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Europäische Betriebsräte Gewerkschaftliche Betriebspolitik in europäischer Perspektive Die Arbeit des EBR-Teams der IG Metall Aline Hoffmann / Marika Varga.

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Präsentation zum Thema: "Europäische Betriebsräte Gewerkschaftliche Betriebspolitik in europäischer Perspektive Die Arbeit des EBR-Teams der IG Metall Aline Hoffmann / Marika Varga."—  Präsentation transkript:

1 Europäische Betriebsräte Gewerkschaftliche Betriebspolitik in europäischer Perspektive Die Arbeit des EBR-Teams der IG Metall Aline Hoffmann / Marika Varga Bad Orb, 13. April 2005

2 Europäische Betriebsräte 2EBR Team 2005 Überblick 1) Wozu Europäische Betriebsräte? 2) Der EMB und Eurobetriebsräte 3) Die Arbeit des EBR-Teams beim IG Metall Vorstand

3 Europäische Betriebsräte 3EBR Team 2005 Zentralisierung der Unternehmenspolitik Unternehmensentscheidungen werden zunehmend auf zentraler Ebene gefällt:  Gesamtbetriebsäte / Konzernbetriebsräte (BetrVG) Z.B. Arbeitszeitmodelle, Arbeitsorganisation, Aus- und Weiterbildung, Leistungsbeurteilung, etc.

4 Europäische Betriebsräte 4EBR Team 2005 Zentralisierung heisst auch Europäisierung Im integrierten Europa heisst “Zentral” eben über Ländergrenzen hinweg:  EU-Richtlinie 94/45/EG  Gesetz über Europäische Betriebsräte – EBRG

5 Europäische Betriebsräte 5EBR Team 2005 Es geht um standortübergreifende gewerkschaftliche Betriebspolitik Stärken bündeln Schwächen ausgleichen Standortkonkurrenz entgegenwirken Frühzeitig auf Unternehmenspolitik reagieren Eigene Themen gemeinsam besetzen & vorantreiben Zugang zum Vorstand, zur GL auf zentraler Ebene...

6 Europäische Betriebsräte 6EBR Team 2005 Die EBR-Richtlinie & nationale Gesetze Seit 1996 gilt: EBR-fähige Unternehmen haben:  mehr als 1000 Beschäftigte in 28 Anwenderstaaten  mindestens 150 Beschäftigte in mindestens 2 Ländern EBR müssen verhandelt werden  Antragstellung aus 2 Ländern  Verhandlungsgremium international besetzt  Alle Rechte in Vereinbarung festgehalten  Verhandlungskoordination durch den EMB  EMB/IGM Mustervereinbarung

7 Europäische Betriebsräte 7EBR Team 2005 EBRs in multinationalen Unternehmen  Interessenvertretung auf europäischer Ebene  Informations- und Gedankenaustausch über Ländergrenzen  Rechtzeitige Information über Unternehmensstrategie und Unternehmensentwicklungen  koordiniertes Vorgehen – Entwicklung einer gemeinsamen Strategie  Akteur in Europa: Wettbewerbsbehörde der EU-Kommission  EBRs werden zu Verhandlungspartnern  Achtung: Tarifvorbehalt!

8 Europäische Betriebsräte Der EMB und EBRs

9 Europäische Betriebsräte 9EBR Team 2005 Verzahnte Arbeitsbereiche des EMB Industriepolitik IKT Stahl Aufzüge Schiffbau Automobil Wehrtechnik Luft & Raumfahrt Tarifpolitik Koordinierung der Tarifpolitik Datenbank EUCOBA Ziel: Europäische Tarifpoltik Unternehmens- politik EBR SE Umstrukturierung, Fusionen, etc EU-Gesetzgebung & Rechtsprechung ChancengleichheitAus- & WeiterbildungEU-Erweiterung

10 Europäische Betriebsräte 10EBR Team 2005 Unternehmenspolitischer Aussschuss  Koordination bei EBR-Gründung & Neuverhandlung:  Qualität der EBR-Vereinbarungen sichern  Europaweite Koordinierung und Betreuung der EBRs  EU-Erweiterung (EBR-Erweiterung, Kooperation mit Gewerkschaften)  Ausbau und Qualifizierung des Koordinator/innen-Netzwerks  Revision der Richtlinie, Europäische Gesetzgebung und Rechtsprechung  Entwicklung einer europäischen Unternehmenspolitik  Europäische Aktiengesellschaft – SE

11 Europäische Betriebsräte 11EBR Team 2005 EBR-Koordinatoren: Rolle & Aufgabe Im Auftrag des EMB sorgen die EBR-Koordinatoren für:  eine europäische Sichtweise und die Überwindung nationaler Schranken.  Transparenz der politischen Ziele und Aufgaben des EMB und seiner Mitgliedsgewerkschaften  Ansprechpartner für alle Gewerkschaften Schwerpunktaufgabe Informationsfluss EMB Einzelgewerkschaften EBR Nationale Interessenvertretungen

12 Europäische Betriebsräte Das EBR Team beim Vorstand der IG Metall

13 Europäische Betriebsräte 13EBR Team 2005 Das Arbeitsfeld des EBR-Teams EBR- Neugründung Europäisierung der Betriebspolitik Betreuung EBR- Beauftragte Qualifizierung  Materialien  politische Koordination Einflussnahme auf Gesetzgebung  Forschungsunterstützung

14 Europäische Betriebsräte EBR-Team – Zum Stand der Dinge  IG Metall betreut  96 EBRs im Auftrag des EMB (Metall)  5 EBRs im Auftrag der EFBH (Holz)  5 EBRs im Auftrag der EGV:TBL (Textil/Bekleidung)  Mitglieder der IG Metall in ca. 130 weiteren EBRs  Großunternehmen sind weitgehend abgedeckt (Deckungsgrad: ca. 70 % der betroffenen Arbeitnehmer/innen) Es sind noch ca. 90–100 EBRs zu gründen  eher mittelgroße Unternehmen  fehlende betriebliche & betriebsübergreifende Strukturen  weniger Anbindung an die IG Metall  BR nicht immer von Notwendigkeit eines EBRs überzeugt

15 Europäische Betriebsräte 15EBR Team 2005 Vorstandsbereichsübergreifende Teamstruktur  FB Betriebs- und Mitbestimmungspolitik (Teamleitung, Teambüro)  FB Internationales / Europa  FB Bildung  FB Handwerk / Betriebspolitik KMU

16 Europäische Betriebsräte 16EBR Team 2005 Koordination & Betreuung der EBR-Arbeit Zuständigkeiten nach Bezirken / Branchen Begleitung von EBR-Gründungen Unterstützung der EBR-Beauftragten Einzelberatung -nur in Sonderfällen -mit enger Einbindung der EBR-Beauftragten Materialien / Internet Qualifizierung / Workshops Zusammenarbeit mit europäischen Gewerkschaften EMB: Ausschuss Unternehmenspolititik Standardaufgaben

17 Europäische Betriebsräte 17EBR Team 2005 Gezielte Ansprache / Einbindung von EBR-Beauftragten  Stärkere Verbreitung unseres Unterstützungsangebots  Informations- und Erfahrungsaustausch EBRs als Verhandlungspartner etablieren  Handlungshilfen  Verbreitung der Beispiele der Vorreiter  Verzahnung mit nationalen Strukturen – Beachtung von Tarifvorbehalten in anderen europäischen Ländern „EBR-Mainstreaming“  Verzahnung mit VL-/BR-/GBR-/KBR Arbeit  Vernetzung mit Strategien und Vorarbeiten aus anderen Gliederungen der IG Metall Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit Strategische Ansätze

18 Europäische Betriebsräte 18EBR Team 2005 Arbeitsschwerpunkte Begleitung der EU-Erweiterung  Beratung & Unterstützung Handlungshilfen  Weiterentwicklung und Verbreitung Juristisches  Weiterentwicklung der EBR-Mustervereinbarung  Durchsetzung von EBR-Rechten -Aufarbeitung Stand der Dinge -Prüfen, ob exemplarische gerichtliche Durchsetzung möglich  Aktuell: Umgang mit Standortkonkurrenz

19 Europäische Betriebsräte 19EBR Team 2005 EBR Handlungshilfen Veröffentlicht: EBRs Go East: Anleitung zur EBR Erweiterung Gewerkschaften und Interessenvertretung in den Beitrittsländern Internationale Rahmenvereinbarungen zu Kernarbeitsnormen Hinterm Horizont geht‘s weiter: Qualifizierung für EBR-Mitglieder Hast Du keinen, gründ‘ Dir einen Gleichstellung von Frauen und Männern Umgang mit Fusionen Umgang mit wirtschaftlichen Daten In Arbeit: Arbeitnehmerdatenschutz Aus- und Weiterbildung Arbeits- und Gesundheitsschutz Anti-Diskriminierung

