Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 1 Evaluation Arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 1 Evaluation Arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen."—  Präsentation transkript:

1 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 1 Evaluation Arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen Am Beispiel der Hartzreformen Elisabeth BorbonusTorben Anschau

2 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 2 Allgemeines zu den HARTZ-Reformen -HARTZ-Reformen als Oberbegriff zu Veränderungen der Arbeitsmarktpolitik seit In vier Zyklen gab es Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt mit einer Reihe von Neuerungen und der Vorgabe zur Evaluation -Das dem Referat zugrunde liegende Buch zählt 13 Einzelreformen auf, von denen es 9 behandelt. Die Reformen traten von 2003 bis 2005 in Kraft -Gegenstand dieses Referates sind 3 Reformpunkte, für die jeweils Vorgehensweisen zur Evaluation gegeben werden

3 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 3 Gliederung -Erläuterung schwieriger Begriffe -Evaluation der Vermittlungsverbesserungen Maßnahmendarstellung Forschungsleitende Fragen und Vorstudien Problematiken Vorschlag -Evaluation der Ich-AG -Evaluation der Neuregelungen zu geringfügiger Beschäftigung

4 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 4 Wichtige Methoden zur Evaluation der HARTZ- Instrumente -Mikroökonometrische Methoden zur Ex-post-Evaluation: Schätzung von Effekten politischer Maßnahmen im Nachhinein auf der Basis von Individualdaten. -Steuer-Transfer-Mikrosimulationen: Ermöglichen die Simulation/Modellierung von Steuerlast und Transferzahlungen auf Haushalts Individualabene, die durch Änderungen der Rahmenbedingungen entstehen. -Makroökonomische Methoden: Analyse des Arbeitsmarkt aus gesamtwirtschaftlicher Sicht. Berechnet den gesamtwirtschaftlichen Effekt einer Reform auf VW. -Makroevaluation mit berechenbaren Gleichgewichts-Modellen: Ziel ist es gesamtwirtschaftliche Auswirkungen politischer Maßnahmen zu quantifizieren. Im Unterschiede zur Makroökonometrischen Methoden werden Verhaltensannahmen der Wirtschaftssubjekte herangezogen,um Wirkungsmechanismen zu identifizieren. -Gender Mainstreaming : geschlechterbezogene Sichtweise bei der Evaluierung von pol. Prozesse.

5 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 5 Evaluation von HARTZ – Arbeitsmarktvermittlung -verbesserte Vermittlung von Arbeitlosen mittels Fördern und Fordern Fördern: Einführung der Case-Manager (inkl. Personalaufstockung) Job-Center Vermittlungsgutscheine Fordern: Verschärfung der Zumutbarkeit Meldepflichten Sperrzeiten Beweislastumkehr

6 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 6 Maßnahme Fallmanager & Personalschlüssel -Instrument: Aufstockung des Personals für Integration von Langzeitarbeitslosen um fast Mitarbeiter Fortbildung von BA-Mitarbeitern zu Fallmanagern (Casemanagern) -Grund: Verringerung von Langzeitarbeitslosigkeit nur durch intensive Betreuung -Ziel: Effizienzsteigerung = Kosteneinsparung und Verringerung der Zahl der Leistungsbezieher

7 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 7 Maßnahme Job-Center -Instrument: Umwandlung der Arbeitsämter in Jobcenter Dienstleistungs- und Kundenorientierung Zentrale Anlaufstelle für alle Arbeits- oder Ausbildungsplatzsuchende -Ziel: Schnellere, passgenauere und nachhaltigere Erwerbsintegration

8 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 8 Meldepflicht, Sperrzeiten und Beweislastumkehr -Instrumente: Verpflichtung zur unverzüglichen Arbeitssuchendmeldung, Sanktionen bei Versäumnis Sperrzeiten des Bezuges von Arbeitslosenunterstützung bei Fehlverhalten Beweislastumkehr: Sperrzeiten bei fehlenden ausreichenden Bemühungen des Arbeitssuchenden -Ziele: Eingliederung von Arbeitssuchenden beschleunigen Verkürzung der Arbeitslosigkeitsdauer Verstärkung von Sanktionen

9 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 9 Relevante Vorstudien -Es gab Studien in Deutschland zur Vermittlungsverbesserung auf regionaler Ebene (MoZarT, bspw. Mannheimer Arbeitsagentur); hochsignifikante Verbesserung der Vermittlungswahrscheinlichkeit durch besseren Personalschlüssel -Caseworkersystem wurde in der Schweiz evaluiert; kein nennenswerter Einfluss auf die Vermittlungswahrscheinlichkeit -Sanktionen wurden in NL und CH evaluiert; signifikante Erhöhung der Wiederbeschäftigungsrate und Abschreckungseffekt

