Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Entwicklung und Evaluation eines psychoedukativen Elterngruppen-Trainingsprogramms für Familien mit autistischen Kindern Beitrag für: 3. Internationales.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Entwicklung und Evaluation eines psychoedukativen Elterngruppen-Trainingsprogramms für Familien mit autistischen Kindern Beitrag für: 3. Internationales."—  Präsentation transkript:

1 Entwicklung und Evaluation eines psychoedukativen Elterngruppen-Trainingsprogramms für Familien mit autistischen Kindern Beitrag für: 3. Internationales Symposium zur Intervention bei autistischen Störungen, J. W. Goethe-Universität Frankfurt/Main, Paul Probst (Fachbereich Psychologie, Universität Hamburg )  Unter Mitwirkung von Frau Dipl.-Psych. Susanne Elefant im Rahmen des DFG-Projekts „Entwicklung eines psychoedukativen Trainings für Eltern autistischer Kinder und von Verfahren zur Trainingsevaluation: Eine Pilotstudie ( ) und Diplom-Studierenden am FB-Psychologie

2 Nach der Einteilung von Rossi, Lipsey & Freeman (2004) sind bei Programm-Entwicklung und Programm-Evaluation mehrere zentrale Aspekte gleichzeitig zu berücksichtigen:  Einschätzung des gesellschaftlichen Bedarfs  Bewertung der Programm-Theorie  Prozess-Evaluation  Evaluation der Programm-Effektivität ("impact")  Evaluation der Programm-Effizienz ("efficiency")  Verhältnis von Programm-Kosten und Wirksamkeit 1. Theoretischer Hintergrund des Elterntrainings

3 1.1 Gesellschaftlicher Bedarf: Belege  Existenz zahlreicher Belege für anhaltende Nachfrage nach professioneller Unterstützung von Familien durch Elterntraining und Elternberatung: 2 Beispiele:  Drei-Länder-Studie (USA, DK, D) von Häußler (1998)  35-40% der deutschen Eltern äußern Bedürfnis nach Intensivierung der Therapeut-Eltern-Beziehung (Informationsaustausch, Mediatoren-Rolle)  China (Chinese Parent Organization) als Beispiel für Entwicklungs- und Schwellenländer:  Chinesische Elternvereinigung "Stars & Rain" (www.autismchina.com, 2004: About us: Unique Service Model): Eltern-Mediatoren-Programme. Mangelhafte Versorgung durch öffentlichem Gesundheitssektor)www.autismchina.com

4 1.1 Gesellschaftlicher Bedarf: Bsp.: China Stars & Rain, 2003

5 1.1 Gesellschaftlicher Bedarf: Ursachen  Hohes und dauerhaftes Belastungsprofil der Eltern wegen autismusspezifischen (z. B. Bestehen auf Ritualen) und autismusassoziierten Verhaltensweisen (z. B. hyperaktive Unruhe)  Inkongruenz-Erlebnisse durch Fortbestehen antiquierter psycho- und soziogenetischer Autismus-Theorien sowohl im Professionellen-Sektor als auch im Laienbereich (Öffentliche Meinung, Populär-Medien)  Kontinuierliche Verunsicherung durch Propagierung und Proliferation pseudowissenschaftlicher Erklärungsansätze (z. B. „Gestützte Kommunikation“/ "Facilitated Communication". Kritisch: Biermann, Bober & Nußbeck, 2002; Probst, 2005; oder „Auditory Integration Training“, kritisch: Mudford et al., 2000).

