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Über die verheerenden Folgen der Tropischen Armutskrankheiten Dr. med. Matthias Vennemann DTM&H (London), MPH (JHU) International Health Consultant.

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Präsentation zum Thema: "Über die verheerenden Folgen der Tropischen Armutskrankheiten Dr. med. Matthias Vennemann DTM&H (London), MPH (JHU) International Health Consultant."—  Präsentation transkript:

1 Über die verheerenden Folgen der Tropischen Armutskrankheiten Dr. med. Matthias Vennemann DTM&H (London), MPH (JHU) International Health Consultant

2 „Fahrplan“ Nachdenken über Gesundheit und Entwicklung Gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Folgen der Tropischen Armutskrankheiten/ NTDs

3 Wie das Verhältnis von Gesundheit und Entwicklung in Deutschland lange gesehen wurde … „ Zur Prävention von Krankheit und Gesundheits- störungen [in Entwicklungsländern] ist vorrangig Armut zu bekämpfen“ (Wissenschaftlichen Beirats beim BMZ. (2000) Gesundheit und Entwicklungszusammenarbeit am Beginn des 21. Jahrhunderts) “Krankheiten der Armut können nur durch Bekämpfung der Armut und weniger durch Medizin beseitigt werden (…) ”. (Hans-Joachim Diesfeld: (1989) Gesundheitsproblematik der Dritten Welt, S. 123)

4 Die Wechselbeziehung zwischen Gesundheit und Armut „Anhaltend schlechte Gesundheit in einer Bevölkerung ist gleichzeitig Ursache und Folge eines niedrigen Einkommens– und Bildungsniveaus, enger Wohnverhältnisse und schlechter Ernährung.“ Myrdal G. (1952) Economic aspects of health. Chronicle of the World Health Organization. 6:

5 G 8 Kommunique: Okinawa 2000 „Gesundheit ist der Grundstein für den Wohlstand. Gesundheit trägt direkt zu Wirtschaftswachstum bei, während mangelnde Gesundheit die Armut verschärft.“

6 Wie die Verbesserung der Gesundheit zum Wachstum von privaten Einkommen und Nationaleinkommen in Entwicklungsländern beitragen Steigende Arbeitsproduktivität der Erwerbsbevölkerung Bessere Chancen für Kinder auf gesunde kognitive Entwicklung und Bildung Aussicht auf ein längeres, gesünderes Leben fördert Investitionen in die Bildung von Kindern Höhere Lebenserwartung erhöht Sparquote und Investitionen Die Kontrolle von endemischen Krankheiten (z. B. Flussblindheit) erschließt natürliche Ressourcen (Land). „Demographische Dividende“ Quelle: „Lancet Kommission über Investitionen in Gesundheit.“

7 Eine Revolution in der internationalen EZ im Gesundheitsbereich MDGs mit starker Gesundheitskomponente Massive Steigerungen der internationalen EZ für Aids, TB, Malaria, Mütter- und Kindergesundheit auf ca. 30 Mio US $ im Jahr 2013 Neue Arrangements für „ODA for Health“: GFATM; GAVI, Gates Foundation Verbreitung von kosten- wirksamen Gesundheits- interventionen Quelle: IHME

8 In Gesundheit zu investieren, lohnt sich für die Menschen! Weltweit ging die Zahl der Todesfälle bei Kindern unter 5 Jahren von 12,6 Millionen im Jahr 1990 auf 6.6 Mio. im Jahr 2012 zurück. Der Anteil der Geburten, die von Gesundheitsfachpersonal betreut werden, hat in EL zugenommen. Weltweit sind die neuen HIV- Infektionen zwischen 2001 und 2012 um 33% zurückgegangen. Die Aidssterblichkeit ist seit 2005 um 21% gesunken. Trends bei den Tuberkulosefällen und bei der TBC-Sterblichkeit sind rückläufig. Im Zeitraum sind Malaria Häufigkeit und Sterblichkeit um 29% bzw. 42% zurückgegangen..

9 1,4 Mrd. potenziell Betroffene! Die NTDs und ihre Opfer? Hätte man beinahe vergessen!

10 WHO NTD ROADMAP Die WHO hat seit 2012 ein schlüssiges Konzept zur NTD Bekämpfung Derzeit entwickeln 74 Länder Programme zu ihrer Bekämpfung nach WHO Muster

11 LONDON DECLARATION ON NTDS 2012 „Zielkrankheiten“ – Lymphatische Filariose – Trachom – Geohelminthen (Ascariasis; Trichuriasis; Hakenwürmer) – Onchozerkose – Schistosomiasis – Lepra – Drakunkulose (Guineawurm) – Kala-Azar – Schlafkrankheit – Chagas-Krankheit Kostenwirksame Interventionen: Präventive Chemotherapie Intensivierte Fallfindung und Chemotherapie Vektorkontrolle

12 NTDs: Fakten Die meisten von NTD-Betroffenen sind Arme in tropischen und subtropischen Regionen in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen Oft sind arme Bevölkerungen gleich von mehreren dieser Krankheiten befallen Wesentliche Ursache sind schlechte Lebens und Wohn- verhältnisse und Probleme bei der Wasser- und sanitären Grundversorgung Kinder sind für viele NTDs besonders anfällig

13 An vernachlässigten Tropenkrankheiten sterben jedes Jahr etwa 500,000 Menschen Die Neglected Tropical Diseases sind millionenfach die Ursache von Gedeih- und Entwicklungsstörungen von Kindern, von chronischem Leiden und dauerhafter Behinderung. Gleichzeitig können viele NTDs mit heute vorhandenen Mitteln einfach und sicher verhütet oder behandelt werden. NTDs: Fakten

14 Einige vernachlässigte Tropenkrankheiten gehören wahrscheinlich zu den scheußlichsten Leiden, von denen Sie bisher noch nie etwas gehört hatten.

15

16 Hakenwurmbefall ist neben Malaria eine wesentliche Ursache von Blutarmut bei Schwangeren und Kindern. Bei Schwangeren: Lebensgefahr bei Blutungen unter der Geburt Bei Kindern: Gedeih- und Entwicklungsstörungen Der Hakenwurm ist ein Vampir!

17 Lepra Peitschen-, Spul- oder Hakenwurmbefall Bilharziose (Schistosomiasis)

18 Trachom Onchozerkose Lepra Guineawurm Filariose

19 NTDs: Fakten NTDs sind eine direkte Ursache von Armut: Weil Stigma und Ausgrenzung gesellschaftliche Teilhabe von Betroffenen einschränken Weil sie die geistige und körperliche Entwicklung von Kindern behindern und damit ihre Lebenschancen vermindern Weil sie die wirtschaftliche Produktivität und Arbeitsfähigkeit der Menschen verringern, und Weil sie die Ökonomien der Entwicklungsländer jedes Jahr Milliarden von Dollar kosten.

20 Erfolgsgeschichten

21 Hakenwurmbefall in den Südstaaten der USA: Anfang des 20. Jahrhundert Anfang des 20. Jahrhunderts waren 40% der Bevölkerung der Südstaaten der USA von Hakenwürmern befallen und blutarm. Hakenwurminfektionen haben die Lebenseinkommen von damals chronisch infizierten Kindern um 40% vermindert. Public Health Kampagnen (Hygiene, Behandlung) brachte das Hakenwurmproblem und andere Tropenkrankheiten im Laufe der Zeit unter Kontrolle. „Gesundheit ist der Grundstein für den Wohlstand.“.

22 Erfolge der Guineawurm-Bekämpfung Public Health Interventionen: Unterbrechung der Übertragung – Zugang zu sauberem Wasser – Sicherung von Wasserstellen – Wasserfilter – Aufklärung & Behandlung (s.Abbildung) In den letzten 20 Jahren ver- minderte sich die Zahl der Fälle von 900,000 Tausend pro Jahr in 12 endemischen Ländern auf ca in vier Ländern im Jahr 2011.

23 Bekämpfung der Flussblindheit in Afrika Seit 1974 Onchocerciasis Control Program (OCP) in 11 Westafrikanischen Ländern zunächst basierend auf Vektorkontrolle mit Insektiziden Seit 1995 African Programme for Onchocerciasis Control (APOC) in 19 Ländern in Zentral-, Ost und Südafrika Heute Massentherapie mit Ivermectin (Mectizan) gespendet von Merck & Co., Inc. wird in 115,000 ländlichen Gemeinden regelmäßig angewendet. +/- 90 Millionen Dosen Ivermectin pro Jahr Nachgewiesene Programmwirkungen: OCP zwischen 1975 und 2002 in Westafrika: Kontrolle der Erkrankung in 11 westafrikanischen Ländern 600,000 Fälle von Blindheit verhütet. 22 Millionen Kinder in endemischen Gebieten leben heute in Westafrika ohne Onchozerkoserisiko 25 Millionen Hektar Land an Flußläufen kann dort landwirtschaftlich wieder genutzt werden. APOC APOC verhindert in Zentral-, Ost- und Südafrika ca. 40,000 Fälle von Blindheit pro Jahr

24 Mass Deworming: A Best-Buy for Education and Health Source: Deworm the World

25 Fazit Ein stärkeres Engagement der deutschen Entwicklungspolitik bei der Bekämpfung der Tropischen Armutskrankheiten/NTDs in Zusammenarbeit mit WHO und London Declaration könnte nicht nur einen Beitrag dazu zu leisten, die Gesundheit der „Bottom Billion“ in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern. Es würde auch dabei helfen, die verheerenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen dieser Erkrankungen abzumildern und so den Menschen ermöglichen, Wege aus der Armut zu finden.

26 Vielen Dank!


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