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1 Naturschutz |7.2.5.1 Stoffwechsel | 2010 Naturschutz Ausbildung Thema: Stoffwechsel.

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Präsentation zum Thema: "1 Naturschutz |7.2.5.1 Stoffwechsel | 2010 Naturschutz Ausbildung Thema: Stoffwechsel."—  Präsentation transkript:

1 1 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Naturschutz Ausbildung Thema: Stoffwechsel

2 2 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Gliederung 1. Einführung 2. Stoffwechsel 3. Energiegewinnung 4. Autotrophe Lebewesen (Photo- u. Chemosynthese) 5. Heterotrophe Lebewesen 6. Ernährung (Nährstoffe u. Energieumsatz) Fachkenntnis- Stoffwechsel

3 3 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Jeder lebende Organismus (Bakterie, Alge, Pilz, Pflanze, Tier, Mensch) stellt ein komplexes Gebilde mit einer Vielzahl ständig ablaufender komplizierter biochemischer Prozesse und einer hochkomplexen Struktur dar. Einführung

4 4 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Für den Erhalt und das Funktionieren dieser Struktur sowie das Wachstum und die Fortpflanzung müssen alle Lebewesen ständig Energie aufwenden. Zudem ist ein ständiger Stoffaustausch mit ihrer Umgebung notwendig Einführung

5 5 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Jeder lebende Organismus muss dazu energiereiche Verbindungen die er entweder selbst produziert oder aber von außen in Form von Nahrung aufnimmt zur Energiegewinnung abbauen. Die freiwerdende Energie wird für energieaufwendige biologische Prozesse im Organismus verwendet, wie z.B.:  Aufbau von Substanzen  Muskelarbeit  Erregungsleitung in Nerv und Muskel  aktiver Transport von Substanzen im Körper Energiegewinnung

6 6 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Gliederung 1. Einführung 2. Stoffwechsel 3. Energiegewinnung 4. Autotrophe Lebewesen (Photo- u. Chemosynthese) 5. Heterotrophe Lebewesen 6. Ernährung (Nährstoffe u. Energieumsatz) Fachkenntnis- Stoffwechsel

7 7 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 In jedem Lebewesen laufen ständig eine Vielzahl von chemischen Prozessen ab, die man als Stoffwechsel bezeichnet. Dabei werden im Körper u.a. aus den Grundbausteinen der Nährstoffe (Eiweiß, Zucker, Fett) größere und komplexere körpereigene Verbindungen aufgebaut. Stoffwechsel

8 8 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Gliederung 1. Einführung 2. Stoffwechsel 3. Energiegewinnung 4. Autotrophe Lebewesen (Photo- u. Chemosynthese) 5. Heterotrophe Lebewesen 6. Ernährung (Nährstoffe u. Energieumsatz) Fachkenntnis- Stoffwechsel

9 9 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 In Bezug auf die Art der Energiegewinnung unterscheidet man zwei prinzipielle Arten von Lebewesen.  Einerseits solche, die für die Aufrechterhaltung der Lebensprozesse nötigen energiereichen Verbindungen selbst erzeugen können (= sog. autotrophe Organismen). Autotrophe Organismen

10 10 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010  Andererseits solche Lebewesen, welche die energiereichen Verbindungen nicht selbst produzieren können, sondern diese in Form von Nahrung von außen aufnehmen müssen (sog. heterotrophe Organismen). Diese Lebewesen gewinnen ihre Energie aus der Verstoffwechselung der von den autotrophen Organismen produzierten “Nahrung“. Heterotrophe Organismen

11 11 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Gliederung 1. Einführung 2. Stoffwechsel 3. Energiegewinnung 4. Autotrophe Lebewesen (Photo- u. Chemosynthese) 5. Heterotrophe Lebewesen 6. Ernährung (Nährstoffe u. Energieumsatz) Fachkenntnis- Stoffwechsel

12 12 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Autotrophe Lebewesen sind Organismen, die selbst energiereiche Verbindungen produzieren können. Diese autotrophen Lebewesen stellen die Grundlage aller Ökosysteme auf der Erde dar. Man unterscheidet 2 Arten von autotrophen Lebewesen.  Zum einen die sog. phototrophen (oder photosynthetischen) Organismen.  Zum anderen die sog. chemotrophen (oder chemosynthetischen) Organismen. Autotrophe Lebewesen