6 1.1 Gesellschaftlicher Bedarf: Belastung: Illustrationen  MAKSIM, 5 J. (heute 11 J.)  Kita (heute, 6. Kl. Gesamtschule, "Integrationskind")  HAWIK-III: IQ-V= 46, IQ-H= 90, IQ-G= 71  ADI-R (1998):  Soziale Interaktion= 29 (CO= 10)  Kommunikation= 14 (CO-NV= 7)  Repetitives Verhalten= 7 (CO= 3)  CHRISTOPH, 12 J. (heute 18 J.)  Förderschule für GB (Gärtnerei, mit Vollzeit-Assistenz)  Epilepsie, HAWIK-III-R-G= 43 (47/50)  ADI-R (1997)  Soziale Interaktion= 32 (CO= 10)  Kommunikation= 26 (CO-NV= 7)  Repetitives Verhalten= 12 (CO= 3)  Fehlen von Sprache  Diskrepanz von Verbal- und visuell-räumlicher Intelligenz  Hyperaktives Verhalten

7 Video-Beispiele: Maksim: ( )

8 Video-Beispiele: Christoph: 2003 (1997: s. später)

9 1.1 Folgen der Belastung: Mangelhafte Kohärenz-Erfahrungen  Häufige Folge der Belastungen ist: Einschränkung der „Kohärenz- Erfahrung“ (" Sense of Coherence ", Antonovsky, 1993) und damit erhöhtes Risiko für die Erhaltung der seelischen Gesundheit („Salutogenese“). Folgende drei Faktoren tragen tragen nach Antonovsky zur Stärkung der Kohärenz-Erfahrung bei : Herausforderungen des Lebens werden  (a) als gefühlsmäßig („innerlich“) nachvollziehbar erlebt,  (b) als verstandesmäßig durchschaubar erfahren  (c) als bewältigbar oder tragbar („manageable“) empfunden (durch eigene Aktionen, Unterstützung durch Andere oder religiöse Mächte)  Inkongruente Informationen zu Ursachen und Folgen autistischer Entwicklungsstörungen durch Professionelle bedrohen die Kohärenz- Erfahrung in besonderer Weise.

10 1.2 Komponenten der Programm-Theorie sowie Bewertung der Programm-Theorie  Programm-Theorie  Programm-Wirkung (Program Impact Theory)  Inanspruchnahme der Programm-Angebote (Service Utilization Plan)  Organisationsplan des Programms  Bewertung der Programm-Theorie  Soziale Bedarfe und Bedürfnisse  Plausibilität  Übereinstimmung mit Wissenschaft

11 1.2 Theorie-Skizze zu Programm-Wirksamkeit (Program Impact Theory)  Vermittlung von Störungs- und Behandlungswissen durch:  Professionelle  Erfahrungsaustausch zwischen Eltern  Vermittlung von Methoden und Fertigkeiten  antezedente Verfahren  konsequenz-bezogene Verfahren  Kombination beider V.  Verbesserung der familiären Adaptation  Eltern-Kind- Beziehung  Elterliche Gesundheit  Verbesserung d. Kind-Adaptation  Reduktion v. Verhaltens- problemen  Entfaltung v. Fähigkeiten  Stärkung der Kohärenz-Erfahrung: Lebenssituation ist:  verstandes- mäßig durchschaubar  gefühlsmäßig nachvollziebar  trag- und bewältigbar  Verbesserung von Mediator- Kompetenzen

12 1.2 Inhaltlicher Konzeptrahmen des Elterntrainings: Grundannahmen Methodenauswahl & Perspektiven  1. Ätiologische Einordnung: Autismus ist eine neurobehaviorale, meist dauerhafte Entwicklungsstörung. Sie ist durch genetische und medizinische Faktoren verursacht, die eine abweichende cerebrale Entwicklung zur Folge haben.  2. Annahmen zu Psychologischen Interventionen bei Autismus: Ausprägung und Verlauf von Autismus sind durch psychologische, Interventionen beeinflussbar. Entwicklungspsychopathologisch ist von komplexen Interaktionen zwischen Umwelt und Person, Genotyp und Phänotyp auszugehen (Niebank & Petermann, 2000). Interventionen sollen auf störungs-, phasen- und umweltspezifische Gültigkeit überprüft werden (z. B. Intervention in sensibler Phase der Sprachentwicklung in der Familie).

