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Ansätze zur Beendigung von Langzeitarbeitslosigkeit Öffentlich geförderte Beschäftigung in der Privatwirtschaft und bei gemeinnützigen Arbeitgebern Ergebnisse.

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Präsentation zum Thema: "Ansätze zur Beendigung von Langzeitarbeitslosigkeit Öffentlich geförderte Beschäftigung in der Privatwirtschaft und bei gemeinnützigen Arbeitgebern Ergebnisse."—  Präsentation transkript:

1 Ansätze zur Beendigung von Langzeitarbeitslosigkeit Öffentlich geförderte Beschäftigung in der Privatwirtschaft und bei gemeinnützigen Arbeitgebern Ergebnisse aus dem Modellprojekt „Passiv-Aktiv-Tausch“ Dr. Philipp Fuchs (ISG) Silke Hamann (IAB)

2 Ausgangslage Dynamik in der Grundsicherung nach dem SGB II nach wie vor gering  längere Bezugsdauern und geringeres Humankapital als bei Arbeitslosen im SGB III: nur 3,7% aller SGB-II-Arbeitslosen nahmen 2011 eine Beschäftigung auf vs. 14,5% im SGB III  oftmals nur kurzfristige Arbeitsaufnahmen – 12 Monate nach Aufnahme der Beschäftigung 48% der Fälle aus dem SGB II weiterhin in Beschäftigung vs. 62% im SGB III Diskussion um sozialen Arbeitsmarkt als Lösungsweg für „schwierigste“ Fälle im ALG-II-Bezug  Langfristige und umfangreiche Förderung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse  Finanzierbarkeit vs. Ermöglichung von Teilhabe, echte Chance auf ungeförderte Beschäftigung?

3 Ausgangslage Gegenwärtig drei Modellprojekte  PiB - Perspektive in Betrieben (BA-Projekt, bundesweit)  ausschließlich privatwirtschaftliche Arbeitgeber  ögB - öffentlich geförderte Beschäftigung (Sozialministerium NRW)  gemeinnützige Arbeitgeber und Beschäftigungsgesellschaften  PAT - Passiv-Aktiv-Tausch (Sozialministerium Baden-Württemberg)  privatwirtschaftliche wie auch gemeinnützige Arbeitgeber  Implikationen für die Ausgestaltung der Förderung und Beschäftigungsperspektiven?

4 Struktur des Projekts „Passiv-Aktiv-Tausch“ Förderung von erwerbsfähigen ALG-II-Beziehenden mit zwei „in der Person liegenden Vermittlungshemmnissen“ durch fast alle Jobcenter in Baden-Württemberg über §16e SGB II Subventionierung eines tariflich entlohnten, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses mit bis zu 75% der Lohnkosten für bis zu zwei Jahre Insgesamt knapp 500 Arbeitsplätze sowohl bei gemeinnützigen Arbeitgebern als auch in der Privatwirtschaft Zusätzlich finanzierte „pädagogische Begleitung“ der Geförderten während der Beschäftigung mit einer Betreuungsrelation von 1:15 aus Landesmitteln

5 Datenbasis und Fragestellung Schriftlich-postalische Befragungen unter Geförderten (n = 185) und Arbeitgebern (n = 173)  Rücklauf zufriedenstellend (39% bzw. 55%) und repräsentativ mit Blick auf beobachtbare Merkmale Online-Erhebung bei allen beteiligten Kommunen und Jobcentern (n = 40) Fallstudien in fünf Regionen; Interviews mit  Kommunalen Verantwortlichen, Vertretern des Jobcenters, Betreuungskräften, Arbeitgebern, Geförderten Zentrale Fragestellung des Vortrags:  Welche Unterschiede bestehen zwischen der Förderung besonders arbeitsmarktferner Langzeitarbeitsloser in der Privatwirtschaft und bei gemeinnützigen Trägern?