13 13 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Die Photosynthese ist ein Prozess, bei dem die photrophen Organismen (grüne Pflanzen und Algen) aus den anorganischen Ausgangsstoffen Wasser (H 2 O) und Kohlendioxid (CO 2 ) sowie der Energie des Sonnenlichtes das energiereichere organische Kohlenhydrat Glukose (= Traubenzucker; C 6 H 12 O 6 ) herstellen. Photosynthese

14 14 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Zudem entsteht sozusagen als „Abfallprodukt“ der für uns Menschen und viele andere Lebewesen lebensnotwendige Sauerstoff (O 2 ) den wir zum Atmen brauchen. Schema der Photosynthese: 6 CO H 2 O + Lichtenergie C 6 H 12 O O H 2 O Photosynthese

15 15 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Schematische Darstellung der in den Blattgrünhaltigen Zellen (Chloroplasten) eines Pflanzenblattes ablaufenden Photosynthese. Bei der aus den Ausgangsstoffen Wasser (H 2 O) und Kohlendioxid (CO 2 ) sowie der Energie des Sonnenlichtes, Kohlenhydrate (CH 2 O) x und Sauerstoff (O 2 ) entstehen. Photosynthese

16 16 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Mit den ersten Photosynthese treibenden Einzellern auf der Erde begann vor zwei bis drei Milliarden Jahren die Umwandlung von Kohlendioxid in Sauerstoff, wodurch erst allmählich unsere heutige sauerstoffreiche Atmosphäre entstand. Damit ist die Photosynthese die Grundlage allen höheren Lebens auf der Erde. Photosynthese

17 17 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Jährlich werden durch die Photosynthese aus ca. 3 x Tonnen CO 2 ca. 5 x Tonnen organische Substanz gebildet. Mehr als die Hälfte dieser Produktion Findet in den Weltmeeren durch das Phytoplankton statt. Photosynthese

18 18 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Die großen Lager an fossilen Brennstoffen (z. B. Kohle) sind ursprünglich Produkte der Photosynthese von vielen Millionen Jahren. Durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas steigt der CO 2 -Gehalt der Luft (siehe Kapitel Kohlenstoffkreislauf). Fossile Brennstoffe

19 19 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Pflanzliche Organismen können dieses CO 2 wieder in organische Materie umformen. Heute werden allerdings fossile Brennstoffe weltweit in riesigen Mengen und – im Vergleich zur Zeit die zu Ihrer Herstellung nötig war (Pflanzenwachstum) – in sehr kurzer Zeit verbrannt. So verbrennen wir derzeit in nur 1 Jahr fossile Brennstoffe in einer Menge, zu deren Herstellung die Natur mehr als 400 Jahre benötig hat. Deshalb kann die Photosyntheseleistung der Pflanzen den resultierenden Anstieg des CO 2 -Gehalts der Luft nicht mehr ausreichend kompensieren. Ein stetiger Anstieg des CO 2- Gehaltes in der Atmosphäre ist die Folge. CO 2 -Gehalt der Luft

20 20 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Nahezu alles Leben auf der Erde an Land und im Meer beruht auf der Energiegewinnung mittels Photosynthese der Pflanzen und Algen. Jedoch gibt es vor allem an extremen Standorten wie z.B. in der Tiefsee im Bereichen heißer Quellen, sowie in aktiven Vulkanen, im Boden, in manchen Gewässern und in Bergwerken Bakterien, die aus den dort vorhandenen anorganischen Substanzen mittels sog. Chemosynthese Energie gewinnen und somit ebenfalls autotrophe Lebewesen darstellen. Chemosynthese

21 21 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Unter Chemosynthese versteht man die autotrophe Produktion von energiereichen kohlenstoffhaltigen (organischen) Substanzen wie z.B. Kohlenhydraten mit Hilfe von Energie aus Oxidation anorganischer Substanz wie z.B. Schwefelwasserstoff (H 2 S), Ammoniak (NH 3 ), Methan (CH 4 ), Wasserstoff (H 2 ) oder Eisen (Fe). Die Bakterien die Chemosynthese betreiben nennt man Chemoautolithotrophe. Es sind meist Schwefelbakterien, Nitrifizierer, Knallgasbakterien und Methanobakterien. All diese Bakterien spielen eine wichtige Rolle im Kohlenstoff (C)-, Schwefel (S)- und Stickstoff (N)-Kreislauf der Natur. Chemosynthese

