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Situation der freiberuflichen Hebammen in M-V

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Präsentation zum Thema: "Situation der freiberuflichen Hebammen in M-V"—  Präsentation transkript:

1 Situation der freiberuflichen Hebammen in M-V
Hanna Ojus Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands

2 Einkommensentwicklung
Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Einkommensentwicklung Mecklenburg-Vorpommern Fahrzeiten und Wegegeld frühe Entlassung Hebammenmangel Qualität von Hebammenarbeit

3 Einkommensentwicklung
Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Einkommensentwicklung

4 seitdem sind die Gebühren um ca.10% erhöht worden
Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum 1996 hat das Bundesministerium einen Einkommensrückstand der Hebammen von 25% ermittelt seitdem sind die Gebühren um ca.10% erhöht worden die Ausgaben, vor allem für die Haftpflichtversicherung, aber auch für die gestiegenen Lebens- und Berufsausgaben sind stetig gestiegen (Haftplicht von 300,-€ auf 4242,-€)

5 Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum 1996 musste eine Beleghebamme ca. 3 Tage im Jahr ausschließlich für ihre Haftpflichtversicherung arbeiten heute muss eine Beleghebamme bis zu 24,75 Tage (5 Wochen) im Jahr ausschließlich für die Haftpflichtversicherung arbeiten

6 Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Der GKV Spitzenverband hat den Hebammenverbänden am eine Gebührenerhöhung von 1.98% angeboten obwohl laut Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung steht: Dem § 134a Absatz 1 wird folgender Satz angefügt: „Bei der Berücksichtigung der wirtschaftlichen Interessen der freiberuflich tätigen Hebammen nach Satz 2 sind insbesondere die Berufsausübung betreffende Kostensteigerungen zu beachten.“

7 Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Auswirkungen

8 Die Wahlfreiheit der Frau ist stark eingeschränkt
Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum ca. 30% der Hebammen in Geburtshäusern und Hausgeburtshebammen haben ihre geburtshilfliche Tätigkeit eingestellt Beleghebammen zu ca. 20% Die Wahlfreiheit der Frau ist stark eingeschränkt

9 Mecklenburg-Vorpommern
Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommern

10 Mecklenburg- Vorpommern
Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Mecklenburg- Vorpommern Flächenland Bevölkerungsarmes Land Geburtskliniken nehmen konstant ab. 2009 (20) / 2012 (16) Gebärende fahren bis zu 50 (70) km bis zur nächsten Klinik Hebammen fahren häufig ebensoweit zu einer Frau

11 Frau 2 47km 50 km Frau 1 3km Hebamme Gebührenordnung Wegegeld § 3
Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Gebührenordnung Wegegeld § 3 (3) Hat eine andere als die nächstwohnende Hebamme Hilfe geleistet, so kann die Krankenkasse die Zahlung des dadurch entstehenden Mehrbetrages an Wegegeld ablehnen, wenn der Weg von der Stelle der Leistung zur Wohnung oder Praxis der anderen Hebamme mehr als 20 Kilometer länger ist als zur Wohnung oder Praxis der nächstwohnenden Hebamme. Dies gilt nicht, wenn das Wegegeld anfällt, weil mehrere Hebammen die Dienstleistungen in einem Krankenhaus nach einem vereinbarten Einsatzplan ausführen oder wenn die Zuziehung der anderen Hebamme nach der besonderen Lage des Falles aus anderen Gründen gerechtfertigt war. (4) Besucht die Hebamme mehrere Frauen auf einem Weg, ist das Wegegeld insgesamt nur einmal und nur anteilig nach dem Verhältnis der zurückgelegten Gesamtstrecke zu der Zahl der besuchten Frauen zu berechnen. Frau 2 47km 50 km Frau 1 3km Hebamme

12 Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Eine große Hilfe für Hebammen ohne viel Aufwand und Kosten ist die Einführung von Blaulicht für geburtshilflich tätige Hebammen

13 immer mehr Frauen gebären ihre Kinder auf dem Weg in die Klinik
Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum immer mehr Frauen gebären ihre Kinder auf dem Weg in die Klinik Schwangere finden oft keine Hebamme und sind hierüber verzweifelt

14 Qualität von Hebammenarbeit
Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Qualität von Hebammenarbeit

15 Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum PILOTPROJEKT zum Vergleich klinischer Geburten im Bundesland Hessen mit außerklinischen Geburten in von Hebammen geleiteten Einrichtungen bundesweit (November 2011) Initiatoren: GKV -Spitzenverband mit Unterstützung des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. Verbände der Hebammen: Bund freiberuflichen Hebammen Deutschlands e.V. DHV Deutscher Hebammenverband e.V. Netzwerk der Geburtshäuser in Deutschland e.V. mit Unterstützung von QUAG e.V. (Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V.)

16 Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum den Auswertungen des Pilotprojektes zufolge, geburtshilfliche Ergebnisse in von Hebammen geleiteten Einrichtungen in Deutschland resultieren, die dem Vergleich mit der Klinik nicht nur standhalten, sondern hinsichtlich einiger Ergebnisparameter überzeugend sind. der Parameter „Damm intakt“ ist signifikant häufiger in der HgE erreicht worden der neu entwickelte Parameter „Mutter und Kind zusammen nach Hause“ ergab ein besseres Ergebnis als in den Kliniken in HgE kommen weniger Medikamente zum Einsatz und die Varianz hinsichtlich der Gebärpositionen ist deutlich größer lediglich der Anteil Neugeborener mit 5 Minuten-Apgarwerten <7 post partum war nach HgE-Entbindung größer, 10 Minuten post partum hatte sich die Situation jedoch soweit normalisiert, sodass hier kein signifikanter Unterschied mehr nachgewiesen werden konnte.

17 Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Erfolgsentscheidend für die deutsche außerklinische Geburtshilfe in hebammengeleiteten Einrichtungen ist im Vergleich zu internationalen Ergebnissen somit offensichtlich der Einsatz qualifizierter Hebammen mit sorgfältiger Risikoselektion. Dies zeigt sich insbesondere bei der perinatalen Mortalität in Deutschland im Studienvergleich mit anderen Nationen. Pilotprojekt zum Vergleich klinischer Geburten mit außerklinischen Geburten in HgE (2011)

18 Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Fazit

19 bezahlbare geburtshilfliche Haftpflichtversicherung
Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum bezahlbare geburtshilfliche Haftpflichtversicherung Erhöhung der Gebühren insgesamt Erleichterung bei der Wegegeldabrechnung Blaulicht Attraktivität des Berufes steigern Anerkennung der hohen beruflichen Qualifikation

20 Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit
Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit

21 Themenabend des Landkreistages Mecklenburg-Vorpommern zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum Literatur: Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung ntenentwurf_Versorgunsgesetz.pdf Hebammen-Vergütungsvereinbarung ab 1. Juli Verguetungsvereinbarung_ab_1_7_2010.pdf über die Versorgung mit Hebammenhilfe nach § 134 a SGB V: (nicht mehr aktuell) Pilotprjekt zum Vergleich klinischer Geburten im Bundesland Hessen mit außerklinischen Geburten in von Hebammen geleiteten Einrichtungen bundesweit ://www.gkv-spitzenverband.de/upload/Nov-2011_Pilotprojekt_Vergleich__klin- außerklin_Geburten_GKV-SV_18221.pdf


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