13 1.2 Inhaltlicher Konzeptrahmen  3. Auswahl evidenz-basierter Interventionsmethoden zur Rehabilitativen Therapie des autistischen Kindes (Methoden aus dem Bereich der "Breitspektrums- Verhaltenstherapie" (Grawe et al., 1994)  3.1 Antezedente Interventionen (angewandt vor dem Auftreten des Zielverhaltens, z. B. Visualisierung von Regeln; Aufgaben-Gestaltung) Bsp.: Visualisierung der Regel: Während der Tätigkeit keine lauten Geräusche machen

14 1.2 Inhaltlicher Konzeptrahmen-3  Auswahl evidenz-basierter Interventionsmethoden-Fortsetzung  3.2 Konsequenz-orientierte Interventionen (z. B. Verstärkung, Kontingenz-Management)  3.3 Kombination von antezedenten und konsequenz-orientierten Methoden:  z. B. bei Erwerb von sozialen und schulischen Fertigkeiten  4. Ökologische und System-Perspektive :  Familie  Kindertagesheim, Schule  Arbeits-Umwelt  Kommunale Ebene  Therapeutische Einrichtungen  Freizeiteinrichtungen  Makro-Ebene (Bronfenbrenner): Rechtswesen, Politik, Wissenschaft, Interessen-Verbände

15  5. Schaffung einer Beziehung zwischen Professionellen und Eltern nach dem Mediatoren-Konzept: (Tharp & Wetzel, 1969). Eltern wenden das psychoedukative Wissen aus dem Training in der natürlichen Umwelt ihres Kindes an. Realisierung einer balancierten Eltern-Therapeut-Beziehung (Ansatz TEACCH bei Eric Schopler (1997)  6. Schaffung einer einfühlenden, motivierenden und transparenten Beziehung zwischen Professionellen und Eltern/ Kind als Basis aller einzelner Interventionen (Tausch, 1998, Reinecker, 1999). 1.2 Inhaltlicher Konzeptrahmen

16 1.2 Skizze der Inanspruchnahme von Programm- Diensten durch Eltern  Programm-Überweisung durch Elternverband, Ambulanz, Gesundheitsdienste  Teilnahme am Eltern-Gruppentraining (3 Ganztage)  Teilnahme an Post-Training-Besprechung  Simultane individuelle Betreuung/ Beratung der Familien  Autismus-Ambulanzen (kontinuierlich/ sporadisch) (weit überwiegend)  Projekt-Mitarbeiter (sporadisch: telefonisch, schriftliche Korrespondenz, häusliche Beratung)  Nachbetreuung  Autismus-Ambulanzen (kontinuierlich, sporadisch)  Projekt-Mitarbeiter (sporadisch)  Projektstelle am Psychologischen Institut (2 Kinder: individuelle Interventionen in Familie und Schule, Elternanleitung im häuslichen Bereich. Dauer: 6-18 Mo., 5-15 Kontakte)

17 1.2 Organisationsplan des Programms: Grobskizze InputsAktivitätenOutputsOutcomes: Trainings- Prozess- Evaluation Outcomes: Effekte auf Kind & Familie (Follow-up  Ressourcen: Deutsche Forschungsge- meinschaft; Uni- versität Ham- burg (Akad. J.)  Assistenz durch Stud. Training von Mitarbeitern  Verbände (HAK, RK, RH)  TEAACH- training & Hosp.  Angebot von psychoedukati- ven Trainings- inhalten  Eltern- Mediatoren- Manual  Sporadische Einzelberatung  Sporadische Kinderbetreu- ung während Gruppen- training  Teil- nahme an 3 Gruppen- Training- Ganztagen  Um- setzung von Trainings- methoden in Familie  Doku- mentation von Erfah- rungen  Zufrieden- heit mit Gruppentrai- ning: Trainer- Verhalten, Klima, Relevanz der Inhalte  Vermehrung des Wissens über Theorie & Methoden  Umsetzung antezedenter & konsequenz- bezogener Methoden  Familiäre Adaptation  Eltern-Kind- Beziehung  Elterliche Gesundheit