6 Nachfrage, Entstehung Stellen und Motive

7 Beschäftigung der Geförderten: Erfahrungen und Integration Höhere Anforderungen an Qualifikation der Geförderten in Privatwirtschaft:  40% in PW erwarten (mindestens) eine abgeschlossene Ausbildung, 13% unter den gemeinnützigen Betrieben Tätigkeiten: Arbeit bei gemeinnützigen Arbeitgebern ist stärker von Routinetätigkeiten geprägt  70% „trifft eher zu“ / „trifft sehr zu“ bei gemeinnützigen Arbeitgebern vs. 58% in der Privatwirtschaft Privatwirtschaft öfter positiv von Geförderten überrascht: „leistungsfähiger als erwartet“ (61% vs. 51%) - und Geförderte seltener als Belastung wahrgenommen (21% vs. 29%) Betriebliche Integration gelingt in Privatwirtschaft wie in gemeinnützigen Betrieben laut Betrieben und Geförderten fast durchgehend gut bis sehr gut

8 Effekte der geförderten Beschäftigung unter den Geförderten Höhere Bewertung der gesellschaftlichen Teilhabe (Median = 8 auf einer Skala von 1-10) als  in der Grundgesamtheit der SGB-II-Arbeitslosen (Referenz: PASS- Befragung des IAB, Median = 7)  bei Teilnehmenden in 1-Euro Jobs und anderen Maßnahmen in der Vergangenheit (PASS-Welle 3/1)  sogar genauso hoch wie bei Nicht-Leistungsbeziehenden  keine signifikanten Unterschiede in Abhängigkeit von Arbeitgeber

9 Anforderungen an die Betreuungskräfte Betreuung bei gemeinnützigen Arbeitgebern:  Weitgehend vertrautes Tätigkeitsbild aus anderen Maßnahmen  Fokus auf Betreuung / Bearbeitung von Vermittlungshemmnissen vs. Fokus auf Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt („Brückeneffekt“) Betreuung in der Privatwirtschaft:  Neues Tätigkeitsfeld für Betreuungskräfte  Bereitschaft der Arbeitgeber, Betreuung zuzulassen, variiert stark  Moderierung der betrieblichen Integration und Stabilisierung des Matches als zentrale Aufgaben  Bei Gelingen: realistische Chance der Überführung in ein ungefördertes Beschäftigungsverhältnis – „Klebeeffekte“  Risiko der Stigmatisierung der Geförderten im Betrieb durch Betreuung

10 Chance auf Weiterbeschäftigung aus Sicht der Geförderten und der Arbeitgeber Bessere Übernahmechancen aus AG-Sicht in Privatwirtschaft  48% in PW geben „sehr wahrscheinlich“ oder „eher wahrscheinlich“ an, 25% antworten so unter den gemeinnützigen Betrieben

11 Fazit Gemeinnützige Arbeitgeber: Fälle von formal erwerbsfähigen Leistungsbeziehenden, die z.T. auch mittelfristig den Anforderungen des 1. Arbeitsmarkts kaum gewachsen sind  Option eines sozialen Arbeitsmarkts im engen Sinne zur Ermöglichung von Erwerbsteilhabe und Generierung von Wohlfahrtseffekten Privatwirtschaft: Fälle von Leistungsbeziehenden mit schweren, aber überwindbaren individuellen Einschränkungen  Langfristige und generöse Subventionen können zuvor verstellte Zugänge zu Arbeitgebern schaffen und Klebeeffekte generieren Betreuung in beiden Fällen sinnvoll, bedarf aber unterschiedlicher Ansätze und Ziele  Bei Betreuung in der Privatwirtschaft gilt es, Erfahrungen zu sammeln und wirksame Ansätze zu entwickeln  Bei gemeinnützigen Arbeitgebern ist die Frage der Erwerbsfähigkeit und Perspektiven zu adressieren

12 Philipp Fuchs: Silke Hamann:


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