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Die Schweizer Gemeinden – Exkurs: Size and Local Democracy Prof. Andreas Ladner FHS St. Gallen 6./7. November 2014.

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Präsentation zum Thema: "Die Schweizer Gemeinden – Exkurs: Size and Local Democracy Prof. Andreas Ladner FHS St. Gallen 6./7. November 2014."—  Präsentation transkript:

1 Die Schweizer Gemeinden – Exkurs: Size and Local Democracy Prof. Andreas Ladner FHS St. Gallen 6./7. November 2014

2 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Dahl/Tufte (1973): Size and Democracy:  Zusammenhang zwischen „Demokratie“ und „Grösse“?  Wie gross muss ein politisches System sein, damit eine Kontrolle durch die Bürgerschaft erleichtert wird?  Vor- und Nachteile unterschiedlich grosser politischer Systeme?

3 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Aktualität vor 30 Jahren:  Bevölkerungsexplosion, Urbanisierungsprozess  Kleine europäische Demokratien -> föderatives Europa  Grass roots democracy, grössere Bürgernähe

4 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Aktualität heute  Gemeindefusionen  Regionsmodelle  Agglomerationen  Kantonsfusionen  EU

5 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Platon ( v. Chr.) Die Vereinigung der Bürgerschaft soll so gross sein, dass alle einander kennen und sich möglichst freundlich gesinnt sind. Optimale Zahl: 5040 Familienoberhäupter. Laws, in The Dialogues of Plato. Vol. II: V, 738, 742; VI 771

6 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Aristoteles ( v. Chr.) Optimale Grösse der Polis: Mindestens so gross, dass sich die Bevölkerung selbst versorgen kann. Höchstens so gross, dass die Leute den Charakter der anderen noch kennen. Zudem sollte sich alle auf einem Platz versammeln können und den Sprecher noch hören. Politics, p. 292

7 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Rousseau ( ) Für Rousseau variieren die Möglichkeiten der Bürger sich effektiv an der Politik zu beteiligen umgekehrt mit der Grösse. Je mehr Bürger, desto kleiner wird der Anteil des Einzelnen an der Entscheidung. Gleichheit, Beteiligung, Kontrolle über die Regierung, politische Rationalität, Freundlichkeit und bürgerlicher Konsens gehen zurück, wenn die Bevölkerung und das Territorium eines Staates grösser werden. „Du Contrat social“, versch. Passagen

8 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Montesquieu ( ) “Si une république est petite, elle est détruite par une force étrangère; si elle est grande, elle se détruit par vice intérieur.” De l’Esprit des lois, Livre IX, Chapitre 1.

9 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | John Stuart Mill ( ): „But since all cannot, in a community exceeding a single small town, participate personally in any but very minor portions of the public business, it follows, that the ideal type of a government must be representative.“ “Representative Government”

10 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Critical juncture: Herausbildung der Nationalstaaten Der Stadt-Staat entspricht je länger je weniger der Wirklichkeit. Der Ort der Demokratie verlagerte sich von den kleineren Einheiten zum Nationalstaat.

11 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Korrektive Elemente wie...  Repräsentationsprinzip  Gewaltenteilung  Föderalismus  verhelfen den „grossen“ Demokratien zum Durchbruch vgl. Federalist Papers/Tocqueville/Montesquieu/Mill

12 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Aber: Die klassische Vorstellung der alten Griechen und von Rousseau von der „wahren“ Demokratie, und damit auch von den Vorteilen der Kleinheit, ist nie ganz verschwunden. Sie findet sich bei den Gegnern einer Zentralisierung, den Anhängern autonomer lokalen Einheiten, den Anhängern der partizipatorischen, grass-roots Demokratie.

13 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Theoretische Grundlagen (1)  Define and measure democracy without being normative? (vgl. Problem Demokratiebarometer)  Democracy: Input vs. Output orientation  System capacity vs. Citizens effectiveness (democratic dilemma, Dahl and others)

14 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Theoretische Grundlagen (2) Erklärung auf der Kontextebene - zwei theoretische Modelle:  Decline of Community  Politische Mobilisierung Verba and Nie (1978: 270 f.)

15 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Wie kann die „Qualität der Demokratie“ operationalisiert werden?  Zufriedenheit der BürgerInnen und Bürger  ihr politisches Interesse  Kenntnisse über die politischen Zusammenhänge,  persönliche Voraussetzungen zur Politikbeteiligung  wahrgenommene Möglichkeiten zur Politikbeteiligung  Mobilisierungs- und Organisationsmöglichkeiten  Partizipation. Aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger!

16 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Einflussfaktoren für Ausprägung und Qualität lokaler Demokratie

17 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Kurze Vorbemerkung Unterschiede zwischen grossen und kleinen Gemeinden heisst nicht zwingend, dass die Gemeindegrösse einen Einfluss hat. Zwei Analysemöglichkeiten A): Gibt es Unterschiede zwischen grossen und kleinen Gemeinden? B): Erklärt die Gemeindegrösse diese Unterschiede?

18 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Interesse an lokaler, nationaler und internationaler Politik (nach Ländern)

19 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Interesse an lokaler, nationaler und inter- nationaler Politik (nach Gemeindegrösse) Lokale Politik, Pearson corr =.028, sig. =.838, N = 56; nationale Politik, Pearson corr =.339*, sig. =.011, N = 56; internationale Politik, Pearson corr =.293*, sig. =.028, N = 56.

20 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Interesse: Multilevelanalyse Kontextdaten

21 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Wissen: Name des Gemeinde- /Stadtpräsidenten (int. Vergleich )

22 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Wissen: Name des Gemeindepräsidenten und Gemeindegrösse Ungewichtete Werte, signifikanter negativer Zusammenhang zwischen Gemeindegrösse und Anteil richtiger Antworten (pearson corr = -.338*, sig. =.011, N = 56)

23 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Durchschnittliche Wahlbeteiligung auf den drei Ebenen nach Gemeindegrösse Quelle: Gemeindeschreiberbefragung 2005

24 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Wahlbereitschaft und Gemeindegrösse (SLD) Signifikanter negativer Zusammenhang zwischen der Gemeindegrösse und dem Anteil an Personen, die sich fast immer oder immer an lokalen Wahlen beteiligen (pearson corr = -.264*, sig. =.050, N = 56), ungewichtete Werte.

25 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Multilevelanalyse Kontextdaten: Wahlbereitschaft Lokale Wahlen

26 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Multilevelanalyse Individualdaten: Wahlbereitschaft Lokale Wahlen (1)

27 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Multilevelanalyse Individualdaten: Wahlbereitschaft Lokale Wahlen (2)

28 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Zusammenfassung und Schlussfolgerung

29 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Auswirkung Gemeindegrösse auf einzelne Indikatoren der Demokratiequalität

30 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Fazit (1) Es gibt den kommunalen Sonderfall Schweiz, zumindest teilweise: –Lokalpolitik geringe Bedeutung (!), –Interesse hoch, –Wissen tief, –Vertrauen in Gemeinderat hoch, –Zufriedenheit mit den Dienstleistungen hoch, –Wahlbeteiligung tief.

31 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Fazit (2) „Decline of Community“ Modell hat die besseren Karten

32 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Vermutung Size Democracy Decline of Community Mobilization

33 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | Fazit (3) - Transfer Grössere Gemeinden und Kantone führen (ceteris paribus) nicht uneingeschränkt zu einer Verbesserung der Demokratiequalität.

34 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 |

35 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 |

36 | ©IDHEAP – | | 02/04/2015 | And finally!


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