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Wie inklusiv sind die Schulen in Sachsen-Anhalt ? Dr. K. Greve/MK LSA 7.Mai 20131.

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Präsentation zum Thema: "Wie inklusiv sind die Schulen in Sachsen-Anhalt ? Dr. K. Greve/MK LSA 7.Mai 20131."—  Präsentation transkript:

1 Wie inklusiv sind die Schulen in Sachsen-Anhalt ? Dr. K. Greve/MK LSA 7.Mai 20131

2 Verständnis von Inklusion Inklusion bedeutet Einschluss kein Synonym für Integration Inklusive Bildung - diskriminierungsfreier Zugang aller Kinder zu den allgemeinen Bildungsangeboten Schulen sollen in der Lage sein, sich den unterschiedlichen Bedarfslagen der Kinder zu stellen didaktisch-methodische Antworten auf individuelle Lernausgangslagen finden die Lernentwicklung aller Lernenden trotz bestehender ethnischer, kultureller, sozialökologischer Unterschiede, unterschiedlicher Entwicklungsstände voranbringen Dr. K. Greve/MK LSA Mai 20132

3 Integration bedeutet Eingliedern, Einstufen integrative Bildung wird als gemeinsamer Unterricht gesehen, heißt, das bestehende System gestattet die Beschulung von Kindern/Jugendlichen mit Behinderungen heißt, die Kinder/Jugendlichen passen sich dem bestehenden System an, zur Unterstützung gibt es zusätzlich personelle, pädagogische, sächliche, finanzielle Aufwendungen

4 Von Integration zu Inklusion heißt zunehmend Rahmenbedingungen schaffen, den gemeinsamen Unterricht zu qualifizieren, damit sich das System auf die Heterogenität einstellt und nicht die Kinder/Jugendlichen eingegliedert bzw. nicht nicht ausgegliedert werden

5 Die Schulen Sachsen-Anhalts befinden sich auf einem Weg, dessen langfristiges Ziel inklusive Bildung heißt befassen sich mit unterschiedlichen Konzepten, deren Vernetzung diesem Ziel dient Zu diesen Konzepten zählen u.a. die Schuleingangsphase, zertifizierte Schulen zu unterschiedlichen pädagogischen Sachverhalten

6 Entwicklung inklusiver Bildungsangebote durch UN-BRK beschleunigt gesamtgesellschaftliche Aufgabe, d.h. Bildung ist ein Baustein Deutschland gehört zu Unterzeichnerstaaten Entwicklung in Deutschland wird europa- und weltweit wahrgenommen

7 UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen nimmt Bezug auf die Umsetzung der Menschrechtskonvention von 1948, die in Deutschland 1953 in Kraft trat, führte zur Verabschiedung der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen UN-BRK Dez. 2006, Ratifizierungsgesetz Dez 2008, Urkunde März 2009 Dr. K. Greve/MK LSA Mai 20137

8 Allgemeine Menschenrechte, auf die die UN-BRK insbesondere Bezug nimmt: Diskriminierungsverbot Recht auf Leben und Freiheit Anerkennung als Rechtsperson Meinungs- und Informationsfreiheit Recht auf soziale Sicherheit Recht auf Bildung Recht auf Arbeit Recht auf Teilhabe am kulturellen Leben Dr. K. Greve/MK LSA Mai 20138

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10 10 Artikel 24 (Recht auf integrative/inklusive Bildung) Vertragsstaaten anerkennen das Recht auf Bildung für behinderte Menschen ohne Diskriminierung Einführung und Sicherstellung einer integrativen/inklusiven Schulbildung Menschen mit Behinderungen sollen nicht vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden Vertragsstaaten stellen sicher, dass zum Erlernen von Blindenschrift, Kommunikations-, Orientierungs- und Mobilitätsfertigkeiten sowie für das Erlernen der Gebärdensprache und zur Förderung der sprachlichen Identität geeignete Maßnahmen ergriffen werden (insbesondere für gehörlose, sehbehinderte, blinde, taubblinde Menschen)

11 Wahrnehmung der Verpflichtung zur Inklusion in LSA Inklusion wird von vielen Eltern, deren Kinder behindert oder von Behinderung bedroht sind als Rechtsanspruch wahrgenommen viele Eltern wählen bewusst den allgemeinen Lernort zur Förderung für ihr Kind gleichwohl wollen gegenwärtig ebenso viele Eltern dieser Kinder die Förderung in der Förderschule eine Vielzahl von Schulen setzt sich schon mehrjährig mit der Gestaltung des GU auseinander und ist dabei den Perspektivwechsel zu vollziehen zugleich gibt es zahlreiche Schulen, die sich damit sehr schwer tun und zunächst veränderte Rahmenbedingungen erwarten, ohne sich mit den schulinternen Möglichkeiten (Schatzsuche) zu befassen das Land hält seit Jahren umfassende Fort- und Weiterbildungsangebote vor, die sehr gut angenommen werden, zugleich fühlen sich viele nicht ausreichend vorbereitet um alle Betroffenen und Akteure mitzunehmen hat sich LSA für ein angemessenes Schrittmaß entschieden Dr. K. Greve/MK LSA Mai

12 Maßnahmen, die der Entwicklung inklusiver Bildungsangebote zuzuordnen sind: die Ausgestaltung der Schuleingangsphase, die Bereitstellung von Förderpädagogen in der Grundschule ohne vorherige Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs, die Entwicklung eines Konzepts für eine Gemeinschaftsschule, der Ausbau des gemeinsamen Unterrichts, die Entwicklung von Netzwerkschulen zur Begabtenförderung, zur Unterstützung der individuellen Lernförderung von Kindern mit Lernbeeinträchtigungen (z.B. Lese-Schreib-Schwierigkeiten,…) die Qualifikation der Lehrkräfte, Entwicklung eines veränderten Verständnisses von Förderdiagnostik (Diagnostik als Grundbaustein für Unterrichtsgestaltung, nicht als ressourcenbringendes Verfahren ohne Auswirkung auf Schulentwicklung) Dr. K. Greve/MK LSA Mai

13 Besondere Problematik: deutsches Bildungssystem hat im Verlaufe seiner Entwicklung zahlreiche ausgliedernde Faktoren geschaffen, z.B. - festgelegte Kompetenzen für Schulbesuchsjahre und Schulformen - Regelungen für Anerkennung von Abschlüssen - Regelungen zur Versetzung, zur Bewertung, zum Nachteilsausgleich,…. - Lehrerausbildung und Lehrertätigkeit stark auf Homogenität ausgerichtet - breit strukturiertes Förderschulsystem Diese Faktoren gilt es nunmehr zu prüfen und ggf. flexibler zu nutzen bzw. schrittweise zu verändern. Dr. K. Greve/MK LSA Mai

14 Dr. K. Greve/MK LSA Mai Entwicklung GU von 2002/03 – 2012/13 Schülerzahl gesamt Schülerzahl an FöS Schülerzahl im GU Gu in % zur Zahl der Fö.- Schüler GU in % zur Schülerzahl gesamt 2001/ ,70, / ,00, / ,00, / ,71, /11 _________ 2011/12 __________ 2012/ _________ _________ _________ _________ _________ _________ ,8 _________ 20,6 _________ 23,9 1,53 _________ 1,86 _________ 2,0

15 Dr. K. Greve/MK LSA Mai Entwicklung GU in den Förderschwerpunkten 2008/092009/102010/112011/122012/13 Lernen geistige Entw Emotionale -soziale Entw Sprache Hören Sehen Körperlich- motor. Entw Autismus gesamt

16 Dr. K. Greve/MK LSA Mai Verteilung des GU in den Schulformen 2011/12 Grundschule1.868 Sekundarschule1.091 Gymnasien108 Gesamtschulen60

17 Schulform Anzahl der öffentlichen Schulen davon Anzahl der Schulen mit GU Anteil GU in % Grundschulen ,18 Sekundarschulen ,8 Gymnasien664568,18 IGS33100 KGS33100 Sportschulen Halle gesamt ,08 Anteil der Schulen mit GU Dr. K. Greve/MK LSA Mai

18 Dr. K. Greve/MK LSA Mai Gelingensbedingungen und Stolpersteine

19 Maßnahmen im Landeskonzept zum Ausbau des GU Dr. K. Greve/MK LSA Mai Evaluierung und Qualifizierung der präventiven Grundversorgung an Grundschulen 2. Zertifizierung von Grund- und Sekundarschulen (später auch andere Schulformen) als Schulen mit inklusivem Profil 3. Flexibles sonderpädagogisches Unterstützungssystem für GU an Gymnasien 4. Qualifizierung der Basisförderschulen zu Kompetenz- und Beratungszentren 5. Entwicklung von Materialien zur Schulausstattung 6. Qualifikation der Akteure

20 Entwicklung inklusiver Bildungsangebote setzt aktive Auseinandersetzung aller an Bildung Beteiligten voraus bedeutet auf Schatzsuche in jeder Schule zu gehen, um Rahmenbedingungen zu verbessern bedeutet Perspektivwechsel wahrzunehmen heißt intensive Arbeit an der Qualität des Unterrichts, bedeutet Nutzung von Nachteilsausgleich betrifft alle Schulformen und heißt zunächst inhaltlich und organisatorische Qualifizierung des gemeinsamen Lernens Dr. K. Greve/MK LSA Mai

21 Schulen im nördlichen Sachsen-Anhalt, die auf diesem Weg schon gut vorangekommen sind : GS Bismark; GS Stendal-Nord; GS Erich-Kästner Haldensleben; GS Umfassungsweg Magdeburg; GS Fliederhof Magdeburg; Schneider-GS Schönebeck; GS Badersleben; GS Fallstein/OT Hessen; GS Harzblick Wernigerode; Integrationsgrundschule Kleers Quedlinburg, GS Am Pfeilergraben Aschersleben, GS Karl Liebknecht Schönebeck, GS Weitlingstraße Magdeburg, GS Leipziger Straße Magdeburg, GS Vier Jahreszeiten Egeln, GS Güsten, GS Albert Einstein Burg Sekundarschule Clausewitz Burg; Sekundarschule Möser; SEK Schwanebeck, SEK O. Linke Magdeburg, SEK Th. Müntzer Magdeburg, Gymnasium Osterwieck Dr. K. Greve/MK LSA Mai

22 Schulen im südlichen Sachsen-Anhalt, die auf diesem Weg schon gut vorangekommen sind : GS Zeitz-Ost; GS Bergsiedlung Zeitz; GS Nebra; GS Groß Leinungen; GS Südwest Sangerhausen, Domgrundschule Naumburg (GS in freier Trägerschaft), GS Regenbogenschule Köthen, GS Anhaltsiedlung Bitterfeld, GS Süd- West Sangerhausen, GS Naturgrundschule Heiligenthal, GS Bergsiedlung Zeitz, GS Zeitz- Rasberg, GS Erich Weinert Wolfen, GS Pouch, GS Friedersdorf, GS Elbkinderland Elster, GS Kemberg, GS Klieken, GS Pestalozzi Bitterfeld, GS Jessen, GS Reinsdorf, GS Am Akazienwäldchen Dessau, GS An der Stadtmauer Zerbst Sekundarschule A.-W.-Francke Halle, SEK Völkerfreundschaft Köthen, SEK Jessen, Sek Am Schwanenteich Zeitz, Sek Neustadtschule Weißenfels, SEK Reinsdorf Südstadtgymnasium Halle; IGS Halle; Dr. K. Greve/MK LSA Mai

23 Ausbau GU heißt Anpassung des Förderschulnetzes FörderschulformAnzahl gegenwärtigmögliche perspektivische Anpassungen Förderschule f. Lernbehinderte52Schwerpunkt in Sekundarstufe I, Reduzierung der Standorte, Kooperations- oder Förderklassen an allgemeinen Schulen Förderschule für Geistigbehinderte 38 (+ 3 in freier Trägerschaft) Keine Veränderung, wenn Wahlverhalten der Eltern so bleibt FöS mit Ausgleichsklassen9 (+ 4 in freier Trägerschaft) Aufnahme förderschwerpunktübergreifender Angebote (z.B. Sprache, Lernen) Förderschule für Sprachentwicklung 3Reduzierung der Standorte, Förderangebot für einzelne Kinder in anderen Schulformen Förderschule f. Körperbehinderte5Reduzierung der Standorte, ggf. mit förderschwerpunktübergreifenden Angeboten (Sprache; Lernen) Förderschule für Sinnesgeschädigte 4Öffnung für andere Förderschwerpunkte (ggf. Sprache, KÖ), Reduzierung der Schülerzahl Dr. K. Greve/MK LSA Mai

24 Herausforderungen wenig Vorerfahrungen der Beteiligten Ängste, Vorbehalte, Akzeptanz der veränderten Rechtslage Wahlrecht der Eltern bzw. der Betroffenen (unsichere Planungsgröße) veränderte Aufgabenfelder in Schule Professionalität der Fachkräfte Bedarfe in der Aus-, Fort- und Weiterbildung Schulorganisation und Schulentwicklung Dr. K. Greve/MK LSA Mai

25 Inklusion ist ein Rechtsanspruch Perspektivwechsel muss schrittweise vollzogen werden braucht Willen zur Veränderung und Engagement geht nicht ohne die Beteiligten und Akteure ist nicht auf den Bildungsbereich begrenzt braucht Kooperation, Vernetzung und Innovation Dr. K. Greve/MK LSA Mai

26 Dr. K. Greve/MK LSA März Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!


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