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Elementardidaktik 1 Gabriele Steinmair, MA. Seminaranforderungen 24.11.2014 2 Anwesenheit mind. 75% Qualitative und aktive Mitarbeit Erledigung der Arbeitsaufträge.

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1 Elementardidaktik 1 Gabriele Steinmair, MA

2 Seminaranforderungen Anwesenheit mind. 75% Qualitative und aktive Mitarbeit Erledigung der Arbeitsaufträge Schriftliche Prüfung am _______________

3 Inhalte Begriff „Didaktik“ Unterricht heute Sicht auf das Kind Schulfähigkeit Entwicklungsbeobachtungen Mirola – ein Beobachtungsverfahren für den Schulanfang Schuleingangsphase

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5 Schuleintritt Stunden „arbeiten“ Gruppe erleben Beziehungen aufbauen Organisation eines Schultages erleben Schrift entdecken

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15 Begriffsbestimmung DIDAKTIK ist eine Unterdisziplin der Pädagogik griechischen Ursprungs (didáskein) und bedeutet lehren, unterweisen, belehrt werden Berufswissenschaft von Lehrern und Lehrerinnen Didaktik ist die Theorie und Praxis des Lernens und Lehrens Sie kümmert sich um die Fragen WER, WAS, VON WEM, WANN, MIT WEM, WO,WIE, WOMIT und WOZU lernen soll.

16 3 Aufgaben der Didaktik Analyse (Beobachtung, Deskription und Deutung der Unterrichtswirklichkeit) Planung (des pädagogisch Wünschenswerten) Inszenierung von Unterricht (Umsetzung des Handlungsplanes) (vgl. Jank/Meyer, 1992)

17 Didaktik im weiteren Sinn Theorie vom Lehren und Lernen für alle Schularten, Fächer und Unterricht allgemein. allgemeine Gestaltung von Lernangeboten Didaktik im weiteren Sinn wird auch als Allgemeine Didaktik bezeichnet.

18 Didaktik im engeren Sinn Theorie des schulischen Unterrichts Es geht um Voraussetzungen, Möglichkeiten, Folgen und Grenzen des Lernens und Lehrens mit Blick auf ein spezielles Fach. Sie beschäftigt sich mit dem Lehren und Lernen bestimmter Inhalte aus dem Lehrplan und wird daher auch als Fachdidaktik bezeichnet.

19 Elementardidaktik Filtert aus der Allgemeinen Didaktik heraus, was für das Kind vor und nach dem Schuleintritt von elementarer Bedeutung ist. Wünschenswert wäre eine Elementardidaktik, die Bildungspläne für Kinder im Kindergarten und im Anfangsunterricht vereint. Die vier- bis achtjährigen Kinder könnten eine logische Einheit bilden könnten.

20 Unterrichtsmethode …ist der Weg zu einem durch die Didaktik festgelegten Ziel. Unterrichtsmethoden sind die Formen und Verfahren, mit denen Lehrkräfte Inhalte anbieten und Lernende sich Inhalte aneignen. Es geht dabei um die Fragen des Ablaufes, der Sozialform, die Wahl des Medieneinsatzes und der Materialien. Das unterrichtliche Geschick einer Lehrkraft besteht darin, die jeweils „passende“ Methode für einen bestimmten Inhalt und im Hinblick auf ein zu erreichendes Ziel hin auszuwählen.

21 Methodengerechtheit Lehrplanforderung Eine kindgerechte Schule muss prüfen, welche Methode zum jeweiligen Zeitpunkt zu einem bestimmten Kind passt. Das Festhalten an nur einer Methode kann keinesfalls kindgerecht sein. Bereitschaft, das eigene pädagogische Handeln ständig zu hinterfragen und auf dem neuersten wissenschaftlichen Stand zu halten.

22 Wesentlich für den Anfangsunterricht Es kommt auf die Einstellung und die Haltung der Lehrenden an. Nur spürbare Zuneigung kann ein ermutigendes, stützendes Lernklima erzeugen.