18 1.2 Bewertung der Programm-Theorie: Skizze KriterienBeleg Übereinstimmung mit Bedürfnissen in Zielgruppe? Studien mit Elternbefragungen+ Plausibilität?Realistische und definierte Ziele+ Übereinstimmung von Mediator-Modell mit Wissenschaft ? Belege für Effektivität von Mediator- Ansätzen Forschergruppen: (a) Schopler, (b) Lovaas, (c) Howlin, (d) Schreibman Übereinstimmung von Methodenauswahl (antezedente & konsequenzielle mit Wissenschaft? Belege für Effektivität bei allen vier Arbeitsgruppen: Querschnitt-Effektstärken ("Post", "Follow-up") in kontrollierten Studien: Bereich 0.50 bis 1.2 +

19 2. Methoden: Tab. 1: Methoden-Merkmale der Studie Methoden- Merkmale Autismus-Eltern-Gruppentraining Kinder- Stichprobe N= 23 Kinder (14= 61% Jungen), M-Alter= 9 J. (SD= 3.2, Range= 4-16 J.), Eltern- Stichprobe 24 Eltern (80% Mütter), M-Alter= 39 J. (SD= 9.2, Range= J. ) Trainings- Setting Gesamtdauer: 24 h (3 Samstage im Abstand von 4-5 Wo.) Drop-Out92% der Eltern nahmen an mindestens 2 Seminartagen teil. Die Drop- out-Quote betrug 8%; Studien- Design Ein-Gruppen-Prä-Post-Follow-up-Design. Follow-up: 3 Monate nach Beendigung des Gruppentrainings Prozess- Evaluation 8-Item-Fragebogen mit 4-stufigen bipolaren Ratingskalen zur Zufriedenheit mit dem Gruppentraining ("Trainerverhalten", "Gruppenklima") Outcome- Evaluation 23-Item-Elternfragebogen zur Bewertung der Elterntrainingseffekte auf den Alltag in der Familie Bereiche: "Eltern-Kind-Interaktion", "Belastung der Eltern", "Familienklima")

20 2. Methoden: Tab. 2: Prä-Training-Merkmale: Ergebnisse aus "Kind-Symptomverhalten & Eltern-Belastung"-Fragebogen Item- Nr.Kind-Symptom-Verhalten: Mein Kind: Häufigkeit von Symptomverhalten: "manchmal" (2) oder "häufig/immer" (3) in % Intensität der Eltern- Belastung: "sehr belastend (3)" in % 07lebt in seiner eigenen, für andere schwer erreichbaren Welt hat schwere Wutanfälle zeigt Mangel, seine Wünsche und Bedürfnisse durch sprachliche Äußerungen zu signalisieren reagiert beim vergeblichen Versuch, sich mitzuteilen, schnell enttäuscht ungehorsam ("hört nicht") und erkennt keine Grenzen an 9053

21 2. Methoden: Tabelle 3: Prä-Training-Merkmale: Ergebnisse aus “Auswirkungen der Behinderung auf die Familie“-FB Item- Nr. Item-Inhalt (3-stufige Likert-Skalen: 1= "trifft gar nicht/ wenig zu, 2= "trifft in mittlerem Umfang zu", 3= "trifft stark sehr stark zu" "Trifft sehr stark zu" % 01 Mein Kind stellt durch seine Verhaltensprobleme und seine Unselbständigkeit laufend hohe Anforderungen an mich Durch die laufenden Anforderungen fühle ich mich häufig erschöpft Durch die laufenden Anforderungen bin ich häufig angespannt und nervös Die Bedürfnisse des behinderten Kindes stehen im Mittelpunkt des gesamten Familienlebens 95 17Die enge Beziehung zum Kind gibt mir Kraft 58 18Das Bemerken von kleinen Fortschritten in der Entwicklung des Kindes gibt mir Kraft Ich habe die starke Hoffnung, dass wir die Entwicklung... günstig beeinflussen und seine Verhaltensprobleme lindern können. 68

22 2. Methoden: Zusammenfassende Beschreibung der Eltern- Stichprobe nach den Ergebnissen der Prä-Training-Merkmale  Als maximale Belastungen werden von Eltern wahrgenommen: "Autistische Unzugänglichkeit", "Sprachliche Kommunikationsprobleme", "Wutanfälle" und "mangelnde Kooperation";  Alle Eltern sehen sich kontinuierlichen hohen Anforderungen ausgesetzt, die bei häufig zu Erschöpfung führen;  Zu den wichtigsten Ressourcen werden gezählt: "Beziehung zum Kind" und "Bemerken von kleinen Fortschritten";  Die große Mehrheit der Eltern setzt positive Erwartungen in die spätere Zukunft des Kindes  Die große Mehrheit der Eltern erwartet, dass die Verhaltensprobleme des Kindes durch professionelle Hilfe gelindert werden können.

