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Gendersensibilität im schulpsychologischen Alltag Lehrgang für Seminarlehrer Psychologie an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen.

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Präsentation zum Thema: "Gendersensibilität im schulpsychologischen Alltag Lehrgang für Seminarlehrer Psychologie an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen."—  Präsentation transkript:

1 Gendersensibilität im schulpsychologischen Alltag Lehrgang für Seminarlehrer Psychologie an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen 8./ Dr. S. Seiler

2 Reflexionsübung I Wenn Sie an Ihre eigene Schulzeit zurückdenken: Können Sie Situationen erinnern, in denen ihr Geschlecht eine wichtige Rolle gespielt hat?  Imaginationsübung und Diskussion

3 Reflexionsübung II Wenn Sie an die Kindheit und Jugend in Ihrer Familie zurückdenken: In welchen Situationen hat es eine Rolle gespielt, dass Sie ein Junge/ein Mädchen waren?  Imaginationsübung und Diskussion

4 Fallarbeit Im Folgenden wollen wir aktuelle „Fälle“ von Kindern/Jugendlichen besprechen, bei denen das Thema „gender“ oder der Einfluss des Geschlechts auf die Beratung einen wichtigen Einfluss hatten. Dazu darf ich Ihnen zunächst ein Rahmenmodell für mögliche Einflussfaktoren auf Pubertätsentwicklung vorstellen:

5 Männlicher Jugendlicher Weibliche Jugendliche Biologische Bedingungen – Entwicklung der Sexualität Motive der Persönlichkeits- entwicklung FAMILIÄRE BEDINGUNGEN GESELLSCHAFTLICHE (RAHMEN)BEDINGUNGEN 3. Gehirnreifung  Lösen und Neu- knüpfung neuro- naler Strukturen  Moralentw. 2. Hormonelle Veränderungen 1. Körperliche Veränderungen - Sexualorgane - Wachstum - Gewicht Identität: „wer bin ich?“ „was kann ich?“ „was will ich?“ Autonomie: - Autarkie - Bezogenheit WerteNormen GlaubenssätzeRollen(vor)bilder Familienstruktur und –dynamik: - Verstrickung - Übernahme von Lebensthemen Paarbeziehung der Eltern: Harmonisierung vs. Konflikt Präsenz des Themas Sexualisierung der Gesellschaft Gesellschaftliche Normen und Werte (z. B.: Gesellschaftlicher Zwang zur Individualisierung) Verfügbarkeit von Informationen Internet -„flache“ Beziehungen - Enthemmung Existenzielle Bedrohungen INDIVIDUELLE BEDINGUNGEN

6 „Andrea“ 3. Gehirnreifung „frühreif“ in Interessen 2. Hormonelle Veränderungen stark impulsives Mädchen mit selbst- und fremdgefährdendem Verhalten 1. Körperliche Veränderungen Frühe körperl. Entwicklung, Menarche mit 11, attraktiv Autonomie Stark ambivalent zwischen Streben nach Autonomie und Bezogenheit: Bindung im 13. LJ an 7 Jahre älteren Mann, sexuelle Abhängigkeit vs. Promiskuität, starke Abgrenzung von Eltern Werte: Arbeit, Sicherheit, Individualisierung Bildung Normen: Kein Sex vor der Heirat, autoritäres Menschenbild Familienstruktur und –dynamik Identifikation mit dem Vater Geschwisterrivalität mit jüngerer Schwester Präsenz des Themas Sexualität: Überfordernd für die wertkonservative Familie Gesellschaftliche Normen und Werte Umzug im 8. LJ von Südafrika nach Deutschland Identität Identitätsprobleme durch Gewichts- zunahme Rollen(vor)bilder Vater gewalttätig, schlägt Andrea mit Gürtel, Mutter ordnet sich unter

7 3. Gehirnreifung Kognitive und emotionale Überforderung mit frühzeitiger körperlicher Entwicklung 2. Hormonelle Veränderungen Extreme Stimmungsschwankungen, massiv tätlich gegen Mutter 1. Körperliche Veränderungen Menarche im 10. LJ, starkes Impuls- steuerungsdefizit, adipös Identität Hadert mit Gewicht Schulische Leistungen schlecht Negatives Selbstbild Autonomie Extreme Abgrenzung innerhalb Familie, schlechte soziale Integration Rollen(vor)bilder Mutter sehr „zickig“ und angriffslustig in Paarbeziehung, stark auf feminine Erscheinung fixiert, verbal stark durchsetzungsfähig und beruflich erfolgreiche Familienstruktur und –dynamik Identifikation und Konkurrenz mit Mutter Koalition gegen Vater Einzelkind Paarbeziehung der Eltern Konfliktreiche Beziehung um schlecht abgelösten Vater Gesellschaftliche Normen und Werte Stark individualisierte Familie, hohes Bildungsniveau, materieller Wohlstand Internet Kompensation von Selbstwertdefiziten über Chaten und Spiele „Sarah“

8 „Alexander“ 3. Gehirnreifung Kognitiv schwach begabt, schnell über- fordert, aufmerk- samkeitsgestört 2. Hormonelle Veränderungen Hypothese: zu wenig Testosteron 1. Körperliche Veränderungen feminin, schwache Ausprägung primä- rer und sekundärer Geschlechtsmerk- male Identität Störung der Geschlechtsidentität Soziale Vergleichsprozesse selbstwertmindernd, weibliche Interessen (Mode, Schminken, Nägel) Autonomie keine Freunde, sozialer Rückzug und Vereinsamung, enge Bindung, keine Ablösung Werte liebevolle, „weiche“ Eltern, die kaum Grenzen setzen Rollen(vor)bilder Vater uneindeutige Geschlechtsidentität, „alte“ Eltern, die keine zeitgemäße Orientierung ermöglichen, sozial und beruflich schlecht integriert, „Einzelgänger“, „hölzern“, wenig kommunikativ Familienstruktur und –dynamik Triangulierung Identifikation mit Mutter Paarbeziehung der Eltern Harmonisierende Paarbeziehung


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