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Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 1 © Th. Luiz, G. Scherer 2008-03-14 SOP - Standardarbeitsanweisung.

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Präsentation zum Thema: "Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 1 © Th. Luiz, G. Scherer 2008-03-14 SOP - Standardarbeitsanweisung."—  Präsentation transkript:

1 Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 1 © Th. Luiz, G. Scherer SOP - Standardarbeitsanweisung Rettungsdienstbereiche Rheinhessen & Bad Kreuznach Sondersituationen Autor: Th. Luiz, ÄLRD KL, G. Scherer, ÄLRD Version 1.3 Gültig ab

2 Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 2 © Th. Luiz, G. Scherer Sondersituationen wie hilflose Personen, Behandlungsverweigerung oder vermeintliche oder tatsächliche ungerechtfertigte Einsätze stellen den Rettungs- dienst zunehmend vor Probleme. Dies betrifft die Frage von Zuständigkeiten, die rechtlichen Grundlagen sowie die Dokumentation. Sowohl aus medizinischen als auch rechtlichen Erwägungen heraus ist eine nachvollziehbare Handlungsweise notwendig. Die nachfolgenden Grundsätze und Algorithmen (SOP, standard operating procedures) sollen dem Rettungsfachpersonal daher als konkreter Handlungsrahmen dienen. Sondersituationen Grundsätze 1

3 Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 3 © Th. Luiz, G. Scherer Der Rettungsdienst ist grundsätzlich zur Hilfeleistung verpflichtet (Garantenstellung). Auch bei unauffälligen Vitalparametern kann eine Eigen- oder Fremdgefährdung bestehen (z. B. fehlende Straßenverkehrsfähigkeit, Gefahr der Auskühlung, Sturzrisiko etc.). Eine Eigen- oder Fremdgefährdung ist umgehend der integrierten Leitstelle zu melden. Über diese ist die Polizei, ggf. das Ordnungsamt, zu verständigen. Wenn möglich bzw. ohne Gefährdung zumutbar, ist der Betroffene bis zum Eintreffen an der Polizei bzw. des Ordnungsamtes zu überwachen. Hilflose Personen in Wohnungen: Können - eigentlich zuständige- Institutionen oder Personen nicht zeitnah Hilfe leisten, ist im Zweifel ein Transport durchzuführen. Die Einsätze sind mittels Rettungsdienstprotokoll zu dokumentieren. Hilflose Person Grundsätze

4 Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 4 © Th. Luiz, G. Scherer Einem Transport-Begehren ist grundsätzlich Folge zu leisten, insbesondere, wenn der Patient oder Angehörige darauf verweisen, dass der Hausarzt oder Kassenärztliche Bereitschaftsdienst nicht erreichbar waren oder sich der Zustand nicht gebessert hat. Ausgenommen sind mutwillige Fehlalarmierungen oder offensichtlich absolute Bagatellen, bei denen keine medizin. Maßnahmen erforderlich sind. Bestehen begründete Anhaltspunkte, dass die Fahrt medizinisch nicht indiziert ist, ist darauf hinzuweisen, dass die Krankenkasse ggf. die Kosten nicht übernimmt. Die Einsätze sind mittels Rettungsdienstprotokoll zu dokumentieren. Transportwunsch Grundsätze

5 Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 5 © Th. Luiz, G. Scherer Verweigert der Patient trotz Hinweis auf eine akute vitale Bedrohung (Bsp: Akutes Koronarsyndrom, schwerer Asthmaanfall) die Behandlung bzw. den Transport, ist entsprechend dem Indikationskatalog der Notarzt nachzufordern. Dies ist dem Patient mitzuteilen. Der Patient ist bis zum Eintreffen des Notarztes zu überwachen, es sei denn, die Besatzung wird der Wohnung verwiesen oder gefährdet. Transportverweigerung Grundsätze 1