10 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 10 Forschungsleitfragen -Zwei Fragen sind allen Maßnahmen gemein: Führen die Maßnahmen zu mehr Übergängen aus Arbeitslosigkeit in sv-pflichtige Beschäftigung Kann durch verstärkten Personaleinsatz die Nachhaltigkeit der Beschäftigungsverhältnisse erhöht werden. -Darüber hinaus jeweils maßnahmenspezifische Fragestellungen

11 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 11 Anwendbarkeit der Methoden -Für die Fragen nach Personalschlüssel und Sperrzeiten bieten sich mikroökonometrische Evaluationen an -Eine zusätzliche makroökonometrische Evaluation ist für die das Instrumentenbündel sinnvoll -Besonders bei Job-Center aber auch einigen anderen Maßnahmen sind Implementationsanalysen notwendig

12 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 12 Methodik bei verst ä rktem Personaleinsatz – Mikroökonometrische Evaluationsstudie – Annahmen: Verbesserung des Personalschlüssels verbessert die Nachhaltigkeit der vermittelten Beschäftigung. – Vorgehensweise: Quantifizierung der regionalen Unterschieden (systematischer Erfassung von Vermittlungsminuten)ermöglicht die Generierung von Programmgruppe und gematchter Kontrollgruppe: Programmgruppe: AL in AB mit relativ besseren Vermittlungsschlüssel Kontrollgruppe: AL betreut von AB mit relativ schlechtem Vermittlungsschlüssel. – Durch den Vergleich der Monatsmeldungen lässt sich die Nachhaltigkeit der vermittelten Beschäftigung messen – Benötigte Informationen aus dem Indiviudaldatensatz der BA.

13 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 13 Methodik bei verst ä rktem Personaleinsatz Makroökonometrische Evaluationsstudie: Erforderlich, weil indirekte Effekte zu erwarten sind (=positive Effekte auf der Individualebene, können negative Effekte auf der Gesamtvolkswirtschaftlicher ebene zufolge haben) Implementationsanalyse: Analyse: Entwicklung des Personalsschlüssels und die Betreuung von Stellenanbieter durch die BA. Informationen werden später benötigt zur makroökonomischen Evaluation der Job- Center.

14 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 14 Methodik bei Jobcentern unabh ä ngig von Datenbasis – Implementationsanalyse : Umsetzung vor Ort; Zusammenarbeit zwischen Arbeitsamt- und Kommunalvertretern…. – Zufriedenheitsanalyse : Sind AG über das Angebot der Jobcenter informiert & nutzen sie es mehr als früher das Arbeitsamt... Akzeptieren AN die gewählten Aktivierungsstrategien? – Datenbezug mittels direkten Interviews oder Fragebögen – Empfehlung : Implementationsanalyse, da auf den ersten Blick nicht erkennbare Gender Aspekte identifizieren kann.

15 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 15 Methodik bei Meldepflicht unabh ä ngig von Datenbasis Evaluation über Voher- Nachher-Vergleich Annahme: Durch die frühzeitige Meldepflicht, die gleichzeitig für alle in Kraft tritt, verkürzt sich die Zeitspanne zwischen Meldung und Beschäftigungsende. Vorgehensweise: Vergleich der Zeitspanne zwischen Meldung und Beschäftigungsende, jeweils vor und nach Implementierung der Maßnahme Problem (1): Entwicklungen am Arbeitsmarkt zwingt AN ohnehin zu einer frühzeitigen Meldung Problem (2): durch die Regelung werden AN gezwungen sich arbeitslos zu melden Mikroökonometrische Evaluation: Annahme: Frühere Meldezeit führt zu einer früheren Vermittlung Problem: Verzerrte Schätzung wegen Selektionsproblemen. Vor der Reform: AL mit schlechteren Wiedereinstellungschancen Melden sich früher! Nach der Reform: Personen, die sich früher nicht arbeitslos gemeldet hätten, werden Berücksichtigung! mikroökonometrischen Evaluation führt zu pos. Überschätzung.

