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Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München1 QUANTITATIVE UND QUALITATIVE ASPEKTE DER FRÜHEN SPRACHDIAGNOSTIK.

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1 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München1 QUANTITATIVE UND QUALITATIVE ASPEKTE DER FRÜHEN SPRACHDIAGNOSTIK

2 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München2 QUANTITATIVE UND QUALITATIVE ASPEKTE DER FRÜHEN SPRACHDIAGNOSTIK 1.QUANTITATIVE DIAGNOSTIK 1.1Diagnostikmodelle 1.2Elternfragebögen 1.3Sprachentwicklungstests 2.QUALITATIVE DIAGNOSTIK 2.1 pragmatische Kompetenzen 2.2 phonetisch-phonologische Kompetenzen 2.3 semantisch-lexikalische Kompetenzen 2.4 morphologisch-syntaktische Kompetenzen 2.5 mehrsprachige Diagnostik 3. ALTERSSPEZIFISCHE FRAGESTELLUNG 3.1Altersgruppe 1 – 12 Monate 3.2Altersgruppe 13 – 24 Monate 3.3Altersgruppe 25 – 36 Monate 3.4 Altersgruppe 37 – 48 Monate

3 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München3 SPRACHAUFFÄLLIGKEITEN IM KINDESALTER Sprachauffälligkeiten Sprachentwicklungsstörungen im Rahmen von primären Störungen SPEZIFISCHE SPRACHENTWICKLUNGSSTÖRUNGEN phonetisch- phonologische Ebene lexikalisch- semantische Ebene morphologisch- syntaktische Ebene pragmatische Ebene Perzeption Produktion

4 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München4 DIAGNOSTIKMODELLE nach Kauschke, Siegmüller, 2002 ALTERSSPANNENMODELL Normstichprobe mit verschiedenen Altersspannen Normstichprobe mit verschiedenen Altersspannen Vergleich spez. sprachentwicklungsgestörter Kinder mit sprachnormalen Kinder im gleichen chronologischen Alter Vergleich spez. sprachentwicklungsgestörter Kinder mit sprachnormalen Kinder im gleichen chronologischen Alter Je nach Verfahren durchlaufen alle Kinder alle Subtests, bei einigen gibt es auch eine zulässige Auswahl Je nach Verfahren durchlaufen alle Kinder alle Subtests, bei einigen gibt es auch eine zulässige Auswahl Standardisierte Testverfahren Standardisierte TestverfahrenLERNSCHRITTMODELL Beschreibung des sprachl. Entwicklungsstandes auf den einzelnen Ebenen Beschreibung des sprachl. Entwicklungsstandes auf den einzelnen Ebenen Therapie kann dadurch genau dort einsetzen, wo es zu einer Stagnation im normalen Spracherwerb gekommen ist. Therapie kann dadurch genau dort einsetzen, wo es zu einer Stagnation im normalen Spracherwerb gekommen ist. Formelle und informelle Verfahren zur Erfassung des Entwicklungsstandes und der sprachlichen Fähigkeiten des Kindes Formelle und informelle Verfahren zur Erfassung des Entwicklungsstandes und der sprachlichen Fähigkeiten des Kindes

5 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München5 ÜBERPRÜFUNG DER SPRACHENTWICKLUNG ELFRA-1 ELFRA-2 12 Monate 24 Monate 3 Jahre 4 Jahre 5 Jahre SETK-2 SETK-3-5 U6 U7 U8 U9 RDLS CDI PDSS RDLS

6 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München6 ELTERNFRAGEBÖGEN ELFRA-1: Grimm, Doil 2000: Elternfragebogen für einjährige Kinder, Sprache, Gesten, Feinmotorik, produktiver und rezeptiver Wortschatz, Produktion von Lauten und Sprache, Reaktion auf Sprache ELFRA-1: Grimm, Doil 2000: Elternfragebogen für einjährige Kinder, Sprache, Gesten, Feinmotorik, produktiver und rezeptiver Wortschatz, Produktion von Lauten und Sprache, Reaktion auf Sprache ELFRA-2: Grimm, Doil: Elternfragebogen für zweijährige Kinder, Sprache und Kommunikation: Produktiver Wortschatz, Syntax: (Satz- entwicklung, Aussagen, Fragen, Satzbeispiele), Morphologie: (Besitz, Mehrzahl, Vergangenheitsformen, Endungen bei Tätigkeitswörtern) ELFRA-2: Grimm, Doil: Elternfragebogen für zweijährige Kinder, Sprache und Kommunikation: Produktiver Wortschatz, Syntax: (Satz- entwicklung, Aussagen, Fragen, Satzbeispiele), Morphologie: (Besitz, Mehrzahl, Vergangenheitsformen, Endungen bei Tätigkeitswörtern) CDI : Mac Arthur Communicative Development Inventory, Fenson et al CDI : Mac Arthur Communicative Development Inventory, Fenson et al Alterstufe 0,08-1,04 Gesten und Wörter, Alterstufe 1,04-2,06 Wörter und Sätze, dt.Versionen von Grimm und Szagun in Bearbeitung

