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Bipolare Störung manisch-depressive Erkrankung affektive Psychose bipolare Psychose.

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Präsentation zum Thema: "Bipolare Störung manisch-depressive Erkrankung affektive Psychose bipolare Psychose."—  Präsentation transkript:

1 Bipolare Störung manisch-depressive Erkrankung affektive Psychose bipolare Psychose

2 Kurzdefinition Depressionen zeichnen sich durch überdurchschnittlich gedrückte Stimmung und verminderten Antrieb aus. Bei starken Depressionen kommt es zu Suizidgedanken. Eine manische Episode ist durch gesteigerten Antrieb und Rastlosigkeit, oft mit inadäquat euphorischer oder gereizter Stimmung, gekennzeichnet. Dabei ist die Fähigkeit zur Prüfung der Realität mitunter stark eingeschränkt und die Betroffenen können sich in große Schwierigkeiten bringen.

3 Unter einer Hypomanie versteht man eine nicht stark ausgeprägte Manie, typischerweise ohne gravierende soziale Konsequenzen. Eine Hypomanie liegt jedoch bereits deutlich über einem normalen Aktivitäts- und/oder Stimmungsausschlag. In einer gemischten Episode sind sowohl einzelne Symptome der Manie als der Depression vorhanden, beispielsweise ein verstärkter Antrieb bei gedrückter Grundstimmung

4 Diagnostik Hypomanien werden von Ärzten oft nicht zur Kenntnis genommen, oder sie erfahren in der Anamnese nichts davon  Bipolare Störungen werden dann nicht angemessen behandelt Auch Depressionen werden oft nicht erkannt Folgende Hürden erschweren eine Diagnose: 30 % Mischzustand: Lediglich knapp die Hälfte aller Manien ist entgegen weit verbreiteter Ansicht und Darstellung durch Euphorie gekennzeichnet  Wenn diese Mischsymptomatik nicht als solche erkannt wird, kommt es schnell zu Fehldiagnosen In der Manie kommt es vielfach zu exzessivem Alkohol- oder Drogenkonsum, so dass eine bipolare Störung vorschnell als Alkohol- oder Drogenabhängigkeit eingeordnet wird. Wenn Suchtkrankheiten als Komorbidität vorkommen, besteht eine erhöhte Gefahr, dass die Grunderkrankung verschleiert wird. Depression: Eine „rezidivierende unipolare Depression“ ist die häufigste Fehldiagnose bei bipolaren Störungen. Dies kommt daher, weil hypomane Phasen meist nicht als solche erkannt, berichtet oder erfragt werden. ADHD: Bei Kindern und Jugendlichen ist die Abgrenzung zum Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom schwierig. Schizophrenie: Psychotische Symptome, die bei schweren Manien auf deren Höhepunkt vorkommen können, führen oft zur Fehldiagnose einer Schizophrenie oder einer schizoaffektiven Störung

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6 Begleiterkrankungen Bei Erwachsenen ist Alkohol- und sonstiger Drogenmissbrauch mit 2/3 die häufigste Komorbidität. Medikamentenmissbrauch tritt vor allem in postmanischen Mischzuständen und den darauf folgenden schweren Depressionen auf. Tägliche Medikamentenzuteilung und Einnahmeüberwachung sollte in diesen Episoden selbstverständlich sein. Panikstörungen und Persönlichkeitsstörungen

7 Behandlung Aufgrund mitunter mangelnder Krankheitseinsicht der Betroffenen, insbesondere in manischen Episoden oder bei akuter Suizidgefahr, muss eine Behandlung in der akuten Krankheitsphase bei Manien oder schweren Depressionen manchmal gegen den Willen der Patienten als Zwangsbehandlung erfolgen In den meisten Fällen zeigen Betroffene jedoch Einsicht und lassen sich auch wegen ihres hohen Leidensdrucks freiwillig behandeln Wenn allerdings manische Phasen erstmals auftreten, können Betroffene keine Einsicht haben, da sie noch keine Erfahrungen über die schweren negativen Folgen gesammelt haben Sehr hilfreich für eine erfolgreiche Behandlung ist, wenn sich die Betroffenen über ihre eigene Krankheit informieren und viel darüber lesen Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist die korrekte Diagnose. In den meisten Fällen ist eine Behandlung mit Medikamenten indiziert und auch zwingend notwendig In Abhängigkeit von Krankheitsverlauf und -schwere kann bei leichten Fällen auch alleine mit einer regelmäßigen Gesprächstherapie eine Stabilisierung erzielt werden Eine bipolare Störung tritt nicht urplötzlich bei einem vorher völlig gesunden Menschen auf, sondern entwickelt sich schleichend Dabei kann der Verlauf durch das frühzeitige Stellen einer Diagnose und mit regelmäßigen Gesprächen stark positiv beeinflusst werden.

8 Präklinische Versorgung Auf Eigenschutzachten! Ggf Polizei nachfodern (mind. 1nen dem Patienten gleichgeschlechtigen Beamtenfodern) ggf versuchen Suizid zu verhindern oder evtl Werkzeuge für Suizid oder Selbstverletzung entfernen Vertrauensvolle Beziehung aufbauen Grundsätzlich Arzt hinzuziehen Monitoring Patienten unter keinen Umständen unbeaufsichtigt oder allein zuhause lassen Evtl Sedierung durch Benzodiazipine

9 Medikamente In den verschiedenen Episoden wird unterschiedliche Medikation verwendet. Man unterscheidet ferner zwischen Akuttherapie, Erhaltungstherapie und Prophylaxe. Manie Bei akuten Manien oder dem Vorherrschen starker Manien werden oft Neuroleptika verabreicht Atypische Neuroleptika wie Risperidon, Quetiapin, Olanzapin und andere eignen sich zur Behandlung einer manischen Phase Neuroleptika können auch eingesetzt werden, wenn sich eine manische Episode anbahnt, was den vollständigen Ausbruch oft verhindert. Benzodiazepine werden primär als Begleitmedikation bei einer Manie, jedoch auch bei Depression eingesetzt  sedierende und angstlösende Mittel sind jedoch nicht ausreichend, die oft starke Ruhe- und Schlaflosigkeit zu verhindern -> dürfen daher nur begleitend und über einen begrenzten Zeitraum verabreicht werden (Suchtgefahr)

10 Mischzustände Mischzustände sind kompliziert zu behandeln. Meist müssen mehrere Medikamente kombiniert werden. Sie können einerseits mit neueren atypischen Neuroleptika wie zum Beispiel Ziprasidon behandelt werden Andererseits muss auch die depressive Symptomatik behandelt werden  kann vorkommen dass die Einnahme über einen längeren Zeitraum notwendig ist, falls psychotische Symptome beim Absetzen wiederkehren

11 Depression Antidepressiva, insbesondere Serotonin-Noradrenalin- Wiederaufnahmehemmer, die die Konzentration des Dopamin nicht erhöhen, werden bei akuten Depressionen oder bei rasch wiederkehrendem (rezidivierendem) Erscheinen vieler Depressionen empfohlen Durch viele Antidepressiva kann es bei Betroffenen zu einem Umschlagen in die Manie oder Hypomanie kommen („Switch“, „Switch-Risiko“)  bei einer Erstbehandlung sollte eine Beziehungsebene zu dem zu Behandelnen gewährleistet sein muss, da durch den sog. ("switch"- effekt) eine erhöhte Handlungsbereitschaft zu einer evtl. vorliegenden Absicht der Selbsttötung vorhanden sein kann deswegen sind nicht alle Antidepressiva bei Bipolaren gleichermaßen geeignet  Oftmals wird in Deutschland die Kombinationstherapie mit atypischen Neuroleptika empfohlen Am naheliegendsten ist die Kombination von SNRI bzw. SSRI mit Stimmungsstabilisierern

12 Phasenprophylaxe Eine vorbeugende Behandlung der bipolaren Störung geschieht mit Stimmungsstabilisierern wie Lithium oder Antiepileptika wie Carbamazepin, Valproinsäure oder Lamotrigin Die genauen Wirkungsweisen, insbesondere die des Lithiums, in Form von Lithiumcarbonat eingenommen, sind bisher noch ungeklärt.

13 Koffein, Alkohol, Drogen Koffein wirkt sich ungünstig auf die Schlafdauer aus und fördert Nervosität und Unruhe; Bipolare können in besonderer Weise dafür anfällig sein und könnten eine Manie dadurch auslösen Alkohol wirkt sich – neben der Gefahr einer Abhängigkeit – entgegen populärer Ansichten negativ auf Schlaftiefe und Schlafdauer aus und wirkt enthemmend, was einer antimanischen Prophylaxe entgegensteht. Auf der anderen Seite verstärkt Alkohol Depressivität Nikotin erschwert die medikamentöse Behandlung, da die korrekte Einstellung durch den Konsum beeinträchtigt wird. Kokain steht ebenfalls im Verdacht, Manien auszulösen, und in der Tat gibt es Verhaltensähnlichkeiten zwischen einem Maniker und einer Person, die Kokain als Rauschdroge missbraucht.

14 Cannabis wird von einigen Bipolaren gerne als Eigenmedikation angewandt. Trotz der womöglich positiven Effekte darf nicht vergessen werden, dass gerade Zurückgezogenheit und Trägheit (depressive Merkmale), sowie Paranoia und Verfolgungswahn (manische Merkmale), durch Marihuana um ein Vielfaches gesteigert werden können, was der Gesundung wiederum entgegenwirkt. Amphetamin (Speed) kann in seinem Wirkungsverlauf sowohl manische Symptome auf dem Höhepunkt des Tripps, sowie depressive Muster beim Nachlassen der Euphorie auslösen. Amphetamine begünstigen extreme Stimmungsschwankungen, wobei u.a. Ruhelosigkeit, Schlafmangel und eintretende Unsicherheit die wohl langfristigsten Auswirkungen auf die Psyche haben können.

15 Psychotherapie Sinnvoll ist eine auf die Krankheit abgestimmte kognitive Verhaltenstherapie und/oder Gesprächspsychotherapie und/oder Soziotherapie und/oder Psychoedukation Empfehlenswert sind außerdem Selbsthilfegruppen Sinnvoll für Betroffene ist es, eigene Warnsysteme zu entwickeln, um nicht wieder in extreme Phasen zu geraten, Bsp: Selbststeuerungskonzepten, Stress-Management-Training, Selbstbeobachtung, Selbstregulation und Selbstmanagement Das Erkennen der persönlichen Frühwarnzeichen der depressiven, manischen oder gemischten Phasen und ein rechtzeitiges Gegensteuern durch entsprechendes Verhalten Ein geregeltes, stressfreies, erfülltes Leben mit ausreichend Schlaf, Bewegung (Sport) und Meditation oder Yoga kann neue Episoden verzögern, oder seltener auch, ganz verhindern Voraussetzung dafür ist, dass sich Betroffene von den Folgen der letzten Episode erholt haben.


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