22 22 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Schema der Chemosynthese: 6 H 2 O + 6 CO 2 + z. B. H 2 S, CH 4 als Energie C 6 H 12 O O 2 Gemäß dieses Schemas bilden die chemolithoautotrophen Bakterien aus den Ausgangsstoffen Wasser (H 2 O) und Kohlendioxid (CO 2 ) sowie der Energie aus anorganischen Verbindungen wie z.B. Schwefelwasserstoff (H 2 S), oder Methan (CH 4 ) das Kohlenhydrat Glukose (= Traubenzucker; C 6 H 12 O 6 ) sowie Sauerstoff (O 2 ). Von den so gebildeten energiereichen Kohlenhydraten können sich wiederum andere Lebewesen ernähren. Chemosynthese

23 23 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Diese chemoautolithotrophen Bakterien stellen so mit ihrer Chemosynthese die Basis eines nicht auf Photosynthese sondern auf Chemosynthese beruhenden Ökosystems dar. Ökosystem Tiefsee

24 24 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Gliederung 1. Einführung 2. Stoffwechsel 3. Energiegewinnung 4. Autotrophe Lebewesen (Photo- u. Chemosynthese) 5. Heterotrophe Lebewesen 6. Ernährung (Nährstoffe u. Energieumsatz) Fachkenntnis- Stoffwechsel

25 25 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Heterotrophe Organismen können nicht selbst energiereiche kohlenstoffhaltige Verbindungen herstellen, sondern sind darauf angewiesen die von den autotrophen Organismen produzierten energiereichen organischen Verbindungen in Form von Nahrung (Fressen von Bakterien, Pilzen, Pflanzen und/oder Tieren oder Verwertung von deren totem Gewebe) von außen aufzunehmen. Zu den heterotrophen Organismen gehören der Mensch, alle Tiere, manche Pflanzen und viele Mikroorganismen (wie z.B. Bakterien und Pilze). Heterotrophe Lebewesen

26 26 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Viele der heterotrophen Organismen gewinnen die benötigte Energie dadurch, dass sie im Rahmen der sog. aeroben Atmung die von den autotrophen Pflanzen, Algen und Bakterien produzierte Glukose (C 6 H 12 O 6 ) mit Hilfe von Sauerstoff (O 2 ) oxidieren (verbrennen) und dabei Kohlendioxid (CO 2 ) bilden, das wiederum von den autotrophen Organismen im Rahmen der erneuten Produktion von Glukose „recycelt“ wird. Die aerobe Atmung stellt somit die exakte Umkehrung der Photosynthese dar. Schema der aeroben Atmung: C 6 H 12 O O 2 6 H 2 O + 6 CO 2 + Energie Aerobe Atmung

27 27 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 So entsteht ein ständiger Energie- und Stoffkreislauf zwischen den autotrophen Produzenten, die mit Hilfe der „Sonnenenergie“ photosynthetisch Glukose (C 6 H 12 O 6 ) produzieren und den heterotrophen Konsu- menten, die diese Glukose im Rahmen der aeroben Atmung wieder abbauen und so „Lebensenergie“ gewinnen. Energie- u. Stoffkreislauf

28 28 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Fachkenntnis- Stoffwechsel Gliederung 1. Einführung 2. Stoffwechsel 3. Energiegewinnung 4. Autotrophe Lebewesen (Photo- u. Chemosynthese) 5. Heterotrophe Lebewesen 6. Ernährung (Nährstoffe u. Energieumsatz)

29 29 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Die in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe dienen zum einen als „Brennstoff“ für die Energie erfordernden lebensnotwendigen biochemischen Prozesse im Organismus und bilden zum anderen die notwendigen Bausteine für den Aufbau der biologischen Struktur der Lebewesen. Nahrungsmittel bestehen aus Nährstoffen, Vitaminen, Salzen, Spurenelementen, Geschmacks- und Ballaststoffen sowie Wasser. Ernährung Die Ernährung ist unabdingbare Voraussetzung für den Bau und die Funktion eines jeden Lebewesens.

30 30 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Zu den Nährstoffen zählen die in der Nahrung vorkommenden energiereichen Stoffgruppen der Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate Nährstoffe Nahrung Nährstoffe MineralstoffeBallaststoffe Wasser Kohlenhydrate Fette Proteine SpurenelementeVitamine

31 31 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Der Nährstoffbedarf richtet sich zum einen nach dem Energiebedarf des Organismus. Ein erhöhter Bedarf besteht bei vermehrter körperlicher Arbeit, in der Schwangerschaft und bei verschiedenen Krankheiten. Zum anderen werden für die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Körpers Mindestmengen an Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten benötigt. Nährstoffbedarf

32 32 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Bei normaler körperlicher Belastung beträgt die empfohlene tägliche Zufuhr an: Eiweiß: 0.8 g/kg Körpergewicht Kohlenhydraten: 100 g/Tag (v.a. für das Gehirn) Fette: etwa 25-30% des Energiebedarfs Wasser: mindestens 1,75 l pro Tag Nährstoffbedarf

33 33 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Kohlenhydrate haben sowohl als Speicherstoff hoher Energiedichte (z.B. Glykogen in Muskeln und Leber) als auch als Gerüstsubstanz vieler Organismen große Bedeutung. Bei den Kohlenhydraten unterscheidet man, je nach Anzahl der Mono- saccharidbausteine, zwischen  Monosacchariden (Einfachzuckern),  Di-, Oligo- und  Polysacchariden (Zwei- Mehr- u. Vielfachzucker). Kohlenhydrate

34 34 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Die für den Menschen wichtigen Kohlenhydrate sind fast ausschließlich pflanzlicher Herkunft. Obst, Gemüse, Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchte enthalten Kohlenhydrate. Kohlenhydrate

35 35 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Kohlenhydrate sind die wichtigsten Energielieferanten für die Zellen. Glukose (Traubenzucker) ist das Schlüsselmolekül für alle höheren Lebewesen einschließlich des Menschen. So wird bei gesunder Ernährung mehr als 50% des Energiebedarfs durch den Abbau von Glukose gedeckt. Ferner deckt das Gehirn seinen Energiebedarf fast ausschließlich über Glukose, während die quergestreifte Muskulatur bei Kohlenhydratmangel auf Fettsäureverbrennung ausweicht. Kohlenhydrate

36 36 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Eiweiße (Proteine) bestehen aus sog. Aminosäuren und werden hauptsächlich zum Aufbau körpereigener Substanzen wie z.B. Muskulatur, Enzymen und Plasmaeiweißen benötigt. Eiweiß

37 37 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 So werden im menschlichen Körper täglich 300 g Protein neu gebildet. In dieser Funktion sind Eiweiße nicht durch Fette oder Kohlenhydrate zu ersetzen. Von den etwa 20 Aminosäuren, aus denen körpereigene Proteine aufgebaut sind, können 9 nicht im menschlichen Organismus hergestellt (synthetisiert) werden. Diese 9 werden als unentbehrliche oder essentielle Aminosäuren bezeichnet. Eiweiß

38 38 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Je nach Herkunft unterscheidet man tierisches und pflanzliches Eiweiß. Tierisches Eiweiß findet sich hauptsächlich in Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukten sowie Eiern. Eiweiß

39 39 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Pflanzliches Eiweiß wird in nennenswerten Mengen mit Hülsenfrüchten und Kartoffeln aufgenommen, in geringen Mengen mit fast allen Obst- und Gemüsesorten. Der erwachsene Mensch muss mindestens 32 g Eiweiß pro Tag mit der Nahrung zuführen. Eiweiß

40 40 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Ohne Fette (Lipide) könnte keine der auf der Erde vorkommenden Lebensformen existieren. So bilden Phospholipide die Struktur sämtlicher zellulärer Membranen (= Hüllen von Zellen) und ermöglichen auf diese Weise erst die Existenz von Zellen, deren Inneres gegen störende Einflüsse der Außenwelt abgeschirmt wird (s. Abb.). Zudem sind Fette sind die wichtigste Energiereserve des Menschen sowie vieler tierischer Organismen. Fett

41 41 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Ferner dienen Fette der Wärmeisolierung (subcutanes Fettgewebe) oder als Druckpolster (Fett der Nierenlager und der Fußsohle). Die Möglichkeit der Fettspeicherung im Fettgewebe gewährleistet über längere Zeit eine gewisse Unabhängigkeit von der Nahrungszufuhr und sichert so in Zeiten von Nahrungsknappheit das Überleben. Fett

42 42 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Die aufgenommenen Fette werden entweder verbrannt (Betriebsstoffwechsel) oder in Form von Depotfett im Gewebe gespeichert (Energiespeicher). Die Fettverbrennung ergibt im Vergleich mit anderen Nahrungsstoffen die höchste Energieausbeute (siehe biologischer Brennwert). Fett

43 43 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Fette kommen als unvermeidliche Begleitsubstanzen in fast allen Nahrungsmitteln tierischer Herkunft vor, so in den wichtigen Eiweißquellen Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukten sowie Eiern. Fett

44 44 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Fette finden sich ferner in Pflanzensamen, z.B. in Nüssen. Die sehr eiweißreiche mitteleuropäische Durchschnittskost hat einen zu hohen Fettanteil. Fette sollen etwa 35% der gesamten Energiezufuhr über die Nahrung ausmachen. Fett