16 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 16 Methodik bei Sperrzeiten unabh ä ngig von Datenbasis Evaluation über Vorher- Nachher- Vergleich Annahme: Durch flexiblere Regelung der Sperrrzeit und Umkehrung der Beweislast erfolgt ein vermehrter Einsatz der Sperrzeiten Problem: Ärztliche Atteste zur Vermeidung der Sanktion führen zu Unterschätzung Ex post Effekte: Mikroökonometrische Evaluation Annahme: durch Erteilung einer Sperrzeit erhöht sich die Motivation des AL eine Arbeit zu suchen. Folge: Abgang aus Arbeitslosigkeit Vorgehensweise: Berechnung mittels mulitvariatem Abgangsratenmodell Ex ante Effekte :Makroökonometrisch Evaluation Annahme: durch die mögliche Sanktion SZ, such AL von Beginn an nach Stellen und lehne Stellenangeboten nicht ab. Vorgehensweise: Der partielle Effekt des Arbeitsamtes auf die Rate der Sperrzeiten wird in Beziehung gesetzt zu dem partiellen Erfolg des Jobcenter

17 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 17 Makroevaluation auf das Instrumentenb ü ndel – Gemeinsame Evaluation aller Instrumente aufgrund indirekter Effekte die bei vielen Maßnahmen auftreten Vorgehensweise: Matching- Funktion auf Basis von Panel Daten. Größen innerhalb der Matching Funktion: Personalschlüssel, Zahl der Arbeitslosen, Zahl der der freihen Stellen & Zahl der Vermittlungen … Problem(1): Zumutbarkeitsregelung wird nur dann relevant, wenn AL ein konkretes Beschäftigungsangebot vorliegt; Häufiger in strukturell schwachen Arbeitsamtsbezirken zu beobachten. Problem(2): Außerdem sind einige Arbeitsämter strenger bzw. sanfter bei der Verhängung von Sanktionen. Beides müsste in Form eines Regressors in der Matching-Funktion Niederschlag finden.

18 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 18 Evaluation von HARTZ – Ich-AG -Ich-AG wurde mit zweitem Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ab 2003 eingeführt -Ein gründungswilliger Arbeitsloser kann auf einen Existenzgründungszuschuss zurückgreifen. -Dieser wird bis zu drei Jahre gezahlt; im ersten Jahr 600, im zweiten 360 und im dritten 240 monatlich

19 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 19 Ziele der ICH-AG 1)Wiedereingliederung von Arbeitslosen in vollwertige Beschäftigung und privatwirtschaftliche Einkommenserzielung 2)Rückführung und Transformation von Schwarzarbeit 3)Schaffung von Arbeitsplätzen durch ICH-AGs 4)Mehr Wettbewerb in Handwerk und Dienstleistung 5)Ausgabenreduktion für BA 6)Erleichterung von Krediten 7)Förderung der Kultur der Selbständigkeit

20 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 20 Konkurrierende und flankierende Maßnahmen -Konkurrierend: Überbrückungsgeld existiert seit den 80er Jahren, es wird nur für 6 Monate gewährt, allerdings mit einem deutlich höheren Existenzgründerzuschuss. Die Maßnahmen können nur alternativ wahrgenommen werden. -Flankierend: Programme zur Förderung der Selbständigkeit Gründerdarlehen Erleichterungen im Handwerk (Abschaffung Meisterzwang)

21 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 21 Forschungsleitfragen -Lassen sich aus allen Zielen ableiten -Allerdings sind die Themen Schwarzarbeit (2), Kreditvergabebereitschaft (6) und Selbständigkeitskultur (7) kaum quantifizierbar. -Generell besteht die Notwendigkeit, indirekte, erwünschte oder unerwünschte Nebenwirkungen der Instrumente und Mitnahmeeffekte zu identifizieren.

22 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 22 Relevante Vorstudien -Der Beitrag von Existenzgründungen und Selbständigkeit wurde intensiv untersucht und wird kaum bestritten -Selbständigkeit hat in den meisten Staaten zugenommen und kann ein Weg aus Arbeitslosigkeit sein -Allerdings ist die Selbständigenquote selbst keine geeignete Zielvariable, da ein negativer Zusammenhang zwischen dieser und dem BIP/Kopf besteht. -Es scheint für jede Volkswirtschaft eine optimale Aufteilung zu existieren, Deutschland liegt etwas unter dem Median der OECD-Länder -Wirkungen zu Programmen für arbeitslose Gründer sind selten erforscht worden