7 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München7SPRACHENTWICKLUNGSTESTS RDLS : Reynell Developmental Language Scales III RDLS : Reynell Developmental Language Scales III deutsche Fassung (1997) für Kinder von 1,6 – 7,0 Jahren, Normierung von 1997:Verständnisteil 1074 Kinder, Produktionsteil 1039 Kinder, Wort- und Satzverständnis, Wort- und Satzproduktion SETK-2 : Grimm (2000), für Kinder von 2,0 – 2,11Jahren SETK-2 : Grimm (2000), für Kinder von 2,0 – 2,11Jahren Wort- und Satzverständnis, Wort- und Satzproduktion PDSS : Patholinguistische Diagnostik bei Sprachentwicklungsstörungen PDSS : Patholinguistische Diagnostik bei Sprachentwicklungsstörungen Kauschke, Siegmüller 2002, für Kinder von 2,0 -6,11 Jahren Phonemdifferenzierung, Wortverständnis, Begriffsklassifikation, Wortproduktion Körperteile, Verben, Adjektive, W-Fragen, Artikel bei Unika, Morphologie (Plural, Akkusativ, Dativ) SETK 3-5 : Sprachentwicklungstest für 3 -5jährige SETK 3-5 : Sprachentwicklungstest für 3 -5jährige Altersgruppe: 3,0 – 3,11 und 4,0 – 5,11 Jahre, unterschiedliche Subtests je Gruppierung

8 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München8 QUANTITATIVE UND QUALITATIVE ASPEKTE DER FRÜHEN SPRACHDIAGNOSTIK 1. QUANTITATIVE DIAGNOSTIK 1.1Diagnostikmodelle 1.2Elternfragebögen 1.3Sprachentwicklungstests 2.QUALITATIVE DIAGNOSTIK 2.1 pragmatische Kompetenzen 2.2 phonetisch-phonologische Kompetenzen 2.3 semantisch-lexikalische Kompetenzen 2.4 morphologisch-syntaktische Kompetenzen 2.5 mehrsprachige Diagnostik 3. ALTERSSPEZIFISCHE FRAGESTELLUNG 3.1Altersgruppe 1 – 12 Monate 3.2Altersgruppe 13 – 24 Monate 3.3Altersgruppe 25 – 36 Monate 3.4 Altersgruppe 37 – 48 Monate

9 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München9 SPRACHBEFUND Vergleich der sprachlichen Leistungen zur Altersnorm Aussage über die sprachlichen Fähigkeiten / Defizite Vergleich der rezeptiven versus produktiven Leistungen: phonetisch-phonologische Kompetenzen semantisch-lexikalische Kompetenzen morphologisch-syntaktische Kompetenzen pragmatische Kompetenzen Aufbau eines Therapieplans anhand des sprachlichen Entwicklungsstandes für die einzelnen Bereiche Kontrolle durch eine Verlaufsdiagnostik, die die Veränderung der einzelnen Bereiche in bestimmten Abständen beschreibt

10 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München10 PRAGMATISCHEN KOMPETENZEN PRAGMATIK KOGNITION PRÄLINGUISTISCHE FÄHIGKEITEN (Paul, 1990) Imitation Referentieller Blickkontakt Aufbau minimaler Handlungsschemata

11 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München11 PRAGMATISCHE KOMPETENZEN Beobachtungsmöglichkeiten: Lalldialoge Blickkontakt Folgen der Blickrichtung Folgen einer Zeigegeste Gestenentwicklung (bis 2 Jahre) Spielentwicklung: Bau- und Konstruktionsspiel, funktionelles Spiel repräsentatives Spiel sequentielles Spiel Symbolspiel Gesten des Zuhörens wie Nicken Kommunikative Intension Turn - taking Regeln Gespräche mit dem Teddy (bis 3 Jahre)

12 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München12 PHONETISCH-PHONOLOGISCHEN KOMPETENZEN PERZEPTION PRODUKTION Sensibilität für segmentale Kontraste und prosodische Muster der Mutter- sprache Lautdiskriminierung (Penner 1999) Phoneme und Morpheme werden im Geräuschfluss wahrgenommen Erkennen des Phoninventars der Muttersprache Überprüfung Phonemdifferenzierung PGN Mottiertest Auditive Merkspanne (ZFG) Säuglingsschreie (Wermke 2006) Lallen Phoninventar der Muttersprache Silbenfolgen phonologischen Regelsystems Überprüfung Orofaziale Fähigkeiten Lautbestand Phonologische Analyse Wortbetonung Wortstruktur (Silbenauslassung )

13 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München13 PHONEM- DIFFERENZIERUNG PDSS

14 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München14 PHONEM- DIFFERENZIERUNG PDSS

15 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München15 PHONEMDIFFERENZIERUNG Überprüfung der Fähigkeit minimale Phonem- kontraste mit bedeutungsunterscheidender Funktion wahrzunehmen Phonem = kleinste bedeutungsunterscheidende sprachliche Einheit. Phonem = kleinste bedeutungsunterscheidende sprachliche Einheit. Kanne – Tanne, Mast – Mist, Bein - Pein Kanne – Tanne, Mast – Mist, Bein - Pein Milch – Milch: Vertauschung der Phone (ch1 / ch2) führt nicht zur Bedeutungsveränderung. Milch – Milch: Vertauschung der Phone (ch1 / ch2) führt nicht zur Bedeutungsveränderung.

16 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München16 WORT- BETONUNG WORT- STRUKTUR PDSS

17 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München17 WORTBETONUNG UND WORTSTRUKTUR, PDSS Überprüfung segmentaler und supra- segmentaler Elemente Wortstrukturprozesse: Wortstrukturprozesse: Silbenauslassung, Verschmelzung, Addierung, Umstellung Wortbetonung: Wortbetonung: zielsprachige Silbenakzentuierung, Abweichung, gleichförmige Betonung Silbenstrukturprozesse: Silbenstrukturprozesse: Lautauslassungen innerhalb einer Silbe Lautauslassungen innerhalb einer Silbe

18 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München18 PHONOLOGISCHES GEDÄCHTNIS SETK 3-5

19 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München19 PHONOLOGISCHES GEDÄCHTNIS FÜR NICHTWÖRTER Überprüfung der Repräsentationsfähigkeit von Lautverbindungen Lautverbindungen Mit fortschreitender Entwicklung sind Kinder besser in der Lage, gehörte Laute zu repräsentieren, so dass neue Wörter schneller und genauer erlernt werden können. (Grimm 2001) Mit fortschreitender Entwicklung sind Kinder besser in der Lage, gehörte Laute zu repräsentieren, so dass neue Wörter schneller und genauer erlernt werden können. (Grimm 2001) Defizite der Gedächtnisfähigkeit führen zu eingeschränkter sprachlicher Datenbasis und zu Defiziten beim Spracherwerb. (Grimm 1987, 1999, Locke 1994, Weinert 1991) Defizite der Gedächtnisfähigkeit führen zu eingeschränkter sprachlicher Datenbasis und zu Defiziten beim Spracherwerb. (Grimm 1987, 1999, Locke 1994, Weinert 1991)

20 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München20 PHONERWERB, Fox 2003 Alters-gruppenAlter 75 % Kriterium 90% Kriterium 1 1;6 – 1;11 m b p v f d t n l g k h m b d t n 2 2;0 – 2;5 pf p f v l 3 2;6 – 2;11 j ŋ Ç x ʁ x g k h ʁ pf 4 3;0 – 3;5 J ŋ 5 3;6 – 3;11 ʃ 6 4;0 – 4;5 Ç 7 4;6 – 4;11 ʃ 8 5;0 – 5;5

21 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München21 PHONEMERWERB, Fox 2003 Alters-gruppenAlter 75 % Kriterium 90% Kriterium 1 1;6 – 1;11 m b p d t n m p d 2 2;0 – 2;5 v h s* z* b n 3 2;6 – 2;11 f l j ŋ x ʁ g k pf v f l t ŋ x h k s* z* 4 3;0 – 3;5 Ç ts* j ʁ g pf 5 3;6 – 3;11 ʃts* 6 4;0 – 4;5 Ç 7 4;6 – 4;11 ʃ 8 5;0 – 5;5

22 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München22 PHYSIOLOGISCH PHONOLOGISCHE PROZESSE (Fox 2003) Alter2;0-2;52;6-2;113;0-3;53;6-3;114;0-4;54;6-4;11 TUS RKV TFK von l von l Assimilation Vorverlagerung von ŋ von k und g von ʃ und Ç Rückverlagerung von ʃ Plosivierung Deaffrizierung Stimm./ Entstim.

23 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München23 LEXIKALISCH-SEMANTISCHE KOMPETENZEN PERZEPTION PRODUKTION Segmentierung sprachlichen Inputs Speicherung häufig wiederkehrender Sequenzen Reaktion auf eigenen Namen (4./ 5.M.) Erkennen einsilbiger Inhalts- + Funktions- wörter im Sprachstrom (8.M.) Wortverständnis = Wortform + Bedeutungskonzept Wortverständnis mit 10 M.: ca. 67 Wörter (Bates 1995), interind. Spannbreite: 0–144 Wörter Wortverständnis mit 16 M.: ca.190 Interind. Spannbreite: 78 – 303 Überprüfung: Begriffsklassifikation (PDSS, HSET) Protowörter ab 6.M: kontextgebundene Vorformen des Benennens, handlungs- und situationsabhängig Echte Wörter mit 12 – 13 M. situationsunab- hängig, fester inhaltlicher Bezug Interindividuelle Variation: 10;5 – 17;2 (Bloom 1993) Wortschatzspurt 18.M. (15;2 – 25;6) WORTARTENENTWICKLUNG: Personal-soziale Wörter (Grüße, Floskeln) Personennamen, Lautmalereien Nomen, vor allem konkrete Objekte Relationale Wörter (ab, mehr, da, weg) Aufbau des Verblexikons => Schnittstellenfunktion -> Grammatikerwerb Überprüfung: Aktiver Wortschatztest (AWST- R) WORTVERSTÄNDNIS: WORTPRODUKTION:

24 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München24 WORTVERSTÄNDNIS Kauschke 2003

25 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München25 BEDEUTUNGSENTWICKLUNG Objektpermanenz + Triangulierung (8.M.) gelernte Wortform semantische Repräsentation SEMANTISCHE SYSTEM WortfelderWortarten Wortschatz- spurt Störungen im Aufbau und in der Abgrenzung semantischer Felder

26 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München26 LEXIKALISCH-SEMANTISCHE STÖRUNGEN Lexikon WortverstehenWortproduktion Semantische Kategorienbildung Semantische Netzwerke Benennungs- probleme Wortabruf- probleme Umschreibungen Herantasten ans Zielwort Neuschöpfungen Vollständige Blockaden Semantische Paraphasien Phonologische Paraphasien Stereotype Phrasen Nuscheln Satzabbrüche

27 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München27 BEGRIFFSKLASSIFIKATION UND OBERBEGRIFFE, PDSS

28 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München28 BEGRIFFS- KLASSIFIKATION SPIELSACHEN PDSS

29 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München29 ENTWICKLUNG DER KATEGORISIERUNGSFÄHIGKEIT, PDSS

30 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München30 WORTVERSTÄNDNIS,PDSS

31 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München31 SETK – 2 Produktion von Wörtern

32 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München32 WORTPRODUKTION, PDSS

33 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München33 MORPHOLOGISCH-SYNTAKTISCHEN KOMPETENZEN PERZEPTION PRODUKTION SATZ / TEXTVERSTÄNDNIS: Entschlüsselung der morphologischen und syntaktischen Strukturen Satzlänge Reihenfolge im Satz Satzkomplexität Kausale Verknüpfungen Konditionale Verknüpfungen Temporale Verknüpfungen Passivformen etc. SATZ / TEXTPRODUKTION: Strukturbildung: Wörter nach Regeln zu reihen und Wörter nach Regeln zu modifizieren (flektieren) Morphologische Markierungen für Plural, Kasus, Tempus, Genus Subjekt-Verb-Kongruenz durch Verbflexion Syntaktische Strukturbildung durch Wortstellung im Satz

34 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München34 SETK – 2 Verstehen von Sätzen: Der Hund trägt den Schuh

35 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München35 SETK 3- 5 Verstehen von Sätzen (Leg den blauen Stift unter den Sack)

36 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München36 MORPHOLOGISCHE REGELBILDUNG, SETK 3-5

37 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München37 ÜBERPRÜFUNG DER BILINGUALEN KOMPETENZEN PERZEPTION PRODUKTION ERSTSPRACHE Auditive Verarbeitung Wortverstehen Satzverstehen Textverstehen ERSTSPRACHE Lautproduktion Wortproduktion Satzproduktion ZWEITSPRACHE Lautproduktion Wortproduktion Satzproduktion ZWEITSPRACHE Auditive Verarbeitung Wortverstehen Satzverstehen Textverstehen BILINGUALE DIAGNOSTIK d.h. Überprüfung beider Sprachen

38 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München38MEHRSPRACHERWERBAlter Erst- spracherwerb Simultaner Mehrspracherwerb Monate Wortverständnis Monate Wortproduktion Monate Wortexplosion 50 bis 250 Worte können gesprochen werden Monate Wortkombinationen Erste Sätze Ab 28 Monate Grammatik SUKZESSIVER MEHRSPRACHERWERB ab 3.Lebensjahr Wortverständnis Wortproduktion Wortkombination Grammatik Prinzip: 1 Person -> 1 Sprache

39 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München39 QUANTITATIVE UND QUALITATIVE ASPEKTE DER FRÜHEN SPRACHDIAGNOSTIK 1. QUANTITATIVE DIAGNOSTIK 1.1Diagnostikmodelle 1.2Elternfragebögen 1.3Sprachentwicklungstests 2.QUALITATIVE DIAGNOSTIK 2.1 pragmatische Kompetenzen 2.2 phonetisch-phonologische Kompetenzen 2.3 semantisch-lexikalische Kompetenzen 2.4 morphologisch-syntaktische Kompetenzen 2.5 mehrsprachige Diagnostik 3. ALTERSSPEZIFISCHE FRAGESTELLUNG 3.1Altersgruppe 1 – 12 Monate 3.2Altersgruppe 13 – 24 Monate 3.3Altersgruppe 25 – 36 Monate 3.4 Altersgruppe 37 – 48 Monate

40 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München40 KOMPETENZEN BIS ZUM 12.LM AUDITIVE WAHRNEHMUNGFÄHIGKEITEN Kind bevorzugt mütterliche Stimme Kind bevorzugt mütterliche Stimme Erkennen der Muttersprache Erkennen der Muttersprache Erkennen prosodischer Merkmale (Sprachrhythmus, Satzmelodie, Betonung) Erkennen prosodischer Merkmale (Sprachrhythmus, Satzmelodie, Betonung) Kind reagiert auf seinen Namen Kind reagiert auf seinen Namen Geschätztes Wortverständnis ca. 60 Wörter Geschätztes Wortverständnis ca. 60 Wörter Verständnis für einfache Anweisungen Komm her! Verständnis für einfache Anweisungen Komm her! PRAGMATISCHE FÄHIGKEITEN Referentielle Gesten (Winken) Referentielle Gesten (Winken) Folgen der Blickrichtung Folgen der Blickrichtung Folgen der Zeigegeste (Joint Attention) Folgen der Zeigegeste (Joint Attention)LAUTPRODUKTION: Orientierung an Phoninventar der Muttersprache Orientierung an Phoninventar der Muttersprache Variables Lallen, lange Lallsequenzen Variables Lallen, lange Lallsequenzen Silbenverdoppelungen: baba -> Ball Silbenverdoppelungen: baba -> Ball erste Wortproduktion erste Wortproduktion Kind versucht Wörter nachzusprechen Kind versucht Wörter nachzusprechen

41 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München41 KOMPETENZEN BIS ZUM 24.LM KOMPETENZEN BIS ZUM 24.LMSPRACHVERSTÄNDNIS: Unterscheidung von falsch und richtig gesprochenen Wörtern Unterscheidung von falsch und richtig gesprochenen Wörtern Wortverständnis bis zu 200 Wörter Wortverständnis bis zu 200 Wörter Kind zeigt auf benannte Körperteile, Dinge, Personen Kind zeigt auf benannte Körperteile, Dinge, Personen Satzverständnis für einfache Aufträge Satzverständnis für einfache Aufträge Etablierung von Wortkategorien Etablierung von Wortkategorien PRAGMATISCHE FÄHIGKEITEN Konventionalisierte Gesten Konventionalisierte Gesten Kind spielt kurz alleine Kind spielt kurz alleine Kinder spielt in Gruppe noch eher nebeneinander Kinder spielt in Gruppe noch eher nebeneinander Vorlesen und Bilderbücher erwünscht Vorlesen und Bilderbücher erwünschtSPRACHPRODUKTION: Produktion v. a. der vorderen Plosive, noch wenige Frikative und hintere Laute Produktion v. a. der vorderen Plosive, noch wenige Frikative und hintere Laute Vereinfachungsprozesse Vereinfachungsprozesse Produktion von 50 – 200 Wörtern Produktion von 50 – 200 Wörtern Funktionswörter: da, mehr, auf… Funktionswörter: da, mehr, auf… erste Verben erste Verben Ein- bis Zweiwortsätze: Tür auf, Clara malen Ein- bis Zweiwortsätze: Tür auf, Clara malen 1. Fragealter mit Satzmelodie 1. Fragealter mit Satzmelodie

42 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München42 KOMPETENZEN BIS ZUM 36.LM SPRACHVERSTÄNDNIS: kleinere Geschichten kleinere Geschichten dreiteilige Aufträge dreiteilige Aufträge Grundfarben Grundfarben erste Präpositionen erste Präpositionen Schwierigkeiten mit Gegensätzen Schwierigkeiten mit Gegensätzen PHONETISCH-PHONOLOGISCHE KOMPETENZ Lautproduktion komplett außer s, sch, ch Lautproduktion komplett außer s, sch, ch Erste Konsonantenverbindungen /fl/ Erste Konsonantenverbindungen /fl/ Vereinfachungsprozesse, Lautangleichungen, Lautersetzungen Vereinfachungsprozesse, Lautangleichungen, Lautersetzungen SEMANTISCH-LEXIKALISCHE KOMPETENZ Geschätzter Wortschatz 450 Wörter (30.LM), Geschätzter Wortschatz 450 Wörter (30.LM), Benennung von Eigenschaften, Ich / Du, Farben, auf Benennung von Eigenschaften, Ich / Du, Farben, auf Ergänzung von Einzelworten in Kinderliedern Ergänzung von Einzelworten in Kinderliedern MORPHOLOGISCH-SYNTAKTISCHE KOMPETENZ 2. Fragealter mit Fragewörtern 2. Fragealter mit Fragewörtern Artikelgebrauch Artikelgebrauch Korrekter Satzbau: Mama kocht Suppe. Korrekter Satzbau: Mama kocht Suppe. Verben mit 2. Person: Du spielst Verben mit 2. Person: Du spielst erste Fragen durch Umstellung des Verbs erste Fragen durch Umstellung des Verbs

43 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München43 KOMPETENZEN BIS ZUM 48.LM SPRACHVERSTÄNDNIS: Wortverständnis für Farbe, Gegensätze, Präpositionen, Oberbegriffe Wortverständnis für Farbe, Gegensätze, Präpositionen, Oberbegriffe Kind versteht dreiteiligen Auftrag Kind versteht dreiteiligen Auftrag Komplettes Alltagsverständnis Komplettes Alltagsverständnis PHONETISCH-PHONOLOGISCHE KOMPETENZ Lautinventar komplett außer S und SCH Lautinventar komplett außer S und SCH Gute Nachsprechleistung für Nichtwörter (PGN) Gute Nachsprechleistung für Nichtwörter (PGN) Phonologisches Regelsystem fast komplett erworben Phonologisches Regelsystem fast komplett erworben SEMANTISCH-LEXIKALISCHE KOMPETENZ Produktiver Wortschatz: 1500 Wörter mit Nomen, Verben, Adjektiven, Adverbien, Präpositionen neben, vor Produktiver Wortschatz: 1500 Wörter mit Nomen, Verben, Adjektiven, Adverbien, Präpositionen neben, vor MORPHOLOGISCH-SYNTAKTISCHE KOMPETENZ Nebensatzkonstruktionen Nebensatzkonstruktionen Korrekte Verbstellung auch bei untergeordneten Sätzen Korrekte Verbstellung auch bei untergeordneten Sätzen Pluralmarkierung häufig schon korrekt Pluralmarkierung häufig schon korrekt Korrekte reguläre Verbflexion Korrekte reguläre Verbflexion Vergangenheits- und Zukunftsformen Vergangenheits- und Zukunftsformen

44 Dr. Iris Eicher, Akademische Lehrpraxis der LMU München44 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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