45 45 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Im Gegensatz zum Fett kann der Organismus Eiweiße und Kohlenhydrate nur in geringem Umfang speichern.  Überschüssige Mengen werden abgebaut, ausgeschieden oder in Fett umgebaut und gespeichert.  Die kurzfristig verfügbaren Eiweißreserven im Körper betragen nur rund 45 g.  Die Kohlenhydratreserven betragen nur g.  Dagegen können die Fettdepots (als große Energiespeicher) bei Übergewicht mehrere zig Kilogramm betragen. Speicherung von Nährstoffen

46 46 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Die 3 Grundnährstoffe enthalten unterschiedlich viel Energie. Die pro Gramm freiwerdende Energie nennt man biologischen Brennwert. Dieser ist bei Fetten mehr als doppelt so groß (9 kcal/g) wie bei Eiweißen (4 kcal/g) oder Kohlenhydraten (4 kcal/g) Alkohol hat einen relativ hohen biologischen Brennwert von 7 kcal/g (Bier- oder Weinbauch!). Biologischer Brennwert von Nährstoffen

47 47 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Biologischer Brennwert von Nährstoffen

48 48 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Man unterscheidet fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) und wasserlösliche Vitamine (B1, B2, B6, B12, Biotin, Folsäure, Nicotinsäure, Nicotinsäureamid, Pantothensäure u. Vitamin C). Vitamine erfüllen sehr spezifische Funktionen im Zellstoffwechsel. Sie sind häufig Bestandteile von Enzymsystemen oder entfalten komplexe Systemwirkungen. Vitamine Als Vitamine bezeichnet man in der Nahrung vorkommende, lebenswichtige organische Substanzen, die der Organismus nicht oder nicht in genügender Menge synthetisieren kann und deren Energiegehalt ohne Bedeutung ist.

49 49 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Wasser (H 2 O) ist als „Lösungsmittel“ für alle im Organismus ablaufenden biochemischen Prozesse und somit für alle Lebewesen von außerordentlicher Bedeutung. Ohne Wasser kein Leben ! Wasser „Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser, denn Wasser ist alles, und ins Wasser kehrt alles zurück.“ Thales von Milet (griechischer Philosoph)

50 50 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Die meisten Lebensmittel enthalten mehr als 50% Wasser. Weniger als 50% findet man u.a. in Brot, Butter und Käse. Wasser Während der biologischen Verbrennung von Nahrung entstehen zusätzlich ca. 350 ml Wasser pro Tag (dieses „Oxidationswasser“ ist für Tiere in extremen Trockenregionen, z.B. die Wüstenmaus lebenswichtig).

51 51 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Die Salze dienen dem Organismus, ebenso wie das Wasser, zur Aufrecht- erhaltung des inneren Milieus. Die Konstanthaltung der ionalen Zusammensetzung (Isoionie) und des pH-Wertes (Gehalt an Wasserstoffionen) der Körperflüssigkeiten gehört zu den wesentlichen Voraussetzungen einer ungestörten Zelltätigkeit. Von besonderer Bedeutung sind die Kationen (positiv geladen) Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium sowie die Anionen (negativ geladen) Chlorid und Phosphat. Salze

52 52 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Unter den Spurenelementen versteht man Elemente, die nur in äußerst geringen Mengen in der Nahrung und im Organismus vorkommen und wichtige Funktionen erfüllen. Zu den essentiellen Spurenelementen gehören u.a. Eisen (Baustein des Blutfarbstoffes Häm), Jod (Baustein der Schilddrüsenhormone) und Fluor (Bestandteil in Zahn u. Knochen). Ferner Kupfer, Mangan, Molybdän, Kobalt, Selen und Zink als Bausteine intrazellulärer und exkretorischer Enzyme. Spurenelemente

53 53 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Der Energieverbrauch des Menschen besteht aus dem:  Grundumsatz (Energieverbrauch für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen in Ruhe),  der Thermogenese (Energieverbrauch durch zusätzliche Wärmebildung)  Energieverbrauch durch körperliche Aktivität (Alltagsaktivität + Sport) Täglicher Energieverbrauch

54 54 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und euer Interesse!

55 55 Naturschutz | Stoffwechsel | 2010 Präsentation: Stoffwechsel © 2010 Bergwacht Bayern Konzept, Inhalt: Arbeitskreis Naturschutz der Bergwacht-Region Hochland Ausarbeitung: Dr. Cölestin Allgäuer-Lechner (BW Benediktbeuern) Layout: Georg Schober jun. 1. Auflage: 2010


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