23 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 23 Anwendbarkeit der Methoden -Die wichtigsten Ziele sind überwiegend einzelwirtschaftlicher oder sektoraler Natur, daher sind mikroökonometrische Methoden sinnvoll. -Ergänzend dazu werden makroökonomische Methoden mit Zeitreihendaten und Gleichgewichtsmodellen benötigt, um Nebeneffekte zu kontrollieren

24 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 24 Evaluationsvorschl ä ge: 1. Wiedereingliederung in eine Besch ä ftigung Annahme: Ich-AG erhöht Wiedereingliederung in Beschäftigung Vorgehen 1: Analyse der Bestimmungsfaktoren der Wahl einer abhängigen Beschäftigung versus einer unabhängigen Beschäftigung Mittels struktureller Modelle diskreter Entscheidungen lassen sich die Determinanten der relativen Vorteilhaftigkeit der gewählten Alternative abschätzen. Vorgehen 2: Vergleich des Zielereichungsgrades beider geförderten Gruppen ( ÜG und ExGZ-Empfänger) Notwendig Erhebungen zum Zielerreichungsgrad der einzelnen Individuen. Generierung von Kontrollgruppen aus nicht geförderten Existenzgründungen. Auf Basis der Daten aus dem ZEW Gründungspanel. Allerdings fehlen in diesem Datensatz Informationen über den eventuellen Bezug anderer staatlicher Zuschüsse.

25 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 25 Evaluationsvorschl ä ge: 3. Schaffung neuer Arbeitspl ä tze Ich-AGs – Annahme: Die Existenzgründer schaffen selbst neue Arbeitsplätze – Vorgehensweise: Evaluation mittels einer makroökonometrischen Evaluation – Problem: Es ist mit indirekten Effekten durch die Schaffung neuer Unternehmen auf den Märkten zu rechen. In vollständiger Konkurrenz können neue Eindringlinge auf dem Markt nur dann überleben, wenn vorhandenen Unternehmen kleiner werden oder ganz vom Markt verschwinden Sind die Marktformen Oligopol & Monopol auf den Markt zu beobachten so ist mit Produktions- und Beschäftigungsanstieg zu rechnen – Um die Förderwirkung hinsichtlich neuer Arbeitsplätze abzuschätzen, ist eine Datenbasis aufzubauen, die die regionalen Zahl der Neugründungen & Schließungen, der Gesamtbeschäftigung und die Anzahl der Mitarbeiter in den neugegründeten Unternehmen über mehrer Perioden erhält.

26 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 26 Evaluationsvorschl ä ge: 5. Kostenreduktion durch ICH-AG – Annahme: ICH-AG reduziert Ausgaben der Agentur für Arbeit – Vorgehensweisen: 1. Errechnung der Entlastung in Bruttogrößen: Gegenüberstellung des Leistungsbezugs von ÜG &ExGZ Empfänger und einer geeigneten Vergleichsgruppe. (bestehend aus Empfänger von ALG1 bzw. ALG2.) 2.Errechnung der Entlastung in Nettogrößen basierend auf den Ergebnissen der Untersuchungen zum Ziel (1 – reguläre Beschäftígung) 3.Berechung eventueller negativer Effekte aus Ergebnissen der Untersuchungen zum Ziel (3 – Mehr Wettbewerb) Negative Beschäftigungseffekte entstehen aus induzierter zusätzlicher Arbeitslosigkeit durch die Maßnahmen.

27 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 27 Evaluation von HARTZ – MiniJobs, Midi-Jobs -Reform der Reform: Bis 1999 gab es geringfügig Beschäftigte, deren Einkünfte bis 630 DM betrugen und deren Arbeitszeit weniger als 15 Stunden betrug; Arbeitsverhältnis war auch als Nebenbeschäftigung abgabenfrei und unterlag einer 20%igen Pauschalsteuer resp. der ESt wurde SV-Pflicht auf geringfügig Beschäftigte ausgedehnt. Auf Brutto-Einkommen bis 325-Euro wurden 22% SV-Beiträge durch den AG abgeführt, die Steuer auf 2 % reduziert

28 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 28 Neuregelung Geringfügigkeitsgrenze wurde auf 400 erhöht, Höchstarbeitszeit ist frei. Minijobs sind für AN steuer- und SV-frei. Arbeitgeber bezahlen 23% SV und 2% Pauschalsteuer an Minijobzentrale -Zusätzliche Förderung von haushaltsnahen Dienstleistungen -Midi-Jobs: Gleitzone zwischen 400 und 800, bei denen der AN-SV-Anteil progressiv von 4 auf 20% steigt, AG-SV-Anteil ist fest bei 20,85 % (gilt nicht für Nebenerwerb) -Keine Freistellungsbescheinigungen mehr