20 Europäische Betriebsräte 20EBR Team 2005 Verlagerungsdrohungen / Standortkonkurrenz  Unsicherheit bei Belegschaften, Vertrauensleuten und Betriebsräten  EBRs können beitragen, Unsicherheiten zu verringern, denn:  Umstrukturierung ist ein europäisches, nicht ein deutsches Phänomen Wie?  Zwischen Arbeitnehmervertretern im EBR  Informations- und Erfahrungsaustausch: frühzeitig und laufend  Absprachen, gemeinsame Strategien vor Ort  Gegenüber dem Arbeitgeber  Informations- und Konsultationsrechte durchsetzen  Rahmenvereinbarung/Mindeststandards abschließen  Einbeziehung der Gewerkschaften und des EMB

21 Europäische Betriebsräte 21EBR Team 2005 EBRs sind ein richtiger Ansatz Strategie muss auch weitergehen, Hand in Hand mit Koordinierung europäischer Tarifpolitik, Europäischer Industriepolitik informellen Strukturen, Unternehemensbezogenen gewerkschaftlichen Netzwerken... Unsere Kernfrage:  Was wollen wir mit EBRs eigentlich erreichen?

22 Europäische Betriebsräte 22EBR Team 2005 Rückbesinnung: Was machen wir auf nationaler Ebene? Wir reden miteinander, tauschen uns aus, versuchen, uns gemeinsam und nicht gegen einander zu wehren, weil Solidarität weder naturwüchsig noch hierarchisch erzwingbar ist. Beteiligungsorientierte Betriebspolitik  bessere Informationsbasis  Transparenz, Vertrauen, Einsicht  sichert Verbindlichkeit: Lösungen werden zu Eigen gemacht  Nicht Macht, sondern Überzeugung ist stabile Grundlage Beteiligung unterdrückt Interessensunterschiede nicht, sondern greift sie auf und macht sie zur Grundlage der Entscheidungsfindung.

23 Europäische Betriebsräte 23EBR Team 2005 Was national richtig und erstrebenswert ist, kann auf europäischer Ebene nicht falsch sein  Aber wie?  Beteiligung & Solidarität sind auf europäischer Ebene schwieriger zu organisieren:  Sprach- und Kulturbarrieren  Misstrauen  Ungleiche Informationsbasis  Weniger Gelegenheit, sich kennen und vertrauen zu lernen  Schwacher EBR-Unterbau (Ausschüsse, BR, VL, etc.)  Unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten und Strategien  Unklare Entscheidungsfindung im EBR  weniger eigene Kontrollmöglichkeiten

24 Europäische Betriebsräte 24EBR Team 2005 Besondere Verantwortung der IG Metall in Europa Alle Gewerkschaften in Europa schauen auf uns.  Wenn wir nachgeben müssen, schwächt das die gesamte europäische Gewerkschaftsbewegung. Verlagerungsdrohung an sich ist noch kein “Härtefall”, sondern ein Erpressungsversuch  Einzige Antwort auf Erpressung ist Schulterschluss.

25 Europäische Betriebsräte 25EBR Team 2005 Was tun?  Länderübergreifende Auswirkungen vorhersehen, mitdenken, ansprechen  Koordinierung nationaler „Verhandlungen“  Wenn Schönheitswettbewerb, dann transparent!  Zusammenarbeit organisieren & durchhalten  Stellung beziehen!  In aller Öffentlichkeit sagen & beweisen: wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen  Fehleinschätzungen entgegenwirken  Mitbestimmungsrechte nicht das einzige Mittel  Informations- und Konsultationsanspruch und Kooperation können und müssen durchgesetzt werden!

26 Europäische Betriebsräte 26EBR Team 2005 Aus Konkurrenz Solidarität? Verflechtung bedeutet gegenseitige Abhängigkeit; Gegenseitige Abhängigkeit bedeutet KonkurrenzoderSolidarität Zusätzlich zur Herausforderung der unterschiedlichen Sprachen, Kulturen, Machtressourcen im EBR: Wie schaffen wir Solidarität statt Konkurrenz?


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