6 Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 6 © Th. Luiz, G. Scherer Verweigert der Patient trotz Hinweis auf eine akute Erkrankung, aber ohne Hinweis auf eine vitale Bedrohung, die Behandlung bzw. den Transport, ist dies gegen Unterschrift zu dokumentieren. Die Erklärung hat den Hinweis zu beinhalten, dass nach Auffassung der Besatzung ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden sollte. dass es sich bei der RTW Besatzung nicht um Notärzte handelt. Hinweis: Ergänzende, handschriftliche Notizen auf dem Verweigerungsformular (Rückseite DIVI-Protok.) erleichtern einen eventuell später notwendig werdenden Nachweis einer individuellen Aufklärung. Transportverweigerung Grundsätze 2

7 Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 7 © Th. Luiz, G. Scherer Situationsabhängig ist, ggf. über die Integrierte Leitstelle, Kontakt mit dem Hausarzt oder dem Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst herzustellen. Zumindest ist dem Patient die Rufnummer des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes zu hinterlassen. Die Rechtsprechung fordert, auch Angehörige über eine vermutliche Vitalgefährdung aufzuklären, um so ggf. doch noch eine Einwilligung in eine Behandlung zu erwirken. Sondersituationen Grundsätze 3

8 Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 8 © Th. Luiz, G. Scherer Check: Notarzt alarmiert ? Stabile Vitalfunktionen* Check: Sicher orientiert ? Sicher gehfähig ? Geschützt vor Witterung ? Unverletzt ? Beschwerdefrei ? Unauffälliges Verhalten ? Weiter nach entsprechenden Algorithmen z. B. bewusstlose Person, Krampfanfall Nein Ja Rückmeldung an ILS, Mitfahrverweigerung Einsatzende Nein Ja Ordnungsamt bzw. Polizei anfordern Überwachung, Basismaßnahmen Übergabe an Notarzt Übergabe an Ordnungsamt / Polizei; falls erforderlich: Transport an geeignete Einrichtung (z. B. Heim) Unkooperativ, dabei mutmaßlich nicht geschäftsfähig kooperativ Transport in Klinik, ggf. Praxis; ggf. mit Polizei/Ordnungsamt Medizinische Indikation *? * Medizin. Indikation: Verletzungen, insbes. Kopf-, Hals- oder Rumpfbereich Allgemeine Hinfälligkeit Intoxikation Unterkühlung, Überwärmung Dehydratation Psychisch erheblich auffällig JaNein Hilflose Person außerhalb von Wohnungen

9 Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 9 © Th. Luiz, G. Scherer Check: Notarzt alarmiert ? Stabile Vitalfunktionen* Check: Zustand der Hilflosigkeit beendet ? Sicher orientiert ? Sicher gehfähig ? Unverletzt ? Beschwerde- und symptomfrei ? Unauffälliges Verhalten ? Weiter nach entsprechenden Algorithmen z. B. bewusstlose Person, Krampfanfall Nein Ja Rückmeldung an ILS, Einsatzende Mitfahrverweigerung Nein Ja Ordnungsamt bzw. Polizei anfordern Überwachung, Basismaßnahmen Übergabe an Notarzt kooperativ Transport in Klinik Akute gesundheitl. Gefährdung* * Indikation zur Klinikeinweisung: Erhebliche Verletzung, z. B. Frakturverd. Fortbestehende Hilflosigkeit Intoxikation Massive Unterkühlung Erhebliche Dehydratation Gastrointestinale Blutung Massive Unterernährung / Auszehrung Psychisch erheblich auffällig andere erhebliche gesundheitl. Gefährd. Anforderung Hausarzt oder KBD Unkooperativ dabei mutmaßlich nicht geschäftsfähig Akute Erkrankung, ohne Gefährdung Situationsabhängig: Info an Familie, Pflegedienst, Sozialstation, ggf. Ordnungsamt oder Gesundheitsamt Soziale Krise ** ohne Notwendigkeit akuter medizin. Hilfe ** z. B. Vereinsamung Verelendung Verwahrlosung Hilflose Person innerhalb von Wohnungen EMF ausfüllen! Info 6 Info 7

10 Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 10 © Th. Luiz, G. Scherer EMF Sondersituation Zurück zum Algorithmus Info 6

11 Rettungsdienst in den Bereichen Rheinhessen & Bad Kreuznach: schnell – kompetent - mitmenschlich 11 © Th. Luiz, G. Scherer NAIK = Notarzt Einsatzkatalog RLP Zurück zum Algorithmus Info 7


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