29 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 29 Forschungsleitende Fragen -Ziel: Aktivierung des Niedriglohnsektors mittels reduzierter Sozialabgaben, Legalisierung von Schwarzarbeit sowie Abnahme von Arbeitslosigkeit und Zunahme von Beschäftigung. -Die Evaluation beschäftigungspolitischer Maßnahmen muss Gesamtbeschäftigungseffekte berücksichtigen um Nebenwirkungen zu erkennen. -Substitutionseffekte und Kreislaufwirkungen müssen berücksichtigt werden. -Auswirkungen der Maßnahmen auf Erwerbschancen und –biografien sind von Interesse (Sackgasse oder Brücke) -Frauen sind überdurchschnittlich stark betroffen, daher Berücksichtigung im Rahmen einer Verteilungseffektanalyse

30 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 30 Relevante Studien -Es gab zu geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse zahlreiche Untersuchungen, besonders Mainzer Modell, NRW-Modell.

31 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 31 Anwendbarkeit: Besch ä ftigungseffekte – Annahme: positiver Arbeitsangebotseffekt! – Ex-post Evaluation mittels Steuer- Transfer- Mikrosimulation über Konstruktion eines natürlichen Experimentes. Vorgehensweise: Programmgruppe: stark begünstigte Personen Kontrollgruppe: kaum begünstigte Personen Probleme der Vorgehensweise: Aufteilung unterliegt der Annahme, dass Programmgruppe und Kontrollgruppe sich in ihrem Verhalten gleichen, diese Annahme kann aber verletzt werden. Lösung: Empirischer Test über Annahme des Gleichverhaltens von Kontrollgruppe und Programmgruppe

32 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 32 Verf ü gbare und Ben ö tigte Daten – Evaluation auf Basis von SOEP- Daten theoretisch sofort möglich, aber: Verbesserte Ergebnisse werden erzielt, wenn auf die SOEP- Daten 2004 gewartet wird. Im Vorfeld der Evaluation sollten die Verhaltensannahmen über die beiden Gruppen: schwach und stark betroffenen empirisch getestet werden.

33 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 33 Anwendbarkeit: Besch ä ftigungseffekte Annahme: positiver Arbeitsnachfrageseffekt Ex-Post-Evaluation auf Betriebsebene mittels Propensity-Score- Matching in Kombination mit einem Differenzen-von- Differenzen-Schätzer Vorgehensweise: Kontrollgruppe: Betriebe ohne Mini- oder Midijobs Programmgruppe: Betriebe mit Mini oder Midijobs Problem (1): Es müssen Daten vor und nach der Reform für beide Gruppen vorhanden sein Problem (2): Matching Verfahren benötigt eine ausreichende Anzahl von nicht Teilnehmer die den Teilnehmer in den betrachteten Größen gleichen. Ob ein Unternehmen jedoch teilnimmt oder nicht wird stark Brachen abhängig sein. Liefert Hinweise auf die Frage, ob die Maßnahme die Zerlegung von Vollzeit und Teilzeitjobs in Mini- und Midijobs zu folge hat.

34 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 34 Verf ü gbare & Ben ö tigte Daten – Benötigte Daten für diese Evaluation können aus dem IAB- Betriebspanel bezogen werden, das 2004 zu Verfügung steht. – Jede Welle wurde aufgeschlüsselt nach Qualität der Beschäftigung. – Zusatz: Spätere Wellen werden die Veränderungen aufgrund der Neuregelungen besser erfassen.

35 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 35 Anwendbarkeit: Besch ä ftigungseffekte Evaluation mittels eines strukturellem Arbeitsangebotsmodell Vorgehensweise: Modellieren die Arbeitsangebotsentscheidung der Haushalte in Abhängigkeit von der Budgetrestriktion der Haushalte. Vorteile: klassische mikroökonometrische Verfahren stoßen hier an ihre Grenze Ansatz berücksichtigt den Haushaltskontext, in dem die Interaktionseffekte von Paarhaushalten abgebildet werde können Schätzung der Parameter erfolgt dabei über eine für verschiedenen Arbeitseinsätze simulierte Budgetrestriktion. Auf der Grundlage der geschätzten Parameter können dann Beschäftigungseffekte gemessen werden, in dem anhand eines Steuer- Transfer- Mikro- Simulationsmodells die durch die Neuregelung geänderten Nettolöhne simuliert und in die Schätzgleichung eingesetzt werden.

36 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 36 Verf ü gbare & Ben ö tigte Daten – Diese Evaluationsmethode benötigt nicht zwingend Daten vor der Maßnahme – Es kann mit Querschnittdaten gearbeitet werden oder mit den Wellen der SOEP Panel- Daten vor der Neuregelung. – Die Evaluation hätte somit vor der eigentlichen Umsetzung der Maßnahme vorgenommen werden können.

37 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 37 Anwendbarkeit: Stepping-Stone Hypothese Evaluation mittels eines Mikroökonometrischen Ex-post- Evaluationsdesign Annahme: Personen in geringfügiger Beschäftigung werden eher in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis wechseln als Arbeistlose. Vorgehensweise: Kontrollgruppe : Aus geringfügiger Beschäftigung in reguläre Beschäftigung Programmgruppe: Aus Arbeitslosigkeit in reg. Beschäftigung Problem: Beiden Gruppen unterscheiden in Faktoren, die die zukünftige Beschäftigungschance auf eine reg. Beschäftigung beeinflusst Lösung: Generierung der Kontrollgruppe über den Propensity- Score- Matching- Methode, da eine normale Konstruktion einer Kontrollgruppe zu verzerrten Ergebnissen führen würde. Die Analyse der Stepping- Stone- Hypothese muss für Personen aus der Stillen Reserve ( Arbeitsfähige aber nicht arbeitsuchend gemeldete Arbeitslose) und für Arbeitslose getrennt vorgenommen.

38 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 38 Verf ü gbare & Ben ö tigte Daten – Durchführung möglich auf Basis von Panel Daten, die Erwerbsbiografien der Individuen nach der Neuregelung der Mini- und Midijobs verfolgen – Datenbezug: SOEP – Allerdings reichen die angebotenen Daten der SOEP nicht für eine Propenstity Score- Matching- Analyseaus.

39 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 39 Anwendbarkeit: Makroevaluation mit berechenbarem GG Im Zentrum der Evaluation zur Reform der geringfügigen Beschäftigung steht der durch die Reform induzierten Gesamtbeschäftigungseffekt sowie der damit eingehenden fiskalischen Wirkung. Makkroevaluation mit berechenbaren allg. Gleichgewichtsmodellen ermöglichen bei ausreichender Disaggregation die Abbildung des Niedriglohnsektors und der verschiedenen Haushaltstypen. Ein solches Modell kann neben den Gesamtbeschäftigungseffekten auch die mit der Reform einhergehenden fiskalischen Effekte und die Wirkung verschiedener Gegenfinanzierungsmöglichkeiten bestimmen

40 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 40 Verf ü gbare & Ben ö tigte Daten – Sofort durchführbar über die PACE-L Daten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. – Ein Modell es deutschen Schwarzmarktes fehlt, müsste eigentlich in die Analyse mit aufgenommen werden.

41 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 41 Anwendbarkeit: Implementationsanalyse Evaluation über Implementationsanalyse, bei der die Wirkung der Reform im Mittelpunkt der Betrachtung steht. Annahme: Nur allgemein verständliche Umsetzung gewährleistet den erhofften Anreizeffekt der Reform. Vorgehensweise: mittels Befragungen soll herausgefunden werden Wie Verständlichkeit die sozialversicherungsrechtlichen und steuerrechtlichen Neuregelung in vergleich zu den alten Regelungen aus Sicht der AN sind. Wie zufrieden die AN über die neuen Arbeitsbedingungen & neuen sozialversicherungsrechtliche Absicherungen sind. Zufriedenheitsanalyse der AN Vorgehensweise: Befragung in wie weit geringfügige Beschäftigte bereit wäre auf Nettoeinkommen zu verzichten um einen bessere sozialversicherungsrechtlihce Absicherung zu erhalten. (Gender Perspektiven ) Analog zu der Befragung der AN ist eine Befragung der Arbeitgeber durchzuführen Vorher-Nacher- Analyse der Verwaltungskosten

42 Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 42 Zusammenfassung – Vielfältige Arten von Maßnahmen erfordern sehr unterschiedliche Herangehensweisen zur Evaluation – Hauptprobleme: Brauchbare Datenbasis, Bildung von adäquaten Kontrollgruppen und Herausrechnung von Nebeneffekten


Herunterladen ppt "Referenten: Elisabeth Borbonus, Torben Anschau 1 Evaluation Arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen