nivellierung der habsburgischen Länder Staats- und Verwaltungsreformen Entmachtung der Stände Beseitigung der städtischen Selbstverwaltungen Klarer staatlicher Befehlsstrang von der Regierung bis zu den lokalen Verwaltungen Abschaffung der Privilegien des Adels und des Klerus Vereinheitlichung der Zölle Rechtsreformen Gleichheit aller vor dem Gesetz: Gerichtsordnung von 1781 Beseitigung der Benachteiligung religiöser Minderheiten: Toleranzpatent von 1781 Neues Strafgesetzbuch (1787): Abschaffung der Folter und Einschränkung der Todesstrafe Verbesserung der rechtlichen Stellung der Frauen (Erbrecht, Scheidungsrecht) Wirtschafts- und Sozialreformen Bekämpfung des Zunftzwangs Sozialgesetzgebung zum Schutz fabrikarbeitender Kinder Bauernbefreiung: Aufhebung der Erbuntertänigkeit der Bauern, Möglichkeit der Klage gegen den Grundherren, Abschaffung der bäuerlichen Dienstpflichten Finanzreformen auf der Grundlage einer Katasteraufnahme Kirchenreformen: Saatliche Priesterseminare, Aufhebung zahlreicher „nutzloser“ Klöster zugunsten des staatlichen Bildungswesens, Einschränkung des Wallfahrten Einführung des Deutschen als Verwaltungs- und Gerichtssprache

32 32 b) Die vorrevolutionäre Aufklärung in den britischen Kolonien Nordamerikas Wichtige Strömungen vor der Aufklärung Gegen den intoleranten neuenglischen Puritanismus in Massachusetts: Neugründung der Kolonien Connecticut (unter Thomas Hooker) und Rhode Island (unter Roger Wiliams): Toleranzprinzip, Trennung von Kirche und Staat Folge der puritanischen Opposition gegen die Stuart-Dynastie Großbritanniens: antimonarchische Strömungen Große Bedeutung der englischen Tradition des common law Altes Rechtsprinzip: no taxation without representation Die Kolonien unterstehen laut ihren „charters“ dem König, nicht dem Parlament Aufklärerische und naturrechtliche Strömungen Breit von den gebildeten Schichten rezipiert: Grotius, Pufendorf, Hobbes, Voltaire, Montesquieu, Rousseau, Smith Besonders einflussreich: John Locke Prominentester Vertreter der amerikanischen Aufklärungsbewegung: Benjamin Franklin ( ) Aufgeklärter Utilitarist (Mäßigkeit, Sparsamkeit, Ordnung...) Politisch-ökonomische Nähe zu Adam Smith Für allgemeines, gleiches Männerwahlrecht Gleichzeitig Befürworter von Sklavenhaltung und -handel

33 33 III. Fazit der zweiten Vorlesungsstunde Überaus wirkungsmächtige religiöse Reformbewegungen trugen im Laufe der drei Jahrhunderte vor der Großen Französischen Revolution ganz entscheidend zur Einschränkung der religiösen und politischen Macht der Papstkirche bei. Dabei entwickelten sich bereits früh naturrechtliche und rationalistische Argumentationsmuster. Die Durchdringung maßgeblicher Teile der europäischen Gesellschaften mit aufklärerischem Gedankengut bis hin zur radikalen Reformpolitik des aufgeklärten Absolutismus führte schließlich zu einer tiefen Erschütterung religiöser Herrschaftsbegründung. Dies bereitete den Boden für die beschleunigte Dynamik politischer und kultureller Entwicklungen zu Beginn des Zeitalters der Revolutionen, die in tief greifende gesamtgesellschaftliche Umwälzungen eingebunden waren.

34 34 Literaturhinweise Heinz Duchardt, Europa am Vorabend der Moderne (Peter Blickle (Hg.), Handbuch der Geschichte Europas, Bd. 6), Stuttgart Heinz Duchardt, Europa am Vorabend der Moderne (Peter Blickle (Hg.), Handbuch der Geschichte Europas, Bd. 6), Stuttgart Heinz Durchardt, Barock und Aufklärung (Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 11) München Heinz Durchardt, Barock und Aufklärung (Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 11) München Hans Fenske, Dieter Mertens, Wolfgang Reinhard, Klaus Rosen, Geschichte der politischen Ideen. Von der Antike bis zur Gegenwart, Frankfurt am Main 2003 Hans Fenske, Dieter Mertens, Wolfgang Reinhard, Klaus Rosen, Geschichte der politischen Ideen. Von der Antike bis zur Gegenwart, Frankfurt am Main 2003 Heinrich Lutz, Reformation und Gegenreformation (Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 11), München 2002 Heinrich Lutz, Reformation und Gegenreformation (Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 11), München 2002 Günter Vogler, Europas Aufbruch in die Neuzeit (Peter Blickle (Hg.), Handbuch der Geschichte Europas, Bd. 5), Stuttgart 2003 Günter Vogler, Europas Aufbruch in die Neuzeit (Peter Blickle (Hg.), Handbuch der Geschichte Europas, Bd. 5), Stuttgart 2003 Karten aus: Putzger. Atlas und Chronik zur Weltgeschichte, Berlin 2002 Karten aus: Putzger. Atlas und Chronik zur Weltgeschichte, Berlin 2002

35 35 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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