23 2. Methoden: Tabelle 4: Curriculum des Elterngruppentrainings:  1 Aneignung von Wissen über Erscheinungsbild, Wesen von Autismus; Wechselseitiger Erfahrungsaustausch der Eltern über Entwicklung und Umgang.  2. Aneignung von Wissen über Ursachen des Autismus  3. Aneignung von Kenntnissen über Ziele, Theorien und Methoden von Behandlungsmethoden in Therapie und Rehabilitation:  4. Sensibilisierung für Familienbelange, die sich aus der autistischen Entwicklungsstörung ergeben; - Probleme von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Autistischer Störung  5. Erwerb von praktischen Strategien und Fertigkeiten zu Förderung und Verhaltensmanagement des Kindes:  5.1 Gestaltung der räumlichen und gegenständlichen Umwelt des Kindes  5.2 Gestaltung von Tagesplänen zur visuellen Strukturierung des täglichen Geschehens [1][1] In dem zuletzt durchgeführten Elterntraining in Ibbenbüren wurde auf Anregung der Eltern das Thema: "Entwicklung im Jugendalter: Partnerschaft und Sexualität" angefügt.

24 2. Methoden: Tabelle 4: Curriculum des Elterngruppentrainings:  5.3 Gestaltung von Arbeits- und Tätigkeits-Plänen als visuelle Strukturierungshilfen  5.4 Unterstützung des Lernens durch die Technik der verbalen, gestischen und physischen Hilfestellung und der anschließenden Ausblendung der Hilfestellung  5.5 Unterstützung des Lernens durch die Technik der "Aufspaltung einer Tätigkeit/ Handlung in kleine Schritte"  5.6 Unterstützung des Lernens durch Verstärkung (Punkte-Vergabe) von Zielverhalten und Nichtbeachtung oder Bestrafung (Response Cost) von unerwünschten Verhaltens  5.7 Stärkung der Lernmotivation durch Erstellung von entwicklungsgerechten Aufgaben, die vom Kind als sinnvoll erlebt werden: Gewährleistung von Klarheit und Einfachheit der verbalen oder visuellen Aufgabeninstruktion.  5.8 Strategien und Methoden zur Förderung von Sprache, Kommunikation und sozialen Fertigkeiten [1][1] In dem zuletzt durchgeführten Elterntraining in Ibbenbüren wurde auf Anregung der Eltern das Thema: "Entwicklung im Jugendalter: Partnerschaft und Sexualität" angefügt.

25 Beispiele zu 5.8 "Förderung sozialer Kompetenzen"

26 Beispiel zu 5.3. Gestaltung von Arbeitsablauf-Plan durch visuelle Strukturierung Arbeitsablaufplan (links): (1) Quadrat-Karte führt zu Lego-Kiste: Lego-Bauen (z. B. Nachbauen nach Muster); (2) Spielen-Karte führt zu Pausen-Ecke (Musikhören, Freies Spiel)

27 Beispiel zu 5.2 "Tagesplan" und zu 5.8 "Förderung sozialer Kompetenzen", Diskussion in Eltern-Gruppe

28 Nachbetreuung von Familien : Interventionen mit Kind, Familie, Schule, Gesundheitseinrichtungen: Illustration: Christoph (12 J., GB-Schule), Training von Selbständigkeit (Selbst-Management) (Eltern, Bruder hinter Einweg-Scheibe), Variation der Tätigkeiten: z. B. Bewegungs-Spiele