23 Wesentlich für den Anfangsunterricht Selbstbewusstsein aufbauen, indem nicht die Fehler gezählt, sondern die Stärken gestärkt werden.

24 Wesentlich für den Anfangsunterricht Besonders wichtig ist der Zeitfaktor: Zeit geben und Zeit lassen!

25 Wesentlich für den Anfangsunterricht Beharrlich einen Weg zu gehen, der sich an den Lernbedürfnissen der Kinder orientiert.

26 Wesentlich für den Anfangsunterricht Ein gesundes Maß an Heterogenität garantiert, dass Kinder von- und miteinander lernen.

27 Wesentlich für den Anfangsunterricht Beachten der unterschiedlichen Lerntypen, damit auf die entsprechenden Lernkanäle der Kinder eingegangen werden kann.

28 Wesentlich für den Anfangsunterricht Alle Sinneskanäle ansprechen, wobei die höchste Behaltensquote erzielt wird, wenn Kinder etwas selbst tun, handelnd mit Inhalten umgehen.

29 Wesentlich für den Anfangsunterricht Lernen stellt sich als höchst beziehungsabhängig heraus und kann durch den Aufbau guter Beziehungen gefördert werden.

30 Wesentlich für den Anfangsunterricht Positive Beziehungen wirken sich stimulierend auf die Lernbereitschaft und die Lernfähigkeit der Kinder aus.

31 Wesentlich für den Anfangsunterricht Dem Sozialen Lernen kommt eine enorme Bedeutung zu, weil nur gestärkte Persönlichkeiten auch Belastungen aushalten können.

32 Wesentlich für den Anfangsunterricht Es ist eine zentrale pädagogische Investition, dass aus einer am Schulanfang eher zufällig entstandenen Gruppe eine lernende Gemeinschaft wird.

33 Im Frühlicht: Donata Elschenbroich

34 Anthropologische Lerntheorien Lernen ist ein natürlicher Entwicklungsprozess Naturgegebene Anlagen entfalten sich aufgrund vorgegebener innerer Baupläne. Würde man anthropologische Theorien völlig ernst nehmen, müsste abgewartet werden, bis entsprechende Fähigkeiten von selbst ausgereift sind. Begrenzte Möglichkeiten, diesen Prozess in entsprechenden Lernumgebungen herauszufordern.

35 Anthropologische Lerntheorien Menschenbild, das auf die Lernfähigkeit und die Lernwilligkeit von Kindern vertraut Im anthropologischen Sinn ist Lernen ein ureigenes Phänomen des menschlichen Lebens, das jeden Menschen als lernwillig beschreibt.

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37 Behaviorismus Lernen folgt dem Lehren Lernen wird als Verhaltensänderung gesehen, die durch Konditionierung erfolgt. Beständiges Wiederholen, Üben und Verstärken sollen Fähigkeiten verfestigen. Fehler werden durch entsprechende Gestaltung der Lernumgebung sanktioniert, damit sie sich nicht falsch einschleifen. Im Zentrum stehen die Einwirkfaktoren der Umwelt.

38 Behaviorismus Auch in der heutigen Unterrichtspraxis sind noch ständige Bestätigungen oder Korrekturen durch die Lehrperson zu beobachten. Die Begründung im Bereich Deutsch dafür ist, dass sich ohne dies ständige Korrektur falsche Wortbilder einprägen könnten. Diese Aussage widerlegt die Didaktik zum Schriftspracherwerb klar.

39 Kognitiv-entwicklungsorientierte Theorien Jean Piaget ( ) Stufenmodelle Wechselwirkung von Umwelt und Individuum: kognitiven Strukturen werden nicht als vorgeformt angesehen, aber auch nicht allein durch die Umwelt bestimmt aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt

40 Kognitiv-entwicklungsorientierte Theorien Kinder erfahren durch Widersprüche ein Ungleichgewicht. Diese Diskrepanzerfahrung lässt die Kinder erkennen, dass die bisherigen kognitiven Strukturen nicht ausreichen, um entsprechende Erklärungen zu finden. Streben nach Gleichgewicht (Äquilibration).