29 3. Ergebnisse: Prozess-Evaluation: Tabelle 5: Beurteilung der Elterntrainingsdurchführung durch die Eltern Beurteilung auf 4-stufigen bipolaren Beurteilungsskalen (1-4): 1= zufrieden (%) 2= eher zufrieden (%) Elterntraining insgesamt Stoffdarbietung "Klima" im Elternseminar Persönliches Wohlbefinden Qualität der Curriculum-Inhalte Gestaltung des Trainings-Manuals arithmetisch gemittelt über die 3 Trainings-Tage; 2 arithmetisch gemittelt über die fünf Hauptbereiche des Curriculums, s. Tab. 4

30 3. Effekt-Evaluation: Tabelle 6: Ergebnisse des Fragebogens "Auswirkungen des Elterntrainings auf Alltag in der Familie" Items (3-stufige unipolare Beurteilungsskalen: 1-3) 2= Trifft in mittlerem Umfang zu (%) 3= Trifft stark/sehr stark zu (%) (2)+(3) (%) 1. Alles in allem hat das Elterntraining dazu beigetragen, dass der alltägliche Umgang mit dem Kind erleichtert wurde Das Elterntraining hat dazu beigetragen, dass ich mein Kind in seinen Fähigkeiten besser als früher fördern kann Das Elterntraining hat dazu beigetragen, dass ich die Verhaltensprobleme meines Kindes besser steuern kann Das Elterntraining hat sich förderlich auf meine körperliche und seelische Kondition ausgewirkt Das Elterntraining hat sich förderlich auf das Familienklima ausgewirkt Ich konnte Ideen aus dem Elterntraining an andere Bezugspersonen... weitergeben

31 Items (3-stufige unipolare Beurteilungsskalen: 1-3)2= Trifft in mittlerem Umfang zu (%) 3= Trifft stark/sehr stark zu (%) (2)+(3) 10. Die anderen Eltern waren für mich im Elterntraining wichtige "Lehrer" Der Austausch von Erfahrungen mit anderen Eltern war für mich hilfreich und nützlich und hat auf mein Verhalten im Alltag ausgewirkt Die Beschäftigung mit dem Themenbereich "Erscheinungsbild und Wesen von Autismus" war für mich hilfreich (...) (... ) "Ursachen autistischer Störungen" (... ) Die Praktischen Anleitungen waren für mich nützlich und hilfreich, so dass ich sie auf den Alltag übertragen konnte Ergebnisse: Effekt-Evaluation: Tabelle 6: "Auswirkungen des Elterntrainings auf den Alltag in der Familie“- Fortsetzung

32 3. Ergebnisse: Effekt-Evaluation: Freie Aufzeichnungen von Eltern über die Umsetzung von Trainingsinhalten-1 Bsp. Für "Punktevergabe/Token-Programm". Ziel: "reduzierter Geräusche-Pegel" für bestimmte Zeit (Zeitschaltuhr) (Token= Verpackung der bevorzugten Schokolade ) (Christoph)

33 3. Ergebnisse: Effekt-Evaluation: Freie Aufzeichnungen von Eltern über die Umsetzung von Trainingsinhalten-2 Ergebnisse zu Tages- und Arbeitsplan: Frank: Intelligenzminderung, ausgeprägte Hyperaktivität

34 3. Ergebnisse: Effekt-Evaluation: Freie Aufzeichnungen von Eltern über die Umsetzung von Trainingsinhalten-3 Bsp. für bildgestützte Anleitung für häusliche Tätigkeiten (Tischdecken) (Susanne)

35 3. Ergebnisse: Effekt-Evaluation: Freie Aufzeichnungen von Eltern über die Umsetzung von Trainingsinhalten-4 Bsp. Für "Strukturierung" des Kinderzimmers mit Bastel- und Arbeitstisch

36 3. Ergebnisse: Effekt-Evaluation: Freie Aufzeichnungen der Eltern über die Umsetzung von Trainingsinhalten-5 Bsp. Für "Auswahl-Tafel": Kind wählt Beschäftigung aus (Christoph)