41 Kognitiv-entwicklungsorientierte Theorien Zusammenspiel von Assimilation und Akkommodation Bei der Assimilation versucht das Kind, neue Erfahrungen in ein bereits bekanntes Muster einzubinden. Zum Beispiel greift ein Kleinkind nach dem Wasserstrahl, wie es auch sonst nach Gegenständen greift. Bei der Akkommodation aber verändert das Kind seine kognitive Struktur, um mit den neuen Anforderungen angemessen umgehen zu können.

42 Stadien der kognitiven Entwicklung sensumotorische Phase : Im Alter von 0-2 Jahren machen Kinder erste Erfahrungen im Umgang mit der Welt. präoperationale Phase : Im Alter von 2-7 Jahren zeigen Kinder ein anschauungsgebundenes Denken konkret-operationale Phase : Im Alter von 7-12 Jahren überwinden Kinder allmählich das anschauungsgebundene Denken und ziehen erste logische Schlüsse. Phase des formalen Operierens : Ab 12 Jahren sind Kinder bereit für abstrakte, logische Operationen.

43 Konstruktivismus Lernen wird als aktive Veränderung von bestehenden Denkstrukturen im sozialen Kontext aufgefasst. Neues Wissen kann nur auf Basis von bereits vorhandenen Vorstellungen und in Interaktion mit der Umwelt aufgebaut werden. Lernende konstruieren ihr Wissen in einem bestimmten Handlungskontext - in Kooperation mit anderen - selbst.

44 Konstruktivismus Lernen ist im konstruktivistischen Sinn als ein aktiver, situativer, konstruktiver, sozialer und selbstgesteuerter Prozess Diese Theorie bietet sowohl ein neues Verständnis von Lernen, aber gleichzeitig eine neue Sicht auf das Kind.

45 Neurobiologie Umwelterfahrungen und besonders Erfahrungen, die wir mit anderen Menschen machen, haben in unserem Körper biologische Auswirkungen und beeinflussen das Gehirn und weiter auch das Lernen maßgeblich. Das Handeln in Gruppen wird als der bedeutsamste Verstärker dieses gehirngerechten Lernens angesehen wird.

46 Neurobiologie Alle Fähigkeiten, die ein Kind erwirbt, verdankt es dem Umstand, dass andere Menschen ihm bei der Ausformung seines Gehirns geholfen haben. Das Gehirn lernt dort am besten, wo aus Beziehungen Sicherheit und Vertrauen gewonnen werden kann.

47 Vera Birkenbihl

48 Motivation Auftreten von Erfolgserlebnissen positive Lernerfahrungen Zu den positiven Lernerfahrungen zählen auch positive Sozialkontakte. Extrinsische Belohnungen demotivieren Intrinsisch motivierte Lernhandlungen produzieren eine Lernbereitschaft, die durch positive Erlebnisse während des Handlungsvollzugs erreicht wird.

49 Gruppendiskussion

50 Heterogenität unterschiedlichen Lebenswelten unterschiedlichen Sprachen Unterschiedliche sozialer und kulturelle Herkunft unterschiedlichen Erfahrungen und Lernbiografien unterschiedliches Geschlecht unterschiedlichen Interessen Schuleingangsphase Verbesserung der Bildungschancen für alle Kinder

51 Pierre Bourdieu Wenn der Lehrer(!) die einfachsten Dinge als bekannt voraussetzt, ist es sehr gut möglich, dass viele Kinder (…) sie nicht kennen, was diese früher oder später zum Scheitern verurteilt. Um das Unterrichtswesen zu demokratisieren, ist es unabdingbar, immer so vorzugehen, als müsse man allen alles unterrichten. (Bourdieu 2001)

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53 Teil Lebenswelten von Kindern Veränderungen bringen Vor- und Nachteile Die 5 – 7 jährigen Begriff Schulfähigkeit Entwicklungsbeobachtung

54 Du bist ein Riese

55 Vermeidung von Pauschalisierung Erfahrungsbereich Familie kulturpessimistischkulturoptimistisch Zunahme der Erwerbstätigkeit der Mütter VereinsamungFrühere Selbstständigkeit Liberalisierung des Erziehungsstils Aufmüpfigkeit, Grenzenlosigkeit Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein, Fantasie, Kooperation, Hilfsbereitschaft Anstieg der „Ein-Kind- Familien“ Regelverletzendes, egozentrisches Verhalten, Prinzen&Prinzessinnen Mehr Zuwendung, bessere Bildungsmöglichkeiten

56 Die Zeit vor der Schule Schulangst ist auch oft Elternangst Zusammenarbeit mit den Eltern frei von Vorurteilen in das Schulleben eintreten Auch wenn Schule manchmal mit Anstrengungen verbunden ist, darf - und muss - sie auch Freude bereiten. Elternabende sollen die Eltern stärken und nicht ängstigen. Förderung der Selbstständigkeit

57 Elternarbeit Dem Kind die Veränderung zutrauen! Das Kind ausreichend ermutigen - auf Tadel und Kritik verzichten! Bilderbücher erleben lassen, erzählen lassen, nachfragen – Standardsprache! Fühlt sich das Kind auch dann angesprochen, wenn mehrere Kinder angesprochen sind? Spielmöglichkeiten mit anderen Kindern unterstützen! Bewegung im Freien unterstützen: Klettern, Schaukeln, Rollen,...! Spielen mit Matsch, Rasierschaum, Plastilin, Wasser...! Hat das Kind Zeit und Möglichkeit, frei zu spielen? Wie geht das Kind mit Misserfolg um? Mithilfe im Haushalt unterstützen - Übungen des täglichen Lebens! Über das Verhalten des Kindes und die Konsequenzen für andere sprechen!

58 Transitionskompetenz Transitionskompetenz beschreibt die die Bewältigung von Entwicklungsherausforderungen, die mit Übergangsprozessen verbunden sind. Das Transitionsmodell stellt ein Instrument zur professionellen Begleitung von Übergängen dar. In ihm ist ein neues Bild vom Kind grundgelegt. Es ist nicht nur "Empfänger(!) unterstützender und fördernder Maßnahmen, sondern vor allem auch aktiver Mitgestalter(!)" (Niesel, 2004, S. 89)

59 Transitionskompetenz Der Austausch von Informationen und die Kooperation zwischen den Fachkräften und der Familie stellt einen wichtigen Aspekt dar. Besuch der Schule vor Schuleintritt Es gilt die Kinder sowohl im Kindergarten als auch in der Schule in den Basiskompetenzen zu unterstützen und zu fördern. Der Eintritt in die Schule wird als erster großer Sprung des Lebens bezeichnet. Der "Ernst des Lebens" beginnt

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72 Schuleintritt mit Freude? Die Kinder spüren lassen, dass sie gemocht werden. Erkennen, dass die Zuneigung und die Liebe der Eltern unabhängig ist von den Leistungen in der Schule. Veränderungen bieten: Die meisten Kinder, die in die Schule kommen, erwarten sich neue Anforderungen. Selbstständigkeit ermöglichen, indem in den Unterricht Phasen Freier Arbeit einfließen.

73 Sprachförderung im Schuleingangsbereich Ein sechsjähriges Kind hat den Erwerb der Muttersprache eigentlich abgeschlossen. Die Unterschiede bezogen auf den Wortschatz und die grammatikalische Struktur sind sehr groß. Die Kinder sprechen bei Schuleintritt häufig eine regional gefärbte Umgangssprache. Vorlesen oder Austausch mit älteren Kindern bietet Zugang zur Standardsprache. Sprachliche Förderung in Kombination mit Bewegungen oder Handlungen.

74 Phonologische Bewusstheit Einsicht in die Lautstruktur Basiskompetenz für einen erfolgreichen Schriftspracherwerb Wirksamkeit dieser Trainingsprogramme für spätere Lese- und Rechtschreibleistungen eher überschätzt notwendige, nicht aber die einzige Bedingung für gelingenden Schriftspracherwerb Phonologische Bewusstheit nicht nur als Voraussetzung, sondern auch als Folge des sprachlichen Anfangsunterrichts

75 Phonologische Bewusstheit Analyse der lautliche Struktur der gesprochenen Sprache : Silben und Phoneme. Silben sind den Kindern bei Schuleintritt durch Silbenspiele aus dem vorschulischen Bereich meist geläufig (Te- le- fon). Die phonematische Durchgliederung (Herausfiltern der Phoneme) von Wörtern stellt aber eine große Herausforderung dar( z.B: Tisch = T- i - sch).

76 Schrift entdecken

77 Praktische Beispiele zum Namen

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80 Schreiben, Stempeln…

81 Nanu

82 Gezinktes Memory

83 Memory mit Schrift

84 Merkspiele - Reihenfolgen

85 Silben

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88 Anlaute

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90 Phoneme zählen

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92 Schulfähigkeit als Entwicklungsprozess Lange Zeit ging man davon aus, dass das Kind einen gewissen Reifungsprozess abgeschlossen haben muss, um eingeschult werden zu können. Schulfähigkeit darf heute nicht mehr als Status eines Kindes zu einer bestimmten Zeit verstanden und als Selektionskriterium benutzt werden. Die Schulfähigkeit bedeutet, dass Kinder fähig sind, am Lernprozess einer Gruppe teilnehmen zu können.

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94 Dimensionen der Schulfähigkeit emotionale-voluntative Schulfähigkeit ( z.B. Freude am Tätigsein, Erfolgsmotivation, Frustrationstoleranz...) soziale Reife (z.B. Arbeitsfähigkeit in der Gruppe, Fähigkeit, sich in eine Gruppe einzuordnen...) körperliche Reife (z.B. motorische Geschicklichkeit) geistige - kognitive - Reife (z.B. eine bestimmte Aufmerksamkeitsspanne, Konzentrationsfähigkeit, die Fähigkeit, bestimmte Denkoperationen durchzuführen,...)

95 Zusammenfassend kann behauptet werden, dass Schulfähigkeit keine Eigenschaft des Kindes ist, die eindeutig festgestellt werden kann und der Selektion dient. Die Erarbeitung der Schulfähigkeit muss als gemeinsame Aufgabe von vorschulischen Einrichtungen und Volksschule gelten. (vgl. Christiani 2004, S.54)

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97 Teil 3 Begriff der Schulfähigkeit Entwicklungsbeobachtung 4 Säulen der Entwicklungsbeobachtung

98 Transitionskompetenz Transitionskompetenz beschreibt die die Bewältigung von Entwicklungsherausforderungen, die mit Übergangsprozessen verbunden sind. Das Transitionsmodell stellt ein Instrument zur professionellen Begleitung von Übergängen dar. In ihm ist ein neues Bild vom Kind grundgelegt. Es ist nicht nur "Empfänger(!) unterstützender und fördernder Maßnahmen, sondern vor allem auch aktiver Mitgestalter(!)" (Niesel, 2004, S. 89)

99 Transitionskompetenz Der Austausch von Informationen und die Kooperation zwischen den Fachkräften und der Familie stellt einen wichtigen Aspekt dar. Besuch der Schule vor Schuleintritt Es gilt die Kinder sowohl im Kindergarten als auch in der Schule in den Basiskompetenzen zu unterstützen und zu fördern. Der Eintritt in die Schule wird als erster großer Sprung des Lebens bezeichnet. Der "Ernst des Lebens" beginnt

100 Schulfähigkeit als Entwicklungsprozess Lange Zeit ging man davon aus, dass das Kind einen gewissen Reifungsprozess abgeschlossen haben muss, um eingeschult werden zu können. Schulfähigkeit darf heute nicht mehr als Status eines Kindes zu einer bestimmten Zeit verstanden und als Selektionskriterium benutzt werden. Die Schulfähigkeit bedeutet, dass Kinder fähig sind, am Lernprozess einer Gruppe teilnehmen zu können.

101 Entwicklungsbeobachtung Entwicklungsportfolio: eine gezielte Sammlung Arbeiten, mit der die Geschichte der Anstrengungen und der Fortschritte des Kindes erzählt wird. Gutachten, Beobachtungsbögen für bestimmte Entwicklungsparameter, Sprachstandserhebungen, Reflexion, Schreib-, Werk- und Malergebnisse der Kinder. Schwerpunkt ist nicht die Beurteilung der erreichten Entwicklungsstufe. Ziel ist es, zu dokumentieren, was das Kind bislang erreicht hat.

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103 Dimensionen der Schulfähigkeit emotionale-voluntative Schulfähigkeit ( z.B. Freude am Tätigsein, Erfolgsmotivation, Frustrationstoleranz...) soziale Reife (z.B. Arbeitsfähigkeit in der Gruppe, Fähigkeit, sich in eine Gruppe einzuordnen...) körperliche Reife (z.B. motorische Geschicklichkeit) geistige – kognitive Reife (z.B. eine bestimmte Aufmerksamkeitsspanne, Konzentrationsfähigkeit, die Fähigkeit, bestimmte Denkoperationen durchzuführen,...)

104 Zusammenfassend kann behauptet werden, dass Schulfähigkeit keine Eigenschaft des Kindes ist, die eindeutig festgestellt werden kann und der Selektion dient. Die Erarbeitung der Schulfähigkeit muss als gemeinsame Aufgabe von vorschulischen Einrichtungen und Volksschule gelten. (vgl. Christiani 2004, S.54)

105 4 Säulen Wahrnehmung MotorikVerhalten Kognitive Entwicklung

106 Wahrnehmung Unter Wahrnehmung versteht man den Prozess der Reizaufnahme durch ein Sinnesorgan, die Weiterleitung zum zentralen Nervensystem und die anschließende Verarbeitung. taktile Wahrnehmung kinästhetische Wahrnehmung vestibuläre Wahrnehmung

107 Gleichgewicht

108 Bewegungslandschaft

109 Taktile Wahrnehmung Der Tastsinn ist eine Grundlage jeder Wahrnehmung und die Wurzel jeder Erkenntnis. Die Umgebung in die Hand nehmen und untersuchen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, Gewissheit und eine Vorstellung von seiner Welt zu bekommen. Nur so kann das Kind seine Umgebung wahrnehmen und im Gehirn richtig abspeichern. Taktile Übungen fördern die Aufmerksamkeit und Konzentration.

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112 Taktile Wahrnehmung Kann das Kind verschiedene Materialien blind erkennen und benennen? Kann das Kind nur mit den Händen verschiedene Formen erkennen? Spürt das Kind, wo es berührt wurde? Kann es diese Berührungsreize nachmachen?

113 Kinästhetische Wahrnehmung Die kinästhetische Wahrnehmung liefert Informationen aus dem Körperinneren über die Stellung der Körperteile zueinander. Durch Bewegungserfahrungen wird ein „Speicher“ von Bewegungs- und Handlungsmustern angelegt, der „automatisch“ funktioniert. Ohne dieses Wissen unseres Körpers müssten wir ständig nach der Devise „Versuch und Irrtum“ verfahren. So würden wir beim Essen immer den Mund erst dann öffnen, wenn unser Tastsinn uns sagt, dass der Mund berührt wurde. Muskeltonus - Kraftdosierung

114 Kinästhetische Wahrnehmung Kann das Kind die eigenen Körperteile zeigen? Kann das Kind Berührungsreize (Augen sind geschlossen) lokalisieren? Kann das Kind die gleichzeitig ausgeführten Berührungen (verschiedene Stellen) zeigen? Kann das Kind Körperstellungen nachmachen? Kann das Kind über längere Zeit aufrecht sitzen? Förderung durch Einwickeln, Faschen, Bürsten, Druckmassagen, Mundbilder…

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116 Motorik Körperliche Geschicklichkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für die allgemeine Leistungsfähigkeit in der Schule. Situationen und Anlässe schaffen, bei denen das Kind sich bewegen kann. Bewegungen lösen Empfindungen aus, die Speichermöglichkeiten im Gehirn vergrößern und hängen mit der Entwicklung der Intelligenz zusammen.

117 Grobmotorik Benutzt das Kind beim Begehen einer Treppe die Beine abwechselnd? Kann das Kind den Ball prellen und ihn fangen? Kann das Kind ohne Hilfe der Hände aus dem Schneidersitz aufstehen? Kann das Kind gut rückwärts gehen? Hält das Kind beim Einbeinstand das Gleichgewicht? Kann das Kind hinknien und wieder aufstehen, ohne dabei seine Hände zu benützen? Kann das Kind auf ein akustisches oder optisches Zeichen sein Laufen sofort abbrechen?

118 Feinmotorik Nicht nur für das Erlernen des Schreibens ist der problemlose Einsatz beider Hände wichtig: schneiden, kleben, reißen, falten,.. Verfrühte Schreibübungen sind nicht zielführend, sie führen zu Verkrampfungen und können demotivierend sein. Übungen aus dem täglichen Leben, Kleidung selbstständig anziehen, Sortieren verschiedener Gegenstände,… trainieren diese Fertigkeiten am besten.

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122 Feinmotorik Kann das Kind sich alleine ausziehen? Kann das Kind eine Schleife alleine binden? Kann das Kind verschiedene Verschlüsse öffnen bzw. verschließen? Kann das Kind Perlen auffädeln? Kann das Kind geschickt Messer und Gabel benützen? Kann das Kind Fingerstellungen nachmachen? Kann das Kind mit der Schere auf Linien schneiden? Fällt es dem Kind schwer, waagrechte und senkrechte Striche in verschieden große Zeilen zu setzen?

123 Verhalten Dieser Bereich umfasst die Einordnungsbereitschaft des Kindes in eine soziale Gruppe das Arbeitsverhalten Um gezielt lernen zu können, sollte das Kind emotional stabil sein. Ein Kind kann aber nur dann stabil sein, wenn es angenommen wird – mit all seinen Stärken und Schwächen - und so Selbstvertrauen entwickeln kann.

124 Gruppenfähigkeit Kann das Kind mit anderen Kindern in sprachlichen Kontakt treten? Reagiert das Kind verschüchtert, wenn es angesprochen wird? Kann das Kind die Führerrolle anderer akzeptieren? Kann das Kind auf andere Mitschüler Rücksicht nehmen? Kann das Kind anderen Kindern helfen? Kann das Kind die aufgestellten Regeln befolgen?

125 Gefühlsmäßige Sicherheit Ist das Kind rasch enttäuscht und verliert so die Antriebskraft? Kann das Kind Kritik und Misserfolg ertragen? Hat das Kind Freude am eigenen Erfolg? Benötigt das Kind viel Zuspruch? Wagt sich das Kind an unbekannte Aufgaben heran? Kann das Kind seine eigenen Bedürfnisse angemessen äußern?

126 Arbeitsverhalten Kann das Kind alltägliche Aufgaben allein erledigen? Führt das Kind seine Aufgaben zügig durch? Arbeitet das Kind nur unter intensiver Anleitung eines Erwachsenen? Kann das Kind Gespräche aufmerksam verfolgen? Stellt das Kind sachbezogene Fragen? Kann das Kind sinnrichtig antworten?

127 Kognitive Entwicklung Viele sind noch der Meinung, dass zuallererst kognitive (geistige) Fähigkeiten dem Kind das Tor zur Schule öffnen. Meiner Erfahrung nach ist es eher umgekehrt: Voraussetzungen für das schulische Lernen sind die körperlichen und sozial- emotionalen Fähigkeiten. Diese zu festigen und zu üben steht vor jeglicher schulischer Arbeit und ist die beste Vorbereitung auf die Schule!

128 Teilleistungen

129 Optische und akustische Differenzierung … ist die Fähigkeit, Dinge, die einander ähnlich, aber nicht gleich sind, als ungleich zu erkennen. Buchstaben (p,q) Laute (dr – gr)

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132 Geräuschdosen

133 Buchstabentablett

134 Malen und Horchen

135 Klebeetiketten

136 Optische und akustische Gliederung …ist die Fähigkeit, ein komplexes Bild oder eine komplexe Lautgestalt in die Einzelteile zu zerlegen, damit die Wahrnehmung weiter verarbeitet werden kann.

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140 Gezinktes Memory

141 Intermodale Kodierung … ist die Fähigkeit, Inhalte aus einem Sinnesgebiet mit Inhalten aus einem anderen Sinnesgebiet zu verbinden. Brücke vom Gesehenen zum Gehörten und umgekehrt Das ist die Voraussetzung beim Erlernen der Buchstaben, wo eine Verbindung zwischen Zeichen und Laut bzw. umgekehrt herzustellen ist.

142 Laut-Buchstabe

143 Serialität … ist die Fähigkeit, Reihenfolgen richtig wahrzunehmen, sie in ihrem zeitlichen Zusammenhang zu erfassen und zu behalten. Das Schulkind muss sich beim Erlernen des Schreibens die richtige Reihenfolge der Buchstaben merken, um ein Wort zu schreiben.

144 Merkspiele - Reihenfolgen

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147 Raumorientierung … ist die Fähigkeit, uns an unserem Körper zu orientieren. Sie umfasst auch die Orientierung im Raum und die räumliche Beziehung von Dingen zueinander.

148 Raumorientierung

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155 Auge-Hand-Koordination Jede zielgerichtete Bewegung erfordert die Unterstützung unseres Sehvermögens. Schreiben ist nur möglich, wenn das Auge und die Hand zusammenarbeiten.

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157 Auge-Hand-Koordination

158 Metallene Einsatzfiguren

159 Auge-Hand-Koordination

160 Figuren- Grund- Differenzierung bzw. Fokussierung der Aufmerksamkeit …ist die Fähigkeit, aus der Fülle der gleichzeitig einwirkenden Laute und Bilder das herauszufiltern, was gerade wichtig ist. Eine Schwäche in diesem Bereich kann einem Kind Schwierigkeiten bereiten, dem Lehrer oder der Lehrerin zuzuhören, ohne sich dabei von anderen Geräuschen ablenken zu lassen.

161 Figuren- Grund- Differenzierung bzw. Fokussierung der Aufmerksamkeit

162 Phonologische Bewusstheit Einsicht in die Lautstruktur Basiskompetenz für einen erfolgreichen Schriftspracherwerb Wirksamkeit dieser Trainingsprogramme für spätere Lese- und Rechtschreibleistungen eher überschätzt notwendige, nicht aber die einzige Bedingung für gelingenden Schriftspracherwerb Phonologische Bewusstheit nicht nur als Voraussetzung, sondern auch als Folge des sprachlichen Anfangsunterrichts

163 Phonologische Bewusstheit Analyse der lautliche Struktur der gesprochenen Sprache : Silben und Phoneme. Silben sind den Kindern bei Schuleintritt durch Silbenspiele aus dem vorschulischen Bereich meist geläufig (Te- le- fon). Die phonematische Durchgliederung (Herausfiltern der Phoneme) von Wörtern stellt aber eine große Herausforderung dar( z.B: Tisch = T- i - sch).

164 Mit Mirola durch den Zauberwald

165 Beobachtungsbögen Beobachtungsbögen zur Dokumentation des Entwicklungsstands:

166 Prüfungsschwerpunkte Begriffsklärung und Aufgaben der „Didaktik“ Begriffsklärung „Elementardidaktik“ Wesentliche Forderungen für den Anfangsunterricht Motivation Die Zeit vor der Schule Schuleintritt mit Freude Begriff der Schulfähigkeit 4 Säulen der Entwicklungsbeobachtung Sprachförderung im Schuleingangsbereich - Phonologie Arbeit mit den Namen


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