37 3. Ergebnisse: Effekt-Evaluation: Freie Aufzeichnungen von Eltern über die Umsetzung von Trainingsinhalten-6 Beispiele für "Tagesplan-Gestaltung" (Christoph, Maksim)

38 3. Ergebnisse: Effekt-Evaluation: Freie Aufzeichnungen von Eltern über die Umsetzung von Trainingsinhalten-7 Beispiele für Anleitung zu "Selbständigkeit" (Badezimmer, Hygiene) (Maksim)

39 3. Ergebnisse: Effekt-Evaluation: Freie Aufzeichnungen von Eltern über die Umsetzung von Trainingsinhalten-8 Beispiele für "Anleitung zu Kommunikation und Sprache": Gegenstände, Handlungen

40 4. Diskussion & Fazit  In der vorliegenden Studie wird erstmals im deutschsprachigen Sprachraum ein psychoedukatives, verhaltensorientiertes Gruppentraining für Eltern autistischer Kinder evaluiert.  Ein Schwerpunkt des Trainings bestand in der Vermittlung „antezedenter“ Methoden mit dem Ziel, störungs-, phasen- und kontextspezifische Interventionen (Niebank & Petermann, 2000) zu gewährleisten.  Es handelt sich dem Wesen nach um eine Pilotstudie, die im Rahmen eines Ein- Gruppen-Prä-Post-Follow-up-Designs durchgeführt wurde.  Wie es bei einer Pilotstudie zu erwarten ist, sind charakteristische Einschränkungen der internen Validität (fehlende Vergleichsgruppe, eingeschränkte „Reichhaltigkeit“ (Grawe et al., 1994) der Outcome-Messung) und der externen Validität (Freiwilligen-Stichprobe, relativ geringer Stichprobenumfang) zu berücksichtigen. Trotz dieser Restriktionen sind insgesamt positive Evaluationsergebnisse hervorzuheben:  Prozess-Evaluation: „Curriculum-Ziele“, „Trainerverhalten“ und „Gruppenklima“ wurden von der großen Mehrheit der Eltern (70-90%) positiv eingeschätzt.

41 4. Diskussion & Fazit  Effekt-Evaluation: In der 3-Monate-Follow-up-Untersuchung wurden die Effekte des Gruppentrainings ebenfalls von der großen Mehrheit der Eltern als positiv eingestuft. Folgende Kriterien fanden dabei Verwendung: „Eltern-Kind-Beziehung“, „Elterliche Gesundheit“ und „Familiäre Adaptation“  Diese Befunde sind konsistent mit den Ergebnissen mehrerer internationaler Studien (vgl. Probst, 2003, 2004). Sie decken sich auch mit den Ergebnissen einer ähnlich konzipierten Lehrer-Trainings-Studie für Lehrer mit intelligenzgeminderten autistischen Kindern in Förderschulen (Leppert & Probst, 2005, Probst, 2004) und einer ebenfalls konzeptionell verwandten Lehrertrainings-Studie für Lehrer von ADHS-Schülern (Rossbach & Probst, i. V.; Probst, 2004).  Die positiven Effekte, die sich hauptsächlich aus Fragebogen-Daten von Eltern ergaben, sind kongruent mit nicht-systematisch erhobenen Daten, die aus schriftlichen Aufzeichnungen sowie Photo- und Video-Dokumentation der Eltern stammen.  Das am Mediatoren-Prinzip orientierte Elterngruppentraining kann als „low-cost“- Verfahren“ eingestuft werden, das auch in nichtindustrialisierten Gesellschaften mit niedrigem Sozial-Budget implementiert werden kann ("Efficiency").  Fazit: Die summative Evaluation (Bortz & Döring, 1995) deutet insgesamt auf eine substanzielle soziale und klinische Validität des untersuchten Ansatzes hin und legt eine weitere, systematische - klinisch kontrollierte, multizentrische - Untersuchung der Methode nahe.

42 Christoph-4-min


Herunterladen ppt "Entwicklung und Evaluation eines psychoedukativen Elterngruppen-Trainingsprogramms für Familien mit autistischen Kindern Beitrag für: 3. Internationales."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen